Robert Schumann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schumann ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu anderen Namensträgern siehe Schumann (Familienname). Zum französischen Politiker siehe Robert Schuman.
Robert Schumann im März 1850,
Zeichnung von Adolph Menzel nach einer Daguerreotypie von Johann Anton Völlner

Robert Schumann - Signatur.svg

Robert Schumann[1] (* 8. Juni 1810 in Zwickau, Königreich Sachsen; † 29. Juli 1856 in Endenich, Rheinprovinz) war ein deutscher Komponist, Musikkritiker und Dirigent. Er wird heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik gezählt. In der ersten Phase seines Schaffens komponierte er vor allem Klaviermusik. 1840, im Jahr seiner Eheschließung mit der Pianistin Clara Wieck, schrieb er mehr als hundert Lieder.[2][3] In den folgenden Jahren entwickelte sich sein Werk zu großer Vielfalt: Er komponierte nun auch Orchestermusik (darunter vier Sinfonien), konzertante Werke, Kammermusik, Chormusik und eine Oper.

Schumann studierte ab 1828 zunächst zwei Jahre Jura in Leipzig und Heidelberg, widmete sich aber mehr seinen literarischen und musikalischen Interessen. 1830 kehrte er nach Leipzig zurück, um Pianist zu werden. Er nahm Klavierunterricht bei Friedrich Wieck und Unterricht in Musiktheorie bei Heinrich Dorn. Als dauerhafte Beschwerden an der rechten Hand eine Virtuosenlaufbahn vereitelten, konzentrierte er sich auf das Komponieren.[4]

1834 gründete Schumann zusammen mit Friedrich Wieck und anderen in Leipzig die Neue Zeitschrift für Musik, für die er zehn Jahre lang als Redakteur, Autor und Herausgeber arbeitete.[5] Wegen des erbitterten Widerstandes von Friedrich Wieck musste sich Schumann die Erlaubnis, dessen Tochter Clara zu heiraten, 1840 vor Gericht erstreiten. 1843 kam er durch Felix Mendelssohn Bartholdy kurzzeitig als Lehrer an das Conservatorium der Musik in Leipzig. 1844 zog er nach Dresden, wo er als Chorleiter wirkte. 1850 wurde Schumann Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Nachdem er schon in verschiedenen Phasen seines Lebens ernsthafte seelische Krisen erlebt hatte, unternahm er 1854 einen Selbstmordversuch. Seine letzten Jahre verbrachte er in einer Heilanstalt in Endenich bei Bonn.

Leben[Bearbeiten]

Herkunft und Jugend[Bearbeiten]

Das Geburtshaus in Zwickau

Robert Schumann war das jüngste von fünf Kindern des Buchhändlers und Verlegers August Schumann (1773–1826) und dessen Frau Johanna Christiane, geb. Schnabel (1770–1836). August Schumann verfasste Romane und hatte überregional einen guten Ruf als Übersetzer englischsprachiger Autoren. Von 1807 an führte er gemeinsam mit seinem Bruder die Verlagsbuchhandlung Gebrüder Schumann in Zwickau, die für die Förderung allgemeiner Bildung durch Herausgabe von Klassikern aller Nationen im Taschenbuchformat bekannt war. Die vier älteren Geschwister Robert Schumanns waren Emilie (1796–1825), Eduard (1799–1839), Carl (1801–1849) und Julius (1805–1833). Die älteren Brüder gingen später alle ins Verlagsgeschäft.[6]

Auch Robert Schumann versuchte in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Schon früh schrieb er viel, nicht nur Tagebuch. Er verfasste als Jugendlicher nicht nur Kompositionen, sondern auch Aufsätze, Gedichte und Romanfragmente sowie selbstkritische Texte. 1846 erinnerte er sich: „Es drängte mich imer zum Producieren, schon in frühesten Jahren, war's nicht zur Musik, so zur Poësie“.[7] Besonders prägten ihn die romantischen Schriftsteller sowie vor allem Jean Paul.[8] Der Vater unterstützte Roberts literarische Interessen und seine musikalischen Ambitionen. Das Kind erhielt bereits mit sieben Jahren Klavierunterricht bei Johann Gottfried Kuntsch (1757–1855). „Ich genoss die sorgfältigste und liebevollste Erziehung“, bekundete Schumann später.[9]

Schumanns Schulausbildung war umfassend. Er lernte Latein, Griechisch und Französisch und galt als außergewöhnliches Sprachtalent. Als Jugendlicher gründete er ein Schulorchester, daneben auch einen „litterarischen Verein“,[10] in dem er mit Mitschülern verschiedene Werke, unter anderem acht Dramen von Friedrich Schiller, in verteilten Rollen las. Seine musikalische Ausbildung blieb indessen während der Schulzeit nahezu dilettantisch. Sobald er besser Klavier spielte als sein Lehrer, empfahl dieser ihm das Selbststudium, was Schumann unter anderem durch den Besuch musikalischer Aufführungen und das Lesen von Partituren und Klavierauszügen umzusetzen suchte. Im Rückblick schrieb Schumann über die Zeit von etwa 1820 bis 1824: „... Freies Phantasiren (täglich viele Stunden) ... Krankhafte Sehnsucht nach Musik u. Clavierspiel, wenn ich lange nicht gespielt ... Violoncell u. Flöte bei Stadtdir. Meißner ... In der Phantasie am stärksten ... Hinreißendes Feuer meines Vortrags ... Gänzlicher Mangel einer Leitung fühlbar: Gehör, Technik insbesondere, Theorie [...]“[11]

1826 starb August Schumann im Alter von 53 Jahren. Er hinterließ seiner Familie ein kleines Vermögen. Roberts Anteil wurde von einem Vormund verwaltet, dem Zwickauer Tuch- und Eisenwarenhändler Gottlob Rudel. Als Robert Schumann sein Abitur gemacht hatte (mit dem zweitbesten Prädikat „omnino dignus“), entschied seine Mutter gemeinsam mit dem Vormund, dass er Rechtswissenschaften studieren solle.[12]

Studium der Rechtswissenschaften[Bearbeiten]

Am 29. März 1828 schrieb sich Schumann an der Leipziger Universität als Jurastudent ein und wurde Mitglied der Alten Leipziger Burschenschaft. Noch um 1835 kam er in das Register einer polizeilichen Ermittlungsakte, die gegen die burschenschaftliche Bewegung an der Universität Leipzig gerichtet war.[13],[14] 1828 bewohnte er dieselbe Wohnung wie sein Jugendfreund Emil Flechsig, dessen Erinnerungen an Robert Schumann vor allem über Schumanns Jugend- und Studienzeit Aufschluss geben.[15]

Leipzig war damals mit rund 41.000 Einwohnern nach Dresden die zweitgrößte Stadt Sachsens. Es war die Stadt der Messen, des Buchhandels und des Buchdrucks. Renommierte Verlage wie Brockhaus, Reclam und Breitkopf & Härtel hatten hier ihren Sitz. Das Leipziger Gewandhausorchester brillierte mit Aufführungen, wie Schumann sie bisher nie erlebt hatte. Er schrieb seiner Mutter, er „gehe regelmäßig in die Kollegien“, verbrachte seine Zeit aber hauptsächlich mit Musik, Schreiben und Lesen, besuchte philosophische Vorlesungen zum Beispiel bei Wilhelm Traugott Krug, blieb aber auch manchen Vormittag im Schlafrock bei „lyrischer Faulenzerey“. Manchmal plagten ihn seine Unentschlossenheit und das schlechte Gewissen, worüber seine Tagebücher und Jugendbriefe Auskunft geben. Aus dem Tagebuch: „Es überläuft mich eiskalt, wenn ich denke, was aus mir werden soll.“[16] Und in einem Brief an seine Mutter: „Ich muss an die Jurisprudenz, so kalt, so trocken sie auch sein mag, ich w i l l überwinden: und wenn der Mensch nur w i l l – er kann ja A l l e s [...] und ich will nicht mit trüben Blicken in eine Zukunft schauen, die doch so glücklich sein kann, wenn ich nicht wanke.“[17]

Clara Wieck 1828, im Jahr ihres ersten großen Auftritts als Pianistin, Elfenbeinminiatur (Ausschnitt)

Im selben Jahr begegnete Schumann im Haus des kunstliebenden Professors Ernst August Carus (1797–1854) dem Mann, der sein Leben verändern sollte: Friedrich Wieck. Wieck, der Theologie studiert und als Hauslehrer gearbeitet hatte, war autodidaktisch in Klavierspiel, Kompositionslehre, Musikalienhandel und Musikpädagogik gebildet und genoss als Klavierpädagoge einen ausgezeichneten Ruf. Sein Ansatz, der Methode Bernhard Logiers folgend, bestand aus der Kombination von Klavierspiel und -technik sowie einer grundlegenden Ausbildung in Musiktheorie. Seine erfolgreichste Schülerin war seine Tochter Clara, der Schumann am 31. März 1828 erstmals begegnete.[18] Im August 1828 begab sich Schumann in Sachen musikalischer Fortbildung in Wiecks Hände. Doch es fehlten ihm im Gegensatz zu Clara Wieck entscheidende Grundlagen sowohl beim Pianistenhandwerk als auch in der Kompositionstechnik. Die Enttäuschung war groß. Schumann ließ sich immer häufiger bei Wieck entschuldigen und kam schließlich gar nicht mehr zum Unterricht.[19]

Musikalische Soiree bei Thibaut, Aquarell um 1829

Im Mai 1829 wechselte Schumann für drei Semester an die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, um sich endlich ernsthaft der Rechtswissenschaft zu widmen. Er schloss sich dem Corps Saxo-Borussia Heidelberg an.[20] In fachlicher Hinsicht erwies sich der Ortswechsel als vertane Zeit. Unter den Professoren konnte ihn nur Anton Friedrich Justus Thibaut faszinieren, weil dieser – selbst hochmusikalisch – in seinem Haus regelmäßig Musikabende insbesondere mit Werken von Giovanni Pierluigi da Palestrina und Georg Friedrich Händel veranstaltete.[21] Und weil in dieser Zeit eine Reise nach Italien aus seiner Sicht einfach lebensnotwendig war, rang Schumann seiner Mutter die Mittel dafür ab. „Italien, Italien, summte mir’s von Kindesbeinen um mein Herz“, schrieb er ihr.[22]. Was ihn dort hinzog, war „das ganz tolle, bewegsame, lebendige Leben“. Er wollte die „weißen glänzenden Städte“, „die Orangendüfte, südliche Blumen“ und natürlich die „Italiänerinnen mit den feurig-schmachtenden Augen“ kennenlernen.[23] Er besuchte das Teatro alla Scala und war beeindruckt von Rossini-Aufführungen mit der Sängerin Giuditta Pasta; aber insgesamt vermochte er der italienischen Musik wenig abzugewinnen.[24]

