Edith Haller (Sängerin)

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Edith Haller (* 25. April 1972 in Meran)[1] ist eine italienische Opernsängerin (Sopran).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Gesangsausbildung erhielt die Südtirolerin am Mozarteum. Sie wohnte im Studentenheim Salzburger Lehrerhaus und leitete dort den Studentenchor. Das Studium schloss Edith Haller mit einem Diplom in Sologesang und dem Magister Artium in Operngesang mit Auszeichnung ab. Es folgten Engagements an den Musikbühnen von Salzburg, Prag und Ljubljana. Von 2002 bis 2005 war die Sopranistin Ensemblemitglied am Theater St. Gallen. Anschließend wechselte sie an das Staatstheater von Karlsruhe, wo die Künstlerin schnell zum Publikumsliebling und zur „Starsopranistin“ avancierte. Große Anerkennung, weit über den Publikumskreis des Badischen Staatstheaters hinaus, erhielt Edith Haller für ihre Darstellung der Euryanthe in der gleichnamigen und selten aufgeführten Oper von Carl Maria von Weber. Die Presse schrieb:[2]

„Edith Haller in der Titelrolle ist ein echter, jugendlich-dramatischer Sopran der Sonderklasse, der keine Wünsche offen lässt. Man begreift, dass sie auch in Bayreuth ein gern gesehener Gast ist.“

Gastengagements führten die Künstlerin zu den Salzburger Festspielen, an die Bayerische Staatsoper sowie an die Opernbühnen von Antwerpen, Graz, Klagenfurt, Hamburg, Köln, Zürich, London, Wien, Tokyo etc. Seit 2006 gastiert sie bei den Bayreuther Festspielen. 2010 sang die Sopranistin bei den Bayreuther Festspielen die Sieglinde in Die Walküre. Über ihren umjubelten Auftritt schrieb die Presse:[3]

„Ebenfalls gefeiert wurde die italienische Sopranistin Edith Haller (…) Zusammen mit Botha bildete Haller ein so stimmgewaltiges Wälsungen-Paar, wie es die Festspiele seit langem nicht mehr erlebt haben. Die Sängerin tritt schon seit Jahren bei den Festspielen auf, bislang allerdings in kleineren Partien. 2010 ist sie außer als Sieglinde auch als Freia, Gutrune und Dritte Norn auf der Bühne zu sehen und zu hören. Besondere Sympathie beim Publikum sicherte sich die Italienerin, als sie sich nach dem ersten Akt der ‚Walküre‘ demonstrativ bei der den Blicken verborgenen Souffleuse bedankte – diese Größe haben nicht alle Künstler.“

Neben ihrer Bühnenpräsenz ist die Künstlerin als Lied- und Konzertsängerin rege tätig. Engagements führen sie in alle großen europäischen Konzertsäle.

Repertoire (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999: Hanna Ludwig Preis der Universität Mozarteum[4]
  • 2003: 1. Preis beim Mario Lanza Gesangswettbewerb in Filignano

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nordbayerischer Kurier 14./15. August 2010 Interview S. 19
  2. Musik: „Euryanthe“-Premiere in Karlsruhe gelungen. In: Focus. 30. Mai 2010
  3. Wolfgang Hübner: Bayreuther Triumph für Tenor Johan Botha. In: Epoch Times. 29. Juli 2010, archiviert vom Original am 9. Juli 2012, abgerufen am 16. April 2016.
  4. Hanna Ludwig Preis an Edith Haller und Ulfried Haselsteiner. 24. August 2000, archiviert vom Original am 21. Juli 2001, abgerufen am 16. April 2016.