Sigmaringen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sigmaringen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Sigmaringen
Sigmaringen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Sigmaringen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 5′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Sigmaringen
Höhe: 580 m ü. NHN
Fläche: 92,85 km²
Einwohner: 15.756 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 170 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72488
Vorwahlen: 07571, 07570 (Gutenstein), 07577 (Jungnau)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SIG
Gemeindeschlüssel: 08 4 37 104
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fürst-Wilhelm-Str. 15
72488 Sigmaringen
Webpräsenz: www.sigmaringen.de
Bürgermeister: Thomas Schärer (CDU)
Lage der Stadt Sigmaringen im Landkreis Sigmaringen
Alb-Donau-Kreis Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Konstanz Landkreis Ravensburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tuttlingen Zollernalbkreis Bad Saulgau Beuron Bingen (bei Sigmaringen) Gammertingen Herbertingen Herdwangen-Schönach Hettingen Hohentengen (Oberschwaben) Illmensee Inzigkofen Krauchenwies Leibertingen Mengen Mengen Meßkirch Neufra Ostrach Pfullendorf Sauldorf Scheer Schwenningen (Heuberg) Sigmaringen Sigmaringendorf Sigmaringendorf Stetten am kalten Markt Veringenstadt Wald (Hohenzollern)Karte
Über dieses Bild

Sigmaringen ist eine baden-württembergische Kreisstadt an der oberen Donau und die zweitgrößte Stadt im Landkreis Sigmaringen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen, Blick donauabwärts
Blick über den Stadtkern (2015)
Donaudurchbruch bei Inzigkofen, 3 km flussaufwärts

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen (im lokalen schwäbischen Dialekt Semmaringa) liegt im Donautal an den Ferienstraßen Hohenzollernstraße und Oberschwäbische Barockstraße am südlichen Rand der Schwäbischen Alb rund 40 Kilometer nördlich des Bodensees. Das Stadtgebiet liegt zwischen 578 und 794 Meter über Normalnull. Vor allem in den Wintermonaten sorgen Schneeschmelze und gefrorener Boden in Kombination mit Starkregenereignissen immer wieder für Hochwasser und somit kritischen Situationen im Donautal. Die sogenannte 100-jährige Hochwassermarke an der Pegelmessstelle vor der Nepomukbrücke liegt bei 3,70 Meter und wurde zuletzt beim Jahrhunderthochwasser mit dem Höchststand am 16. Februar 1990 erreicht. Am 26. Januar 1995 wurden dort 3,58 Meter gemessen.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen ist geologisch und hydrologisch durch pleistozäne Donaurinnen geprägt. Die Stadt selbst liegt in einer Weitung der Donau, die im Norden durch den Wittberg und im Süden durch eine Moräne begrenzt wird. Das Schloss thront auf einem steil zur Donau abfallenden Kalksteinsockel (Lias), dem gegenüber der Mühlberg liegt. Die Gesamtgemarkung ist von verschiedenen Formationsstufen gekennzeichnet: Zum Beispiel am Nollhof durch Untere Süßwassermolasse (Ulmer Schichten), bei Jungnau durch Zementmergel und hin zum Hanfertal durch Hangende Bankkalke.

Sigmaringen befindet sich am Ausgang des rund 40 Kilometer langen Donaudurchbruchs durch die Schwäbische Alb. Hier grub sich der noch schmale Fluss im Zuge der Alb- und Alpenhebung seinen Weg. Schon in den vielen Flussbiegungen dorthin sind hohe Felswände aus Jurakalk freigelegt und von malerischen Burgen gekrönt.

Ausdehnung des Gebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kernstadt hat eine Fläche von 3429 Hektar. Die Gesamtgemarkung erstreckt sich über 92,85 Quadratkilometer.[2] Landschaftlich ist Sigmaringen durch den rund 3000 Hektar großen Stadtwald geprägt. Davon sind 667 Hektar Fichten-Mischwald. Der Stadtwald am Wittberg war früher parkähnlich mit wenigen Bäumen.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen grenzt im Norden an Winterlingen (Zollernalbkreis) und Veringenstadt, im Osten an Bingen, Sigmaringendorf und Scheer, im Süden an Mengen, Krauchenwies, Inzigkofen und Meßkirch sowie im Westen an Leibertingen, Beuron und Stetten am kalten Markt (Aufzählung im Uhrzeigersinn).

Raumplanung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen bildet ein Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums der Region Bodensee-Oberschwaben. Der Mittelbereich umfasst die nördlichen Gemeinden des Landkreises Sigmaringen, im Einzelnen die Städte und Gemeinden (in alphabetischer Folge) Beuron, Bingen, Gammertingen, Hettingen, Hohentengen, Inzigkofen, Krauchenwies, Mengen, Neufra, Scheer, Schwenningen, Sigmaringen, Sigmaringendorf, Stetten am kalten Markt und Veringenstadt. Die Stadt ist Einkaufs- und Schulstadt für die umliegenden Gemeinden und als Kreisstadt zudem Verwaltungszentrum des Landkreises. Der Hochschulstandort zieht überdies zahlreiche junge Menschen aus der ganzen Region und dem Land an, für die es allerdings vor Ort an ausreichend Arbeitsplätzen mangelt.[4]

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt besteht aus der Kernstadt und den Stadtteilen Gutenstein, Jungnau, Laiz, Oberschmeien und Unterschmeien.

Wappen Ortsteil Einwohner Fläche
(ha)
eingemeindet am
Sigmaringen Sigmaringen (Kernstadt) 11.758 3429 -
Gutenstein Gutenstein 512 1311 1. Juli 1974
Jungnau Jungnau 740 2235 1. Februar 1974
Laiz Laiz 2856 979 1. Januar 1975
Oberschmeien Oberschmeien 434 1059 1. Februar 1972
Unterschmeien Unterschmeien 263 490 1. Januar 1972

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlungsgeschichte im Gebiet der heutigen Stadt Sigmaringen reicht bis in die Altsteinzeit[4] Am Zigeunerfelsen im Schmeiental[5] bei Unterschmeien fanden sich Einzelstücke aus dem Mesolithikum/Neolithikum (Schicht A). Als Siedlungsgebiet der Urnenfelderkultur ist der heutige Ortsteil Laiz von 1000 bis 500 v. Chr. nachgewiesen. Aus der Hallstattzeit wurden beispielsweise in Laiz zahlreiche keltische Grabhügel mit reichbemalten und ornamentierten Gegenständen entdeckt. Von etwa 50 bis 80 n. Chr. bildete die Donau die Grenze des Römischen Reiches. Zu dieser Zeit führte über Laiz eine Römerstraße vom Bodensee Richtung Winterlingen und Burladingen, eine andere vom Raum Singen über Vilsingen Richtung Bingen, Scheer, Hundersingen. Sie gingen durch die Furt unterhalb des Donauwehres in Laiz, wo bei der Donauregulierung 1975 Reste einer Holzbrücke gefunden wurden.[6] Funde und Ausgrabungen von römischen Gutshöfen in Laiz im Gewann „Bergöschle“, in Inzigkofen im Gewann „Krummäcker“, in Sigmaringen im Gewann „Steinäcker“ und „Wachtelhau“ sowie des römischen Gutshofes in Laucherthal weisen auf die Bedeutung Sigmaringens als Agrarregion in römischer Zeit hin.

Ein frühalemannisches Gräberfeld liegt im Südosten der heutigen Stadt. Dieses ist Zeugnis der Siedlungsgründung des „Sigmar“. Diese erfolgte vermutlich im 6. nachchristlichen Jahrhundert.[7] Aus dieser frühen Zeit stammt auch die Schwertscheide von Gutenstein, die im Stadtteil Gutenstein gefunden wurde.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 11. Jahrhundert, dem Ende des Frühmittelalters, entstand die erste Burganlage auf dem talabriegelnden Felsen. Die erste urkundliche Erwähnung[8] stammt aus dem Jahre 1077, als König Rudolf von Schwaben die Sigmaringer Burg vergeblich belagerte. Die offizielle Stadtgründung erfolgte 1250.

Der erste Pfarrer in Laiz wurde 1231 erwähnt. 1275 gehörten zum Dekanat Laiz 15 Pfarreien. Zum Kirchspiel Laiz gehörend, werden 1377 die Filialen Sigmaringen, Brenzkofen, Gorheim, Hedingen, Bold (Paulterhof), Inzigkofen, Ober- und Unterschmeien genannt. 1325 wurde die Stadt an Graf Ulrich III. von Württemberg verkauft. 1415 erhielt Friedrich VI. die Markgrafschaft Brandenburg. Von ihm stammt das preußische Königs- und Kaiserhaus ab. 1480 erhielt Sigmaringen eine eigene Pfarrei. Die Verstorbenen fanden jedoch bis 1744 auf dem Laizer Friedhof bei der Kirche ihre letzte Ruhestätte.

In den Jahren 1460 und 1500 wurde die Burg zum Schloss umgebaut. Über die Grafen von Werdenberg gelangte Sigmaringen 1535 an das Hochadelsgeschlecht der Hohenzollern. Vier Jahre später kam es zu einem verheerenden Schlossbrand. 1540 gingen Sigmaringen und Veringen über den „Pfullendorfer Vertrag“ endgültig an das Haus Hohenzollern, Graf Karl I. von Hohenzollern bezog das Schloss.

Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtplan von Sigmaringen um 1809

1632 besetzen die Schweden während des Dreißigjährigen Kriegs das Schloss. Ein Jahr später wurde es unter General Gustaf Horn aus römisch-papistischer Feindeshand zurückerobert. Dabei wurde der östliche Teil durch einen Brand zerstört.

1535 erhielt Graf Karl von Hohenzollern die Grafschaft Sigmaringen als Lehen. Damit wurde Sigmaringen Sitz einer zollernschen Linie. In den Jahren 1801 bis 1806 konnte Amalie Zephyrine von Salm-Kyrburg, die zu jener Zeit in Paris lebende Ehefrau des Erbprinzen Anton Aloys von Hohenzollern-Sigmaringen, dank ihrer Beziehungen zu Joséphine de Beauharnais, der Ehefrau von Kaiser Napoléon Bonaparte, die Mediatisierung sowohl von Hohenzollern-Sigmaringen als auch von Hohenzollern-Hechingen abwenden. Das Fürstentum Hohenzollern blieb im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Fürstentümern als souveräne Herrschaft erhalten. So war Sigmaringen von 1806 bis 1849 Hauptstadt des souveränen Fürstentums Hohenzollern-Sigmaringen und Residenz der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. In dieser Zeit wurde die Stadt in prägnanter Form ausgebaut. Der Carlsplatz, der später in Leopoldplatz umbenannt wurde, und die Karlstraße mit den herrschaftlichen Gebäuden sind die herausragenden Teile dieses Stadtausbaus.[9]

Am 4. Juni 1817 wurde die letzte öffentliche Hinrichtung in Sigmaringen vollzogen. Richtstätte des wegen Meuchelmords und Raubs Verurteilten war der „Galgenberg“, der ehemalige Exerzierplatz des hohenzollerischen Militärs auf der Höhe über Laiz.[10]

Ansicht von Sigmaringen um 1843
Das Fürstentum Hohenzollern nach 1849

Als Folge der Revolution in Sigmaringen von 1848 verzichteten 1849 die Fürsten von Hechingen und Sigmaringen auf ihre Herrschaft, wodurch beide Fürstentümer 1850 an Preußen fielen. Sie wurden zum Regierungsbezirk Sigmaringen zusammengefasst, der später als „Hohenzollernsche Lande“ bezeichnet wurde. Von 1850 bis 1945 war Sigmaringen Sitz der preußischen Regierung für die Hohenzollernschen Lande. Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen war von 1858 bis 1862 preußischer Ministerpräsident. Von 1873 bis 1972 war die Stadt zudem Sitz des hohenzollerischen Landeskommunalverbandes.