Am 10. April 1830 reiste Schumann zusammen mit zwei Freunden von Heidelberg aus zu einem Konzert Niccolò Paganinis. Paganinis Virtuosität und dessen Kompositionen wirkten sich auf Schumann in zweierlei Hinsicht aus: „Paganini reizte auf's Aeußerste zum Fleiß“ beim Klavierüben, und Schumann plante virtuose Variationen über Paganinis La Campanella, wovon sich allerdings nur einige Skizzenblätter erhalten haben.[25]

Entscheidung für die Musik[Bearbeiten]

Friedrich Wieck um 1830, Gemälde im Robert-Schumann-Haus Zwickau
Robert Schumann 1830, anonyme Miniatur auf Elfenbein (Ausschnitt)

Aus Heidelberg schrieb Schumann am 30. Juli 1830 seiner Mutter, dass er nach langem inneren Ringen[26] beabsichtige, den Beruf eines Musikers zu ergreifen: „Folg ich meinem Genius, so weist er mich zur Kunst, und ich glaube zum rechten Weg.“ Innerhalb von sechs Jahren wollte er „mit jedem anderen Klavierspieler wetteifern“. Auf sein Bitten hin wandte sich die Mutter an Friedrich Wieck – „mit Zittern und innerer Angst“, denn aus ihrer Sicht hätte Robert die Pianistenlaufbahn schon zehn Jahre früher anfangen müssen, um damit das „Brod fürs Leben“ verdienen zu können.[27] Schon nach zwei Tagen erhielt sie Antwort. Wieck schrieb: „Ich mache mich anheischig, Ihren Herrn Sohn, den Robert, bei seinem Talent und seiner Phantasie binnen drei Jahren zu einem der größten jetzt lebenden Klavierspieler zu bilden, der geistreicher und wärmer als Moscheles und großartiger als Hummel spielen soll.“ Allerdings verband er dies mit der Bedingung, dass Schumann anders als in Heidelberg seine „zügellose Phantasie, verbunden mit so viel schwankendem Sinne“ bezwinge und regelmäßig zum Unterricht erscheine.[19]

Schumann ging voller guter Vorsätze zurück nach Leipzig und bezog dort zunächst ein Zimmer im Hause Wiecks. Damals freundete er sich mit Wiecks Tochter Clara an. Er ging mit ihr manchmal spazieren, konnte mit dem neun Jahre jüngeren Mädchen aber noch wenig anfangen. Neben dem Klavierunterricht hatte er – erstmals in seinem Leben – von Juli 1831 bis Februar/März 1832 bei Heinrich Dorn einen „ordentlichen Compositionsunterricht“. Generalbassstudien und kontrapunktische Übungen standen im Mittelpunkt. Danach bildete sich Schumann autodidaktisch weiter und gelangte mit der Zeit zu einer objektivierenden Distanz zur in der Klavierimprovisation gewonnenen subjektiven „Eingebung des Augenblickes“.[28]

Bei Schumanns Klavierübungen stellten sich chronische Beschwerden ein, zunächst laut seinem Tagebuch im Mai 1832 am rechten Mittelfinger, dann in der ganzen rechten Hand. Friedrich Wieck führte diese Behinderung darauf zurück, dass Schumann ein mechanisches Übungsgerät verwendet hatte, mit dem einzelne Finger zurückgehalten werden konnten, um sie gezielt zu stärken.[29] Eine dauerhafte Beeinträchtigung der ganzen Hand – und die Tatsache, dass Schumann das Problem als „Schwäche“ und „Lähmung“ beschrieb, aber nicht über Schmerzen klagte – spricht jedoch eher gegen das Übungsgerät als Ursache. Auch Clara Schumann erinnerte sich später an keinen solchen Zusammenhang.[30] Um eine Sehnenscheidenentzündung kann es sich nicht gehandelt haben, weil diese sehr schmerzhaft gewesen wäre. Der auf Musikermedizin spezialisierte Neurologe Eckart Altenmüller kommt zu dem Ergebnis, dass bei Schumann eine tätigkeitsspezifische fokale Dystonie vorlag, besser bekannt als „Musikerkrampf“.[31] Im August 1832 schrieb Schumann seiner Mutter, es habe keinen Sinn mehr, das Klavierstudium fortzusetzen. In einem Brief im November teilte er ihr mit, er halte seine Beschwerden für unheilbar.[32]

Schumann konzentrierte sich nunmehr auf das eigenständige Erlernen von Kompositionstechniken; satztechnische Werkanalysen und eigene Übungen dazu stellte er über Lehrbuchstudien; wertvolles Anschauungsmaterial lieferte ihm hierbei vor allem das Wohltemperierte Klavier von Johann Sebastian Bach.[33] Anfänglich komponierte Schumann fast ausschließlich für Klavier, sein Opus 1 sind die Abegg-Variationen (1829/1830), Stücke, die einer Phantasieperson, der „Comtesse d’Abegg“, gewidmet sind und auf der Notenfolge A-B-E-G-G aufbauen. Zu seinen ersten Kompositionen gehören auch die Papillons op. 2 (1829–1832), ein Zyklus aus kleinen Klavierstücken, den Schumann seinen drei Schwägerinnen widmete. Den einzelnen Stücken ordnete er bestimmte Textstellen aus dem Roman Flegeljahre von Jean Paul zu, erkennbar an Schumanns Randnotizen in seinem Exemplar des Romans.[34]

Von den frühen Kompositionen ist auch die 1829 begonnene und in erster Fassung 1830 fertiggestellte Toccata op. 7 erwähnenswert, ein hochvirtuoses Stück mit besonderer Belastung für die äußeren, eigentlich schwächeren Finger.[21]

Liebschaften[Bearbeiten]

1830/31 ging Schumann eine Beziehung mit einer jungen Frau ein, die er in seinen Tagebüchern „Christel“ nannte. Später erhielt sie den Davisbündlernamen „Charitas“. Der Schumann-Biograph John Worthen vermutete als Erster, dass es sich bei der Geliebten um das Dienstmädchen der Familie Wieck handelte, wofür allerdings keine Belege existieren. Ihr richtiger Name war vermutlich Christiane Apitzsch (1806–1838), die bei ihrem Tod tatsächlich als „Dienstmagd“ bezeichnet wird.[35] Schumann hatte möglicherweise mit ihr ein gemeinsames Kind, die am 2. Januar 1837 in Leipzig geborene Tochter Ernestine. Auf diese Geburt könnte sich vielleicht Schumanns Tagebucheintrag beziehen: „Ein Mägdlein. (a. 5ten, glaub’ ich)“. Kurz zuvor hatte Schumann die Beziehung bereits beendet. Ob „Charitas“ Schumann mit Syphilis ansteckte, wie früher vermutet wurde, erscheint inzwischen zweifelhaft. Die letzte Begegnung mit ihr sowie die Zahlung von 2 Talern „[a]n Charitas zu Weihnacht“ vermerkte Schumann unter dem 27. Dezember 1837.[36]

Ernestine von Fricken um 1835

Im zweiten Halbjahr 1833 geriet Schumann in eine psychische Krise mit Wahn- und Suizidvorstellungen, die er in einem Tagebuch-Rückblick als „fürchterlichste Melancholie“ beschrieb.[37] Ein Arzt machte ihm Hoffnungen, diese Krise durch eine Heirat zu überwinden. 1834 verlobte er sich mit Ernestine von Fricken (geb. von Zedtwitz), von der er dachte, sie werde ihn „retten“.[38] Er hielt die Verlobte für die Tochter eines reichen böhmischen Barons. Dass es sich um böhmischen Adel handelte, traf zwar zu, allerdings war Ernestine ein Adoptivkind und nicht erbberechtigt. Schumann löste die Verlobung vor Ablauf eines Jahres, setzte der jungen Dame jedoch ein musikalisches Denkmal: den Carnaval (1834/1835).[39] Er zitierte den Namen des böhmischen Städtchens Asch, aus dem die Familie von Fricken stammte, am Anfang der meisten Stücke des Zyklus mit der Tonfolge A–Es–C–H oder As–C–H. Diese Tonfolgen kommen auch im Namen Schumanns und in Fasching vor, wie der Zyklus ursprünglich heißen sollte. Ein Stück trägt den Titel Estrella; mit diesem Pseudonym ist Ernestine von Fricken gemeint..[40] Chiarina, der Titel eines anderen Stücks, bezieht sich auf Clara Wieck.[41] Seine 1833 als Etüden im Orchestercharakter von Florestan und Eusebius begonnenen und 1837 als XII Études Symphoniques veröffentlichten Sinfonischen Etüden sind weniger Etüden im Wortsinn als vielmehr Variationen über ein eingangs vorgestelltes Thema, das von Ernestine von Frickens Vater Ignaz von Fricken stammt. Dieser ist in der Fußnote auf der zweiten Seite der Erstausgabe gemeint: "Les notes de la melodie sont de la Composition d'un Amateur."[42]

Die Davidsbündler[Bearbeiten]

1833 hatte sich um Schumann ein Kreis junger Künstler gebildet, die sich regelmäßig im Leipziger Lokal Zum Arabischen Coffe Baum einfanden. Sie nannten sich Davidsbündler und verstanden sich als Gegenpol zu den „Philistern“, den Spießbürgern. Vorbilder waren die Serapionsbrüder um E.T.A. Hoffmann. In der Tradition der damals beliebten Geheimbünde trugen die Davidsbündler Phantasienamen. Wie bei Hoffmann standen die Namen der Mitglieder einerseits für reale Personen, andererseits aber immer mehr für literarische Figuren mit besonderen künstlerischen und ästhetischen Ansichten. Der Bund und die Phantasienamen spielen in einigen Werken Schumanns eine Rolle, außer im Carnaval zum Beispiel auch in den Davidsbündlertänzen, zudem in Artikeln der Neuen Zeitschrift für Musik.[43]

Die Neue Zeitschrift für Musik[Bearbeiten]

Neue Leipziger Zeitschrift für Musik,
Titel des ersten Jahrgangs von 1834

Zusammen mit Friedrich Wieck, Ludwig Schuncke und einigen weiteren Freunden gründete Schumann im April 1834 die 1835 in Neue Zeitschrift für Musik umbenannte Neue Leipziger Zeitschrift für Musik und machte damit der Allgemeinen musikalischen Zeitung Konkurrenz, in der er selbst 1831 einen bedeutenden Beitrag über Chopins op. 2, die Variations sur "Là ci darem la mano" de "Don Juan" de Mozart, veröffentlicht hatte.[44] Da die Mitbegründer für das Projekt kaum Zeit aufbringen konnten, übernahm er zehn Jahre lang den größten Teil der Arbeit als Herausgeber und Redakteur und schrieb auch selbst viele Beiträge. Im Juli 1844 gab Schumann die Leitung der Zeitschrift an seinen Autor Oswald Lorenz ab.[5]

