Eduard von Grolman

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Eduard Eugen Aegid Friedrich Freiherr von Grolman (* 10. April 1812 in Gießen; † 21. März 1890 in Darmstadt) war ein Großherzoglich Hessischer Generalleutnant und Kriegsminister.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduard war der Sohn des hessischen Staatsministers Karl Ludwig Wilhelm von Grolman. Grolman, der evangelischer Konfession war, heiratete am 19. April 1817 in Darmstadt Charlotte Johannette Auguste Hofmann, die Tochter von August Konrad Hofmann.

Grolman trat im Alter von 16 Jahren in das Leibgarde-Regiment der Großherzoglich Hessischen Armee ein, avancierte Mitte April 1829 zum Sekondeleutnant und stieg bis Mai 1846 zum Hauptmann im 3. Infanterie-Regiment auf. Als Adjutant des Kommandeurs der Hessischen Armeedivision, des Generals von Schäffer-Bernstein, nahm Grolman 1849 während der Niederschlagung der Badischen Revolution am Gefecht bei Ober-Laudenbach teil und wurde für sein Verhalten mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Im weiteren Verlauf seiner Militärkarriere befehligte er 1866 während des Krieges gegen Preußen als Oberst das 1. Infanterie-Regiment (Leib-Garde-Regiment)[1] im Gefecht bei Frohnhofen.

Am 28. Dezember 1866 ernannte ihn Großherzog Ludwig III. zum Generalmajor und Kriegsminister (zunächst mit dem Titel eines Direktors des Ministeriums und ab 1867 mit dem Titel eines Präsidenten des Ministeriums). In dieser Eigenschaft hatte Grolman maßgeblichen Anteil, dass die Großherzoglich Hessische Division durch die Militärkonvention vom 7. April 1867 als ein geschlossenes Ganzes in den Verbund der Preußischen Armee eintrat. Unter Ernennung zum Generalleutnant und Stellung à la suite schied er 1868 aus seinem Amt als Kriegsminister und trat in den Ruhestand.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Wegner: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 2: Die Stellenbesetzung der aktiven Infanterie-Regimenter sowie Jäger- und MG-Bataillons, Wehrbezirkskommandos und Ausbildungsleiter von der Stiftung bzw. Aufstellung bis 1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1992, ISBN 3-7648-1782-8, S. 295