Die Matrixdarstellung des Feldstärketensors ist koordinatenabhängig. In einer flachen Raumzeit (also mit Minkowski-Metrik) und kartesischen Koordinaten kann der kontravariante Feldstärketensor geschrieben werden als:[1][5][6]

(Diese Matrix wird gelegentlich ebenfalls kurz als Tensor bezeichnet, ist aber nicht der Tensor selbst). Die kovariante Form der Matrixdarstellung des Tensors lautet bei Verwendung der Signatur (+,−,−,−) entsprechend[5][6]

Es ist gebräuchlich, auch den dualen elektromagnetischen Feldstärketensor zu definieren:[1][7][8]

wobei
der kovariante Feldstärketensor und 

der vollständig antisymmetrische Levi-Civita-Tensor ist.[7]
Damit lassen sich die homogenen[1][7] Maxwell-Gleichungen kompakt aufschreiben, denn die Divergenz des dualen elektromagnetischen Feldstärketensors

führt auf

Verschwindet die Divergenz des dualen elektromagnetischen Feldstärketensors

so ergeben sich die homogenen Maxwell-Gleichungen.[9]
Im Folgenden wird das SI-System verwendet.

Der Lorentzkraft ist die Relativitätstheorie bereits inne was im Folgenden klarer wird.
Die relativistische Bewegungsgleichung eines Teilchens der Masse
und der Ladung
lautet:[10]

mit
. Nicht der Operator
ist eine Lorentz-Invariante, sondern der Operator
.[11]

In Koordinatenschreibweise ergeben sich daraus drei Gleichungen.

Auf der rechten Seite taucht die Vierergeschwindigkeit
auf. Auf der linken Seite der Viererimpuls
mit
in der Metrik (+,−,−,−):

Da die Koordinate
die Zeit in der Relativitätstheorie repräsentiert und die zur Zeit konjugierte Variable die Energie ist, können wir das Gleichungssystem um eine weitere Gleichung ergänzen, dem Differential der Teilchenenergie
. Dabei gilt zu beachten das nur das elektrische Feld Arbeit am Teilchen leistet.

Mit
lautet die vierte Gleichung:

Nun erkennt man den Charakter der linearen Abbildung. Das Produkt der Feldkomponenten mit den Koordinatenkomponenten lässt sich elegant in der Matrixschreibweise darstellen.
![{\displaystyle \left({\begin{matrix}{\tfrac {\mathrm {d} (m_{0}\gamma c)}{\mathrm {d} \tau }}\\-{\frac {\mathrm {d} (m_{0}\gamma v_{x})}{\mathrm {d} \tau }}\\-{\frac {\mathrm {d} (m_{0}\gamma v_{y})}{\mathrm {d} \tau }}\\-{\frac {\mathrm {d} (m_{0}\gamma v_{y})}{\mathrm {d} \tau }}\end{matrix}}\right)=q{\begin{pmatrix}0&{\tfrac {1}{c}}E_{x}&{\tfrac {1}{c}}E_{y}&{\tfrac {1}{c}}E_{z}\\[6pt]-{\tfrac {1}{c}}E_{x}&0&-B_{z}&B_{y}\\[6pt]-{\tfrac {1}{c}}E_{y}&B_{z}&0&-B_{x}\\[6pt]-{\tfrac {1}{c}}E_{z}&-B_{y}&B_{x}&0\end{pmatrix}}\left({\begin{matrix}\gamma c\\\gamma v^{x}\\\gamma v^{y}\\\gamma v^{z}\end{matrix}}\right)}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/24bc8ae72197eda228a744dafbcf04c8000fa431)
Mit der Vierergeschwindigkeit
folgt aus der Gleichung