Als Kritiker und Musikwissenschaftler setzte er Maßstäbe. Insbesondere wandte er sich gegen Mittelmäßigkeit und seichtes Virtuosentum.[5] Schumann drückte vielen seiner Besprechungen von Werken und Aufführungen seinen Stempel auf: den der poetisierenden Kritik, vergleichbar mit E. T. A. Hoffmann, der Jahrzehnte zuvor unter dem Pseudonym Johannes Kreisler für die Allgemeine musikalische Zeitung in einem ähnlichen Stil geschrieben hatte. In Schumanns Texten ist alles vertreten, ernsthafte Auseinandersetzung, subtiler Spott, aber auch wie bei Giacomo Meyerbeers Hugenotten höhnischer Verriss.[45]

Schumann wie auch die anderen Autoren schrieben unter zahlreichen Pseudonymen und Kürzeln. Er selbst verwendete über dreißig, darunter die Namen der fiktiven Figuren Florestan und Eusebius. Florestan verkörperte den leidenschaftlichen Schumann, Eusebius den in sich gekehrten Schumann. Meister Raro, für den Friedrich Wieck Pate stand, war die Figur eines Ratgebers. Schumann nutzte die unterschiedlichen Charaktere, um verschiedene Sichtweisen von Werken darzustellen.[5]

Private und berufliche Hindernisse[Bearbeiten]

Clara Wieck 1835, Lithografie von Julius Giere
Friedrich Wieck um 1838, Zeichnung der Sängerin Pauline Viardot-Garcia

Ende 1835 kamen Robert Schumann und Clara Wieck sich näher: „Der erste Kuß im N o v e m b e r.“[46] Claras Vater unternahm in der Folgezeit alles, um jeden Kontakt zwischen den frisch Verliebten zu unterbinden. Nichts war mehr möglich, kein Treffen, selten Briefe, die unter geradezu konspirativen Umständen übermittelt wurden, Blicke nur aus der Entfernung. Im August 1837 verlobten sich Robert Schumann und Clara Wieck heimlich. Schumann bat Clara Wieck in einem Brief vom 13. August 1837 um ihre Zustimmung, bei Friedrich Wieck um ihre Hand anzuhalten. Sie solle ihrem Vater einen beigefügten Brief mit seinem Heiratsantrag übergeben. „Schreiben Sie mir ein einfaches Ja [...].“ Clara antwortete umgehend: „Nur ein einfaches ›Ja‹ verlangen Sie? So ein kleines Wörtchen – so wichtig! [...] [I]ch thue es [...].“[47] Anfang September 1837 wurde der Brief nach einigem Zögern übergeben. Friedrich Wieck ließ Clara zunächst im Ungewissen.[48]Schumann berichtete Clara am 18. September von seinem anschließenden Gespräch mit Wieck, der eine Heirat ausschloss: „Diese Unterhaltung mit Ihrem Vater war fürchterlich [...] Ich bin angegriffen an der Wurzel meines Lebens.“[49]

Die 1838 vollendeten Kreisleriana wollte Schumann ursprünglich Clara Wieck widmen, sah jedoch auf Wunsch Claras davon ab, da sie eine Eskalation der Streitigkeiten mit Friedrich Wieck befürchtete. Gedanklich ist der Zyklus dem Schriftsteller E. T. A. Hoffmann verpflichtet, der seinen Kapellmeister Kreisler nicht nur als Pseudonym für die Leipziger musikalische Zeitung verwendet, sondern ihn auch literarisch zum Charakter erhoben hatte. Schließlich widmete Schumann die Kreisleriana Frédéric Chopin, für den er große Bewunderung hegte.[50] Der so Bedachte vermochte aber keine besondere Affinität für Schumanns Kompositionen zu entwickeln.[51]

Auch andere Pianisten verhielten sich seinen Stücken gegenüber zurückhaltend: Franz Liszt, der einige Schumann'sche Werke in sein Repertoire genommen hatte, erlitt nach eigenem Bekunden damit ein „großes Fiasko“. Selbst Clara, die maßgeblich zur größeren Bekanntheit von Schumanns Klavierwerken beitrug, spielte bei ihren öffentlichen Konzerten nur vereinzelt das eine oder andere Stück. Die Zuhörer hatten einen anderen Geschmack. Ludwig van Beethoven wurde verehrt, Mendelssohn Bartholdy, Chopin und Scarlatti waren beliebt. Sigismund Thalberg und Friedrich Kalkbrenner wurden damals häufig zu Gehör gebracht, aber auch Henri Herz, der dem 20-jährigen Schumann als Vorbild diente und den dieser später wegen seiner seichten Klaviermusik attackierte.[52]

Ein 1838/1839 unternommener Versuch Schumanns, seine Neue Zeitschrift für Musik in Wien zu etablieren, scheiterte an der Ablehnung der Wiener Verleger Tobias Haslinger und Anton Diabelli, an die er von der Zensurbehörde verwiesen worden war. Wie Schumann befürchtet hatte, zeigte es sich, „dass niemand die Zeitung als zu Jung-Deutschland-mäßig“ mochte.[53]

Heirat[Bearbeiten]

Robert Schumann (1839)
Clara Wieck (1840),
kurz vor ihrer Vermählung

Im September 1839 versuchten Robert Schumann und Clara Wieck die hoffnungslos erscheinende Situation mit einer Klage vor Gericht zu beenden, die darauf gerichtet war, dass entweder Claras Vater der Ehe zustimmen oder von Amts wegen eine Einwilligung herbeigeführt werden sollte.[54] Um seine Position im Prozess gegen Wieck zu verbessern, bemühte sich Schumann erfolgreich um die „Doctorschaft“ der Universität Jena. Am 24. Februar 1840 verlieh ihm die philosophische Fakultät die Doktorwürde in absentia. Dazu hatte Schumann einen handgeschriebenen Lebenslauf, Sittenzeugnisse und mehrere von ihm verfasste, als „Promotionsschrift“ gewertete Aufsätze eingereicht.[55] Am 1. August 1840 erteilte das Gericht die Heiratserlaubnis. Am 12. September heiratete das Paar in der Dorfkirche von Schönefeld bei Leipzig und verbrachte den Nachmittag auf dem Rittergut Mölkau.[54]

Die erste gemeinsame Wohnung nahmen die Schumanns in der Inselstraße 18 (heute: Schumann-Haus) in dem Leipziger Viertel, wo sich auch Buch- und Musikalienverlage angesiedelt hatten. Persönlichkeiten des Leipziger und internationalen Musiklebens wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Hector Berlioz und Franz Liszt waren gern gesehene Gäste;[56] in einem Musikerhaushalt war die Unterhaltung der Gäste mit Kammermusik und Lesungen selbstverständlich.

Erste Ehejahre in Leipzig[Bearbeiten]

Titelblatt von Robert und Clara Schumanns Zwölf Gedichte nach Rückerts Liebesfrühling für Gesang und Pianoforte Op. \tfrac{37}{12}  (1841)

In seiner Ehe mit Clara, die in ganz Europa als große Pianistin Ruhm erlangt hatte, versuchte Schumann stets Einfluss auf ihr Leben und Schaffen zu nehmen. Er wünschte nicht, dass sie weiter ihren Konzerttätigkeiten nachging. Auch wollte er, dass ihre – bis dahin dem Publikumsgeschmack nachgebenden – Kompositionen ernsthafter würden, sich mehr an seinem Schaffen orientierten. Sein Ziel war musikalische Zweisamkeit in Einheit. So veröffentlichte das Ehepaar 1841 Zwölf Gedichte aus Rückerts Liebesfrühling für Gesang und Pianoforte als op. 37 (Robert Schumann) und op. 12 (Clara Schumann), ohne dass die Autorschaft der einzelnen Lieder offenbart wurde.[57] Schumann schätzte Clara vor allem bei der Entstehung und Revision seiner Klavierkompositionen als Kritikerin und folgte manchmal ihren Ratschlägen, so z. B. bei den Nachtstücken op. 23.[58] Im Falle der Klaviersonate g-Moll op. 22 hatte er bereits 1838 auf Drängen Claras einen neuen Schlusssatz komponiert.[59] Die gegenseitige Würdigung und Kritik der Werke hatte Robert Schumann im ersten Eintrag in das gemeinsame Ehetagebuch vom 13. September 1840 – an Clara gerichtet – angeregt: „Eine Zierde unsres Tagebüchleins soll [...] die Kritik unserer künstlerischen Leistungen werden[.]“[60]

Zweifellos fühlte sich Schumann durch diesen neuen Lebensabschnitt mit Clara Schumann an seiner Seite beflügelt. 1840 entstand rund die Hälfte des gesamten Liedschaffens von Schumann (darunter der Liederkreis op. 39 und Dichterliebe op. 48), das Jahr wird daher häufig als dessen „Liederjahr“ bezeichnet. 1841 komponierte er innerhalb kürzester Zeit seine Sinfonie Nr. 1 in B-Dur, die Frühlingssinfonie. Das von den Blechbläsern intonierte Motiv beruht auf dem Gedichttext: „O wende, wende deinen Lauf. Im Tale blüht der Frühling auf!“ Diese erste Sinfonie wurde am 31. März 1841 unter dem Dirigat von Felix Mendelssohn Bartholdy aufgeführt. Noch im selben Jahr vollendete Schumann die Sinfonie in d-Moll, in die ursprünglich eine Gitarre integriert war. Am 6. Dezember 1841 uraufgeführt, kam sie beim Publikum nicht recht an. 12 Jahre später hat Schumann sie überarbeitet, bekannt ist sie heute als seine vierte und letzte Sinfonie.

