E.ON Business Services

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E.ON Business Services GmbH
Logo der E.ON SE
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 2001 als is:energy
Sitz Hannover DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Edgar Aschenbrenner (Vorsitzender der Geschäftsführung)
Mitarbeiter 3.400 (Dezember 2013)
Umsatz 529,9 Mio. EUR (2008)[1]
Gewinn 7,7 Mio. EUR (2008)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Gewinn
Branche Dienstleistungen für Finanzen, IT und Personal
Website www.eon.com/ebs
E.ON Business Services Unternehmenssitz in Hannover

Die E.ON Business Services (früher E.ON IT (bis zum 30. September 2013), E.ON IS und is:energy) ist die multifunktionale Unterstützungseinheit der E.ON SE, einem der weltweit größten privaten Strom- und Gasunternehmen. Sie bündelt konzernweite Business-Services für Finanzen, HR und IT unter einem Dach. Diese drei sogenannten Service-Tower werden durch gemeinsame Querschnitts-Funktionen ergänzt. Die E.ON Business Services hat ihren Hauptsitz in Hannover im Stadtteil Calenberger Neustadt und beschäftigt rund 3.400 Mitarbeiter. [2]

Geschäftstätigkeit[Bearbeiten]

Die E.ON Business Services steuert die IT-Belange des E.ON-Konzerns und unterstützt damit mehr als 160 E.ON-Unternehmen. Die Dienstleistungen umfassen unter anderem die Betreuung bei IT-Projekten, den Applikationssupport von SAP ERP, Geoinformationssystemen und so weiter.

Des Weiteren erbringt die EBS Finanz- und Personaldienstleistungen für Konzerngesellschaften der E.ON.

In Deutschland ist EBS an über 30 Standorten aktiv, europaweit darüber hinaus in Benelux, Großbritannien, Italien, Rumänien, Schweden, der Slowakei, Tschechien und Ungarn vertreten.

Geschichte[Bearbeiten]

Vor der Fusion der beiden Stromunternehmen PreussenElektra (VEBA) und Bayernwerke (VIAG) zur E.ON Energie im Jahr 2000 haben diese ihre IT-Dienstleistungen von den Unternehmen synergis GmbH und GEDOS mbH durchführen lassen. Nach der Fusion entstand aus diesen beiden Firmen im Jahr 2001 die is:energy, ein Vorläufer der jetzigen E.ON IT. Gesellschafter des neuen Unternehmens waren die E.ON Energie AG (74,78 %) sowie die Cap Gemini Ernst & Young AG (25,22 %).

Im Jahr 2004 arbeiteten 1.300 Mitarbeiter bei der is:energy, die sich auf mehr als 30 Standorte verteilten. Die ersten Auslandsgesellschaften wurden in Ungarn, Tschechien und der Slowakei gegründet.

Im Jahr 2005 gab Cap Gemini Ernst & Young seine Minderheitsbeteiligung an die Regionalversorger von E.ON ab. Im Einzelnen waren dies die E.ON Avacon AG, E.ON Bayern AG, E.DIS AG, E.ON Hanse AG, E.ON Mitte AG, E.ON Thüringer Energie AG und E.ON Westfalen Weser AG. Damit war die is:energy, die sich im Zuge des Gesellschafterwechsels zur E.ON IS umbenannte, eine hundertprozentige Tochter von E.ON. In der zweiten Jahreshälfte wurden die Landesgesellschaften E.ON IS Bulgaria und E.ON IS Romania neu gegründet. Im November besteht E.ON IS erfolgreich die Zertifizierung nach dem internationalen Qualitätsmanagement-Standard ISO 9001:2000.

Die E.ON IS erweiterte im Jahr 2006 ihr Angebot um Telekommunikationsdienstleistungen. Gleichzeitig wurde die internationale Expansion fortgeführt. Im Mai 2006 wurde die Landesgesellschaft E.ON IS Sverige mit Sitz in Malmö neu gegründet. Im selben Jahr folgte die Gründung der Landesgesellschaft E.ON IS UK. Seit Ende 2007 ist das Unternehmen auch in Südeuropa vertreten. In Mailand wurde eine italienische E.ON-IS-Niederlassung eröffnet.

Im Jahr 2007 war die E.ON-IS-Gruppe mit 2.700 Mitarbeitern in neun europäischen Ländern vertreten. Die niederländische Landesgesellschaft E.ON IS Netherlands wurde Ende 2008 gegründet.

Outsourcing der IT-Infrastruktur[Bearbeiten]

Im Rahmen des konzernweiten Sparprogramms PerformtoWin entschloss sich der Vorstand der E.ON AG 2009 dazu, die IT-Infrastruktur an externe Dienstleister auszulagern.[3] Sicherheitsrelevante IT-Systeme werden jedoch weiterhin durch den Konzern selbst betreut.[4]

Im Einzelnen umfasst das Outsourcing die folgenden drei Pakete:

Rechenzentrum und Betreuung der Arbeitsplätze gingen an Hewlett-Packard, die Kommunikationsinfrastruktur an T-Systems.[6] Insgesamt wurde das Geschäft mit einem Gesamtvolumen von 2,8 Mrd. Euro (60 % an HP, 40 % an T-Systems) und einer Laufzeit von 7 Jahren vergeben. Im Rahmen des Betriebsübergangs wechselten zum 1. April 2011 rund 1.260 Mitarbeiter an 89 Standorten in 10 Ländern sowie 185.000 Assets zu den Outsourcingpartnern.[4] Mittlerweile sind ca. 235.000 SAP-User (z.T. mehrere User pro E.ON-Mitarbeiter), 110.000 Desktop-PCs und 10.100 Multifunktionsdrucker in Betrieb.

Geschäftsführung[Bearbeiten]

  • Edgar Aschenbrenner, seit Oktober 2009, Vorsitzender seit März 2010
  • Johannes Brinkkötter, seit Oktober 2013
  • Hanna Hennig, seit Dezember 2013
  • Brian Jungwirth, seit Oktober 2012
  • Jörg Koletzki, seit Januar 2010
  • Karl Markgraf, seit Oktober 2012
  • Jürgen Maul, seit Oktober 2013

[7]

Vorsitzender des Aufsichtsrates ist das Vorstandsmitglied der E.ON SE, Klaus Schäfer.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b eon.com: Geschäftsbericht der E.ON AG 2008 (PDF; 1,4 MB), 1. April 2010
  2. eon.com/it: Unternehmensporträt E.ON IT, 14. Juni 2011
  3. eon.com: Sozialpartner vereinbaren Eckpunkte und Grundlagen für die Umsetzung von "PerformtoWin", 1. April 2010
  4. a b www.computerwoche.de: E.on wählt T-Systems und HP, 14. Juni 2011
  5. a b heise.de: E.ON sucht externen Dienstleister für den Betrieb der IT-Infrastruktur, 1. April 2010
  6. heise.de: HP und T-Systems übernehmen IT-Abteilung von Eon, 15. Dezember 2010
  7. eon.com: [1], 4. Dezember 2013
  8. eon.com: Zusätzliche Mandate der Vorstandsmitglieder, 4. Dezember 2013

52.3689449.722203Koordinaten: 52° 22′ 8″ N, 9° 43′ 20″ O