Eberhard Busch

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Eberhard Busch (* 22. August 1937 in Witten/Ruhrgebiet) ist ein deutsch-schweizerischer evangelischer Theologe, war Assistent von Karl Barth, evangelisch-reformierter Pfarrer im aargauischen Uerkheim und Professor für Systematische Theologie in Göttingen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busch ist der Sohn des Pfarrers und Evangelisten Johannes Busch. Er studierte Evangelische Theologie in Wuppertal, Göttingen, Heidelberg, Münster und Basel. Nach dem Theologiestudium war er 1965 bis 1968 persönlicher Assistent bei Karl Barth in Basel, mit dessen Person und Werk Busch stark verbunden ist. Das propädeutische, theologische und praktische Examen legte er 1970 an der Universität Basel ab. 1977 wurde er mit Karl Barths Lebenslauf, seiner Biographie über Barth, in Basel zum Dr. theol. promoviert.

Von 1969 bis 1986 war Busch evangelisch-reformierter Pfarrer der ländlichen Kirchengemeinde Uerkheim bei Zofingen im Kanton Aargau, im schweizerischen Mittelland. 1973–1981 war er zusätzlich Radioprediger am Schweizer Radio DRS. 1982 bis 1983 konnte er Professor Klaus Scholder an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen vertreten. Ab 1986 war er Professor für Systematische Theologie an der reformierten Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen.

Neben seiner Göttinger Lehrtätigkeit arbeitete Busch in einer Reihe kirchlicher Gremien mit und hielt Vorträge und Vorlesungen an ausländischen Einrichtungen, u. a. in den USA (Princeton University, Spokane, Holland (Michigan) und Elmhurst (Illinois)) und in Japan.[1]

Als Schweizer Staatsbürger lebt er heute in der Gemeinde Friedland bei Göttingen. Eberhard Busch ist Autor der Internetplattform Göttinger Predigten im Internet.

Theologische Interessen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busch Hauptarbeitsgebiet ist neben der Barth-Forschung die Erforschung und Aktualisierung der reformierten Tradition, u. a. Calvins und der reformierten Bekenntnisschriften. Er gehört zum Herausgeberkreis der im Neukirchener Verlag erscheinenden Calvin-Studienausgabe.

Darüber hinaus arbeitet er zu Themen des Kirchenkampfes von 1933 bis 1945 sowie zu Fragen des Verhältnisses von Kirche und Staat sowie Kirche und Israel.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Busch ist Ehrendoktor der Vereinigten Protestantisch-Theologischen Seminare in Klausenburg (Rumänien) und der Theologischen Universität Debrecen (Ungarn).

Bibliographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Barths Lebenslauf. Nach seinen Briefen und autobiographischen Texten. Gütersloh 5. Aufl. 1994.
  • Karl Barth und die Pietisten. Die Pietismuskritik des jüngeren Barth und ihre Erwiderung. München 1978.
  • Glaubensheiterkeit. Karl Barth. Erfahrungen und Begegnungen. Neukirchen-Vluyn 5. Aufl. 1987.
  • Der Freiheit zugetan. Christlicher Glaube heute – im Gespräch mit dem Heidelberger Katechismus. Neukirchen-Vluyn 1998.
  • Die große Leidenschaft. Einführung in die Theologie Karl Barths. Gütersloh 1998.
  • Verbindlich von Gott reden. Gemeindevorträge. Wuppertal/Neukirchen-Vluyn 2002.
  • Credo. Das Apostolische Glaubensbekenntnis. Göttingen 2003.
  • Gotteserkenntnis und Menschlichkeit. Einsichten in die Theologie Johannes Calvins. Zürich 2. Aufl. 2006.
  • Reformiert. Profil einer Konfession. Zürich 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Persönliches auf der Website von Eberhard Busch