1841 wurde auch das erste Kind der Schumanns, Marie, geboren. Das Paar hatte acht Kinder.[61] Der letzte Sohn, Felix, kam am 11. Juni 1854 auf die Welt, etwa drei Monate nach dem Beginn von Schumanns Zeit in der Nervenheilanstalt. Robert Schumann entschied sich in einem Brief an seine Frau vom 18. September 1854, von drei auf dem Standesamt angegebenen Vornamen den Namen Felix als Rufnamen zu wählen: „Wenn Du wissen willst, welcher mir der liebste Name, so erräthst Du ihn wohl, der Unvergeßliche!“ Damit war der Name des bereits am 4. November 1847 verstorbenen Felix Mendelssohn Bartholdy gemeint.[62]

Federzeichnung Schumanns vom Moskauer Kreml

1842 war Schumanns „Kammermusikjahr“. In dichter Folge entstanden die drei Streichquartette op. 41 (Juni/Juli), das Klavierquintett Es-Dur op. 44 (September/Oktober), das Klavierquartett op. 47 (Oktober/November) und die Phantasiestücke op. 88 für Klavier, Violine und Violoncello (Dezember).[63]

1843 war Schumann für kurze Zeit Lehrer für die Fächer Klavier, Komposition und Partiturspiel am Leipziger Konservatorium.[64] Das Jahr 1843 stand im Übrigen vorwiegend im Zeichen der Komposition und der Einstudierung von Das Paradies und die Peri op. 50 für Soli, Chor und Orchester. Die Uraufführung – zugunsten des Konservatoriums – fand am 3. Dezember 1843 im Gewandhaus statt.[65]

Da die Geldsorgen wuchsen, begab sich Clara Schumann im Januar 1844 wieder auf Konzerttournee, unter anderem nach Russland, was ihr 6000 Taler einbrachte. Schumann begleitete sie, in den Augen der Bewunderer Claras oft nur als Gatte einer europaweit bekannten Pianistin. Schumanns 1. Sinfonie wurde in Sankt Petersburg in einem Privatkonzert aufgeführt.[66]

Dresden[Bearbeiten]

Robert und Clara Schumann, Lithographie von Eduard Kaiser, 1847
Robert Schumann im März 1850, Daguerreotypie von Johann Anton Völlner

1844 zerschlug sich Schumanns Hoffnung, Nachfolger von Mendelssohn Bartholdy am Leipziger Gewandhaus zu werden. Schumann zog daraufhin am 15. Dezember 1844 mit seiner Familie nach Dresden. Die Folgezeit bis 1846 war geprägt von Krankheiten, er klagte über Abspannung, Nervenschwäche, Angstzustände, Schwindelanfälle – und er wurde schwermütig. Möglicherweise litt er an einer bipolaren Störung, auch als manisch-depressive Krankheit bezeichnet. Nicht auszuschließen ist, dass eine früher erworbene Syphilis zum Krankheitsbild beitrug.

In Dresden war Schumann als Komponist sehr produktiv. 1845 vollendete er sein Konzert für Klavier op. 54, er schrieb die Sinfonie in C-Dur (heute als Nr. 2 bekannt), die erstmals am 5. November 1846 im Leipziger Gewandhaus aufgeführt wurde, seine Oper Genoveva op. 81 (1847/48) und die Bühnenmusik Manfred op. 115 (1848), außerdem zahlreiche Werke in anderen Gattungen: Klavierwerke, Kammermusik, Lieder, Chorgesang, Werke für Chor und Orchester. 1849 war ein besonders fruchtbares Jahr.[67]

Einige Bemühungen, eine Festanstellung bei einem Konzert- oder Opernhaus in Sachsen zu erhalten, scheiterten. Im November 1847 wurde Schumann „Liedmeister“ der Dresdener Liedertafel, eines Männergesangsvereins. Um auch Werke für einen größeren gemischten Chor aufführen zu können, gründete er Anfang 1848 den Verein für Chorgesang und übernahm dessen Leitung. Im Dezember 1849 erhielt er endlich ein vielversprechendes Angebot: die Nachfolge von Ferdinand Hiller als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf. Vertragspartner war seinerzeit der Musikverein (heute Städtischer Musikverein zu Düsseldorf). Die Schumanns zögerten zunächst, das ihnen vertraute Sachsen zu verlassen, aber am 1. September 1850 verließen sie Dresden Richtung Westen.

Düsseldorf[Bearbeiten]

Der Empfang Robert Schumanns in Düsseldorf[68] war herzlich: Orchester und Chor hatten einige seiner Stücke einstudiert. Es gab eigens für ihn einen Ball und ein Souper. Schumann wurde von Hiller in künstlerische Kreise eingeführt. Die Begeisterungsfähigkeit der Rheinländer steckte Schumann an: Er komponierte 1850 neben vielen anderen neuen Werken im November und Dezember auch seine 3. Sinfonie in Es-Dur, die sogenannte Rheinische.

Als städtischer Musikdirektor hatte Schumann vielfältige Aufgaben: die Leitung des aus Berufsmusikern und Amateuren bestehenden Orchesters, dessen Träger der Allgemeine Musikverein der Stadt war, und die Leitung des Gesangsvereins, dessen Mitglieder aus der bürgerlichen Mittel- und Oberschicht stammten. Er hatte pro Wintersaison zehn Abonnementskonzerte mit diesen beiden Vereinigungen zu planen, einzustudieren und zu leiten. Zudem war er verpflichtet, in zwei katholischen Kirchen Düsseldorfs vier größere Aufführungen zu veranstalten. Darüber hinaus musste er den Düsseldorfer Anteil an den gemeinsam mit Köln und Aachen veranstalteten Niederrheinischen Musikfesten vorbereiten und durchführen.[69]

Schumann fühlte sich durch diese Aufgaben herausgefordert, einen wesentlichen Teil seiner kompositorischen Tätigkeiten auf die breite Öffentlichkeit auszurichten. Das gelang ihm besonders mit seiner 3. Sinfonie, der 1. Sinfonie und dem „Märchen“ Der Rose Pilgerfahrt für Soli, Chor und Klavier – auch in der späteren Bearbeitung mit Orchester. In diesen Zusammenhang gehören auch seine Orchesterouvertüren „zu mehreren der schönsten Trauerspiele“, wie Schillers Braut von Messina und Shakespeares Julius Caesar. Soireen dienten ihm ab 1851 als kompositorisches Experimentierfeld für seine neuen Kammermusikwerke.[69]

Bereits in der ersten Saison ergaben sich bei den Proben mit dem Orchester und besonders mit dem Chor Probleme, die Schumann nicht in den Griff bekam. Als das fast nur eigenen Kompositionen gewidmete 8. Abonnementskonzert sehr kritisch rezensiert wurde, notierte er sich im Haushaltsbuch: „Bedenken wegen Bleibens in D.“ Seine über seine Dienstverpflichtungen hinausgehende Initiative, mit einem Quartettkränzchen künstlerisch hochstehende Kammermusik zu pflegen, musste er nach einigen Monaten aufgeben.[69]

Die Schwierigkeiten, die Schumann mit Chor und Orchester hatte, steigerten sich im Laufe seines Düsseldorfer Engagements. Gesundheitliche Probleme körperlicher und psychischer Art verminderten seine Kommunikationsfähigkeit bei Proben und Aufführungen immer mehr. 1842 hatte er in einem Brief an Theodor Avé Lallemant ein Dirigat abgelehnt: „Von der Direction meiner Symphonie entbinden Sie mich. Ich bin so kurzsichtig, daß ich keine Note, keinen Menschen sehen kann.“[70] Nun aber fehlte ihm die entsprechende Selbsteinschätzung.[71] Er verlor das Vertrauen und die Unterstützung der Choristen und der Musiker. Einige Male musste er durch den Klavierlehrer und Männerchordirigenten Julius Tausch vertreten werden. Letztmals am 3. März 1853 errang Schumann in Düsseldorf einen Erfolg mit der Aufführung seiner revidierten d-Moll-Sinfonie op. 120.[69]

Einen Umschwung im persönlichen Befinden Schumanns bewirkte der Besuch von Johannes Brahms, den er als Komponist überaus schätzte und als Freund gewann. Ein neuer Schaffensschub, der schon im August 1953 begonnen hatte, und das gemeinsame Musizieren mit den drei jungen Künstlern Johannes Brahms, Joseph Joachim und Albert Dietrich brachte Schumann große künstlerische Befriedigung. Die in dieser Zeit entstandenen, konzertanten Werke für Klavier und für Violine bilden eine letzten Höhepunkt in Schumanns Schaffen.[69]

Ein Eklat in einer Orchesterprobe zum 1. Abonnementskonzert der Wintersaison 1853/54 führte dazu, dass Schumann vom Komitee des Musikvereins gebeten wurde, zukünftig nur noch eigene Werke zu dirigieren und die Leitung abzugeben. Schumann kündigte daraufhin zum 1. Oktober 1954 und trat zum Konzert vom 10. November nicht mehr ans Dirigentenpult. Nun stellte er auch das Komponieren ein. Letzte Aktivitäten vor der Krise von 1854 waren die Anlage einer Dichtergarten für Musik genannten Anthologie und die Vorrede für seine Gesammelten Schriften über Musik und Musiker.[69]

Begegnung mit Johannes Brahms[Bearbeiten]

Robert Schumann 1853, Zeichnung von Jean-Joseph-Bonaventure Laurens
Johannes Brahms 1853, Zeichnung von Jean-Joseph-Bonaventure Laurens

Im Herbst 1853 erhielten die Schumanns Besuch von Johannes Brahms, einem noch unbekannten jungen Künstler aus Hamburg, der Schumann bewunderte. Begeistert von dessen Können als Pianist und Komponist brachte Schumann den Musikverlag Breitkopf & Härtel dazu, einige Werke von Brahms zu veröffentlichen. Außerdem publizierte er – fünf Jahre nach seinem letzten Artikel für die Neue Zeitschrift für Musik (seit 1845 war Franz Brendel der Herausgeber) – unter dem Titel Neue Bahnen eine Eloge auf Brahms, „der den höchsten Ausdruck der Zeit in idealer Weise auszusprechen berufen“ sei.[72] Schumanns prophetische Worte empfand Brahms als Verpflichtung und Belastung, sie verstärkten seine Unsicherheit gegenüber den eigenen Kompositionen. Schumann wirkte als Komponist prägend auf Brahms. Das zeigt zum Beispiel ein Vergleich der Themen des ersten Satzes aus Brahms’ 1. Klavierkonzert mit denen des ersten Satzes aus Schumanns Violinkonzert.

Schumanns Violinkonzert in d-Moll (1853) wurde allerdings von Clara Schumann und Johannes Brahms der Öffentlichkeit vorenthalten. Ein Grund dafür war, dass der Violinist Joseph Joachim, der das Werk nur in Proben gespielt hatte, es in Teilen und namentlich den dritten Satz für zu schwer erachtete. Erst 1937 wurde es gedruckt und in Berlin uraufgeführt.

