Via Beuronensis

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Tübingen, die Universitätsstadt am Neckar, ist Ausgangspunkt der Via Beuronensis
Schon von Tübingen her ist die Burg Hohenzollern am Trauf der Schwäbischen Alb sichtbar
Nach der Abtei Beuron ist die Via Beuronensis benannt, die Abtei an der Donau markiert eine wesentliche Station zwischen Tübingen und Konstanz
Das Ziel des eigentlichen Beuroner Jakobswegs, das Kloster Wald
Am Konstanzer Münster endet die Via Beuronensis, um als Schwabenweg in und durch die Schweiz weiterzuführen

Unter Via Beuronensis werden im weitesten Sinne sechs Jakobswege zwischen Neckar und Bodensee zusammengefasst. Sie führen von Tübingen nach Konstanz. Der eigentliche Beuroner Jakob(u)sweg (Via Beuronensis) führt von Tübingen nach Wald.

Wegstrecken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tübinger Jakobsweg / 30,5 km
Hohenzollerischer Jakobsweg / 72,6 km
Beuroner Jakobsweg / 87,4 km
Linzgauer Jakobsweg / 59,0 km
Habsthaler Jakobsweg / 32,0 km
Hegauer Jakobsweg / 70,5 km

Wegbeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jakobsweg kommt von Esslingen am Neckar und führt ab Tübingen als Beuroner Jakobsweg zunächst über Rottenburg am Neckar, Hechingen und Balingen durchs Bäratal über Nusplingen nach Beuron. Die Erzabtei Beuron verfügt über ein Pilger-Büro und betreut Pilger auch spirituell. Von dort führt der Weg über Meßkirch weiter nach Wald (Kloster Wald). Alternativ kann man ab Hechingen auch den Hohenzollerischen Jakobsweg über Burladingen, Veringenstadt und Sigmaringen nach Meßkirch pilgern. Anschließend führt der Weg nach Wald, wo er sich erneut teilt. Man geht dann den Linzgauer Jakobsweg über Pfullendorf und Überlingen nach Konstanz oder den Hegauer Jakobsweg über Stockach und Markelfingen nach Konstanz. Die Mauritiusrotunde am Konstanzer Münster war schon im Mittelalter das Ziel zahlloser Pilger; und für andere eine wichtige Zwischenstation. Auch die Pilger auf dem Oberschwäbischen Jakobsweg von Ulm her kamen hier an und sammelten sich. Von dort führt der Schwabenweg weiter zum Kloster Maria Einsiedeln.

Entstehung und Projektgruppe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Weg wurde im Rahmen eines Projektes des Europa-Zentrums Tübingen/Stuttgart als europäischer Weg wiederbelebt und seit 2004 von einer Projektgruppe unter der Moderation des Benediktinermönchs Bruder Jakobus Kaffanke OSB von der Erzabtei Beuron ausgeschildert und eingepilgert.

Seit 2008 wird die offene Beuroner Jakobspilger-Gemeinschaft aufgebaut, welche die kirchlich-kulturellen Zeugnisse festhält und die Pilger bei der Planung und Durchführung ihrer Reisen mit Beratung, Tipps, Pilgerausweisen und Begleitung unterstützt.

Seit 2009 ist der Wegabschnitt zwischen Neckar und Bodensee in Santiago de Compostela anerkannt.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fredy Meyer: Du stellst meine Füße auf weiten Raum. Jakobswege zwischen Neckar und Bodensee. hrsg. vom Hegau-Geschichtsverein, Stockach, 09/2007. ISBN 3-921413-96-6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Offizielle Station auf Jakobusweg in ehemaliger Klosterbuchhandlung. Pilgerbüro öffnet seine Türen. In: Südkurier vom 15. Juni 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]