Eleonore von Preußen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Eleonore von Preußen (* 21. August 1583 in Königsberg; † 9. April 1607 in Cölln) war eine Prinzessin des Herzogtums Preußen und durch Heirat Kurfürstin von Brandenburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eleonore war die vierte Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen (1553–1618) aus dessen Ehe mit Marie Eleonore (1550–1608), Tochter des Herzogs Wilhelm des Reichen von Jülich-Kleve-Berg. Die Prinzessin wuchs mit ihren Schwestern im Königsberger Schloss auf.

Am 2. November 1603 wurde sie in Berlin die zweite Gemahlin des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546–1608). Die Ehe wurde aus politischen Gründen geschlossen. Einerseits hoffte Joachim Friedrich, dadurch seinen Einfluss im Herzogtum Preußen zu verstärken, wo er als Regent für Eleonores geisteskranken Vater fungierte; andererseits hoffte er auf Eleonores mütterliches Erbe. Als Eleonores Hofmeister wurde Johann von Löben bestellt.

Die Kurfürstin starb erst 24-jährig kurz nach der Geburt ihres einzigen Kindes im Wochenbett. Eleonores Leichnam wurde am 26. April 1607 in der Hohenzollerngruft im Berliner Dom beigesetzt.

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus ihrer Ehe hatte Eleonore eine Tochter:

⚭ 1631 Pfalzgraf Ludwig Philipp von Simmern (1602–1655)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friederike Bornhak: Eleonora von Preussen: Kurfürstin von Brandenburg, zweite Gemahlin des kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg, geboren 1583, gestorben 1607, S. Geibel, 1889
  • Brozat, Dieter: Der Berliner Dom, Berlin 1985 ISBN 3775902716
  • Ernst Daniel Martin Kirchner: Die Kurfürstinnen und Königinnen auf dem Throne der Hohenzollern, 2. Teil: Die letzten acht Kurfürstinnen, Berlin 1867, S. 107-130 (mit Portrait Eleonore von Preußens).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]