Der Sturz in den Rhein[Bearbeiten]

Die Pontonbrücke am Rhein bei Düsseldorf, Stich um 1850

Am 10. Februar 1854 verstärkten sich Schumanns psychische Leiden sprunghaft. Er klagte vor allem über „Gehöraffektionen“. Töne, Akkorde, ganze musikalische Stücke tobten in seinem Kopf und raubten ihm den Schlaf. Die 2006 veröffentlichten Krankenakten Schumanns lassen einen Zusammenhang mit einer Syphilis vermuten. Aber auch eine bipolare Störung und andere Ursachen kommen in Betracht.[73][74]

Tag und Nacht wurde Schumann nun von seiner Frau und seinen Kindern beobachtet und stand bereits unter ärztlicher Aufsicht, konnte allerdings trotzdem am 27. Februar 1854 in einem unbeobachteten Augenblick das Haus an der Bilker Straße verlassen. Er strebte der Oberkasseler Pontonbrücke zu, stieg über das Geländer und stürzte sich, nachdem er seinen Ehering ins Wasser geworfen hatte, in den Fluss. Er wurde vom Brückenmeister Joseph Jüngermann und weiteren, unbekannten Männern gerettet,[75] nach Hause geleitet und von einem herbeigerufenen Arzt betreut. Clara Schumann suchte mit ihren Kindern Zuflucht bei einer Freundin. Vom Selbstmordversuch und davon, wie Schumann aufgefunden worden war, wurde sie erst 1856 unterrichtet.[76]

Schumann in der Heil- und Pflegeanstalt[Bearbeiten]

Die Richarz’sche Heilanstalt

Am 4. März 1854 wurde Schumann auf eigenen Wunsch in die von Dr. Franz Richarz 1844 eröffnete Heil- und Pflegeanstalt in Endenich bei Bonn eingeliefert. Seine Stelle als Musikdirektor blieb zunächst unbesetzt; das Gehalt wurde weiter an die Familie ausgezahlt. In verschiedenen Biographien zu Robert oder Clara Schumann ist zu lesen, Robert habe sich entschieden, in eine Nervenheilanstalt zu gehen, weil er sich als „Verbrecher“ gesehen habe, der seiner geliebten Frau „ein Leid antun“ könnte. Dies ist durch Fakten nicht belegt und mittlerweile höchst umstritten. In seinen Tagebuchaufzeichnungen, die bis zum 17. Februar reichen, steht hierüber nichts. Dagegen könnte Berthold Litzmanns Clara-Schumann-Biografie Ausgangspunkt dafür sein; denn er zitierte darin als Erster aus Clara Schumanns Tagebuch, in dem die Tage und Nächte vom 21. bis zum 26. Februar 1856 erfasst sind. Das führte dazu, dass später drei zeitlich auseinanderliegende Fakten daraus unzulässig zusammengezogen worden sind: „[E]r sprach immer davon, er sei ein Verbrecher und solle eigentlich immer in der Bibel lesen [...] In den Nächten hatte er oft Momente, wo er mich bat, von ihm zu gehen, weil er mir ein Leid antun könnte! [...] Da plötzlich 9 1/2 Uhr stand er vom Sopha auf und wollte seine Kleider haben, denn er sagte, er müsse in die Irrenanstalt, da er seiner Sinne nicht mehr mächtig sei und nicht wissen könne, was er in der Nacht am Ende täte.“ [77] Einsicht in dieses Tagebuch erhielt Litzmann von der ältesten Schumann-Tochter Marie.[78]

Im ersten Jahr seines Anstaltsaufenthalts spielte Schumann manchmal noch Klavier. Er studierte Kompositionen von Brahms und las viel, doch holten ihn zunehmend Halluzinationen und Wahnideen ein, zum Beispiel vorübergehend, dass Düsseldorf untergegangen und Clara tot oder wahnsinnig geworden sei. In den Krankenakten wurden auch Sprachstörungen, Zornesausbrüche, Unruhezustände, stundenlanges Brüllen und Schreien sowie gelegentliche Aggressivität gegen Wärter und Ärzte festgehalten.[79] Bettina von Arnim, Joseph Joachim und Johannes Brahms besuchten ihn und berichteten unterschiedlich über sein Befinden.[80]

Clara Schumann suchte den Kranken auf Anraten der Ärzte erst nach über zwei Jahren, am 27. Juli 1856, zwei Tage vor seinem Tod auf. Zu dieser Zeit verweigerte Schumann bereits die Essensaufnahme. Am 29. Juli starb er; niemand war zugegen. Am Abend des 31. Juli 1856 wurde er auf dem Alten Friedhof in Bonn zu Grabe getragen. Aus Clara Schumanns Tagebuch: „Seine liebsten Freunde [Johannes Brahms, Joseph Joachim und Albert Dietrich[81]] gingen ja voran, ich hinterher (unbemerkt), und so war es am besten, gewiß in seinem [Robert Schumanns] Sinne!“[82]

Clara Schumann überlebte ihren Mann um 40 Jahre. Sie wurde neben ihm im gemeinsamen Ehrengrab beigesetzt.

Werke[Bearbeiten]

Titelblatt von Robert Schumanns erster erhaltener Komposition: Psalm 150 (1822)

Schon 1817, noch vor dem ersten Klavierunterricht, komponierte Robert Schumann nach eigenen Angaben einige Klavierstücke. Ab 1822 entwarf er mehrere musikalische Großprojekte mit größerer Besetzung, die er aber nur ansatzweise verwirklichen konnte. In seinem Projektenbuch erfasste er seine frühen, später verworfenen, teilweise unvollendeten und zu seinen Lebzeiten unveröffentlichten Werke, darunter unter anderem die Vertonung des 150. Psalms (1822), Bruchstücke einer Oper (1822/23), 11 Lieder (1827/28), 8 Polonaisen für Klavier zu vier Händen (1827), Variationen über ein Thema von Prinz Louis Ferdinand von Preußen für Klavier (1828), ein Klavierquintett c-Moll (1828/29) und Anfänge eines Klavierkonzertes in F-Dur (1830). Als dauerhafte Beschwerden an der rechten Hand eine Virtuosenlaufbahn vereitelten, widmete sich Schumann ganz dem Komponieren. Das erste veröffentlichte Werk waren die unter dem Namen Thème sur le nom Abegg varié pour le pianoforte 1831 erschienenen Abegg-Variationen op. 1.[83]

Op. 1 bis op. 23, entstanden zwischen 1827 und 1839, sind ausschließlich Werke für Soloklavier. In den Folgejahren widmete sich Schumann systematisch und schwerpunktmäßig nacheinander weiteren Gattungen. Es entstanden Lieder, Orchesterwerke und konzertante Werke, Kammermusik, Oratorien, Bühnenmusik, Chormusik, eine Oper, polyphone Werke für Klavier, Pedalflügel und Orgel, Werke für Kinder und Jugendliche sowie geistliche Musik. Letzte gültige Werke sind die sogenannten Geistervariationen über ein eigenes Thema in Es-Dur für Klavier (1854) und die in Endenich niedergeschriebenen Klavierbegleitungen zu den 24 Capricen für Violine solo von Paganini. In Endenich entstanden zudem zwei Choralsätze und eine Fuge, die aber verloren ging.[84]

Bis etwa 1845 arbeitete Robert Schumann seine Werke am Klavier aus. Danach komponierte er meist am Stehpult und benutzte das Klavier gelegentlich als Kontrollinstrument. Aus Schumanns Tagebuch: „Ich habe das Meiste, fast Alles, das kleinste meiner Stücke in Inspiration geschrieben, vieles in unglaublicher Schnelligkeit, so meine 1ste Symphonie in B Dur in vier Tagen, einen Liederkreis von zwanzig Stücken ebenso, die Peri in (ebenso) verhältnismäßig kurzer Zeit./Erst vom Jr. 1845 an, wo ich anfing alles im Kopf zu erfinden und auszuarbeiten, hat sich eine ganz andere Art zu componiren zu entwickeln begonen.“[85]

Klaviermusik[Bearbeiten]

PIANOFORTE-SONATE. CLARA zugeeignet von FLORESTAN und EUSEBIUS. Titelblatt der Erstausgabe der Klaviersonate fis-Moll op. 11
  • Acht Polonaisen für Klavier zu 4 Händen o. op. (1828)
  • Abegg-Variationen op. 1 (1829/1830)
  • Papillons op. 2 (1829–1832)
  • Studien für das Pianoforte nach Capricen von Paganini op. 3 (1832)
  • Intermezzi op. 4 (1832)
  • Impromptus über eine Romanze von Clara Wieck op. 5 (1. Fassung: 1833, 2. Fassung: 1850)
  • Davidsbündlertänze. 18 Charakterstücke op. 6 (1837)
  • Toccata op. 7 (Frühfassung: 1829/1830, Endfassung: 1833)
  • Allegro op. 8 (1831–1832)
  • Carnaval op. 9 (1833 und Winter 1834/1835)
  • Sechs Konzert-Etüden nach Capricen von Paganini op. 10 (1832/1833)
  • Klaviersonate Nr. 1 fis-Moll op. 11 (1832–1835)
  • Fantasiestücke op. 12 (1837; Nr. 7: wahrscheinlich bereits 1836)
  • 12 Sinfonische Etüden op. 13 (1. Fassung: 1834–1835, möglicherweise auch 1836, 2. Fassung: 1849–1851)
  • Klaviersonate Nr. 3 f-Moll op. 14 (Konzert ohne Orchester) 1. Fassung: 1835/1836, 2. Fassung: zwischen April 1850 und Juni 1852
  • Kinderszenen op. 15 (1838; Nr. 6 und 9: vermutlich schon 1837)
  • Kreisleriana op. 16 (1838)
  • Fantasie op. 17 (1836/1838)
  • Arabeske op. 18 (1838–1839)
  • Blumenstück op. 19 (1838–1839)
  • Humoreske op. 20 (1838–1839)
  • Novelletten op. 21 (1838)
  • Klaviersonate Nr. 2 g-Moll op. 22 (Juni 1830, 1833, Oktober 1835 und Dezember 1838)
  • Nachtstücke op. 23 (1839/1840)
  • Faschingsschwank aus Wien. Fantasiebilder für Klavier op. 26 (Nr. 1–4: 1839; Nr. 5: vermutlich Winter 1839/1840)
  • Drei Romanzen op. 28 (1839)
  • Scherzo, Gigue, Romanze und Fughette op. 32 (Nr. 1–3: 1838; Nr. 4: Oktober 1839)
  • Andante und Variationen B-Dur für zwei Klaviere op. 46 (1843) (Originalfassung für zwei Klaviere, zwei Violoncelli und Horn)
  • Studien für Pedalflügel. Sechs Stücke in kanonischer Form op. 56 (1845)
  • Skizzen für Pedalflügel op. 58 (1845)
  • 6 Fugen über BACH für Orgel oder Pedalflügel op. 60 (1845; Revision: 1846)
  • Bilder aus Osten. Sechs Impromptus op. 66 (vierhändig) (1848)
  • Album für die Jugend op. 68 (1848)
  • Vier Fugen op. 72 (1845)
  • Vier Märsche op. 76 (1849)
  • Waldszenen. Neun Stücke op. 82 (1848–1849)
  • Zwölf Klavierstücke zu vier Händen für kleine und große Kinder op. 85 (1849)
  • Bunte Blätter. Vierzehn Klavierstücke op. 99 (1834/1835(?)–1849, Zusammenstellung des Albums: Ende 1850)
  • Ball-Szenen. Neun charakteristische Tonstücke (vierhändig) op. 109 (1849/1851)
  • Drei Fantasiestücke op. 111 (1851)
  • Drei Klaviersonaten für die Jugend op. 118 (1853)
  • Albumblätter. 20 Klavierstücke op. 124 (1832/1833, 1835–1839, 1841, 1843, 1845, 1853)
  • Sieben Klavierstücke in Fughettenform op. 126 (1853)
  • Kinderball. Sechs leichte Tanzstücke (vierhändig) op. 130 (1853; Nr. 3: wohl 1850)
  • Gesänge der Frühe op. 133 (1853)
  • Klavierbegleitungen zu allen 24 Capricen aus Paganinis Op. 1 WoO 25 (1853–1855)
  • Thema mit Variationen in Es-Dur (Geistervariationen) (1854)

