Einfuhrumsatzsteuer (Deutschland)

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Die Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) ist eine Steuer, die bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern in die Bundesrepublik Deutschland erhoben wird.

Für die Einfuhrumsatzsteuer gelten die Vorschriften für Zölle sinngemäß, § 13 Abs. 2 in Verbindung mit § 21 Abs. 2 Umsatzsteuergesetz (UStG). Für Sendungen gibt es eine Freigrenze von 22 Euro (§ 1a EuStBV). Ist der Gesamtwert nicht höher als dieser Betrag, ist die Sendung von der Einfuhrumsatzsteuer befreit. Da der Zoll keine Abgaben unter 5 Euro erhebt[1], liegt die Grenze effektiv bei 26,28 Euro bzw. für Sendungen mit ausschließlich Waren mit ermäßigter Mehrwertsteuer bei 71,35 Euro, sofern keine anderen Abgaben erhoben werden.

Berechnung der Einfuhrumsatzsteuer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einfuhrumsatzsteuer errechnet sich nach § 11 UStG folgendermaßen:

Wert der Ware inkl. Transportkosten an die EU-Außengrenze: ((vereinfacht) FOB-Preis + Transportkosten)
= Zollwert
+ ggf. Zoll
+ ggf. Verbrauchsteuer
+ ggf. innergemeinschaftliche Beförderungskosten
= Bemessungsgrundlage für Einfuhrumsatzsteuer (EUSt-Wert)
* Steuersatz (seit 1. Januar 2007: 19 % oder 7 %)
= Einfuhrumsatzsteuer (EUSt)

Im Jahr 2015 hat der Fiskus ca. 50,9 Mrd. Euro aus der Einfuhrumsatzsteuer eingenommen.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Möller: Neue Dienstvorschrift für die Einfuhrumsatzsteuer Außenwirtschaftliche Praxis 15(3), S. 81–84 (2009), ISSN 0947-3017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zoll online: Internetbestellungen – Warenwert zwischen 22 Euro und 150 Euro, abgerufen am 29. Oktober 2018
  2. Steuereinnahmen Kalenderjahr 2015. Bundesfinanzministerium, 27. Januar 2016, S. 1, abgerufen am 4. September 2016 (PDF; 43,35 KB).
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