Eduard Zacharias

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eduard Zacharias, 1873

Joseph Eduard Julius Zacharias (* 16. Mai 1852 in Berlin; † 23. März 1911 in Hamburg) war ein deutscher Botaniker. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „E.Zacharias“.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eduard Zacharias war ein Sohn des Politikers Adolph Nikolaus Zacharias und dessen Ehefrau Marie Anna Zacharias, geb. Langhans. Neben dem Bruder Adolf Nicolaus Zacharias hatte er eine zwei Jahre jüngere Schwester namens Marie Anne.[1] Er besuchte die Gelehrtenschule des Johanneums und das Akademische Gymnasium in Hamburg, studierte in Heidelberg (Mitglied des Corps Rhenania), Tübingen (Mitglied des Corps Suevia) und Straßburg und promovierte zum Dr. phil. Er wurde zunächst außerordentlicher Professor an der Universität Straßburg. 1885 wurde er in die Leopoldina gewählt.

Ab 1894 war er Leiter des Botanischen Gartens Hamburg, ab 1897 dessen Direktor und ab 1904 Direktor sämtlicher botanischer Staatsinstitute in Hamburg. 1897 organisierte er die Hamburger Gartenbau-Ausstellung und war maßgeblich am Neubau des neuen Institutsgebäudes beziehungsweise des Botanischen Museums beteiligt.

Wissenschaftlich tätig war Zacharias vor allem auf dem Gebiet der Zellenlehre. Vorlesungen hielt er unter anderem über einheimische Pflanzenfamilien, Anatomie der Pflanzen und die Rohstoffe des Pflanzenreiches. Daneben engagierte er sich als Vorsitzender des Gartenbauvereins für Hamburg, Altona und Umgebung, war Mitglied im Vorstand des Zentralvereins für Obst- und Gartenbau (der auf seine Initiative hin gegründet wurde), Erster Vorsitzender der Vereinigung für angewandte Botanik, Mitglied des Professorenrates des Kolonialinstituts, Mitglied des Professorenrates der Sektion für die wissenschaftlichen Studien und Mitglied der Beratungsbehörde für das Zollwesen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ueber die Spermatozoiden. In: Botanische Zeitung. Jg. 39, 1881, ZDB-ID 391484-7, Sp. 827–837, 846–852, Digitalisat.
  • Ueber den Zellkern. In: Botanische Zeitung. Jg. 40, 1882, Sp. 611–616, 627–649, 651–663, Digitalisat.
  • Über Entstehung und Wachsthum der Zellhaut. In: Jahrbücher für wissenschaftliche Botanik. Bd. 20, Nr. 2, 1889, ISSN 0368-136x, S. 107–132.
  • Ueber das Verhalten des Zellkerns in wachsenden Zellen. In: Flora oder allgemeine botanische Zeitung. Bd. 81 = Ergänzungsbd. zum Jg. 1895, 1895, ISSN 0367-1615, S. 217–266, Digitalisat.
  • Über Sexualzellen und Befruchtung. In: Verhandlungen des Naturwissenschaftlichen Vereins in Hamburg. Folge 3, Bd. 8, 1900 (1901), ISSN 0173-749X, S. 1–4, Digitalisat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hamburgischer Correspondent, 13. Juni 1898, Abendausgabe
  • Neue Hamburger Zeitung, 24. März 1911
  • Hamburgischer Correspondent, 24. März 1911
  • E. Warberg: Professor Dr. Eduard Zacharias, in: Hamburgischer Correspondent, 10. April 1911
  • Die Matrikel des Akademischen Gymnasiums in Hamburg 1613-1883 (Hamburg 1891, ND Nendeln/Lie. 1980), Nr. 3697

Sonstige Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • StA Hamburg ZSA A 776
  • StA Hamburg, Hochschulwesen II.504 / Dozenten- und Personalakten Zacharias.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brita Reimers: Zacharias, Marie. In: Hamburgische Biografie. Band 1, Christians, Hamburg 2001, ISBN 3-7672-1364-8, S. 356.