Sinfonien[Bearbeiten]

Sonstige Orchesterwerke[Bearbeiten]

  • Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52 (1841)
  • Ouvertüre in c-Moll zu Schillers Drama Die Braut von Messina op. 100 (1850–51)
  • Ouvertüre in f-Moll zu Shakespeares Drama Julius Caesar op. 128 (1851)
  • Ouvertüre in h-Moll zu Goethes Versepos Hermann und Dorothea op. 136 (1851)
  • Fest-Ouvertüre über das Rheinweinlied op. 123 (1852–53)

Konzertante Werke[Bearbeiten]

  • Konzert für Klavier und Orchester in a-Moll op. 54 (Originalfassung des 1. Satzes: Mai 1841; Revision: August 1841, Januar 1843, nochmals bis Ende Juli 1845; 2. und 3. Satz: 1845)
  • Konzertstück für vier Hörner und großes Orchester F-Dur op. 86 (18. Februar bis 11. März 1849); auch Fassung für Klavier und Orchester vom Komponisten
  • Introduktion und Allegro appassionato. Konzertstück für Klavier und Orchester op. 92 (18.–26. September 1849)
  • Konzert für Violoncello und Orchester in a-Moll op. 129 (Oktober/November 1850); auch Fassung für Violine und Orchester vom Komponisten
  • Konzert-Allegro mit Introduktion für Klavier und Orchester op. 134 (24.–30. August 1853)
  • Fantasie C-Dur für Violine und Orchester op. 131 (1853)
  • Konzert für Violine und Orchester in d-Moll WoO 23 (21. September bis 3. Oktober 1853)

Chorwerke mit Orchester (Auswahl)[Bearbeiten]

Für Chor und Orchester

  • Nachtlied op. 108

Für Soli, Chor und Orchester

  • Ouverture mit Gesang über das Rheinweinlied für Tenor, Chor und Orchester op. 123
  • Manfred. Dramatisches Gedicht in drei Abteilungen nach Lord Byron op. 115 (1848) für 11 Sprechrollen, 7 Solostimmen, 5-stimmigen Chor und Orchester
  • Das Paradies und die Peri. Dichtung aus „Lalla Rookh“ von Thomas Moore op. 50 (Text: 1841–1842; Skizzierung und Ausarbeitung: 1843)
  • Der Rose Pilgerfahrt (Heinrich Moritz Horn) op. 112 (1851)
  • Des Sängers Fluch. Ballade nach Ludwig Uhland op. 139 (Text: 1851; Skizzen und Partitur: Januar 1852; revidiert am 9. Oktober 1852)
  • Der Königssohn. Ballade für op. 116
  • Vom Pagen und der Königstochter. Ballade op. 140
  • Das Glück von Edenhall op. 143
  • Missa sacra (Messe in c-Moll) op. 147 (Februar bis April 1852; Offertorium und Fassung mit Orgelbegleitung: März 1853)
  • Requiem für Mignon aus Goethes Wilhelm Meister op. 98b (1849)
  • Requiem op. 148 (1852)
  • Szenen aus Goethes Faust WoO 3 (1844–1853)
  • Neujahrslied op. 144
  • Adventlied op. 71

Kammermusik[Bearbeiten]

  • Drei Streichquartette op. 41, Nr. 1 a-Moll, Nr. 2 F-Dur, Nr. 3 A-Dur (1842)
  • Klavierquintett Es-Dur op. 44 (September/Oktober 1842)
  • Klavierquartett Es-Dur op. 47 (Oktober/November 1842)
  • Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 1 d-Moll op. 63 (1847)
  • Adagio und Allegro für Klavier und Horn (Violine oder Violoncello ad libitum) op. 70 (14.–17. Februar 1849)
  • Drei Fantasiestücke für Klavier und Klarinette (Oboe d’amore, Violine oder Violoncello ad libitum) op. 73 (11.–13., möglicherweise 15. Februar 1849)
  • Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 2 F-Dur op. 80 (Skizzierung und Ausarbeitung: 2.–4. August 1847, Revision: 26. September bis 1. November 1847 und 5.–9. April 1849)
  • Fantasiestücke op. 88 für Klavier, Violine und Violoncello
  • Drei Romanzen für Oboe und Klavier (Violine oder Klarinette ad libitum) op. 94 (7.–12. Dezember 1849)
  • Fünf Stücke im Volkston für Violoncello (Violine ad libitum) und Klavier op. 102 (13.–15. und 17. April 1849)
  • Violinsonate Nr. 1 a-Moll op. 105 (12.–16. September 1851)
  • Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 3 g-Moll op. 110 (2.–9. Oktober 1851)
  • Märchenbilder für Klavier und Viola (Violine ad libitum) op. 113 (1.–4. März 1851)
  • Violinsonate Nr. 2 d-Moll op. 121 (26. Oktober bis 2. November 1851) gewidmet „dem lieben Freunde und Meister Ferdinand David
  • Märchenerzählungen für Klarinette (Violine ad libitum), Viola und Klavier op. 132 (9.–11. Oktober 1853)
  • Violinsonate Nr. 3 a-Moll WoO 2 (einschließlich Satz II und IV aus der F.A.E.-Sonate, einer Gemeinschaftskomposition von Robert Schumann, Johannes Brahms und Albert Dietrich) (21. Oktober bis 1. November 1853)

Lieder (Auswahl)[Bearbeiten]

Liederkreis op. 39, Titelblatt des Erstdrucks
  • Liederkreis nach Heinrich Heine für eine Singstimme und Klavier op. 24 (Februar 1840)
  • Myrthen. Liederkreis für Gesang und Klavier op. 25 (Januar bis April 1840)
  • Drei Gedichte nach Emanuel Geibel für mehrstimmigen Gesang und Klavier op. 29 (Nr. 1 und 2: Ende Juli/Anfang August 1840; Nr. 3: Oktober 1840)
  • Drei Gedichte nach Emanuel Geibel für eine Singstimme und Klavier op. 30 (31. Juli bis 2. August 1840)
  • Drei Gesänge nach Adelbert von Chamisso für eine Singstimme und Klavier op. 31 (13. und 14. Juli 1840)
  • Zwölf Lieder nach Justinus Kerner. Eine Liederreihe für eine Singstimme und Klavier op. 35 (20. November bis 29. Dezember 1840)
  • Zwölf Gedichte aus Friedrich Rückerts Liebesfrühling für Gesang und Klavier (zusammen mit Clara Schumann) op. 37 (1841)
  • Liederkreis op. 39 nach Joseph Freiherrn von Eichendorff für eine Singstimme und Klavier (1. bis 20. Mai 1840; revidiert 1849)
  • Frauenliebe und -leben. Acht Lieder nach Adelbert von Chamisso für eine Singstimme und Klavier op. 42 (Skizzierung: 11. und 12. Juli, Ausarbeitung: August 1840, Revision: 7. Mai 1843)
  • Dichterliebe. Liederkreis aus Heinrich Heines Buch der Lieder für eine Singstimme und Klavier op. 48 (24. Mai bis 1. Juni 1840)
  • Belsatzar. Ballade nach Heinrich Heine für eine tiefe Singstimme und Klavier op. 57 (7. Februar 1840)
  • Lieder für die Jugend op. 79 (Ende April – Ende Juni 1849)
  • Sechs Gesänge op. 89 (1850, Libretti von Wilfried von der Neun)
  • Lieder und Gesänge op. 96 (1850)
  • Sechs Gesänge op. 107 (1851/52)[86]
  • Gedichte der Königin Maria Stuart für eine Singstimme und Klavier op. 135 (9.–10., 13.–15. und 16. Dezember 1852)

Chormusik[Bearbeiten]

  • Sechs Lieder für vierstimmigen Männergesang, op. 33 (1840)
  • Fünf Lieder für gemischten Chor, op. 55 (1846)
  • Vier Gesänge für gemischten Chor, op. 59 (1846)
  • Drei Lieder für Männerchor, op. 62 (1847)
  • Ritornelle in canonischen Weisen für mehrstimmigen Männergesang, op. 65 (1847)
  • Romanzen und Balladen für gemischten Chor, Heft 1, op. 67 (März/April 1849)
  • Romanzen für Frauenstimmen mit Klavier ad libitum, Heft 1 op. 69 (1849)
  • Romanzen und Balladen für gemischten Chor, Heft 2, op. 75 (März/April 1849)
  • Romanzen für Frauenstimmen mit Klavier ad libitum, Heft 2 op. 91 (1849)
  • Vier doppelchörige Gesänge für gemischten Chor a cappella, op. 141 (1849) [Eigentlich: "Vier doppelchörige Gesänge für grössere Gesangvereine" (nach der Ausgabe von Clara Schumann, Breitkopf & Härtel 1887)]
  • Romanzen und Balladen für Chor, Heft 3, op. 145 (1849)
  • Romanzen und Balladen für Chor, Heft 4, op. 146 (1849)

Oper[Bearbeiten]

Ehrungen[Bearbeiten]

Robert-Schumann-Wettbewerbe und Schumannfeste[Bearbeiten]

Runde Geburtstage oder Todestage bieten vielfach Anlass für Festveranstaltungen oder Musikwettbewerbe. So wurde zur 100. Wiederkehr seines Todestages der Internationale Robert-Schumann-Wettbewerb ins Leben gerufen. 1960, zu seinem 150. Geburtstag, veranstaltete man nacheinander in Berlin den „II. Schumann-Wettbewerb“ in den Fächern Gesang und Streichquartett und in Zwickau ein weiteres Schumann-Fest. Mit dem dritten Wettbewerb „übersiedelte“ dieser Wettbewerb endgültig nach Zwickau. Seit 1992 findet ebenfalls in Zwickau alle vier Jahre der Internationale Robert-Schumann-Chorwettbewerb statt, organisiert vom Förderverein Interkultur e. V.[87]

Ein weiteres Zentrum von Schumann-Festen ist Düsseldorf, das zum Beispiel 2010 anlässlich seines 200. Geburtstages ein 17-tägiges Schumannfest veranstaltet.

