Dragsterrennstrecke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Angaben ohne ausreichenden Beleg könnten demnächst entfernt werden. Bitte hilf Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
komplett -- Quotengrote (D|B) 15:43, 25. Okt. 2016 (CEST)

Als Dragsterrennstrecke, Dragstrip, Quarter Mile oder Beschleunigungsrennstrecke wird die bei Beschleunigungsrennen verwendete gerade Strecke mit zwei parallel verlaufenden Fahrbahnen bezeichnet. Die üblichen Distanzen vom Start bis zum Ziel betragen 402,34 m (Viertelmeile), 201,17 m (Achtelmeile) oder 304,80 m (1.000 Fuß). Die Mindestbreite der Strecke beträgt 15 m.

Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Startbereich des Dragstrips, in der Mitte gut zu erkennen der Weihnachtsbaum
Dragstrip der Nitrolympics auf dem Hockenheimring

Zuzüglich zur eigentlichen Rennstrecke werden ausreichende Bereiche im Start- und Endbereich, zum Abbremsen der Dragster benötigt. Eine professionelle Dragsterrennstrecke, die für die Profiklassen, insbesondere für Top Fuel und Top Methanol zugelassen ist, muss eine genügend lange Auslaufzone ohne Kurve vorweisen, auf der die Dragster sicher von über 500 km/h auf Null abgebremst werden können. Eine Dragsterrennstrecke ist in sechs Bereiche aufgeteilt:

  • Line-Up: Hier werden die Fahrzeuge nach Klassen gesammelt, und in ihre, für den nächsten Lauf vorgeschriebenen, Paarungen zusammengestellt. Während der Qualifikationsrunden wird hier sichergestellt, dass die Fahrzeuge (der PRO-Klassen) mindestens einmal auf jeder Bahn fahren.
  • Vorstart: In diesem Bereich werden die Motoren der Dragster angelassen und letzte technische Einstellungen durchgeführt.
  • Burnout-Zone: Der Burnout-Bereich dient zum Aufwärmen der Reifen und gilt von der so genannten "Wanne" (ganz am Anfang er Strecke) bis vor die Startlinie bei kleinen Klassen. In den Klassen, die die Viertelmeile unter 8,9 s zurücklegen, darf die gesamte Rennstrecke bis vor die Ziellinie zum Burnout genutzt werden.
  • Startbereich: Der Startbereich ist durch die Startlinie und die Startampel, im Jargon „Weihnachtsbaum“ genannt, gekennzeichnet. Nachdem die Fahrzeuge in den Lichtschranken (Pre-Stage & Stage) stehen, dürfen sie vom Team nicht mehr berührt werden, und der Starter leitet den Startvorgang ein.
  • Strip: Die eigentliche Rennstrecke. Die in Wettkämpfen gefahrenen Distanzen betragen:
    • 1/4 Meile bzw. 402,34 m: klassische Distanz für die Profiklassen
    • 1/8 Meile bzw. 201,17 m: bisweilen für leistungsschwächere Fahrzeuge, seltener für Profiklassen
    • 1.000 Fuß bzw. 304,80 m: von der NHRA seit 2008 in den USA aus Sicherheitsgründen verkürzte Distanz für die Top Fuel-Klassen, wurde 2012 von der FIA verbindlich für die Rennstrecken in Europa übernommen.
  • Auslaufzone: Der Bereich hinter der Ziellinie, in dem die Dragster abgebremst werden und ausrollen können. Für FIA-zertifizierte Strecken ist gegenwärtig eine Länge von 650 Metern vorgeschrieben.

Startampel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Startampel im Detail

Die Startampel ("Weihnachtsbaum / Christmastree / X-mastree / Lampenladen") ist für Drag Racing von existenzieller Bedeutung: Die ganz oben auf jeder Seite angebrachten Lampen "Pre-Stage" und "Stage" dienen der exakten Ausrichtung der Rennfahrzeuge in den Lichtschranken an der Startlinie. Die drei gelben Lichter leuchten entweder gleichzeitig (bei den PRO-Klassen) oder nacheinander (bei den SPORTSMAN-Klassen) auf. Grün signalisiert die Startfreigabe. Rot zeigt das Verlassen der Lichtschranke vor Startfreigabe an und bedeutet sofortige Disqualifikation.

Haftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Damit die Strecke ausreichend Haftung (im Drag Racing "Traktion" oder "Grip" genannt) für die Antriebsräder der Dragster bietet und Beschleunigungen von 0 auf 300 km/h in weniger als drei Sekunden möglich sind, werden die Strecken vor den Rennveranstaltungen sehr aufwändig präpariert: Nach einer gründlichen Reinigung des "Basis-Asphalts" mit Kehrmaschinen und Dampfstrahlern werden aufgeschnittene, alte Rennslicks auf einem "Pressschlitten" von Traktoren über die Strecke gezogen, um die ursprünglich grobe Struktur zu füllen, und eine "glatte" (möglichst viel Auflagefläche bietende) Oberfläche zu schaffen. In der letzten Stufe wird jede Spur mittels eines speziellen Klebstoffes präpariert, von dem bis zu 800 Liter auf dem Strip verteilt werden.

Deutlich zu erkennen: der Unterschied zwischen dem ursprünglichen Asphalt und der präparierten Oberfläche der Dragsterstrecke.
Präparation der Strecke. Im Hintergrund zieht ein Traktor alte Rennslicks mit hohem Druck über die Strecke, im Vordergrund werden kleinere Mengen von Flüssigkeiten (z. B. Kühlwasser etc.) erst chemisch angelöst und dann abgesaugt.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer gut präparierten Strecke spiegeln sich teilweise die Objekte der Oberfläche. Dies führt oft zu der (falschen) Annahme, dass "Glänzend" "Glatt/Rutschig" bedeutet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]