Stadtansicht von Westen (um 1912)

Sigmaringen war, wie ganz Deutschland, abgesehen von Ostpreußen im Herbst 1914, im Ersten Weltkrieg kein Kriegsschauplatz. 1914 bis 1918 fielen rund 150 junge Männer aus der Stadt, an die bis 1943 eine Kupfertafel im Rathaus erinnerte. Diese wurde aber samt der kupfernen Rathaus-Dachrinne abgeholt, eingeschmolzen und nicht mehr ersetzt. Mit dem Kriegsende 1918 brach auch in Sigmaringen der herrschaftslegitimierende, dynastische Zusammenhang zwischen Preußen und Hohenzollern weg.[11]

In der Zeit des Nationalsozialismus bestand in Sigmaringen eine eigene, zunächst preußische, Gestapodienststelle. Sie unterstand seit 1937 der Stapoleitstelle Stuttgart.[12]

Zwischen 1934 und 1942 wurden mehr als 100 vorgeblich „erbkranke“ Männer aus ganz Hohenzollern und angrenzenden Orten im damaligen Fürst-Carl-Landeskrankenhaus zwangssterilisiert. Während der nationalsozialistischen Krankenmorde, der „Aktion T4“, wurden am 12. Dezember 1940 erstmals 71 geistig behinderte und psychisch kranke Patienten Opfer des NS-Unrechts. Die Deportation führte mit Sigmaringen als einzige psychiatrische Einrichtung in Hohenzollern in die Tötungsanstalt Schloss Grafeneck, wo die Frauen und Männer als „lebensunwert“ ermordet wurden.[13] Nach der Schließung von Grafeneck im Dezember 1940 erfolgte am 14. März 1941 eine weitere Deportation in die NS-Tötungsanstalt Hadamar. Insgesamt wurden im Rahmen der nationalsozialistischen Krankenmorde 91 von seinerzeit 213 Patienten deportiert[14] und davon 90 ermordet.[15][16]

Von Oktober 1944 bis April 1945 war Sigmaringen Sitz der geflohenen französischen Vichy-Regierung unter Staatschef Marschall Pétain und Ministerpräsident Pierre Laval. Regierungssitz der Vichy-Regierung wurde das Sigmaringer Schloss. Politiker, Beamte, Soldaten und Botschafter beim Vichy-Regime wurden in Sigmaringen untergebracht, darunter die Deutschlands, Japans und Italiens. Am 22. April 1945 flohen Pétain und Laval aus Sigmaringen.[17] [18] Neben damals 6000 Einwohnern befanden sich 500 Angehörige der Milice française und 700 französische Soldaten in der Stadt.

Nach Kriegsende wohnten 1945/1946 in Sigmaringen neben den 5100 heimischen Bürgern auch 1200 Evakuierte, zudem waren 55 Wohnungen und viele öffentliche Gebäude von der französischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Die Rückführung der Evakuierten begann 1946, dennoch stieg die Zahl der Heimatvertriebenen in den Jahren 1947 bis 1951 an. Sigmaringen erlebte zwei Zuwanderungswellen. 1947 kamen Vertriebene, die in dänischen Lagern lebten, zunächst in die Bahnhofsbaracke, wurden registriert, von der Bahnhofsmission verköstigt und vom Umsiedlungsamt auf die Ortschaften verteilt. Eine zweite Welle Vertriebener kam 1949/1950 durch die Umsiedlung aus den Ländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bayern. Insgesamt nahm Sigmaringen 1200 Heimatvertriebene auf. 1950 wurden die ersten Häuser für Vertriebene gebaut, Hilfen waren für Vertriebene zur Existenzgründung vorgesehen. So entstanden 1951 die Firmen Panhans, Braunstein und Schmidl. Die Landsmannschaften bereichern seitdem auch das kulturelle Leben in der Stadt.[19]

Bei Gründung des Landes Baden-Württemberg 1952 ging der Name Hohenzollern als dritter Landesteil im Staatsnamen verloren. Die Verlegung des ehemals preußischen Regierungspräsidiums nach Tübingen wurde mit der Ansiedlung des Verwaltungsgerichts, der Chemischen Landesuntersuchungsanstalt und des Staatsarchivs kompensiert. Bei der Kreisreform 1973 wurde Sigmaringen Kreisstadt des neu zugeschnittenen Landkreises Sigmaringen, in dem der Landkreis Saulgau aufging. 1971 entstand die Fachhochschule und 1972 nahm das Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung (Zollschule) ihren Betrieb auf. Von 1974 bis 1979 wurde das heutige Kreiskrankenhaus gebaut. 1979 eröffnete überdies das Ausbildungszentrum Bau.[4]

1995 fanden in Sigmaringen die Heimattage Baden-Württemberg statt.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gemeindegebietsreform Baden-Württemberg wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Unterschmeien (am 1. Januar 1972), Oberschmeien (1. Februar 1972), Jungnau (1. Februar 1974), Gutenstein (1. Juli 1974) und Laiz (1. Januar 1975) nach Sigmaringen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahlen[20]
2000 16.776
2005 16.666
2010 16.270

Die Einwohnerzahl von Sigmaringen hat sich zwischen 2000 und 2010 um 506 (3 %) verringert. Im September 2011 zählte die Kernstadt eine Bevölkerung von 11.758, die Gesamtbevölkerung 16.252 Personen. Von ihnen sind rund 4.800 über 65 Jahre alt, 1.306 Personen sind Ausländer.[21] Die Stadt verzeichnet auf 1.000 Einwohner einen Wanderungsverlust von 85 Personen und ein Geburtendefizit von 45 Kindern. Die Kaufkraft beträgt 23.819 Euro pro Einwohner (Landesdurchschnitt 27.075).[2]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung von Sigmaringen und seiner Umgebung war über Jahrhunderte katholisch geprägt. Mit dem Übergang Hohenzollerns an Preußen verändert sich jedoch ab 1850 auch die Kirchenlandschaft. Die gesandten Beamten, Richter und anderen Staatsdiener waren in der Mehrzahl evangelisch. Auch im Schloss wird von einer evangelischen Strömung berichtet: Da Prinzessin Josephine von Baden evangelisch war, ließ ihr Gemahl, Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, einen evangelischen Prediger anstellen und in der Schlosskapelle wurden seit 1840 protestantische Gottesdienste gefeiert. 1853 wurde der brandenburger Pfarrer Ernst Jungck der erste evangelische Seelsorger für die Evangelischen in Hohenzollern mit Dienstsitz in Sigmaringen.[22] 1860 wurden in Hohenzollern zwei evangelische Kirchengemeinden errichtet – Sigmaringen und Hechingen.[23]

Heute gibt es neben der Römisch-katholischen Kirche und der evangelischen Stadtkirchengemeinde (Evangelische Landeskirche in Württemberg) mit rund 5.000 Mitgliedern – sie ist für alle Teilorte sowie Bingen, Krauchenwies, Inzigkofen und Sigmaringendorf zuständig – auch die seit 1964 bestehende evangelische Militärkirchengemeinde für die in Sigmaringen, Mengen und Hohentengen stationierten Soldaten. An deren Kirchengebäude in der Binger Straße hat sich eine zivile Gemeinde (Kreuzkirche) entwickelt. Insgesamt umfassen Militär- und Kreuzkirche 2008 etwa 1.000 Personen: Zu den etwa 600 evangelischen Soldaten und ihren Angehörigen kommen etwa 400 zivile Mitglieder aus Sigmaringen und Umgebung.[24][25]

Weitere christliche Glaubensgemeinschaften in Sigmaringen sind die Freie Christengemeinde, Brüdergemeinde, Jehovas Zeugen und die Neuapostolische Kirche.

Als islamische Einrichtungen bestehen die Merkez Camii der Türkisch-islamischen Union sowie das Islamische Informations- und Bildungszentrum Sigmaringen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinderatswahl am 25. Mai 2014 brachte folgendes Ergebnis:

Kommunalwahl 2014[26]
Wahlbeteiligung: 45,3 % (2009: 46,5 %)
 %
40
30
20
10
0
34,1 %
29,8 %
17,8 %
16,5 %
1,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-4,2 %p
-2,4 %p
+1,8 %p
+3,0 %p
+1,8 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
5
5
1
8
10
10 
Von 29 Sitzen entfallen auf:

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. Juli 2010 wurde Thomas Schärer bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit von 54,01 Prozent der Stimmen[27] zum Bürgermeister gewählt.[28] Er setzte sich bei einer Wahlbeteiligung von 40,89 Prozent gegen sechs Mitbewerber durch. Schärer trat die Nachfolge von Daniel Rapp an, der am 28. März 2010 zum Oberbürgermeister von Ravensburg gewählt worden war. Die Amtseinführung Schärers erfolgte am 25. August 2010.[29]

  • Egon Müller (Hohenz. Zentrumspartei)
  • Franz Schiek (CDU)
  • 1968–1992: Rudolf Kuhn (parteilos)
  • 1992–2006: Wolfgang Gerstner (CDU)
  • 2006–2010: Daniel Rapp (CDU)
  • seit 2010: Thomas Schärer (CDU)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Sigmaringen.svg

Das Wappen von Sigmaringen zeigt einen stehenden goldenen Hirsch auf rotem Grund, oben rechts befindet sich ein sechsstrahliger goldener Stern. Der Hirsch ist das Wappentier der Grafschaft Sigmaringen und erscheint bereits auf einem Siegel der Stadt aus dem Jahr 1316. Auch die späteren Wappen und Siegel zeigen einen stehenden oder springenden Hirsch.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften bestehen mit