Seit 1998 veranstaltet der „Verein Schumannhaus Bonn e. V.“ jährlich das Bonner Schumannfest, bis 2012 im Spätherbst, seit 2013 erstmals im Frühjahr von Ende Mai bis Anfang Juni.

Seit dem Jahr 2000 wird durch die ehrenamtlichen Mitglieder des Kunst- und Kulturverein „Robert Schumann“ Kreischa e. V. die (alle zwei Jahre stattfindende) Schumanniade in Kreischa und Maxen organisiert. Bei dem jeweils dreitägigen Festival treten stets renommierte Künstler aus dem In- und Ausland auf, die u. a. durch Peter Schreier, den Ehrenvorsitzenden des Vereins, nach Kreischa vermittelt werden.[88]

Denkmäler und Gedenktafeln[Bearbeiten]

Ehrengrab von Robert und Clara Schumann, Alter Friedhof Bonn

Institutionen und Gebäude[Bearbeiten]

Briefmarken und Gedenkmünze[Bearbeiten]

Zusammen mit der Briefmarke zum 200. Geburtstag 2010 wurde eine 10-Euro-Gedenkmünze der Bundesrepublik Deutschland herausgegeben.[92]

Filme[Bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten]

Dokumentarfilm[Bearbeiten]

  • Schumann in Heidelberg. Dokumentarfilm und szenische Dokumentation, Deutschland, 2011, 29 Min., Buch und Regie: Nele Münchmeyer, Produktion: SWR, Reihe: Musikalischer Reiseführer, Erstausstrahlung: 9. September 2012 beim SWR, Film-Informationen von ARD.

Sonstiges[Bearbeiten]

Dass Schumann zeitlebens das Schachspiel liebte, belegen seine Tagebücher.[93]

Literatur[Bearbeiten]

Gesamtdarstellungen und Biographien

Artikel in Nachschlagewerken

Einzelaspekte

  • Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Verlag Schott, Mainz 2006, ISBN 3-7957-0527-4.
  • Joachim Bauer und Jens Blecher (Hrsg.): Der „akademische“ Schumann und die Jenaer Promotion von 1840. (Schriftenreihe des Universitätsarchivs Leipzig Bd. 14), Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2010, ISBN 978-3-86583-530-7.
  • Bodo Bischoff: Monument für Beethoven. Die Entwicklung der Beethoven-Rezeption Robert Schumanns. Köln 1994, ISBN 3-925366-26-1.
  • Bodo Bischoff: Das Bach-Bild Robert Schumanns, in: Bach und die Nachwelt, hg. von Michael Heinemann und Hans-Joachim Hinrichsen, Bd. 1: 1750–1850, Laaber 1997, S. 421–499, ISBN 3-89007-322-0
  • Bodo Bischoff: „Der geistlichen Musik die Kraft zuzuwenden, bleibt ja wohl das höchste Ziel des Künstlers.“ Zur Religiosität in Leben und Werk Robert Schumanns. In: Spiritualität der Musik. Religion im Werk von Beethoven und Schumann. Hrsg.: Gotthard Fermor, Rheinbach 2006, S. 55–80, ISBN 3-87062-081-1
  • Bodo Bischoff: Trennung, Trauer und Tod in Leben und Werk Robert Schumanns. In: Spiritualität der Musik. Religion im Werk von Beethoven und Schumann, hg. von Gotthard Fermor, Rheinbach 2006, S. 81–105, ISBN 3-87062-081-1.
  • Ingrid Bodsch, Gerd Nauhaus (Hrsg.): Zwischen Poesie und Musik. Robert Schumann früh und spät. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung. Verlag StadtMuseum Bonn & Stroemfeld Verlag, Bonn und Frankfurt, 2006, ISBN 978-3866000001
  • Ingrid Bodsch (Hrsg.): Unterwegs mit Schumann. Ein Reisebegleiter für Musikfreunde. Verlag StadtMuseum Bonn, Bonn 2009 (2010), ISBN 978-3-931878-27-6.
  • Edda Burger-Güntert: Robert Schumanns Szenen aus Goethes Faust – Dichtung und Musik. Rombach Verlag, Freiburg i. Br. 2006, ISBN 3-7930-9455-3.
  • Lene Hoffmann, Volly Tanner: Stadtgespräche aus Leipzig. Gmeiner, Meßkirch 2014, ISBN 978-3-8392-1634-7 (Kapitel 30: „Totschlagen, die Philister!“ Robert Schumann revoltiert im Café Zum Arabischen Coffe Baum).
  • Dagmar Hoffmann-Axthelm: Robert Schumann. Eine musikalisch-psychologische Studie. Reclam, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-020201-2.
  • Leander Hotaki: Robert Schumanns Mottosammlung. Übertragung, Kommentar, Einführung. Freiburg i. Br. 1998, ISBN 3-7930-9173-2.
  • Siegfried Kross: Robert Schumann im Spannungsfeld von Romantik und Biedermeier. Gedenkrede, in: Bonner Geschichtsblätter. Band 33 (1981), S. 89–109.
  • Helmut Loos (Hrsg.): Robert Schumann. Interpretationen seiner Werke. 2 Bände, Laaber-Verlag, 2005, ISBN 3-89007-447-2.
  • Gerd Nauhaus und Ingrid Bodsch (Hrsg.): Dichtergarten für Musik. Eine Anthologie für Freunde der Literatur und Musik. StadtMuseum Bonn, Bonn, und Stroemfeld-Verlag, Frankfurt/Basel 2007, ISBN 3-86600-003-0 / 978-3-86600-003-2.
  • Gerd Nauhaus, Ingrid Bodsch (Hrsg.): Clara und Robert Schumann. Ehetagebücher. StadtMuseum Bonn, Bonn, und Stroemfeld-Verlag, Frankfurt/Basel 2007, ISBN 3-86600-002-2.
  • Uwe Henrik Peters: Robert Schumann. 13 Tage bis Endenich. ANA Publishers, Köln 2009, ISBN 978-3-931906-06-1.
  • Uwe Henrik Peters: Gefangen im Irrenhaus. Robert Schumann. ANA Publishers, Köln 2010, ISBN 978-3-931906-07-8.
  • Udo Rauchfleisch: Robert Schumann. Eine psychoanalytische Annäherung. Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, 2004, ISBN 3-525-01627-1.

Werkverzeichnis

  • Margit L. McCorkle: Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München 2003. = Robert-Schumann-Werkverzeichnis (RSW)

Belletristik

  • Peter Härtling: Schumanns Schatten. Roman. Kiepenheuer & Witsch Köln, 2. Aufl. 1996, ISBN 3-462-02557-0.

Hörbuch

  • Corinna Hesse: Robert Schumann – Leben in der Musik. Das Schumann-Hörbuch. Eine klingende Biografie mit Musik. Silberfuchs-Verlag 2010, ISBN 978-3-940665-17-1.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Robert Schumann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Robert Schumann – Quellen und Volltexte

