Domnitz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Koordinaten: 51° 37′ 51″ N, 11° 50′ 28″ O

Domnitz
Höhe: 143 m
Fläche: 17,08 km²
Einwohner: 656 (27. Apr. 2015)
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 06193 (ehemals 06420)
Vorwahl: 034603
Brachwitz Döblitz Domnitz Gimritz Nauendorf (Saalekreis) Neutz-Lettewitz Plötz Rothenburg (Saale) Wettin Wettin, OT Dößel Löbejün SaalekreisKarte
Über dieses Bild

Lage von Domnitz in Wettin-Löbejün

das Denkmal in Domnitz für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges

Domnitz ist ein Ortsteil der Stadt Wettin-Löbejün im nördlichen Saalekreis in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domnitz nordwestlich von Halle, südöstlich von Könnern und westlich von Löbejün. Unmittelbar südlich des Ortes beginnt der Bach Plötze, der nach Norden bis Dalena fließt und dann nach Westen abfließt, bis der aus Dornitz kommende Sixbach einmündet. Dann verlässt die Plötze die Gemarkung und fließt nördlich der Fuhne zu.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ortsteile der Ortschaft Domnitz sind die Dörfer Dornitz und Dalena ausgewiesen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domnitz wurde bereits im frühesten Mittelalter als Dohmnitz erwähnt. Die Orte Domnitz und Dalena standen einige Jahrhunderte unter adliger Gerichtsbarkeit der Herren aus dem Winkel zu Wettin.[1][2] Sie lagen wie das zum Amt Rothenburg gehörige Dornitz[3] im Saalkreis des Erzstifts Magdeburg. Mit der Angliederung des Erzstifts Magdeburg an Preußen gehörten die drei Orte ab 1680 zum brandenburg-preußischen Herzogtum Magdeburg. Mit dem Frieden von Tilsit wurden Domnitz, Dornitz und Dalena im Jahr 1807 dem Königreich Westphalen angegliedert und dem Distrikt Halle im Departement der Saale zugeordnet. Sie gehörten zum Kanton Löbejün.[4] Nach der Niederlage Napoleons und dem Ende des Königreichs Westphalen befreiten die verbündeten Gegner Napoleons Anfang Oktober 1813 den Saalkreis. Bei der politischen Neuordnung nach dem Wiener Kongress 1815 wurden die drei Orte im Jahr 1816 dem Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.[5]

Am 1. Januar 2011 wurden die Gemeinden Städte Löbejün und Wettin sowie den Gemeinden Brachwitz, Döblitz, Domnitz, Gimritz, Nauendorf, Neutz-Lettewitz, Plötz und Rothenburg, die zuvor bereits in der Verwaltungsgemeinschaft Saalkreis Nord zusammengeschlossen waren, zur neuen Stadt Wettin-Löbejün zusammengefasst.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde war Bernhard Zarski und wurde am 10. Juni 2001 gewählt.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Domnitzer Freiwillige Feuerwehr wurde im Januar 1862 gegründet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Domnitz geboren wurde der Skispringer Andreas Wank (* 1988). Der Bildhauer Jörg-Tilmann Hinz lebt und arbeitet im Ort. Auch der Pfarrer und Kirchenliederdichter Andreas Christian Bernstein lebte und starb hier.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quer durch Domnitz und Dornitz führt der Abschnitt der Bundesstraße 6 von Halle nach Könnern. Die Bundesautobahn 14 (Dresden-Leipzig-Halle-Magdeburg-Schwerin-Wismar) führt im Nordosten an Domnitz vorbei und überquert dabei drei Mal die Plötze, an der Straße nach Löbejün liegt der Abzweig Löbejün. Die Bahnstrecke Halle–Halberstadt führt ebenfalls parallel zur A 14 nordöstlich an Domnitz vorbei, an ihr liegt auch der Bahnhof des Ortes.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Domnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erwähnung der Orte in der Topographischen Beschreibung des Herzogtums Magdeburg, S. 379f. und 384
  2. Erwähnung von Domnitz und Dalena im Buch "Geographie für alle Stände", S.130
  3. Erwähnung von Dornitz im Buch "Geographie für alle Stände", S.127
  4. Beschreibung des Saale-Departements
  5. Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900