Edward Pococke

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Büste Edward Pocockes in der Kathedrale von Oxford

Edward Pococke (* 8. November 1604 in Oxford; † 10. September 1691 in Oxford) war ein britischer Orientalist und Theologe.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pococke studierte zunächst Theologie in Oxford bevor er sich unter der Anleitung von Matthias Pasor und William Bedwell dem Studium der Arabistik widmete.[1] Von 1630 bis 1635 war er anglikanischer Kaplan der Levant Company in Aleppo. 1636 wurde er der erste Professor für Arabisch in Oxford.[1] Der Lehrstuhl wurde von William Laud, dem Erzbischof von Canterbury, gestiftet. Von 1637 bis 1640 lebte Pococke in Konstantinopel.[2] 1648 wurde er außerdem Regius Professor of Hebrew für Hebräisch und orientalische Sprachen.[1] Als Mitarbeiter unterstützte er von 1654 bis 1657 Brian Walton, den Bischof von Chester, bei der Erstellung der Londoner Polyglotte, einer mehrsprachigen Bibelübersetzung.[3] Zur Mission unter Muslimen übersetze er 1660 das Werk von Hugo Grotius, De veritate religionis Christianae, ins Arabische.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Stanley Lane-Poole: Pococke, Edward. In: Sidney Lee (Hrsg.): Dictionary of National Biography (DNB), Band 46 (Pocock – Puckering), MacMillan & Co, Smith, Elder & Co., New York City / London 1896, S. 712 (englisch)
  2. Hartmut Bobzin: Pococke (Pocock), Edward. In: Hans Dieter Betz u. a. (Hrsg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. 4. Auflage. Band 8, Nr. 6. UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-8401-5, Sp. 1416.
  3. Peter Harrison: Walton, Brian. In: Hans Dieter Betz u. a. (Hrsg.): Religion in Geschichte und Gegenwart. Handwörterbuch für Theologie und Religionswissenschaft. 4. Auflage. Band 8, Nr. 8. UTB, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-8401-5, Sp. 1302.