der elektromagnetische Feldstärketensor
![{\displaystyle F_{\mu \nu }={\begin{pmatrix}0&{\tfrac {1}{c}}E_{x}&{\tfrac {1}{c}}E_{y}&{\tfrac {1}{c}}E_{z}\\[6pt]-{\tfrac {1}{c}}E_{x}&0&-B_{z}&B_{y}\\[6pt]-{\tfrac {1}{c}}E_{y}&B_{z}&0&-B_{x}\\[6pt]-{\tfrac {1}{c}}E_{z}&-B_{y}&B_{x}&0\end{pmatrix}}}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/e084799ad90087aa8462f05c6b17984d23d8e2f9)
Beispiel: Elektromagnetischer Feldstärketensor einer relativistischen Teilchenbewegung in einem konstanten Magnetfeld
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Ein Teilchen bewegt sich in
-Richtung durch ein konstantes Magnetfeld in
-Richtung. Das Feld wird durch den Feldstärketensor beschrieben:
![{\displaystyle F_{\mu \nu }={\begin{pmatrix}0&0&0&0\\[6pt]0&0&0&0\\[6pt]0&0&0&-B_{x}\\[6pt]0&0&B_{x}&0\end{pmatrix}}=F^{\mu \nu }}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/bcb6abfd29b8f4105de19cf971bbc8cac8a2ef01)
Die relativistische Bewegungsgleichung
mit dem Viererimpuls
lautet in Koordinatenschreibweise[12]
![{\displaystyle m_{0}{\frac {{\text{d}}u_{\mu }}{{\text{d}}\tau }}=m_{0}{\frac {{\text{d}}\,\,\,}{{\text{d}}\tau }}{\begin{pmatrix}\gamma c\\-u_{x}\\-u_{y}\\-u_{z}\\\end{pmatrix}}=qF_{\mu \nu }u^{\nu }=q{\begin{pmatrix}0&0&0&0\\[6pt]0&0&0&0\\[6pt]0&0&0&-B_{x}\\[6pt]0&0&B_{x}&0\end{pmatrix}}{\begin{pmatrix}\gamma c\\u_{x}\\u_{y}\\u_{z}\\\end{pmatrix}}=q{\begin{pmatrix}0\\0\\-u_{z}B_{x}\\u_{y}B_{x}\\\end{pmatrix}}}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/bfd018a8ed14a418e87989ace0a57a20b340999c)
mit
und
. Das entspricht dem Gleichungssystem:

mit der Zyklotronfrequenz

Die Vierergeschwindigkeit
zu den Anfangsbedingungen
ist[13]

Nach nochmaliger Integration mit den Anfangsbedingungen
lautet die Lösung der Bewegungsgleichungen:[13]
![{\displaystyle x^{\nu }(\tau )=\left(\gamma _{0}c\tau ,0,-{\tfrac {\gamma _{0}v_{0}}{\omega _{\text{Zykl.}}}}[\cos(\omega _{\text{Zykl.}}\tau )-1],{\tfrac {\gamma _{0}v_{0}}{\omega _{\text{Zykl.}}}}\sin(\omega _{\text{Zykl.}}\tau )\right)}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/0b796d7163cb4d5c0ae047f2ce938c9674b3c9cc)
Die Bahnkurve der Teilchen

ist ein Kreis senkrecht zum Magnetfeld.
Beispiel: Elektromagnetischer Feldstärketensor einer relativistische Teilchenbewegung in einem konstanten elektrischen Feld
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Ein Teilchen der Masse
und der Ladung
bewegt sich mit der Anfangsgeschwindigkeit
in
-Richtung durch ein homogenes elektrisches Feld in
-Richtung
. Das Feld wird durch den Feldstärketensor beschrieben:
![{\displaystyle F_{\mu \nu }={\begin{pmatrix}0&0&0&E_{z}/c\\[6pt]0&0&0&0\\[6pt]0&0&0&0\\[6pt]-E_{z}/c&0&0&0\end{pmatrix}}=-F^{\mu \nu }}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/b8e3467ebe88c3494db4f7fc08470f3d06b33a84)
Die relativistische Bewegungsgleichung
mit
lautet in Koordinatenschreibweise[14]
![{\displaystyle m_{0}{\frac {{\text{d}}u_{\mu }}{{\text{d}}\tau }}=m_{0}{\frac {{\text{d}}\,\,\,}{{\text{d}}\tau }}{\begin{pmatrix}\gamma c\\-\gamma v_{x}\\-\gamma v_{y}\\-\gamma v_{z}\\\end{pmatrix}}=qF_{\mu \nu }u^{\nu }=q{\begin{pmatrix}0&0&0&E_{z}/c\\[6pt]0&0&0&0\\[6pt]0&0&0&0\\[6pt]-E_{z}/c&0&0&0\end{pmatrix}}{\begin{pmatrix}\gamma c\\\gamma v_{x}\\\gamma v_{y}\\\gamma v_{z}\\\end{pmatrix}}={\begin{pmatrix}{\tfrac {qE_{z}}{c}}\gamma v_{z}\\0\\0\\-qE_{z}\gamma \\\end{pmatrix}}}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/2409f36dc8dd696d46ebc284b28fa56709fd0415)
mit
und
. Das entspricht dem Gleichungssystem mit den Anfangsbedingungen
:

