E.ON Business Services

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E.ON Business Services GmbH
Logo der E.ON SE
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2001 als is:energy
Sitz Hannover DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Edgar Aschenbrenner (Vorsitzender der Geschäftsführung)
Mitarbeiter ~1.000 (nur GmbH; Januar 2018)
Umsatz k. A.
Branche IT-Funktion für den E.ON-Konzern
Website www.eon.com

E.ON Business Services Unternehmenssitz in Hannover

Die E.ON Business Services (EBS), früher E.ON IT (bis zum 30. September 2013), E.ON IS und is:energy, steuert die konzernweite IT-Funktion der E.ON SE, einem der weltweit größten nicht-staatlichen Energieunternehmen. Die EBS hat ihren Hauptsitz in Hannover und ist als konzerninterne IT-Funktion für etwa 1.800 Mitarbeiter verantwortlich. Diese verteilen sich auf eine Vielzahl von E.ON-Standorten in Deutschland sowie international; hier insbesondere in Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, der Tschechischen Republik und Ungarn.

Geschäftstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die IT-Funktion von E.ON steuert die konzernweite IT auf funktionaler Basis. Sie legt die strategische Ausrichtung der IT fest und definiert die Unternehmensarchitektur sowie das Portfolio der zentralen IT-Bereiche. Zudem steuert sie große IT-Dienstleister und die Nutzung der IT-Infrastruktur. Mit dem Ziel, die digitale Transformation des E.ON-Konzerns sowie alle Geschäftsprozesse im E.ON-Konzern IT-seitig bestmöglich zu unterstützen.

Mit Blick auf digitale Lösungen und Geschäftsmodelle geht es zum einen um eine Aufwertung bestehender Produkte, so zum Beispiel bei der digitalgesteuerten, optimierten Ausrichtung von Windkraft-Rotoren oder der intelligenten Steuerung von Energienetzen („smart grid“). Zum anderen entwickelt die IT von E.ON neue, digitale Kundenlösungen, hier insbesondere in den Bereichen E-Mobility (Ladestationen – Abrechnung), Solar-Speicher-Anlagen sowie Smart Home und Smart City.

Schlüsselfunktionen für den IT-Betrieb sind:

Business IT:

Ist die zentrale Schnittstelle zwischen der IT und dem Business. Die Steuerung erfolgt durch den CIO gemeinsam mit den IT -Verantwortlichen des entsprechenden Geschäftsbereiches.

Enterprise IT:

Ist für das Dienstleistungs- und Lebenszyklus-Management aller IT-Infrastrukturkompo-nenten zuständig  und steuert die großen IT-Dienstleister. Umfasst darüber hinaus alle IT-Services und -Produkte, die von mehreren oder gar allen E.ON-Gesellschaften genutzt werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Fusion der beiden Stromunternehmen PreussenElektra (VEBA) und Bayernwerke (VIAG) zur E.ON Energie im Jahr 2000 haben diese ihre IT-Dienstleistungen von den Unternehmen synergis GmbH und GEDOS mbH durchführen lassen. Nach der Fusion entstand aus diesen beiden Firmen im Jahr 2001 die is:energy, ein Vorläufer der jetzigen E.ON Business Services. Gesellschafter des neuen Unternehmens waren die E.ON Energie AG (74,78 %) sowie die Cap Gemini Ernst & Young AG (25,22 %).

Im Jahr 2004 arbeiteten 1.300 Mitarbeiter bei der is:energy, die sich auf mehr als 30 Standorte verteilten. Die ersten Auslandsgesellschaften wurden in Ungarn, Tschechien und der Slowakei gegründet.

Im Jahr 2005 gab Cap Gemini Ernst & Young seine Minderheitsbeteiligung an die Regionalversorger von E.ON ab. Im Einzelnen waren dies die E.ON Avacon AG, E.ON Bayern AG, E.DIS AG, E.ON Hanse AG, E.ON Mitte AG, E.ON Thüringer Energie AG und E.ON Westfalen Weser AG. Damit war die is:energy, die sich im Zuge des Gesellschafterwechsels zur E.ON IS umbenannte, eine hundertprozentige Tochter von E.ON. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Landesgesellschaften E.ON IS Bulgaria und E.ON IS Romania neu gegründet. Im November besteht E.ON IS erfolgreich die Zertifizierung nach dem internationalen Qualitätsmanagement-Standard ISO 9001:2000.

