Donaudurchbruch bei Beuron

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Tiefblick vom Knopfmacherfelsen auf die Donau, im Hintergrund Beuron

Der Donaudurchbruch bei Beuron liegt im Oberlauf der Donau zwischen Fridingen und Sigmaringen im ehemaligen Dreiländereck von Württemberg, Hohenzollern und Baden. Geologisch gehört er zum Oberjura (Kalkstein), also der fossilreichsten Formation Deutschlands, die vor etwa 150 Millionen Jahren abgelagert wurde, als das Gebiet noch ein flaches Meer war.

In dem je nach Definition etwa 10 bis 20 km langen Gebiet im Naturpark Obere Donau durchbricht die Donau die Schwäbische Alb in deren südwestlichem Teil. Am bekanntesten und landschaftlich schönsten ist das Durchbruchstal im Umkreis des Benediktinerstiftes Beuron, wo die durch Erosion freigelegten Jurakalk-Felswände beidseits des Flusses teilweise senkrecht und über 200 Meter hoch sind. Beliebte Wanderwege mit markanten Aussichtspunkten in die Tiefe begleiten den Steilabbruch auf seiner Nordseite. Der Donauradweg führt auf insgesamt anspruchsloser Strecke und meist auf Naturbelag mit wenigen kurzen, starken Steigungen durch die Talenge. Aber auch der Schwäbische-Alb-Radweg durchzieht die Landschaft als Fernradweg.

Diese Aussichtspunkte tragen kuriose Namen wie Pfannenstiel, Hexenturm oder Knopfmacherfelsen; letzterer bietet einen Blick auf die Donauschlinge bei der Abtei Beuron.

Im Gegensatz zum Donaudurchbruch bei Weltenburg ist hier die Bezeichnung geologisch zutreffend, da sich seit den Zeiten der Urdonau die Alb- und Alpenhebung ereignete und sich der Abfluss vom Schwarzwald stärker nach Osten verlagerte.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Geyer, E. Nitsch, Th. Simon: Geologie von Baden-Württemberg. 5. Auflage, 627 S., Schweizerbart, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-510-65267-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 3′ 34,3″ N, 8° 59′ 30,9″ O