Eine Integration liefert die Vierergeschwindigkeit
zu diesen Anfangsbedingungen:[15]

Nach nochmaliger Integration mit den Anfangsbedingungen
lautet die Lösung der Bewegungsgleichungen:[15]
![{\displaystyle x^{\nu }(\tau )=\left({\tfrac {\gamma _{0}m_{0}c^{2}}{qE_{z}}}\sinh({\tfrac {qE_{z}}{m_{0}c}}\tau ),\gamma _{0}v_{0}\tau ,0,{\tfrac {\gamma _{0}m_{0}c^{2}}{qE_{z}}}[\cosh({\tfrac {qE_{z}}{m_{0}c}}\tau )-1]\right)}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/e7ac985b3946cf890f7421d9d7af577e22e8d6ae)
Die Bahnkurve der Teilchen ergibt sich mit 
![{\displaystyle z(x)={\tfrac {\gamma _{0}m_{0}c^{2}}{qE_{z}}}\left[\cosh({\tfrac {qE_{z}}{\gamma _{0}m_{0}v_{0}c}}\,x)-1\right]=2{\tfrac {\gamma _{0}m_{0}c^{2}}{qE_{z}}}\sinh ^{2}({\tfrac {1}{2}}{\tfrac {qE_{z}}{\gamma _{0}m_{0}v_{0}c}}\,x)}](https://wikimedia.org/api/rest_v1/media/math/render/svg/d3258929591113dde98649504a68e69f3b2dae74)
Der Feldstärketensor
ist eine Differentialform zweiter Stufe auf der Raumzeit mit der Metrik
:

Mit dem Levi-Civita-Symbol
und der Matrixdarstellung der kovarianten Komponenten des Faraday-Tensors

gilt:[16]

Die äußere Ableitung ist:

Verschwindet
, so ergibt sich die erste Gruppe der Maxwell-Gleichungen im Vakuum:[17]

Mit
ist der elektromagnetische Feldstärketensor eine geschlossene 2-Form. Damit gibt es ein Vektorpotential
als 1-Form:

mit der äußeren Ableitung

falls
und
sind.
Mit dem dualen elektromagnetischen Feldstärketensor

wird der Hodge-Stern-Operator
auf den elektromagnetischen Feldstärketensor
gebildet:[18]

Hier ist die äußere Ableitung:

Der Dual der kovarianten Viererstromdichte
ist
bzw. in Matrixschreibweise:[18]

oder auch kovariant:

Die Hodge-duale Dreiform der Stromdichte lautet somit:

Damit entspricht die Beziehung

den inhomogenen Maxwell-Gleichungen:[19]

und

Aus der Tatsache
folgt die Ladungserhaltung
, denn[19]

Die Maxwell-Gleichungen lauten in Differentialformschreibweise
und
mit der magnetischen Stromdichte
und der elektrischen Stromdichte
, beide als 1-Formen wiederum auf der Raumzeit.
Da in der Regel von der Abwesenheit magnetischer Ladungen ausgegangen wird, ist
, und der Feldstärketensor kann somit als Ableitung
einer 1-Form
dargestellt werden.
entspricht dem raumzeitlichen Vektorpotential. Bei Anwesenheit magnetischer Ladungen nimmt man ein weiteres Vektorpotential hinzu, dessen Quelle die magnetische Stromdichte ist.
Differentialform der Feldstärke einer Punktladung
Das elektrische Feld
einer Punktladung
wird im elektromagnetischen Feldstärketensorin Polarkoordinaten
wie folgt dargestellt:[20][21]

Damit lässt sich der Feldstärketensor der ruhenden Punktladung
als Differentialform schreiben als

mit dem Abstand
. Es gilt
.
Sein dualer Tensor

lautet als Differentialform[22]

Es gilt ebenso die inhomogene Maxwell-Gleichung mit der Ladungsdichte
und
:

Eine entsprechende Lorentztransformation liefert den Feldstärketensor einer gleichförmig bewegten Ladung.
Differentialform der Feldstärke einer ebenen Welle
Die ebene Welle mit Kreisfrequenz
bewegt sich in
-Richtung mit einer Polarisation in
-Richtung. Für die Amplituden des elektrischen Feldes
und der magnetischen Flussdichte
gilt:[23]

Der Faraday-Feldstärketensor einer ebenen Welle ist also

oder als 2-Form:

Als Differentialform ergibt sich sein dualer Tensor

zu:

Die 4-Form
ist die Lagrange-Dichte des elektromagnetischen Feldes.