Noten

Institutionen

Sonstiges

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der gelegentlich angegebene zweite Vorname Alexander ist nicht belegt.
  2. Lieder von Robert Schumann, nach Jahren geordnet auf www.klassika.info
  3. Margit L. McCorkle: Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München 2003. S. 913 f.
  4. Arnfried Edler: Robert Schumann. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitet Ausgabe, Personenteil 15, Kassel et altera 2006, Sp. 258 f.
  5. a b c d Annette Vesten, Neue Zeitschrift für Musik (1834–1844): Einleitung, RIPM 2011, S. XXI–XXXI (PDF; 342 kB)
  6. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 13.
  7. Robert Schumann: Tagebücher. Band 2, hrsg. von Gerd Nauhaus, Leipzig 1987, S. 402.
  8. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. .
  9. Georg Eismann: Robert Schumann. Ein Quellwerk über sein Leben und Schaffen. Leipzig 1956, Band 1, S. 15; Original: Lebensskizze von 1840, eingereicht an der Universität Jena beim Erwerb des Doktordiploms.
  10. Protocoll zum litterarischen Verein, D-Zsch, Sign. 4871,VII,C,4-A3
  11. Georg Eismann: Robert Schumann. Ein Quellwerk über sein Leben und Schaffen. Leipzig 1956, Band 1, S. 18.
  12. Gerd Nauhaus: Robert Schumann. In: Sächsische Lebensbilder. Bd. 4 (hrsg. von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig) Leipzig 1999, S. 299 f.
  13. Universitätsarchiv Leipzig (UAL): Bestand Rektor: Rep. II Kap. IV Nr. 8 d. Untersuchung gegen die Leipziger Burschenschaft (ca. 1835), Bl. 59. Eintrag für Robert Schumann.
  14. Mario Todte: Der Prinz von Sulkowsky an der Universität Leipzig: Ein besonderer Fall von Hochstapelei, München 2014, S. 28 f. ISBN 978-3-656-74569-3 Die als Prinz von Sulkowsky bezeichnete Person hieß in Wahrheit Johann Friedrich Lösch. Sie wurde im gleichen polizeilichen Ermittlungsregister unter seinem richtigen Namen aufgeführt wie der Komponist. Neben der Matrikel an der Universität Leipzig ist diese Erwähnung wahrscheinlich der einzige archivalische Beleg im Universitätsarchiv Leipzig.
  15. Emil Flechsig: Erinnerungen an Robert Schumann. In: Neue Zeitschrift für Musik, Heft 7/8, Juli/August 1956.
  16. Robert Schumann, Hottentottiana (D-Zsch, Sign. 4871,VII,A,2,a/b/c-A3), vgl. Georg Eismann: Robert Schumann. Tagebücher, Bd. 1, S. 84.
  17. Brief an die Mutter vom 21. Mai 1828 (Digitalisat).
  18. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 67.
  19. a b Friedrich Wieck in einem Brief Robert Schumanns Mutter vom 9. August 1830, zitiert nach Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 87.
  20. Bernhard Sommerlad: Der Corpsstudent Robert Schumann. Einst und Jetzt, Bd. 22 (1977), S. 75–86. -Harald Pfeiffer: Robert Schumann in Heidelberg: seine drei Semester in der Universitätsstadt: Zum 200. Geburtstag des Komponisten, Leipzig 2010, S. 33 ff. – Thomas Pester: Zwischen Musik und Jus – Das „Burschenjahr“ in Heidelberg 1829/30. In: Der akademische Schumann und die Jenaer Promotion von 1840. herausgegeben von Joachim Bauer und Jens Blecher (Veröffentlichungen des Universitätsarchivs Leipzig Bd. 14, hrsg. von Jens Blecher und Gerald Wiemers), Leipzig 2010, S. 39–48.
  21. a b Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 73.
  22. Brief an die Mutter vom 3. August 1829. (Digitalisat)
  23. Brief an Therese Schumann vom 16. September 1829.
  24. Brief an Friedrich Wieck vom 6. November 1829, abgedruckt in Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 78.
  25. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 98 f.
  26. In dem Brief vom 30. Juli 1830 an seine Mutter sprach Schumann sogar von einem lebenslangen Kampf: „Mein ganzes Leben war ein zwanzigjähriger Kampf zwischen Poesie und Prosa, oder nenn’ es Musik und Jus.“ (Er war damals zwanzig Jahre alt.)
  27. Robert Schumanns Mutter in einem Brief an Friedrich Wieck vom 7. August 1830, zitiert nach Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 86.
  28. Bernhard R. Appel: Vom Einfall zum Werk. Roberts Schumanns Schaffensweise. Schott Mainz et altera 2010, S. 64 f, ISBN 978-3-7957-0683-8.
  29. Eric Frederick Jensen: Schumann. Oxford University Press, 2001. ISBN 9780195346060. Abgerufen am 4. August 2015.
  30. Eric Sams: Schumann’s hand injury. The Musical Times 112, Nr. 1546 (Dezember 1971), S. 1156–1159. Abgerufen am 4. August 2015.
  31. Eckart Altenmüller: Das Ende vom Lied? – Robert Schumanns Verstummen am Klavier, S. 101.
  32. Brief an die Mutter vom 6. November 1832. (Digitalisat).
  33. Bernhard R. Appel: Vom Einfall zum Werk. Roberts Schumanns Schaffensweise. Schott Mainz et altera 2010, S. 60 f, ISBN 978-3-7957-0683-8.
  34. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 103, Abbildungen von Schumanns Handexemplar der Flegeljahre.
  35. Vgl. Klaus Martin Kopitz, Christiane Apitzsch (1806–1838), Robert Schumanns Geliebte „Charitas“. Eine Identifizierung, in: Denkströme. Journal der Sächsischen Akademie der Wissenschaften, Heft 13 (2014), S. 26–54 (PDF). Zitat daraus: „Abschließend sei noch einmal betont, dass für die Vermutung, Christiane Apitzsch könnte als Dienstmädchen für die Familie Wieck gearbeitet haben und Schumanns Geliebte Christel gewesen sein, kein Beweis im engeren Sinne existiert. Entsprechende Aufzeichnungen sind nicht überliefert. Insofern wären Zweifel an meiner Hypothese ohne Weiteres berechtigt. Genauso gut könnte alles ganz anders gewesen sein.“
  36. Robert Schumann: Tagebücher. Band 3, hrsg. von Gerd Nauhaus, Leipzig 1982, S. 34
  37. Robert Schumann: Tagebücher. Band I 1827–1838, hrsg. von Georg Eismann, VEB Leipzig 1971, S. 421.
  38. Brief an Clara Wieck vom 11. Februar 1838. In: Eva Weissweiler (Hrsg.): Clara und Robert Schumann Briefwechsel. Band I, S. 95 f.
  39. Arnfried Edler: Robert Schumann. München 2009, S. 24 f.
  40. Wilhelm Joseph von Wasielewski: Robert Schumann. Dresden 1858, S. 141, Fußnote. (books.google.de)
  41. Wilhelm Joseph von Wasielewski: Robert Schumann. Dresden 1858, S. 135. (books.google.com)
  42. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 127, Abbildung 225.
  43. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 131, 134 und 300.
  44. Ein Opus II.. In: Allgemeine musikalische Zeitung, Nr. 49, 1831. (Digitalisat)
  45. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 138.
  46. Georg Eismann: Robert Schumann. Tagebücher, Bd. 1, S. 421.
  47. Briefzitate aus Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 158.
  48. Janina Klassen: Clara Schumann. Musik und Öffentlichkeit. Köln 2009, S. 93 f
  49. Eva Weissweiler (Hrsg.): Clara und Robert Schumann Briefwechsel. Band I, S. 24 ff.
  50. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 162.
  51. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 142.
  52. Bernhard R. Appel: Vom Einfall zum Werk. Roberts Schumanns Schaffensweise. Schott Mainz et altera 2010, S. 38.
  53. Arnfried Edler: Robert Schumann. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitet Ausgabe, Personenteil 15, Kassel et altera 2006, Sp. 265.
  54. a b Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 188 f.
  55. Der „akademische“ Schumann und die Jenaer Promotion von 1840 (Schriftenreihe des Universitätsarchivs Leipzig Bd. 14), hrsg. von Joachim Bauer und Jens Blecher, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2010, ISBN 978-3-86583-530-7
  56. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 216.
  57. Margit L. McCorkle: Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München 2003. S. 156–158
  58. Margit L. McCorkle: Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München 2003. S. 95
  59. Margit L. McCorkle: Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München 2003. S. 90
  60. Ernst Burger: Robert Schumann – Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten. Schott Verlag, Mainz 1999, S. 192.
  61. Ernst Burger: Robert Schumann – Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten. Schott Verlag, Mainz 1999, S. 340 f.
  62. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Verlag Schott, Mainz 2006, S. 114 f u. S. 141.
  63. Margit L. McCorkle: Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München 2003. S. 914
  64. Arnfried Edler: Robert Schumann. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitete Ausgabe, Personenteil 15, Kassel et altera 2006, Sp. 269.
  65. Margit L. McCorkle: Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis, München 2003. S. 218 f
  66. Ernst Burger: Robert Schumann – Eine Lebenschronik in Bildern und Dokumenten. Schott Verlag, Mainz 1999, Seite 222.
  67. Vgl. das Jahr 1849 in der Biografie-Übersicht www.schumannzwickau.de
  68. Zu den Düsseldorfer Wohnungen Schumanns siehe Schumann in Düsseldorf. Düsseldorfer Wohnungen., Website der Robert-Schumann-Gesellschaft e. V., 2007, abgerufen am 23. März 2013.
  69. a b c d e f Nachweise für das gesamte Kapitel Düsseldorf in Arnfried Edler: Robert Schumann. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitet Ausgabe, Personenteil 15, Kassel et altera 2006, Sp. 273–279.
  70. Robert Schumanns Briefe. Neue Folge, hrsg. von Gustav Jansen, Leipzig 1904, S. 214.
  71. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 298.
  72. Neue Bahnen – der Artikel bei Wikisource
  73. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Schott, Mainz, 2006, ISBN 3-7957-0527-4
  74. Vgl. Caspar Franzen: Qualen fürchterlichster Melancholie; Deutsches Ärzteblatt 2006; 103(30):A 2027–2029
  75. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Verlag Schott, Mainz 2006, S. 493.
  76. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Verlag Schott, Mainz 2006, S. 53 f. siehe besonders Fußnote 27.
  77. Berthold Litzmann: Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, Bd. 2, Leipzig 1905, S. 298 f.
  78. Berthold Litzmann: Clara Schumann. Ein Künstlerleben. Nach Tagebüchern und Briefen, Bd. 1, Leipzig 1902, Vorwort.
  79. Bernhard R. Appel (Hrsg.): Robert Schumann in Endenich (1854–1856). Krankenakten, Briefzeugnisse und zeitgenössische Berichte. Verlag Schott, Mainz 2006, S. 443 ff.
  80. Charakterisierung der drei Berichte in: Helmut Reuter: Geschichte der Psychologie. Göttingen 2014, S. 106. (books.google.com)
  81. Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 334.
  82. Zitiert nach Ernst Burger: Robert Schumann, Schott Verlag, Mainz 1999, S. 332.
  83. Kompositionsübersicht 1822-1933 aus dem Projektenbuch auf der Seite des Robert-Schumann-Hauses Zwickau
  84. Arnfried Edler: Robert Schumann. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite, neubearbeitet Ausgabe, Personenteil 15, Kassel et altera 2006, Sp. 304–319.
  85. Robert Schumann: Tagebücher. Band 2, hrsg. von Gerd Nauhaus, Leipzig 1987, S. 402.
  86. Sechs Gesänge op. 107 Verzeichnis der Lieder mit Kommentar bei www.kammermusik.org
  87. Int. Robert-Schumann-Chorwettbewerb
  88. MDR Figaro, meinFIGARO vom 5. Juni 2010: Gespräch mit Peter Schreier zur Schumanniade in Kreischa / Sachsen
  89. Vorstellung der Robert-Schumann-Gesellschaft Zwickau
  90. Website der Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf
  91. Schumanns Name entführt. In: Freie Presse vom 1. Februar 2008, Seite B6: Zitat: „Die Namensgebung ‚Robert Schumann‘ im Januar 1983 war keineswegs beschlossenen Sache. Siegfried Lorenz, damals 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung, hatte bereits einen abschlägigen Bescheid für den GMD parat. Die Zwickauer seien Sturm gelaufen, dass Karl-Marx-Stadt den Namen für die Philharmonie beanspruchte! Worms Antwort: ‚Es gibt eine Gemeinsamkeit zwischen Karl Marx und Robert Schumann: Beide haben mit der Stadt überhaupt nichts zu tun.‘ Das überzeugte den einflussreichen Parteimann. ‚Jawohl‘, sagte er, ‚wir machen das.‘ So ging der Name des in Zwickau geborenen Komponisten an Karl-Marx-Stadt, aus dem Städtischen Orchester wurde die Robert-Schumann-Philharmonie.“
  92. Bundesministerium der Finanzen: Gedenkmünze und Briefmarke „200. Geburtstag Robert Schumann“ Pressemitteilung vom 29. April 2010
  93. Robert Schumann: Leipziger Lebensbuch (Tagebuch) 1831–1838, S. 163 ff., Robert-Schumann-Haus Zwickau, Archiv-Nr. 4871,VII,A,a,4-A3
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 20. August 2005 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.