August Konrad Hofmann

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Johann August Konrad Hofmann, ab 1827 Freiherr von Hofmann (* 28. April 1776 in Nidda; † 9. August 1841 in Darmstadt) war ein hessischer Verwaltungsbeamter und Politiker.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

August Konrad Hofmann stammte von bürgerlichen Eltern. Sein Vater Conrad Hofmann (1743–1799), war Justiz-Amtmann in Nidda und Sohn des Groß-Gerauer Pfarrers Konrad Hofmann. Die Mutter, Susanne geborene Schneider (1753–1826) war Tochter des hessischen Wildmeister in Kranichstein Johann Ludwig Schneider.

August Konrad Hofmann wurde am 25. August 1827 nobilitiert und als Freiherr in den Großherzoglich-Hessischen Adel aufgenommen.

Er heiratete am 15. Juli 1799 Sophie Henriette geborene Metzler (* 13. August 1772, † 15. Juni 1825 in Darmstadt), die Tochter des fürstlich Hessischen Majors Johann Gottlieb Metzler und dessen Frau Johanna Katharina geborene Moter. In zweiter Ehe heiratete er am 9. Juni 1816 in Rimbach Johannette Charlotte Friederike Jakobine geborene Pagenstecher (* 15. Dezember 1779 in Reichenbach, † 3. Januar 1854 in Darmstadt), die Tochter des Pfarrers in Reichenbach, Heinrich Christian Pagenstecher und dessen Frau Charlotte Polyxena Eleonore geborene Moter.

Seine Tochter Charlotte Franziska Auguste Marianne (1802–1834) heiratete am 16. Oktober 1820 in Jugenheim den späteren Präsidenten des Großherzoglich hessischen Ober-Appellations- und Kassationsgerichts Dr. jur. Friedrich Johann August Hahn (1789–1867). Sein Sohn Ernst Christian Gottlieb Freiherr von Hofmann (1803–1868) wurde Oberforstrat. Seine Tochter Marie heiratete den Hessen-Homburger Medizinalrat Eduard Trapp (1804–1854). Seine Tochter Charlotte Johannette Auguste (* 19. April 1817 in Darmstadt) heiratete am 4. Dezember 1838 Eduard von Grolman (1812–1890) den künftigen hessischen Generalleutnant und Kriegsminister. Seine Tochter Sophie Helene (* 23. Januar 1820 in Darmstadt, † 4. Dezember 1870) heiratete am 9. Juni 1841 in Darmstadt den Gutsbesitzer und Stallmeister Albert Wilhelm von Grolman (* 22. April 1815 in Gießen, † 10. Oktober 1870 in Darmstadt).

Beamtenkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hofmann studierte in Erlangen und Gießen Rechts- und Kameralwissenschaften und trat 1797 als Regierungs-Advokat in das Sekretariat der großherzoglich hessischen Regierung ein. 1803 wurde er Hofkammerrat und Kammeranwalt in der Rentkammer des Fürstums Starkenburg. 1813 Leiter der Regierungskommission bei der Übernahme von Wimpfen und 1816 der Generalkommission zur Besitznahme und Verwaltung Rheinhessens und Oberappellationsgerichtsrat.

Minister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1819 wird er Geheimer Referendär und 1820 Geheimer Staatsrat im Departement der Finanzen. Nach Karl Ludwig Wilhelm von Grolmans Tod (1829) wurde er Präsident des Finanzministeriums mit dem Charakter eines Wirklichen Geheimen Rats, Präsident des Staatsrats und im Dezember 1837 Finanzminister.

1820 leitete er die Verhandlungen über die Rechtsverhältnisse der Standesherren. 1824 brachte er den Abschluss des Zollvertrags mit Baden und 1828 die Übereinkunft mit Preußen als Leiter der Verhandlungskommission zustande.

Sehr tätig war er bei Einrichtung des Abgabensystems und des Finanzwesens überhaupt, bei Herabsetzung des Zinsfußes der Staatsschuld und bei der Ordnung des ganzen Staatsschuldenwesens.

Viel Widerspruch fand er auf dem Landtag von 1838 auf 1839, wo er das Recht der Stände, nicht bewilligte Ausgaben zu prüfen und unter Umständen zu streichen, lebhaft bestritt.

Er war Mitbegründer des Darmstädter Musikvereins.

Seine Beiträge zur nähern Kenntnis der Gesetzgebung und Verwaltung des Großherzogtums Hessen (Gießen 1832) wurden in der Schrift Freimuethiges Sendschreiben an Se. Excellenz Herrn Präsidenten Freiherrn A. C. von Hofmann (Offenbach: Brede, 1832) von Johann Christian Hundeshagen kräftig erwidert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]