Eckhart G. Franz

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Eckhart Götz Franz (* 24. Dezember 1931 in Marburg; † 16. März 2015 in Darmstadt) war ein deutscher Archivar und Historiker. Er war bis 1996 Leiter des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt und von 1977 bis 1985 Vorsitzender des Verbandes deutscher Archivarinnen und Archivare.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eckhart G. Franz war ein Sohn des Historikers Günther Franz (1902–1992) und Bruder des Theologen und Trierer Leitenden Bibliotheksdirektors Gunther Franz (* 2. Februar 1942 in Straßburg im Elsass). Er studierte Geschichte, Englisch und Amerikanistik in Heidelberg, Freiburg, Köln sowie in Portland, Oregon (USA). 1956 wurde er promoviert mit einer Arbeit Das Amerikabild der Deutschen Revolution von 1848/49. Nach der Promotion absolvierte er von 1957 bis 1959 als Archivreferendar des Landes Hessen den archivarischen Vorbereitungsdienst an der Archivschule Marburg. Als Archivassessor war er von 1959 bis 1971 zunächst am Staatsarchiv Marburg tätig, bevor er 1971 an das Hessische Staatsarchiv Darmstadt wechselte und dort die Leitung übernahm. Seit 1996 befand er sich im Ruhestand.

Von 1962 bis 1992 war er nebenberuflicher Dozent an der Archivschule Marburg. Ehrenamtlich war er von 1977 bis 1985 Vorsitzender des archivarischen Berufsverbands Verband deutscher Archivarinnen und Archivare. Seit 1965 war er Mitglied der Historischen Kommission für Hessen (seit 2009 Ehrenmitglied), seit 1971 Mitglied der Hessischen Historischen Kommission Darmstadt. Von 1973 bis 2002 war er Vorsitzender des Historischen Vereins für Hessen.

Franz starb nach kurzer Krankheit im März 2015. Er wurde auf dem Alten Friedhof in Darmstadt begraben (Grabstelle: I E 32).

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Amerikabild der deutschen Revolution von 1848/49. Zum Problem der Übertragung gewachsener Verfassungsformen, Winter, Heidelberg 1958.
  • Einführung in die Archivkunde. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1974; 7., aktualisierte Auflage 2007; 8. Aufl. 2010, ISBN 978-3-534-23737-1.
  • Aus Hessens Geschichte. Aufsätze. Festschrift zum 75. Geburtstag. Hrsg. vom Historischen Verein für Hessen, Historischer Verein für Hessen, Darmstadt 2007, ISBN 978-3-922316-26-8.
  • Das Haus Hessen. Eine europäische Familie. Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018919-0.
  • Haus Hessen – biografisches Lexikon. Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2012, ISBN 978-3-88443-411-6.
  • Revolution, Krieg und Streik, Weltausstellung und Volksfest. Der Illustrator und Karikaturist Leo von Elliot (1816 - 1890), Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2000, ISBN 3-88443-038-6.
  • Der Wiederaufbau Sooden-Allendorfs nach seiner Zerstörung im 30jährigen Krieg. Wirtschaft und Verwaltung im Spiegel der Stadtrechnungen (= Beiträge zur Geschichte der Werralandschaft und ihrer Nachbargebiete. Band 7). Trautvetter & Fischer, Witzenhausen 1954.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christof Dipper: Eckhart G. Franz zum 65. Geburtstag. In: Christof Dipper (Hrsg.): Hessen in der Geschichte. Festschrift für Eckhart G. Franz zum 65. Geburtstag (= Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission. Neue Folge, Bd. 11). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 1996, ISBN 3-88443-032-7, S. 9–13.
  • Andreas Hedwig: Eckhart Götz Franz †. In: Der Archivar. 68 (2015), S. 200–201.
  • Andreas Hedwig: Prof. Dr. Eckhart Götz Franz (1931–2015). In: Archivnachrichten aus Hessen. ISSN 1865-2816, Jg. 7, 2015, H. 1, S. 105 f. (PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]