Freundschaftliche Beziehungen bestehen mit

Raumplanung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt bildet ein Mittelzentrum in der Region Bodensee-Oberschwaben mit dem Oberzentrum Friedrichshafen-Ravensburg-Weingarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen liegt an der Westroute der Oberschwäbischen Barockstraße und der Hohenzollernstraße.[30]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatmuseum im Runden Turm: Der Wehrturm ist Teil der alten Stadtbefestigung, die im Zusammenhang mit der ersten Stadterweiterung steht. Er wurde 1600 als zweigeschossige Rondel an der Ecke der Stadtmauer in der Antonstraße errichtet. Er wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört, 1737 baute der damalige Besitzer ein achteckiges Wohngeschoss mit Zeltdach darauf. 1970 erwarb es der Hofrat, Silber- und Goldschmied Georg Zimmerer (1891–1972) und machte 1987 die Stadt zur Eigentürmerin. Seine Schenkung verband er mit der Auflage, ein Heimatmuseum einzurichten. Zum Heimatmuseum und Ausstellungsort ausgebaut und beherbergt seither Exponate der Stadtgeschichte. Am 16. Juni 2005 wurde ein Förderverein namens Heimatverein Sigmaringen e. V. gegründet. Seine Fassade zieren die Wappen des Schlosses und der Stadt.
  • Das Museum Altes Wasserwerk befindet sich im ehemaligen Wasserwerk der Stadt Sigmaringen in der Gorheimer Straße. In ihm ist die Geschichte der Wasserversorgung Sigmaringens dargestellt. Zu ausgewählten Themen rund um das Wasser sind Bildtafeln aufgestellt. Als Besonderheit für Technikbegeisterte gibt es neben der Führung auch die Funktionsvorführung der großen Maschinen.
  • Staatsarchiv Sigmaringen: 1865 als preußisches Staatsarchiv gegründet. Hier werden die schriftliche Überlieferungen der staatlichen Mittel- und Lokalbehörden im Regierungsbezirk Tübingen ab 1806 sowie die Bestände der Zentralbehörden des Landes Württemberg-Hohenzollern aus der Zeit von 1945 bis 1952 aufbewahrt. Im ehemaligen fürstlichen Palais sind die Unterlagen der bis zum Jahre 1850 souveränen Fürstentümer Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen sowie des bis 1945 bestehenden preußischen Regierungsbezirks Sigmaringen untergebracht. Fotosammlungen dokumentieren Alltagsgeschichte des 20. Jahrhunderts.
  • Das Kulturzentrum Alte Schule ist in einem Gebäude untergebracht, das bis 1975 als Volksschulhaus genutzt wurde. Zwischen 1875 und 1879 wurde es nach Plänen des fürstlichen Baurats Josef Laur erbaut. Es beherbergte zunächst die katholische Bekenntnisschule, später zog zusätzlich die evangelische Schule ein. Mit einer umfassenden Sanierung im Jahr 1988 wurde das klassizistische Gebäude zu einem städtischen Kulturzentrum ausgebaut. Seit 1988 befinden sich die städtische Musikschule und die Stadtbibliothek in dem Gebäude. Die Gesellschaft für Kunst und Kultur hat dort Ausstellungsräume.[31]
  • Der Alte Schlachthof in der Georg-Zimmerer-Straße in Sigmaringen beherbergt die „Ateliers im Alten Schlachthof“, die sich seit 1990 als vielbeachtetes Kulturzentrum mit offenen Angeboten im Veranstaltungs- und Ausstellungsbereich einen Namen gemacht haben. Der Alte Schlachthof wurde im Stil des Industriebaus der Gründerjahre in den Jahren 1884/85 unter Regierungsbaurat Wilhelm Friedrich Laur errichtet. Der Gebäudekomplex bestand aus dem Hauptgebäude mit Schlachthallen, zwei Hintergebäuden mit Stallungen, Kaldaunenwäsche, Freibank, Krankenviehstall und Holzschuppen.
  • Das ehemalige Siechenhaus Laiz, in dem im Mittelalter Leprakranke behandelt wurden, beherbergt heute die Sammlung der Künstler Josef und Marianne Henselmann. Zuvor befand sich die Sammlung in München. Das Museum ist jeden ersten Sonntag im Monat geöffnet.[32]
  • Mattes Zündapp-Museum in der ehemaligen Flaschenfüllerei der Brauerei Zoller-Hof Sigmaringen beherbergt über 100 Exponate der legendären Nürnberger Marke Zündapp auf rund 700 Quadratmeter Ausstellungsfläche die derzeit weltweit größte Zündapp-Sammlung.[33] Diese weltweit einzigartige Sammlung zeigt die Kunst des Motorradbaus bis ins kleinste Detail und gibt einen Überblick über alle Produkte, die Zündapp je produziert hat. Auch das erste und einzige je in Serie gebaute Zündapp-Auto – der Janus – gehört zur umfassenden Ausstellung.[34]
  • Das Geiselhart-Museum beim Haus Nazareth in Sigmaringen widmet sich der Person Thomas Geiselhart. Es zeigt Zeitdokumente und Exponate, die über das Wirken Thomas Geiselharts Auskunft geben. Es wird von der Stiftung Haus Nazareth betreut.[35]

Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stolpersteine für Familie Frank

Am 16. Mai 2012 wurden vor dem heutigen Finanzamt von Gunter Demnig sechs Stolpersteine verlegt. Dort befand sich das Wohn- und Geschäftshaus der jüdischen Familie Frank.[36][37][38] In Sigmaringen gab es anders als in anderen baden-württembergischen Städten vor dem Krieg keine jüdische Gemeinde. Dies lag daran, dass sich hier im 19. und 20. Jahrhundert lediglich Einzelpersonen und wenige jüdische Familien niederließen. Die bekannteste Familie ist die des Kaufmanns und Fabrikanten Siegfried Frank. Die ursprünglich aus Buttenhausen bei Münsingen stammende Familie Frank[39] wurde während der NS-Zeit in den 1930er Jahren Opfer von Isolation, Ausplünderung und Vertreibung.[40][41]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtbild ist vom Hohenzollernschloss und den vielen Bauten aus der fürstlichen Residenzzeit und der nach 1850 beginnenden Zeit als Regierungssitz der Hohenzollerischen Lande geprägt.[4]

Kernstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Sigmaringen – Nordwestansicht
Schloss Sigmaringen – Französischer Saal/Speisesaal
Schloss Sigmaringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss Sigmaringen (auch Hohenzollernschloss) ist das Wahrzeichen von Sigmaringen und zeigt mit seinem heutigen Ausbau eindrucksvoll die geschichtliche Entwicklung von einer mittelalterlichen Burg zu einem fürstlichen Residenzschloss. Es wurde 1077 als Burg erbaut und erhielt seine heutige Form als Residenzschloss der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen erst nach seiner Fertigstellung im Jahr 1908. Es ist seit 1535 Sitz der Grafen und späteren Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen. Sehenswert sind die prunkvollen Säle, reich ausgestattete Räume, die fürstlichen Sammlungen, die größte private Waffensammlung Europas mit rund 3.000 Objekten, kostbare Gobelins und zahlreiche Jagdtrophäen. Es besitzt zudem ein Marstall- und Kutschenmuseum, ein Museum für höfische Fahrkultur mit Schlitten und Sänften.[42]

Sakralbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Die 1757 bis 1763 unterhalb des Schlosses durch Maurermeister Johann Martin Ilg erbaute[43], barocke Stadtpfarrkirche St. Johann Evangelist ist geschmückt mit Werken der Künstler damaligen Zeit, darunter auch die Stuckaturen von Johann Jakob Schwarzmann und das Altargemälde des in Sigmaringen geborenen Malers Andreas Meinrad von Ow. Zudem ist sie mit Altären mit Stuckaufbau des Altarbauers Johann Michael Feichtmayr und Werken des Bildhauers Johann Georg Weckenmann ausgestattet. Sie geht in ihren Ursprüngen auf die 1247 erstmals bezeugte Burgkapelle zurück. Die heutige Pfarrkirche ist ein Neubau, bei dem lediglich die Nordwand und der Turm, der in das Jahr 1580 datiert, erhalten wurden. Sie diente als Grablege der Grafen von Werdenberg sowie der Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen (bis 1844) und wurde 1583 neu erstellt. Sie gilt als eine der bemerkenswertesten Barockkirchen der Region. 1856 wurde im linken Seitenschiff der Kirche die Fideliskapelle eingerichtet. Sie zeigt eine Muttergottes auf einer Mondsichel von Jörg Syrlin dem Jüngeren und eine Altartafel in der Art von Bartholomäus Zeitblom. Die Fideliskapelle ist weiterhin mit dem kostbaren Fidelisschrein, dem Armreliquiar des Heiligen Fidelis sowie der Fideliswiege, in die nach altem Brauch Kinder nach der Taufe kurz hineingelegt werden, ausgestattet.
  • Die Hedinger Kirche wurde 1680 bis 1682 als Klosterkirche des ehemaligen Dominikanerinnen- und späteren Franziskanerklosters Hedingen erbaut. Sie befindet sich am südlichen Ortsrand Sigmaringens am Ende der Karlstraße. 1889 erhielt sie eine Chorkuppel im Jugendstil über der Hohenzollerngruft, der Grablege der Fürstenfamilie von Hohenzollern. Der Gefängnis-Christi-Altar stammt von Franz Magnus Hops. Dem Langhaus ist eine Marienkapelle im Rokoko von 1747 angeschlossen. Die Kirche ist ausschließlich in der Weihnachtszeit geöffnet.
Josefskapelle
  • Die Josefskapelle ist eine von Fürst Johann (1606–1638) im Jahr 1629 auf der Anhöhe südlich des Stadtkerns von dem bekannten Renaissancebaumeister Hans Albertal aus Dillingen erbaute Kapelle. Ein Umbau erfolgte 1660 durch Meister Michael Beer aus Au im Bregenzerwald. Die heutige barocke Innenausstattung des oktogonalen Kuppelbaus wurde im Wesentlichen 1739 unter Fürst Josef Friedrich (1715–1769) geschaffen. Die Stuckaturen führten vermutlich Nikolaus Schütz aus Landsberg/Lech aus. Das Kuppelfresko, die Apotheose des Heiligen Josef darstellend, malte Josef Ignaz Wegschneider aus Riedlingen. Der Altar stammt aus der Hand von Johann Joseph Christian. Die Orgel wurde von Franz Magnus Hops verziert und gefasst. Heute ist die Josefskapelle als Baudenkmal klassifiziert. Sie spielt im religiösen Leben Sigmaringen eine bedeutende Rolle. Bis ins 20. Jahrhundert pilgerten die Gläubigen alljährlich am Josefstag (19. März) zu ihr, wo die Handwerkermesse gelesen wurde. Seit der Renovierung 1975/79 finden dort im Sommer auch wieder Andachten statt. Im Jahr 2008 und 2009 ließ das Fürstenhaus Bäume auf dem Josefsberg fällen, damit der Blick auf die Josefskapelle freier wird.[44]
  • Die Herz-Jesu Kirche Gorheim gehört zum Baukomplex des früheren Franziskanerklosters Gorheim. Sie wurde 1911 im Jugendstil erbaut und hat Langhauspfeiler.
  • Die St.-Gallus-Kirche in Gutenstein wurde ursprünglich im 16. Jahrhundert errichtet. Beim Umbau im Jahr 1812 erhielt sie reiche Stuckverzierungen neben den Barockaltären.
Evangelische Stadtkirche Sigmaringen
  • Die neugotische Evangelische Stadtkirche an der Karlstraße ist eines der wenigen öffentlichen Gebäude, die nicht auf die Initiative des Fürstenhauses zurückgehen. Sie wurde 1857 durch den preußischen Oberbaurat Friedrich August Stüler, einen Schüler des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel, geplant und nach Zeichnungen des Oberbauinspektors Theodor Keller 1861/62 errichtet.[45] Stüler war federführend am Wiederaufbau der Burg Hohenzollern beteiligt. Die Kirche ziert ein schlanker, nahezu freistehender Kirchturm mit oktogonalen Grundriss und ist mit einem Arkadengang mit dem Pfarrhaus verbunden. Der Architekt ließ sich auf einer Italien-Reise von den dort weit verbreiteten, freistehenden Glockentürmen, genannt „campanile“, inspirieren.[23] Am 18. April 1861 wurde der Grundstein gelegt und am 14. Dezember 1862 wurde feierlich eingeweiht. Die Chorfenster sind eine Stiftung des damaligen Königs Wilhelm I. von Preußen aus dem Jahr 1863; die Jugendstilfenster im Schiff und in der Rosette eine Stiftung von Fürst Wilhelm von Hohenzollern aus dem Jahr 1911. Der Taufstein ist ein Geschenk des Erbprinzen Leopold von Hohenzollern und seiner Gemahlin, der Infantin von Portugal. Über dem Altar findet sich ein Sternenhimmel von Stüler. Die am Giebel befindlichen Kreuzblumen und die kunstvoll verzierte Filialen am Kirchturm verschwanden 1962, als Bausünden der Betonarchitektur. In den Jahren zwischen 1999 und 2000 wurde der Kircheninnenraum renoviert. Im Oktober 2009 fanden die aufwendigen Arbeiten am Sandsteingesimse und Fensterwände, die den Originalzustand wiederherstellten, ein Ende.[46] Angemerkt sei, dass die Stadtkirche kleiner ausfiel als ursprünglich vom Architekten Stüler geplant. Denn sie wurde nach preußischem Maß (Rheinfuß) geplant und nach schwäbischem Maß gebaut.[23]
Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Rathaus (Hauptgebäude)
  • Das Sigmaringer Rathaus, dessen Hauptgebäude in den Jahren 1925 bis 1927 nach Plänen des Architekten Friedrich Imbery aus Sigmaringen entstand, erhielt zwischen 2003 und 2004 einen Anbau. Um 1250 erhielt Sigmaringen die Stadtrechte, das erste Rathaus wurde 1454 erbaut.
  • An der Westecke des Rathauses hat der Bildhauer Franz Xaver Marmon ein Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Bürger errichtet. Es stellt den historisch nicht belegten Gründer und Namensgeber der Stadt dar, den Alemannenritter Sigmar.[47]
  • Der Leopoldplatz, ein Platz außerhalb der damaligen Stadtmauer gelegen, entstand unter Fürst Karl in den Jahren 1840 bis 1849 als repräsentativer Teil des Regierungs- und Verwaltungszentrums des Fürstentums. Er erhielt den Namen Karlsplatz und wurde 1910, als das Reiterstandbild des Fürsten Leopold aufgestellt wurde, in Leopoldplatz umbenannt. Die palaisartige Fassade des Beck'schen Hauses auf der Südseite, später „Deutsches Haus“ genannt, eröffnete 1840 die repräsentative Bebauung des Platzrandes, nachdem die Stadtverschönerungskommission beschlossen hatte, anstelle der Straße einen Platz zu schaffen.[49] Es folgten ab 1844 der „Neue Prinzenbau“ im Osten und ab 1846 das Ständehaus im Norden. Dieses herausragende historische Ensemble aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist für Hohenzollern einzigartig. Vergleichbare Anlagen in Süddeutschland gibt und gab es nur in Wiesbaden, Darmstadt und Karlsruhe, Stuttgart und München.[50] Den Leopoldplatz dominiert heute ein Reiterstandbild des Fürsten Leopold von Johannes Boese (enthüllt am 22. September 1910 in Anwesenheit Kaiser Wilhelms II.). Daneben befindet sich zeitgenössische Kunst, lebensgroße Holzfiguren von Manfred Martin, einem mit Kettensäge arbeitenden Holzbildhauer aus Tübingen.[51] Nach der Revolution im Jahre 1849, als Otto Wirth dort seine Proklamation gegen das Fürstenhaus verlas, wurde der Platz mit Bäumen bis auf die heutige Größe verkleinert.
  • Der vom fürstlichen Bauinspektor Uhl in den Jahren 1822 bis 1825 erbaute Alte Prinzenbau war eines der ersten Häuser außerhalb der Stadt und lag im Langen Garten, der sich heute als Prinzengarten hinter den Gebäuden der Karlstraße erstreckt. Er war der Wohnsitz der Fürstin Amalie Zephyrine. Als das Land Baden-Württemberg den Prinzenbau im Jahr 1980 aus fürstlichen Besitz kaufte, entkernte man ihn für einen Umbau zum modernen Staatsarchiv Sigmaringen für den Bereich des Regierungsbezirks Tübingen. Er dient heute als Magazingebäude. Im ehemaligen Einschreibzimmer, wo man sich früher anmeldete, um Audienz beim Fürsten zu ersuchen, weist das Wappenfries auf die Bedeutung des Hauses hin. Im fürstlichen Arbeitszimmer ist heute der Lesesaal untergebracht. Für die langen Regalreihen voller Dokumente war eine besondere Statik notwendig. In den unteren Stockwerken ist die Restaurierungswerkstatt untergebracht.[52]
  • Der Neue Prinzenbau wurde von 1842 bis 1847 nach den Plänen des Bauinspektors Bröm mit neogotischen Elementen und einer der ersten Warmwasserheizungen Europas errichtet. Die historischen Räume aus dem 19. Jahrhundert ermöglichen einen Einblick in die zeitgenössische Wohnkultur der fürstlichen Familie. Nach vielen aufwendigen Umbauten beherbergte der Gebäudekomplex heute ebenfalls das Staatsarchiv. Neben den Schauräumen (Gartensaal, Spiegelsaal, Schwarzer Saal und ehemalige Kapelle mit ihren Holzskulpturen) beherbergt der Prinzenbau historische Dokumente. So ist die Rheinbundakte von 1806 mit der Schaffung der damaligen deutschen Mittelstaaten mitverantwortlich für die heutigen Bundesländereinteilung. Insgesamt verwahrt das Staatsarchiv Sigmaringen über 19 Kilometer Unterlagen von historischem Wert, darunter auch die Königsurkunden, handkolorierte Karten und Fotos zur südwestdeutschen Geschichte.[53] Die gut klimatisierten Magazinräume sind normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.[54]
