Eero Järnefelt

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Selbstporträt
Grab von Eero Järnefelt auf dem Friedhof Hietaniemi in Helsinki

Erik (Eero) Nikolai Järnefelt (* 8. November 1863 in Wyborg; † 15. November 1937 in Helsinki) war ein finnischer Maler des Realismus.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eero Järnefelt wurde 1863 als Sohn des finnischen Generals und Provinz-Gouverneurs Alexander Järnefelt und dessen Frau Elisabeth (geb. Clodt von Jürgensburg) geboren. Er hatte sechs Geschwister. Der Schriftsteller Arvid Järnefelt und der Komponist und Dirigent Armas Järnefelt waren seine Brüder, seine Schwester Aino war mit Jean Sibelius verheiratet.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Järnefelt studierte von 1883 bis 1885 an der Kunstakademie in St. Petersburg. 1886 ging er zu weiteren Studien nach Paris, wo er mit Akseli Gallen-Kallela, dem finnischen Bildhauer Emil Wikström (1864–1942) und dem schwedischen Maler und Designer Louis Sparre (1863–1964) befreundet war. 1889 reiste er nach Keuruu, wo er seine spätere Frau, die Schauspielerin Saimi Swan kennenlernte, die er ein Jahr später heiratete.

Sein Werk ist beeinflusst von der französischen Plein-air-Malerei und den naturalistischen Gemälden Jules Bastien-Lepages. Anlässlich einer Ausstellung in Berlin, die einen Querschnitt aus dem Finnischen Jugendstil zeigte, hieß es: „Auch Maler wie Ville Vallgren, Eero Järnefelt und Albert Edelfelt trugen zur ‚Wiedergeburt‘ der finnischen Kunst bei. Ihre eigenwilligen, unverwechselbaren Bildsprachen und ihre zunehmend metaphysischen Sujets wie Eros und Tod prägten die Jugendstil-Kunst.“[1]

Neben Landschaftsbildern schuf Järnefelt Porträts: Neben Familienmitgliedern malte er u. a. Tekla Hultin und Mathilda Wrede.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Eero Järnefelt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulf Meyer: Mit Seele, aber ohne Propaganda. Licht und Schatten: Finnischer Jugendstil im Berliner Bröhan-Museum. In: Der Tagesspiegel. 1. November 2002, abgerufen am 26. Januar 2022.