Dreifaltigkeitskirche (München)

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Front an der Pacellistraße

Die katholische Dreifaltigkeitskirche ist eine Votivkirche der Münchner Stände und wurde im Stil des bayerischen Barocks nach Plänen von Giovanni Antonio Viscardi 1711 bis 1718 erbaut. Die Dreifaltigkeitskirche ist eine Klosterkirche der Karmelitinnen und eine Nebenkirche der Metropolitanpfarrei zu Unserer Lieben Frau in der Pacellistraße in München-Altstadt.

Mit dem Bau löste die Stadt ein Gelübde ein, welches aufgrund einer Prophezeiung von Maria Anna Lindmayr gegeben wurde und man sich erhofft hatte, durch den Bau im Spanischen Erbfolgekrieg von den Österreichern verschont zu bleiben. Das Patrozinium wird zum Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (der Sonntag nach Pfingsten) begangen.

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche ist Münchens erstes Kirchengebäude im spätbarocken Stil. Der Zentralbau mit Kuppel und aufwändig gestalteter Eingangsfront, wurde nach Viscardis Tod ab 1713 von Enrico Zuccalli fortgeführt. Im Grundriss ist die Dreifaltigkeitskirche ein Oktogon mit kurzen Kreuzarmen. Die doppelgeschössige Südfassade springt aus der Häuserfront hervor. Der polygonale Haupteingang wird von eingelassenen Säulen und kräftigen Barockgesimsen gegliedert.

Während des Zweiten Weltkrieges war dies die einzige Kirche der Innenstadt Münchens, die von der Zerstörung durch Bomben verschont blieb. Der Turm, der im Zweiten Weltkrieg seinen Helm verlor, befindet sich weiter nördlich im Klosterbereich. Das ehemalige Karmeliterinnenkloster, eine dreigeschossige barocke Anlage mit niedrigerem Obergeschoss, profiliertem Traufgesims und schlichten Putzfassaden, von Philipp Jakob Köglsperger nach Plänen von Frater Domenicus a S. Euphrosina (Georg Schorn) erbaut, beheimatet heute das Erzbischöfliche Ordinariat.

Der Innenraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Inneren sind bedeutende Werke von Cosmas Damian Asam, Joseph Ruffini, Andreas Faistenberger, Johann Baptist Straub und Johann Georg Baader zu sehen. Cosmas Damian Asam gestaltete 1714/15 das Kuppelfresko aus, das die Verehrung der Dreifaltigkeit durch die Engel, Tugenden, Apostel und Heilige darstellt. Der Hauptraum und das Gebälk sind mit zartem Rankenstuck, die Pendentifs und der Kuppelansatz dagegen mit kräftigen weißen Stuck vor Gelb oder Rot dekoriert. Der Hochaltar zeigt als Altarblatt die Fürbitte Mariens vor der Dreifaltigkeit, gemalt von Andreas Wolff ab 1711, und von seinem Schüler Johann Degler 1717 vollendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katharina Schmidle: Die Wallfahrtskirche Maria Hilf bei Freystadt und die Dreifaltigkeitskirche in München: Zwei Hauptwerke des Architekten Giovanni Antonio Viscardi (1645/47–1713). Herbert Utz Verlag 2014, ISBN 978-3831642380
  • Hermann Bauer / Bernhard Rupprecht (Hgg.): Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland. Bd. 3.1. München Sakralbauten, München 1987.
  • Katharina Herrmann: De Deo uno et trino. Bildprogramme barocker Dreifaltigkeitskirchen in Bayern und Österreich, Regensburg 2010.
  • Hans Ramisch, Roland Götz: Dreifaltigkeitskirche. München. Schnell und Steiner, Regensburg 2007, ISBN 978-3-7954-4087-9 (Reihe: Kleine Kunstführer/Kirchen und Klöster).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dreifaltigkeitskirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 48° 8′ 27″ N, 11° 34′ 15″ O