  • Das Ständehaus wurde in den Jahren 1846 bis 1948 nach den Plänen des Werkmeisters Wilhelm Laur erbaut und erhielt seinen Namen nach dem Ständesaal und nach seiner einstmals geplanten Bestimmung als Landtagsgebäude. Die Verfassung von 1833 sah eine landständische Vertretung vor. Das im Jahr 1999 grundlegend sanierte Gebäude beherbergt die Hohenzollerische Landesbank Kreissparkasse Sigmaringen, die 2009 auf eine 175-jährige Tradition zurückblickte.[55]
  • Das Deutsche Haus war ein historisches Gebäude, dessen Bausubstanz jedoch nicht unter Denkmalschutz stand. Es rundete das historische Ensemble des Leopoldplatzes ab. Einst war es das erste Hotel der Stadt. Hier gastierten hohe Persönlichkeiten wie der deutsche Kaiser Wilhelm I. Noch im Jahr 1972 hieß das Haus Hotel d'Allemagne. Nach diversen Nutzungen war vom alten Glanz nichts mehr übrig – es wurde als nicht mehr erhaltenswert eingestuft. Die GSW Gesellschaft für Siedlungs- und Wohnungsbau Baden-Württemberg mbH – Bauträgerunternehmen des VdK – gab im April 2009 den Abriss des Gebäudes bekannt,[56] der 2011 ausgeführt wurde.[57][58]
Landeshaus
  • Das Landeshaus in der Antonstraße ist ein neoklassizistisches Gebäude, das mit einer Unterbrechung bis 1973 Sitz des Hohenzollerischen Landeskommunalverbandes, des Kommunallandtags und des Landesausschusses war. Der Landesausschuss war unter anderem zuständig für Armenwesen, Straßenwesen, das Fürst-Carl-Krankenhaus, die Hohenzollerische Landesbahn und die Kultur- und Wirtschaftspflege.
  • Das Fidelishaus erinnert an den Heiligen Fidelis von Sigmaringen, der nach der Überlieferung hier als Markus Roy (1577–1622) geboren und aufgewachsen sein soll. Der Heilige Fidelis ist Erstlingsmärtyrer des Kapuzinerordens. Die Fidelisverehrung entwickelte sich, ausgehend von Sigmaringen, in ganz Hohenzollern und hielt sich bis in die Gegenwart. In der Hauskapelle befinden sich die Fideliskanzel aus Seewis, die Pfarrer Thomas Geiselhart 1884 bei seiner Wallfahrt zu den Wirkungsstätten des Heiligen Fidelis in Vorarlberg und in Graubünden erworben hatte, sowie zwei gefasste Fidelisreliquien und mehrere qualitätvolle Tafelbilder aus dem 16. Jahrhundert. Das Fidelishaus fand Verwendung als Knabenseminar St. Fidelis, Altersheim und schließlich als Sitz von kirchlichen Dienststellen.[59]
  • Die heutige Bilharzapotheke an der Kreuzung Anton-/Josefinenstraße erinnert an das Geburtshaus der Brüder Alfons (1836–1925) und Theodor Bilharz (1825–1862), welches an selber Stelle stand.
  • Hoftheater: Das im Jahr 1826 von Fürst Anton Alois erworbene und zum Theater umgebaute Gebäude bot damals Platz für 149 Zuschauer. Bis zum Jahr 1949 fanden hier mit kurzzeitigen Unterbrechungen Aufführungen unter den Fürstlich Hohenzollerischen Theaterdirektoren statt. Heute beherbergt es ein Kino.
  • In der Karlstraße 32 befindet sich das ehemalige Fürstlich Hohenzoller'schen Haus- und Domänenarchiv, ein im französischen Klassizismus erstelltes Gebäude aus dem Jahr 1873. In der Vichy-Zeit war das Gebäude Sitz der Deutschen Botschaft Paris unter Botschafter Otto Abetz. Das eingetragene Baudenkmal wurde durch die GSW saniert und einer neuen Nutzung als Wohn-, Büro- und Praxishaus zugeführt. Das Fürstliche Hausarchiv lagert als Depositum im Staatsarchiv Sigmaringen und wird von diesem verwaltet.
  • Oberhalb des Hedinger Friedhofs befand sich die heute abgegangene Burg Suggenstein. Sie ist geschichtlich mit den Herren von Volkwein verbunden.[60][61] 1904 wurde auf dem rund 3,2 Hektar großen Gelände ein Gebäude mit schlossartigem Charakter erbaut, das Schloss Baelchenstein oder Landhaus Baelchenstein genannt wird. In den Jahren 2004/2005 erfolgte eine umfassende Generalsanierung.
  • Die Brauereigaststätte „Zoller–Hof“ in der Leopoldstraße 42 wurde im Jahr 1845 unter Carl Fidelis Graf erbaut und diente als Hausbrauerei und Pferdestation vor den Stadtmauern von Sigmaringen für den Albaufstieg. Unter Paul Graf wurde 1934 die Brauereigaststätte umgebaut und die gesamte Brauerei in neue Gebäude verlegt. In der Vichy-Zeit war das Gebäude Sitz der Japanischen Botschaft unter Botschafter Takanobu Mitani (jap. 三谷隆信), die am 18./19. April 1945 verabschiedet wurde.
  • Die Stadthalle wurde 1930 nach Plänen des Stadtbaumeisters Paul Kleck aus den Jahren 1928/29 erbaut.[62]
  • Haus Nazareth: Am 21. Oktober 1859 zog Pfarrer Thomas Geiselhart nach der heiligen Messe mit sechs Waisenkindern und einer barmherzigen Schwester vom Heiligen Vinzenz von Paul nach „Bethlehem“, wie er das für die Waisen gemietete, dem Fürst-Karl-Landesspital gegenüber liegende „Josef Mohr’sche Haus“ nannte. Nach zwei Jahren kaufte er das Anwesen des Josef Löhle auf dem Brunnenberg und nannte es „Nazareth“. Das heutige „Haus Nazareth“, ein Erzbischöfliches Kinderheim mit familienähnlichen Wohngruppen, wurde 1867 gebaut.[42] Die Jugendhilfeeinrichtung feierte im Jahr 2009 ihr 150-jähriges Bestehen.[63] Das ehemalige Waisenhaus ist eng mit der Geschichte Hohenzollerns verbunden. Die kirchliche Einrichtung ist mit über 300 Mitarbeitern der größte Jugendhilfeträger in den Landkreisen Sigmaringen und Zollernalb.[55][64] Im Haus Nazareth befindet sich eine Kapelle, die zugleich letzte Station eines Kreuzweges ist. Den Kreuzweg zu bauen, hatten die Jesuiten 1850 bei einer Volksmission in Sigmaringen angeregt. Geiselhart setzte die Idee 1868 um, gab den Sigmaringer Kreuzweg in Auftrag und finanzierte ihn aus Spenden des Kreuzwegfonds.[65] Die 1869 errichteten Kreuzwegstationen aus Kalktuffstein mit profilierter Verdachung aus Sandstein tragen eingelassene Gusstafeln mit vergoldeten Darstellungen.[66]
  • Das Kreuz des Ostens, ein Gedenkstein auf dem Brenzkofer Berg, ist den Opfern der Vertreibung gewidmet[42] und wurde 1976 errichtet. Eine Inschrift gibt weiter Auskunft: „Der Heimat die Treue. 1945–1948 Vertreibung der Deutschen aus Baltikum, Danzig, Wartheland, Ostpreußen, Westpreußen, Pommern, Ostbrandenburg, Memelland, Schlesien, Sudetenland, Galizien, Zips, Buchenland, Bessarabien, Batschka, Banat, Siebenbürgen, Syrmien, Schwäbischer Türkei.“ Zwei Millionen Schicksale stehen hinter diesen Namen.[67]
Landratsamt Sigmaringen
  • Das zentrale Gebäude des Landratsamts Sigmaringen wurde in den Jahren 1844 bis 1847 als Landesspital erbaut. Es wurde nach seinem Förderer Fürst Karl von Hohenzollern-Sigmaringen Fürst-Carl-Landeskrankenhaus genannt, im Treppenhaus steht noch seine Porträtbüste. Die Stiftertafeln im ursprünglichen Eingangsbereich des ehemaligen Krankenhauses, der Mittelachse des Hauptgebäudes, zeugen davon, dass dieser Krankenhausbau nicht ohne die Stiftungen des damaligen Erbprinzen und späteren Fürsten Karl und weiterer Angehöriger des Hauses Hohenzollern wie auch anderer Wohltäter möglich war. Das Landesspital wurde dann permanent baulich erweitert. Zwischen 1857 und 1907 wurden im Außenbereich diverse Nebengebäuden errichtet. Medizinisch modernisiert wurde die Anstalt in den 1920er-Jahren. Es folgt die Nachkriegszeit bis zum Übergang der Verwaltung der Krankenhausstiftung in die Trägerschaft des Landkreises Sigmaringen 1963. Somit wurde das alte Landesspital zum Kreiskrankenhaus. Mit Neubau und Inbetriebnahme des neuen Kreiskrankenhauses 1979 endete diese Phase. Im Februar 1981 fasste der Kreistag den Beschluss zum Umbau des zusammenhängenden Komplexes des Haupt- und Wirtschaftsgebäude in den Sitz der Landkreisverwaltung. So wurde zum Beispiel die frühere Krankenhauskapelle, die sich mit Empore über zwei Stockwerke erstreckt, in mühevoller Kleinarbeit restauriert und dient heute als „Kleiner Sitzungssaal“. Unter dem damaligen Landrat Dirk Gaerte entstand ein Erweiterungsbau, der 2014 bezogen wurde.[68][69][70]
  • Ein 2005 geschaffene Gedenkstein auf dem Gelände des heutigen Landratsamtes erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde, insbesondere die 90 ermordeten behinderten und chronisch kranken Psychiatriepatienten des damaligen Fürst-Carl-Landeskrankenhauses. Zum 65. Jahrestag des ersten Transports wurde der Gedenkstein am 12. Dezember 2005 errichtet. Er befindet sich in der Nähe des Anna-Hauses, heute Pflegeheim der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH für chronisch psychisch kranke Menschen.[14]
  • Die Eisenbahnbrücke der Hohenzollerischen Landesbahn in der Au ist eine über die Donau gespannte Konstruktion aus dem Jahr 1907. Die Dreigelenk-Bogenbrücke in Stampfbeton wurde vom hohenzollerischen Landbaumeister Max Leibbrand (1851–1925) entworfen und wurde 2003 für 800.000 Euro behutsam saniert. Erhalten blieben das Tragverhalten sowie das Erscheinungsbild des 60 Meter langen Kulturdenkmals. Die Fahrbahn verläuft zwölf Meter über der Donau in einer Kreiskurve.[71]
  • Das ehemalige Weichenwärterhaus in der Bahnhofstraße 1 ist Teil des denkmalgeschützten Bahnhofsensembles.

Gutenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gorheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Gorheim

Das im 14. Jahrhundert gegründete Kloster Gorheim ist heute ein überregional bekanntes Bildungszentrum.

Jungnau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Jungnau#Sehenswürdigkeiten

Laiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Chor der Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Laiz stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die Weihung ist ins Jahr 1308 datiert. Malereien der Familie Strüb aus Veringenstadt, der lebhafte Rokoko-Gnadenaltar und das gotische Vesperbild lassen St. Peter und Paul als „Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung“ erscheinen.
  • Der Millenniumbrunnen in Laiz wurde im Jahr 2000 von der Bildhauerin Ursula Stock gestaltet.

Oberschmeien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche Oberschmeien
  • Der Chor und Turm der Kirche St. Georg im Ortsteil Oberschmeien stammen aus dem 14. Jahrhundert, das Schiff aus dem Jahr 1787 und die Deckenfresken aus dem 15. Jahrhundert. Das Kruzifix wurde von Franz Magnus Hops geschaffen.
  • Nördlich von Oberschmeien auf der rechten Schmeienseite liegt die Ruine der durch Ritter Burkard von Weckenstein erbauten frühmittelalterlichen Burg Weckenstein.
  • Zwischen Ober- und Unterschmeien liegt die Ruine der ehemaligen Burg Schmeien.

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Prinzengarten, der zwischen Karlstraße und Bahnhofstraße liegt, entstand als Teil der erbprinzlichen Residenz um 1845 im Anschluss an das 1842–1848 errichtete Stadtschloss des Erbprinzen Karl Anton, den Neuen Prinzenbau. Zuvor lagen dort Obst- und Krautgärten fürstlicher Bediensteter. Erst unter dem Erbprinzen Leopold fand der Prinzengarten durch Heinrich Grube (1840–1907), der in Berlin bei den berühmten Gartenkünstlern Legeler und Lenné ausgebildet wurde, ehemals Direktor der kaiserlichen Gärten in Mexiko und später in Aachen Gartendirektor war, seine heute noch erkennbare Gestalt in dem für jene Zeit typischen gemischten Stil: Im Anschluss an den Prinzenbau liegen regelmäßige, geometrisch gestaltete Parterreanlagen mit blühenden Stauden und Gehölzen, Brunnen und Grotte, und nach Süden hin schließt der Landschaftspark an mit Haupt- und Nebenwegen, die teils an den offenen Räumen entlangführen, teils diese queren; Baum- und Gebüschgruppen befinden sich dort und ein künstlich angelegter Weiher vor Felspartien. Im Detail erfuhr der Garten bis auf den heutigen Tag immer wieder Veränderungen durch neue Wegeführungen und neue Pflanzungen sowie durch Erweiterungen oder Flächenverluste. Der Prinzengarten ist Teil eines Systems der fürstlichen Grünanlagen, das ehemals von Gorheim im Westen über Brenzkoferberg und Mühlberg im Norden, die Schlossanlagen, den Hofgarten, den Prinzengarten und den Leopoldplatz im Zentrum, die Au im Osten und im Süden bis zum Josefsberg und der Buchhalde reichte.[72] Er ist seit 1974 der Öffentlichkeit zugänglich und ist seit 2013 Teil des „Grünprojekts Sigmaringen“, einer kleinen Landesgartenschau. Hierzu wurden im März und Oktober 2007 die historischen Sichtachsen im Park zum Schloss und zum Prinzenbau wieder freigeschnitten und Grünflächen angelegt. Dies war eine gemeinsame Aktion des Fürstenhauses, der Stadt und des Landesamts für Denkmalschutz. Der historische Bestand an Bäumen und Sträuchern blieb von den Maßnahmen verschont, so dass sich das Gesamtbild erhielt. Die Gesamtkosten für das Grünprojekt sind auf 5,5 Millionen Euro taxiert, Landeszuschüsse fließen in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Die Stadt selbst muss für 2,8 Millionen Euro aufkommen.[73] Die Karlstraße ist eine frühere Allee, die in fast gerader Linie vom Schloss zum ehemaligen Kloster Hedingen führt und an der später viele Regierungs- und Verwaltungsgebäude errichtet wurden. Wegen der vielen Frack- und Zylinderträger wurde die Karlstraße im Volksmund auch gern „Zylindergasse“ genannt.

Zu erwähnen ist auch der Fürstliche Park Inzigkofen drei Kilometer donauaufwärts in der Nachbargemeinde Inzigkofen. Er ist ein 1811–1829 errichteter, 25 Hektar großer Landschaftsgarten im Stil der Romantik mit kulturhistorisch bedeutsamer Gartenarchitektur. Seine Bauten wie Teufelsbrücke, Eremitage oder Känzele wurden in das Steilufer am Ausgang des Donaudurchbruchs integriert.