Die E.ON IS erweiterte im Jahr 2006 ihr Angebot um Telekommunikationsdienstleistungen. Gleichzeitig wurde die internationale Expansion fortgeführt. Im Mai 2006 wurde die Landesgesellschaft E.ON IS Sverige mit Sitz in Malmö neu gegründet. Im selben Jahr folgte die Gründung der Landesgesellschaft E.ON IS UK. Seit Ende 2007 ist das Unternehmen auch in Südeuropa vertreten. In Mailand wurde eine italienische E.ON-IS-Niederlassung eröffnet.

Im Jahr 2007 war die E.ON-IS-Gruppe mit 2.700 Mitarbeitern in neun europäischen Ländern vertreten. Die niederländische Landesgesellschaft E.ON IS Netherlands wurde Ende 2008 gegründet.

Zum 1. Oktober 2013 wurde mit Gründung der E.ON Business Services GmbH aus der reinen IT-Gesellschaft eine multifunktionale Unterstützungseinheit. Sie bündelte konzernweite Business-Services für Finanzen und Personalwesen sowie die komplette IT-Steuerung unter einem Dach. Drei sogenannten Service-Tower wurden durch gemeinsame Querschnitts-Funktionen ergänzt und beschäftigten rund 4.000 Mitarbeiter.

Im Zuge der Aufteilung der ursprünglichen E.ON in die neue E.ON sowie die Uniper im Jahr 2016 sowie die damit verbundene, strategische Neuausrichtung von E.ON (Programm Phoenix) wurden insbesondere Personalwesen und Finanzen wieder verstärkt dezentral aufgestellt. Mit der Konsequenz, dass die EBS als multifunktionale Unterstützungseinheit zum 31. Dezember 2017 aufgelöst wurde. Seit dem 1. Januar 2018 verantwortet die EBS GmbH nur noch die IT von E.ON. Personalwesen und Finanzen sind in die jeweiligen E.ON-SE-Bereiche eingegliedert worden, beziehungsweise in die jeweiligen Länder-Einheiten von E.ON.

Outsourcing der IT-Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des konzernweiten Sparprogramms PerformtoWin entschloss sich der Vorstand der E.ON AG 2009 dazu, die IT-Infrastruktur an externe Dienstleister auszulagern.[1] Sicherheitsrelevante IT-Systeme werden jedoch weiterhin durch den Konzern selbst betreut.[1]

Im Einzelnen umfasst das Outsourcing die folgenden drei Pakete:

Rechenzentrum und Betreuung der Arbeitsplätze gingen an Hewlett-Packard, die Kommunikationsinfrastruktur an T-Systems.[3] Insgesamt wurde das Geschäft mit einem Gesamtvolumen von 2,8 Mrd. Euro (60 % an HP, 40 % an T-Systems) und einer Laufzeit von 7 Jahren vergeben. Im Rahmen des Betriebsübergangs wechselten zum 1. April 2011 rund 1.260 Mitarbeiter an 89 Standorten in 10 Ländern sowie 185.000 Assets zu den Outsourcingpartnern.[1]

Geschäftsführung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edgar Aschenbrenner, seit Oktober 2009, Vorsitzender seit März 2010
  • Johannes Brinkkötter, seit Oktober 2013
  • Hanna Hennig, seit Dezember 2013
  • Christoph Hanewinkel, seit Januar 2018

Vorsitzender des Aufsichtsrates ist das Vorstandsmitglied der E.ON SE, Dr. Karsten Wildberger.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b http://www.computerwoche.de: E.on wählt T-Systems und HP, 14. Juni 2011
  2. heise.de: E.ON sucht externen Dienstleister für den Betrieb der IT-Infrastruktur, 1. April 2010
  3. heise.de: HP und T-Systems übernehmen IT-Abteilung von Eon, 15. Dezember 2010

Koordinaten: 52° 22′ 8″ N, 9° 43′ 20″ O