Elise Hampel

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Berliner Gedenktafel am Haus Amsterdamer Straße 10 in Berlin-Wedding

Elise Hampel, geb. Lemme (* 27. Oktober 1903 in Bismark (Altmark); † 8. April 1943 in Berlin-Plötzensee) war eine deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie war seit 23. Januar 1937 mit dem Widerstandskämpfer Otto Hermann Hampel verheiratet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule arbeitete sie als Haushaltshilfe. Ab 1936 wirkte sie aktiv als Zellenleiterin in der NS-Frauenschaft mit. Nachdem ihr Bruder während des Westfeldzugs gegen Frankreich gefallen war, wurde das Ehepaar zu Gegnern des NS-Regimes. Zwischen September 1940 und September 1942 verfassten sie Postkarten und etwa 200 Handzettel, in denen zum Widerstand gegen den Faschismus und zur Behinderung der Kriegsplanungen aufgerufen wurde. Trotz Ermittlungen dauerte es zwei Jahre, bis die Urheber auf Grund einer Denunziation gefasst wurden.

Nachdem sie verraten worden waren, wurden sie am 20. Oktober 1942 verhaftet. Am 22. Januar 1943 wurden sie vom 2. Senat des Volksgerichtshofes wegen „Zersetzung der Wehrkraft“ und „Vorbereitung zum Hochverratzum Tod verurteilt und am 8. April 1943 in Plötzensee hingerichtet.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elise Hampel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Kuhnke: Falladas letzter Roman – Die wahre Geschichte. Steffen, Friedland 2011, ISBN 978-3-941683-10-5.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Andreas Mix: Das Fallbeil zerschlug auch ihre Ehe. Hans Falladas Roman „Jeder stirbt für sich allein“ hat ein wahres Vorbild: die Geschichte von Elise und Otto Hampel, die gegen die Nazis Zettel verteilten. In: Berliner Zeitung, Nummer 112 (14./15. Mai), Magazin. 14. Mai 2011, S. 8.