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dem steil zur Donau abfallenden Kalksteinsockel des Schlossberges gegenüber liegt der Mühlberg mit dem Panthelstein. Dieser entstand 1828, als Fürst Anton Alois durch Sprengungen einen Weg um den Mühlberg herum anlegen ließ, um damit dort die Voraussetzungen für einen Wanderweg, die Bahnlinie und eine Straße zu schaffen. Den Panthelstein ziert ein Rehbock aus Bronze. Die Tierplastik ist eine Stiftung des preußischen Majors und Wehrbereichsleiter Eugen Panthel und erinnert an einen jungen Bock, der nach Bau der Eisenbahnbrücke von 1828 vom Mühlberg auf diesen Felsen gesprungen sein soll. Der exakt 600 Meter hoch liegende Aussichtspunkt am Mühlberg bietet einen guten Blick auf das Schloss, die Donau und Teile der Stadt.[74]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Turnerbund Sigmaringen ist mit rund 900 Mitgliedern der größte Sportverein der Stadt und bietet ein breites Angebot von Breitensport, Volleyball, Basketball, Handball, Versehrtensport und Leistungsturnen. Sigmaringen war Gastgeber des Landeskinderturnfests im Juli 2015. Der Sport-Club Sigmaringen ist der älteste Kampfsportverein in Sigmaringen und engagiert sich im Judosport. In den Einzelmeisterschaften waren Sportler bereits auf der Deutschen Meisterschaft vertreten.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Sigmaringen gibt es dreimal wöchentlich einen Markt: Dienstags, donnerstags und samstags bauen Händler rund um das Rathaus ihre Stände auf. Die Anbieter sind überwiegend Direktvermarkter.[75]
  • Fasnacht mit dem historischen Bräuteln, welches
    • bei der Loizer Fasnet (Laizer Fasnacht) am Morgen des Fasnetsmontag (Rosenmontag),
    • bei der Sigmaringer Fasnet am Fasnetsdienstagmorgen stattfindet.
  • Sigmaringer Stadtfest jeweils im letzten Juni-Wochenende
  • Promenadenfest entlang der Donau am ersten Augustwochenende
  • Sigmaringer Weihnachtsmarkt in der Altstadt jeweils am ersten Dezember-Wochenende
  • Sigmaringen on Ice – Eislauffläche auf dem Rathausplatz
  • Landknechtlager: Das Fest nimmt Bezug auf die Eroberung von Stadt und Schloss Sigmaringen im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische Truppen und der anschließenden Befreiung durch die kaiserlichen wallenstein´schen Truppen. Die Söldnerheere lagerten damals in den „Laizer Weiden“. Seit 1968 wird deshalb alle zwei Jahre am historischen Ort von den Laizer Landsknechten mit passender Kleidung und Gebrauchsgegenständen ein Fest gefeiert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtteil Jungnau ist Teil der Ferienregion „Im Tal der Lauchert“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reste der Donaubrücke der früheren Bahnstrecke Krauchenwies–Sigmaringen

In Sigmaringen treffen sich drei Bahnlinien. Sigmaringen ist Station auf der Donautalbahn von Donaueschingen nach Ulm. In Sigmaringen trifft die Donautalbahn auf die Zollernalbbahn von Tübingen nach Aulendorf. Sigmaringen ist ebenfalls Anfangspunkt der Nebenbahn Sigmaringen–GammertingenHechingen. Diese wird von der Hohenzollerischen Landesbahn betrieben. Eine vierte Bahnlinie war die Bahnstrecke Krauchenwies–Sigmaringen, die eine Verbindung zur Hegau-Ablachtal-Bahn herstellte. Die imposante Donaubrücke zwischen Sigmaringendorf und Sigmaringen ist bis heute erhalten.

Der öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) organisiert. Sigmaringen war 1992 eine der ersten Kleinstädte mit eigenem Stadtbussystem. Mit rund 775.000 Fahrgästen im Jahr gilt es als eines der erfolgreichsten Stadtbusnetze in einer Kleinstadt in Deutschland überhaupt.[76] Noch heute kommen jährlich etliche Delegationen aus anderen Städten, um sich das Sigmaringer Stadtbussystem anzusehen.

Bei Sigmaringen kreuzen sich die Bundesstraße 32 von Hechingen nach Ravensburg und die Bundesstraße 313 von Reutlingen zum Bodensee.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein wichtiger Wirtschaftszweig der Stadt ist der Tourismus. Im Jahr 2009 wurden 481.000 Tagesgäste erfasst. Die Übernachtungszahlen der Stadt inklusive Ortsteile stieg von 73.810 im Jahr 2009 (2008: 60.674)[77] auf 75.300 im Jahr 2010. Rund 10 Prozent der Gäste sind Ausländer.[78]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern hat ihren Hauptsitz in Sigmaringen und ist so nach der Bundeswehr mit etwa 3000 Beschäftigten zweitgrößter Arbeitgeber der Region. Die Schwörer Haus KG unterhält in Sigmaringen eine Niederlassung für den Schwörer Komplettbau, Industrie-, Gewerbe-, Stahlbau und Verwaltung. In Sigmaringen befindet sich der Hauptsitz der Hohenzollerischen Landesbank – Kreissparkasse Sigmaringen und der 1823 gegründeten Steidle GmbH & Co. KG. Einst einer der größten Arbeitgeber im Landkreis, zählt das Unternehmen derzeit noch 140 Beschäftigte.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen beherbergt als Behördenstadt ein Verwaltungsgericht, ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Hechingen gehört, ein Staatsarchiv, ein Finanzamt, das Bildungs- und Wissenschaftszentrum der Bundesfinanzverwaltung Dienstsitz Sigmaringen (Zollschule) und ein Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA, früher Chemische Landesuntersuchungsanstalt).

Auf Sigmaringer Gemarkung befindet sich die ehemalige Nonnenhof-Kaserne, im Sigmaringer Stadtteil Laiz, Gewann „Nonnenhof“, sowie die Graf-Stauffenberg-Kaserne der Bundeswehr, im Sigmaringer Gewann „Ziegelholz“: Sigmaringen ist Divisionsstadt mit dem Stab der 10. Panzerdivision, dem Führungsunterstützungsbataillon 291 und einer Ausbildungsbatterie des Artilleriebataillons 295. Die Gründung des Standorts erfolgte im Jahr 1959. Er hatte früher im Vergleich zu heute doppelt so viele Soldaten und Zivilangestellte.[55] Im Stationierungskonzept 2011 wurde jedoch die Auflösung des Bundeswehrstandortes Sigmaringen beschlossen, die bis spätestens 2017 vollzogen sein soll.[79] Im Wald zwischen Jungnau und Bingen unterhielt die Bundeswehr etwa 30 Jahre lang ein militärisches Sperrgebiet. Anfang der 1970er-Jahre hat sich der Bund dieses Gelände gegen den Willen der damals selbständige Gemeinde Jungnau durch Enteignung geholt. 30 Jahre später wollte der Bund es an die Stadt Sigmaringen zurückgeben. Diese verzichtete, da die Befürchtung einer Schadstoffbelastung im Raum stand. Das 18 Hektar große Gelände mit 24 Bunkern, in denen die Bundeswehr bis zum Jahr 2000 Munition aufbewahrt hat, wurde 2001 an einen Privatunternehmer verkauft. Der Verdacht auf Schadstoffbelastung wurde durch Gutachten ausgeräumt, heute wird das Areal gewerblich genutzt.[80]

An den Namensgeber der Kaserne erinnert ein Gedenkstein in einer Grünanlage des Ortes.[81]

Die Stadt ist Sitz des Dekanats Sigmaringen-Meßkirch des Erzbistums Freiburg.

Gesundheitsversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreiskrankenhaus Sigmaringen

Sigmaringen ist der Sitz der Kliniken Landkreis Sigmaringen GmbH, dessen Gesellschafter der Landkreis Sigmaringen und der Spitalfonds Pfullendorf sind. Die GmbH ist Trägerin des Kreiskrankenhauses Sigmaringen, des Krankenhauses Pfullendorf und des Kreiskrankenhauses Bad Saulgau sowie des Psychiatrischen Pflegeheims Anna-Haus in Sigmaringen.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sigmaringen bietet als Schulstadt vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten:

Hochschule, Fachhochschule und Erwachsenenbildung

Berufsausbildung:

  • Bertha-Benz-Schule Sigmaringen, Gewerbliche, Ernährungs- und Sozialwissenschaftliche Schule: Ernährungswissenschaftliches Gymnasium, Sozialwissenschaftliches Gymnasium, Technisches Gymnasium (IT/T/MT), Fachschule für Sozialpädagogik, Berufskolleg (Holz/Metall/Elektro/etc.), Berufsschule, Berufseinstiegsjahr, Berufsvorbereitungsjahr, Berufskolleg für Ernährung und Hauswirtschaft, zweijährige Hauswirtschaftlich-sozialpädagogische Berufsfachschule, zweijährige Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege, Hauswirtschaftliche Berufsfachschule, Landwirtschaftliche Berufsschule
  • Ludwig-Erhard-Schule Kaufmännische Schule: Wirtschaftsgymnasium, Kaufmännisches Berufskolleg I und II mit Übungsfirma, Wirtschaftsschule, Kaufmännische Berufsschule
  • Albert-Reis-Fachschule für Technik, Landwirtschaftliche Unternehmerschule
  • Ausbildungszentrum Bau: eine von vier überbetrieblichen Ausbildungsstätten der Gemeinnützigen Berufsförderungsgesellschaft der Baden-Württembergischen Bauwirtschaft

Allgemeinbildende Schulen:

  • Hohenzollern-Gymnasium (HZG), gegründet 1818, Humanistisches Gymnasium mit naturwissenschaftlichem und musischem Zug
  • Liebfrauenschule (Lyzeum, genannt „Lize“) Katholische Freie Schule, Gymnasium und Realschule
  • Theodor-Heuss-Realschule (genannt „Theo“)
  • Abendrealschule
  • Bilharzschule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule
  • GHS Laiz, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule
  • Geschwister-Scholl-Schule (Grundschule)
  • GS Jungnau
  • Luise-Leininger-Schule (Förderschule)
  • Sebastian-Ott-Schule (Schule für Erziehungshilfe, Grund- und Hauptschule, Förderschule)
  • Fidelis-Schule für geistig Behinderte

Einstiger Rundfunksender[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1946 bis 1964 betrieb der Südwestfunk auf dem Gelände der Graf-Stauffenberg-Kaserne bei 48° 5′ 27″ N, 9° 14′ 45″ O einen Rundfunksender für Mittelwelle, der als Sendeantenne einen 38 Meter hohen, gegen Erde isolierten abgespannten Sendemasten verwendete. Mit der Inbetriebnahme des Bodenseesenders bei Meßkirch wurde der Sigmaringer Sender überflüssig.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sigmaringen befindet sich die Kreissporthalle mit dem Sandbühlstadion, ein Trimm-Dich-Pfad und der Hochseil-Klettergarten Erlebnis-Camp. Das Stadtbauamt unterhält zusammen mit dem Kneipp-Verein die Kneipp-Anlage am Donau-Ufer. Die frei zugängliche Anlage verfügt über ein Armbade- und ein Wassertretbecken. Sie ist mit über 50 verschiedene Heil- und Duftpflanzen bepflanzt und bietet Sitzgelegenheiten.[82]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Behringer (* 1942), Ehrenbürger seit 2014[83]
  • Rudolf Eisele, Träger des Bundesverdienstkreuzes, als Arzt war er der erste Direktor des Fürst Karl Krankenhauses, war lange Stadtrat, engagierte sich in ehrenamtlichen fürstlichen Organisationen und betreute das Museum „Runder Turm“.[84]
  • Luise Leininger (1899–1984), Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, war Hausfrau, Stadträtin und engagierte sich in den 1950er Jahren mit Hilfsaktionen für den Osten.[84]
  • Franz Keller, war ehemaliger Rektor der katholischen Schule und langjähriger Stadtrat. Er hat dem Staatsarchiv eine Sammlung von Quellen über Brauchtum und Persönlichkeiten in der Stadt hinterlassen.[84]
  • Karola Knäpple, Stadträtin und stellvertretende Bürgermeisterin, hat große Verdienste im Engagement für die Senioren der Stadt erworben.[84]
  • Rudolf Kuhn (1928–2010), ehemaliger Bürgermeister von Sigmaringen, in dessen Amtszeit die Eingemeindung der Ortsteile, der Bau des Freibads, die Korrektur des Donauverlaufs, der Neubau des Feuerwehrhauses, die Umwidmung der Alten Schule in ein Kulturzentrum und der Schwabstraße zur Fußgängerzone fiel. Nach seinem altersbedingten Ausscheiden ernannte ihn der Gemeinderat 1992 zum Ehrenbürger, nachdem ihm 1988 bereits die „Goldene Verdienstmedaille der Stadt Sigmaringen“ verliehen worden war.[85]
  • Egon Müller, ehemaliger Bürgermeister von Sigmaringen, den die Nationalsozialisten aus seinem Amt drängten und der mit Genehmigung der französischen Alliierten 1945 wieder ins Amt kam. Er spielt eine bedeutende politische Rolle als Mitbegründer der CDU Württemberg-Hohenzollern.[84]
  • Alfred Niklas, stellvertretender Bürgermeister, war Raumausstatter und Mundartdichter[84]
  • Caspar Teufel († 16. April 1881), Reisesekretär, der Europa, Amerika und den Orient bereiste, und Hotelier (Bristol in Paris), erhielt wegen seiner Wohltaten am 27. Dezember 1877 den Ehrenbürgerbrief der Stadt.[86]
  • Franz B. Schiek, als Bürgermeister Nachfolger von Egon Müller, hatte die schwierige Aufgabe, das Problem der Wohnungsnot zu lösen. Unter ihm entstanden die Wohngebiete Schafswiese, Ziegelacker und Hanfertal.[84]
  • Carl Philipp Schwab († 1804), Pfarrer, als Sohn des vermögenden Laizer Adlerwirts auf die Welt gekommen, hat Schwab zweimal, 1769 und 1799, der Stadt finanziell unter die Arme gegriffen. 6000 Gulden hat er zinslos geliehen, nur mäßige Rückzahlungsraten gefordert und bei seinem Tod der Stadt die Restschuld testamentarisch erlassen. Das Grab stand ursprünglich auf dem Friedhof auf dem Gelände des Deutschen Hauses. Als dieses bei der Stadterweiterung aufgelöst wurde, ließ die Stadtverwaltung den Stein auf den Hedinger Friedhof umsetzen.[84]
  • Georg Zimmerer, Juwelier, in den 1920er Jahren verlegte er sein Geschäft nach Zürich und wurde sehr vermögend. Zimmerer richtete eine Stiftung ein, kaufte und schenkte der Stadt den „Runden Turm“.[84]
  • Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern (* 3. Februar 1924, † 16. September 2010), war seit 1965 Oberhaupt des Hauses Hohenzollern, seit 1988 Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg

