Eberhard Lauer

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Eberhard Lauer (* 1956 in Oberwesel am Rhein) ist ein deutscher Organist und Kirchenmusiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem er schon vor dem Abitur eine musikalische Ausbildung bei Kantor Hans-Josef Roth in Viersen (Rheinland) genossen hatte, studierte Eberhard Lauer die Fächer Kirchenmusik und Orgel ebenfalls unter Roth an der Katholischen Hochschule für Kirchenmusik St. Gregorius in Aachen, wo er 1977 die B-Prüfung (Kirchenmusik) ablegte, Frankfurt am Main, Düsseldorf (1980 A-Prüfung, 1982 Konzertexamen) und Amsterdam. Die organistische Ausbildung wurde ergänzt durch Studien bei Viktor Scholz, Almut Rößler und Albert de Klerk sowie Meisterkurse in Haarlem, Niederlande, und Toulouse, Frankreich, bei Xavier Darasse, Marie-Claire Alain und Luigi F. Tagliavini (Literatur), Hans Haselböck und André Isoir (Improvisation) und Colin Tilney und Kenneth Gilbert (Cembalo).

Zusätzlich studierte Lauer Musikwissenschaften und Philosophie an der Universität Hamburg und schloss mit der Magisterprüfung ab.

Eberhard Lauer ist Preisträger diverser Wettbewerbe. So gewann er 1984 den 1. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb Nürnberg und 1985 ebenfalls den 1. Preis beim Internationalen Orgelwettbewerb „Dom zu Speyer“.

1982 wurde Eberhard Lauer Kirchenmusiker an der ehemaligen Pfarrkirche St. Marien in Hamburg, dem heutigen Mariendom, der Kathedralkirche des Erzbistums Hamburg, wo er bis heute einer umfassenden Tätigkeit als Organist (Aufführung der Gesamtwerke von Bach, Brahms, Franck, Mendelssohn, Messiaen und Schumann), Dirigent (Chormusik und Oratorien) und Cembalist nachgeht. Seine besondere Vorliebe gilt dem Liturgischen Orgelspiel sowie dem Gregorianischen Choral. 1987 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Seit 1984 leitet Eberhard Lauer eine Orgelklasse an der Musikhochschule Lübeck. 2000 wurde er zum Professor ernannt.

Daneben gibt er als Organist regelmäßig Konzerte im In- und Ausland. CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren seine künstlerische Tätigkeit.

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Liszt: Orgelwerke (Motette)
  • F. Mendelssohn Bartholdy: Sonaten (ambitus)
  • Symphonien von Widor und Vierne (ambitus)
  • Bach (FSM)
  • Werke von Bach, Böhm, Bruhns, Buxtehude, Eben, Ives, Karg-Elert, Walther, Widor (ambitus)
  • Aktuell: von 2005 bis 2007 Einspielung des Orgelwerks von Olivier Messiaen an Kuhn-Orgeln in Hamburg und Minden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]