Die Stadt Sigmaringen hält durch die Pflege von elf Gräbern auf dem Hedinger Friedhof die Erinnerung an die Verdienste der Ehrenbürger wach:[84]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frederick Miller (1824–1888), Braumeister in Sigmaringen und Gründer der Miller Brewing Company, heute Teil des weltweit zweitgrößten Brauereikonzerns SABMiller.
  • Gustav Bregenzer (1850–1919), hohenzollerischer Hofmaler, Porträt- und Landschaftsmaler
  • Franz Xaver Marmon (1832–1878), Bildhauer und Altarbauer, Begründer der Kunstwerkstätte Marmon
  • Joseph Marmon (1858–1934), katholischer Geistlicher und Pfarrer in Sigmaringen
  • Hermann Ott (1870–1934), Stadtrat in Sigmaringen
  • Louis-Ferdinand Céline (1894–1961), pronazistischer und antisemitischer französischer Schriftsteller, floh 1944 nach Sigmaringen, da dort auch die Vichy-Regierung untergebracht worden war. Célines Roman D’un château l’autre, 1957 (Von einem Schloss zum anderen) beschreibt die Eroberung der Stadt und wurde 2006 unter dem Titel Die Finsternis verfilmt.
  • Lucien Rebatet (1903–1972), pronazistischer und antisemitischer französischer Schriftsteller, floh 1944 nach Sigmaringen, da dort auch die Vichy-Regierung untergebracht worden war.
  • Franz Gog (1907–1980), Landtagsabgeordneter in Württemberg-Hohenzollern und später Baden-Württemberg, war Richter in Sigmaringen.
  • Manfred Stohrer (1918–1976), evangelischer Stadtpfarrer von 1951 bis 1976, zog am Tage der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht 1956 eine schwarze Trauer-Fahne an der Stadtkirche auf.
  • Toni Berger (1921–2005), Schauspieler, begann im Herbst 1945 seine Karriere am Sigmaringer Theater.
  • Gustl Bayrhammer (1922–1993), Schauspieler, begann im Herbst 1945 seine Karriere am Sigmaringer Theater.
  • Hermann Schwörer (* 1922), Jurist, Unternehmer und Politiker (CDU), seit 1998 Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Dietmar Schlee (1938–2002), Politiker (CDU), ab 1989 Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Karl Missel (1935–2014), leitete jahrzehntelang das Erzbischöfliche Studienheim St. Fidelis in Sigmaringen.
  • Wolfgang Kopp (* 1945), Brigadegeneral a.D. der Bundeswehr.
  • Karl-Hermann Kästner (* 1946), Rechtswissenschaftler und Professor an der Universität Tübingen, war Richter am Verwaltungsgericht Sigmaringen.
  • Winfried Kretschmann (* 1948), Politiker, grüner Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, wohnt im Stadtteil Laiz
  • Franz-Christian Mattes (* 1948 oder 1949), war Präsident des Verwaltungsgerichts Sigmaringen
  • David Gilson (* 1953), britischer Musiker, dirigiert unter anderem die Sigmaringer Stadtkapelle
  • Daniel Rapp (* 1972), Politiker (CDU) und Oberbürgermeister von Ravensburg, war von Juli 2006 bis Mai 2010 Bürgermeister von Sigmaringen.
  • Markolf Hoffmann (* 1975), Schriftsteller, besuchte die Liebfrauenschule in Sigmaringen und machte dort Abitur
  • Herbert Belstler, seit 1986 Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Georg Bensch, seit 1987 Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Eugen Buri, seit 1990 Träger der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Schwester Vianney, geb. Elisabeth Niess, seit 1984 Trägerin der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Elisabeth Volk, seit 2005 Trägerin der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
  • Friedrich Imbery (1888–1962). Architekt des 1925–1927 errichteten Sigmaringer Rathauses. Führte beim Bau der Sigmaringer Stadthalle (1928–1930) die Hand des stellv. Stadtbaumeisters Kleck und baute zusammen mit dem Stuttgarter Architekten Hans Herkommer das erzbischöfliche Studienheim St. Fidelis. Baute neben den Schulen in Balingen (1921–1923), Nürtingen (1928) und Onstmettingen (1931) zahlreiche Villen in und um Sigmaringen.[88]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto H. Becker: Sigmaringen im 20. Jahrhundert. Sutton Verlag, Erfurt 2009, ISBN 978-3-86680-274-2. (Die Reihe Archivbilder)
  • Walther Genzmer (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler Hohenzollerns. Band 2: Kreis Sigmaringen. W. Speemann, Stuttgart 1948.
  • Günter Schmitt: Sigmaringen. In: Ders.: Burgenführer Schwäbische Alb. Band 3: Donautal. Wandern und entdecken zwischen Sigmaringen und Tuttlingen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1990, ISBN 3-924489-50-5, S. 41–62.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Wikivoyage Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches zu Sigmaringen. In: Wir in Sigmaringen. In: Schwäbische Zeitung vom 10. September 2011
  3. Gemeinderat. Stadtförster erläutert Gemeinderäten die Lage im Wald
  4. a b c d Christoph Wartenberg (chw): Treu: Sigmaringen liebt seine alten Traditionen. Die Stadt ist schon über 900 Jahre alt und hat sich einen ursprünglichen Charme bewahrt. In: Wir in Sigmaringen. In: Schwäbische Zeitung vom 10. September 2011
  5. Edwin Ernst Weber: Die Vor- und Frühgeschichte im Landkreis Sigmaringen. hrsg. vom Landkreis Sigmaringen, Stabsbereich Kultur und Archiv, und Kulturforum Landkreis Sigmaringen e. V. 2009
  6. Römische Brücke. Zeitungsausschnitt Nr. 197. Bestand N 1/53: Albert Waldenspul (1885–1979). Staatsarchiv Sigmaringen
  7. Urlaub auf Schusters Rappen. S. 65–67. In: Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen. Landratsamt Sigmaringen, Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004.
  8. Bericht in der Chronik des Klosters Petershausen: Von dort zog König Rudolf von Schwaben nach Burg Sigimaringin und belagerte sie. Als er aber erfuhr, dass König Heinrich IV. mit einem Heer über die Alpenpässe herannahte, um die Festung zu entsetzen, zog er ab und ging nach Sachsen.
  9. Franz-Severin Gäßler: Sigmaringen – fürstliche Präsenz im Stadtbild. Der Ausbau zur Residenz- und Landeshauptstadt im 19. Jahrhundert. In: Adel im Wandel. Oberschwaben von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Hrsg. im Auftrag der Gesellschaft Oberschwaben von Mark Hengerer und Elmar L. Kuhn in Verbindung mit Peter Blickle. Ostfildern 2006, 439-460.
  10. (ba): Schwester holt Schuhe des Gehenkten. In: Schwäbische Zeitung vom 8. Mai 2009
  11. Vera Romeu (vr): Waffenstillstand von 1918. Nur wenig erinnert an das Kriegsende. In: Schwäbische Zeitung vom 11. November 2008
  12. Ingrid Bauz, Sigrid Brüggemann, Roland Maier (Hrsg.): Die Geheime Staatspolizei in Württemberg und Hohenzollern. Stuttgart 2013, ISBN 3-89657-138-9, S. 90ff.
  13. Thomas Stöckle: Grafeneck 1940. Das Euthanasie-Verbrechen in Südwestdeutschland. 2. Auflage. Silberburg-Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-87407-507-9. Stöckle, Leiter der Gedenkstätte in Grafeneck, betont, es handele sich um vorläufige Zahlen. Grundlage der Zahlen sind statistisches Material aus dem Grafeneck-Prozess von 1949 sowie Berichte der einzelnen Abgabeanstalten.
  14. a b Holocaustgedenktag. Das Krankenhaus gedenkt der Opfer des Rassenwahns. In: Schwäbische Zeitung vom 20. Dezember 2010
  15. 65 Jahre nach den Verbrechen. In: Südkurier vom 13. Dezember 2005
  16. Gabriel Richter: Die psychiatrische Abteilung des Fürst-Carl-Landeskrankenhauses in Sigmaringen im „Dritten Reich“. Leiden, Stigmatisierung, Sterilisation und Tötung angeblich unheilbar Kranker am Beispiel der Hohenzollerischen Lande. In: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte. 30/31 (1994/95), S. 241–282
  17. www.dradio.de
  18. Marc Herwig und Alexander Michel: 1944 bekam Frankreich eine zweite Hauptstadt. In: Südkurier vom 8. September 2014, S. 7.
  19. 1200 Heimatvertriebene schlagen in Sigmaringen Wurzeln. In: Schwäbische Zeitung vom 22. November 2008
  20. Einwohnerzahlen von Sigmaringen 1999 bis 2010. SZ-Grafik: Matthias Wagner, Quelle: Stadt Sigmaringen. In: Michael Hescheler: Städtische Finanzen. Ausgaben: Schärer mahnt zur Disziplin. In: Schwäbische Zeitung vom 26. November 2010
  21. Quelle Statistisches Landesamt
  22. http://www.evang-sig.de/kirchengemeinde/geschichte.html
  23. a b c Michael Hescheler (fxh): Starbaumeister bringt preußische Eleganz in die Stadt. Die Stadtkirche wird 150 Jahre alt – Gemeinde präsentiert Jubiläumsprogramm. In: Schwäbische Zeitung vom 21. Dezember 2011
  24. Christoph Kiefer: Auf einen Blick. Stadt beherbergt zwei Gemeinden. In: Schwäbische Zeitung vom 18. November 2008
  25. Christoph Kiefer: Evangelische Kirche. „Ein gutes Miteinander ist in Sicht“. In: Schwäbische Zeitung vom 18. November 2008
  26. http://wahlen11.rz-kiru.de/08437104W/gw2014.html
  27. Sigmaringen: Thomas Schärer ist Bürgermeister. In: Schwäbische Zeitung vom 4. Juli 2010
  28. Dirk Thannheimer: Thomas Schärer setzt sich auf Anhieb durch. In: Schwäbische Zeitung vom 4. Juli 2010
  29. Jennifer Kuhlmann (jek): Schärer sagt Resignation den Kampf an. In: Schwäbische Zeitung vom 25. August 2010
  30. Ferienstraßen. In: Schwäbische Alb! hin-reisend natürlich the nature place to go. hrsg. von Schwäbische Alb Tourismusverband. Bad Urach 2010; S. 10f.
  31. Ignaz Stösser (ist): 20-jähriges Bestehen. Kulturzentrum Alte Schule feiert Geburtstag. In: Südkurier vom 30. Oktober 2008
  32. Vera Romeu (vr): Das Laizer Siechenhaus hat sich als Museum zum Geheimtipp gemausert. In: Schwäbische Zeitung vom 5. Juli 2008
  33. Vera Romeu (vr): Zoller-Hof baut gläserne Produktion. Die ehemalige Flaschenfüllerei wird ein Zündapp-Museum. In: Schwäbische Zeitung
  34. Zündapp-Museum der Brauerei Zoller-Hof. In: Bodensee Ferienzeitung. Ausgabe Herbst 2010. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2010, S. 66.
  35. Ute Korn-Amann (uka): Dekanatskonferenz führt ins Geiselhart-Museum. In: Schwäbische Zeitung vom 18. Februar 2011
  36. Christoph Wartenberg: Gedenken: Stolperstein soll an Franks erinnern. Kunstaktion von Gunter Demnig würdigt europaweit Verfolgte des Nazi-Regimes. In: Schwäbischen Zeitung vom 1. Februar 2011
  37. Zurück in der alten Heimat. In: Südkurier vom 16. Mai 2012
  38. Zeichen gegen das Vergessen gesetzt . In: Südkurier vom 22. Mai 2012
  39. Auf dunklen Spuren der Geschichte. In: Südkurier vom 21. September 2011
  40. Vorträge von Kreisarchivar Edwin Weber über die Geschichte der jüdischen Familie Frank in 2010/11
  41. Edwin Weber: Geraubte Heimat – zum bitteren Schicksal der jüdischen Familie Frank aus Sigmaringen in der NS-Zeit. (= Zeitschrift für Hohenzollerische Geschicht [Sonderdruck])
  42. a b c Über die Höhen von Sigmaringen. S. 8–10. In: Wanderbar …die schönsten Routen. Erlebnis Kreis Sigmaringen. Landratsamt Sigmaringen, Druckerei Schönebeck, Meßkirch 2004.
  43. Benito Boari: Berneck und seine Historischen Bauten, in: Berneck 1100 Jahre nach der ersten Urkundlichen Erwähnung. S.102
  44. Christoph Kiefer: Stadtbild. Weitere Bäume auf dem Josefsberg weichen. In: Schwäbische Zeitung vom 20. März 2009
  45. Franz-Severin Gäßler: Berliner Eleganz am Rande der rauen Alb. Die evangelische Stadtkirche in Sigmaringen – Werk des Architekten Friedrich August Stüler. In: Hohenzollerische Heimat 62. Jg. 2012, Nr. 3, S. [49]–57.
  46. Ute Korn-Amann (uka): Renovierung. Kleinod präsentiert sich bald gerüstfrei. In: Schwäbische Zeitung vom 12. September 2009
  47. Fürstenspuren in Sigmaringen. In: Wochenblatt vom 13. November 2008
  48. Ute Korn-Amann (uka): Osterbrunnen. Anita Fischer: „Wir sind einfach nur traurig“. In: Schwäbische Zeitung vom 10. April 2010
  49. Franz-Severin Gäßler: Das Deutsche Haus in Sigmaringen. Ouvertüre zu einem der letzten europäischen Schlossplätze. In: Hohenzollerische Heimat, 58. Jg., 2008, S. 49–55.
  50. Franz-Severin Gäßler: Der Leopoldplatz in Sigmaringen – Monument der Residenz- und Landeshauptstadt. In: Hohenzollerische Heimat, 57. Jg., 2007, S. 81–87.
  51. Brender: Künstler mit Säge. In: Südkurier vom 18. November 2008
  52. Isabell Michelberger: Tinte nach tradiertem Rezept. In: Südkurier vom 23. Juli 2011
  53. Führung im Staatsarchiv. In: Südkurier vom 30. Juli 2010
  54. Staatsarchiv bietet Führungen an. Während der Sommerferien können Besucher einen Blick hinter die Kulissen werfen. In: Schwäbische Zeitung vom 23. Juli 2011
  55. a b c Christoph Kiefer: Marktplatz. In: Schwäbische Zeitung vom 2. Januar 2009
  56. Kurt Loescher (loe): Das Deutsche Haus in Sigmaringen wird abgerissen. Schon bald kommt die Spitzhacke. In: Südkurier vom 25. April 2009
  57. Christoph Wartenberg (chw): Das Deutsche Haus steht nicht mehr lange am Leopoldplatz. In: Schwäbische Zeitung vom 2. Mai 2011
  58. Michael Hescheler (fxh): Mutig: Die GSW vertraut den Ärzten. In: Schwäbische Zeitung vom 24. August 2011
  59. Besuch. Kapuziner erkunden Fidelis. In: Schwäbische Zeitung vom 10. September 2010
  60. Hohenzollerischen Heimat (19) Beil. 10
  61. Der Suggenstein und die Herren von Volkwein. In: Hohenzollerische Volkszeitung, 1913, Nr. 101
  62. Kurt Loescher (loe): Gemeinderäte machen den letzten Feinschliff. Sigmaringer Volksvertreter beraten Eckdaten des Haushalts 2009 in Sondersitzung – Sigmaringer Stadthalle soll ab 2010 optimiert werden. In: Südkurier vom 6. Dezember 2008
  63. Jubiläum. Haus Nazareth begeht 150 Gründungstag. In: Schwäbische Zeitung vom 21. Oktober 2008
  64. Karlheinz Fahlbusch (kf): Traditionsreiches Haus Nazareth in Sigmaringen feiert 150. Geburtstag. Alle Facetten der Jugendhilfe. In: Südkurier vom 27. Juni 2009
  65. Vera Romeu (vr): Karfreitag. Die Kreuzwegstation XI ist renoviert. In: Schwäbische Zeitung vom 9. April 2009
  66. Vera Romeu (vr): Kirche. Pünktlich zu Karfreitag ist der Sigmaringer Kreuzweg wieder vollständig. In: Schwäbische Zeitung vom 9. April 2009
  67. Vera Romeu (vr): Gedenkfeier. Kranzniederlegung ist Akt der Treue. In: Schwäbische Zeitung vom 23. November 2010
  68. Isabell Michelberger (imi): Großer Andrang beim Tag der offenen Tür im Landratsamt. In: Südkurier vom 17. Juni 2015
  69. Kreisarchivar Edwin Ernst Weber zeigt ein „Haus mit Vergangenheit“. In: Südkurier vom 12. Juni 2015
  70. Geschichte des Gebäudes auf der Internetseite des Landratsamts Sigmaringen
  71. Falko Hahn (fah): Donautalbahn ist Kulturdenkmal. In: Südkurier vom 16. September 2006
  72. Franz-Severin Gäßler: Der Ursprung des Sigmaringer Prinzengartens. In: Hohenzollerische Heimat 52. Jg. 2000, S. 22–26; Franz-Severin Gäßler: Gartendirektor Heinrich Grube der Schöpfer des Sigmaringer Prinzengartens. Eine biographische Notiz. In: Hohenzollerische Heimat 57. Jg. 2007, S. 6–10. Franz-Severin Gäßler: Integration der Gegensätze – Vom Wesen des Sigmaringer Prinzengartens. In: Hohenzollerische Heimat 57. Jg. 2007, S. 49–55.
  73. Kurt Loescher (loe): Mehr Programm als üblich. In: Südkurier vom 24. Juni 2010
  74. Michael Hescheler (fxh): Gartenschau. Bagger ebnen den Weg auf den Mühlberg. In: Schwäbische Zeitung vom 19. November 2010
  75. Michael Hescheler (fxh): Sigmaringer Besonderheiten. In: Wir in Sigmaringen. In: Schwäbische Zeitung vom 10. September 2011
  76. Stadtbus feierte 15. Geburtstag. In: Stadt-Spiegel. Amtliches Mitteilungsblatt der Kreisstadt Sigmaringen. Nummer 4, 1. März 2007. (PDF; 1,7 MB)
  77. Kurt Loescher (loe): Tourismus im Aufwärtstrend. In: Südkurier. vom 14. Mai 2010.
  78. Michael Hescheler (fxh): Plus: Mehr Touristen entdecken Sigmaringen. Zahl der Übernachtungen steigt um 2,1 Prozent – Stadt will Mitgliedschaften in Verbänden auf Prüfstand stellen. In: Schwäbische Zeitung. vom 24. Februar 2011.
  79. Michael Hescheler: Bundeswehr schließt Kasernen in Sigmaringen und Mengen In: Schwäbische Zeitung, 27. Oktober 2011
  80. Ignaz Stösser (ist): Ehemaliges Munitionsdepot. Unternehmer ist der Herr über 24 Bunker. In: Schwäbische Zeitung vom 8. November 2008
  81. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 82.
  82. Gesundheitsvorsorge. Kneippverein eröffnet die Saison mit einer Wanderung. In: Schwäbische Zeitung vom 11. Mai 2010
  83. Michael Hescheler: Ernst Behringer erhält die Ehrenbürgerwürde. Schwäbische Zeitung Sigmaringen, abgerufen am 26. August 2014.
  84. a b c d e f g h i j Vera Romeu (vr): Friedhof. Rundgang verrät viel über Ehrenbürger. In: Schwäbische Zeitung vom 7. Januar 2009
  85. Michael Hescheler (fxh): Nachruf. Altschultes Kuhn ist tot: Der Mensch lag ihm am Herzen. In: Schwäbische Zeitung vom 11. August 2010
  86. Caspar Teufel – Weltreisender, Pariser Hotelier und Ehrenbürger. In: Schwäbische Zeitung vom 5. Januar 2010
  87. Franz-Severin Gäßler: Laur, Wilhelm Friedrich, Architekt, Landeskonservator für Hohenzollern. In: Württembergische Biographien. Unter Einbeziehung hohenzollerischer Persönlichkeiten. Band I. Im Auftrag der Kommission für geschichtlicher Landeskunde hrsg. von Maria Magdalena Rückert. Stuttgart 2006, S. 155–157.
  88. Franz-Severin Gäßler: Das ehemalige Kaufhaus Kleiner in Sigmaringen – innovatives und städtebaulich integriertes Werk des Architekten Friedrich Imbery. In: Zeitschrift für Hohenzollerische Geschichte, S. 121–139.