Elvis Crespo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Elvis Crespo (* 30. Juli 1971 in New York City) als Elvis Crespo Diaz geboren, ist ein puerto-ricanischer Sänger und Merengue-Musiker, der 1999 mit einem Grammy ausgezeichnet wurde.

Leben und musikalische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elvis Crespo wurde in New York geboren und erhielt seinen Namen nach Elvis Presley[1][2]. Im Alter von sechs Jahren zog seine Mutter mit ihm nach Guaynabo, Puerto Rico, wo er aufwuchs.

1988, im Alter von 17 Jahren entschied er sich nach New York zurückzukehren.[1] Er wurde Mitglied im „Willie Berrios Orchestra“ und wenig später auch in der Merengue-Band von Toño Rosario. Daneben schrieb er sich in der Metropolitan University als Student der Betriebswissenschaften ein. 1991 heiratete Crespo Ana Ceruto. Mit ihr hat er einen Sohn: Elvis Francisco (* 1992). 1994 erhielt er die Möglichkeit, Leadsänger in der „Grupo Manía“ zu werden. Er gab sein Studium auf und widmete sich fortan ganz der Musik. Dadurch konnte er seine musikalischen Fähigkeiten stark verfeinern.[1]

Nach drei gemeinsamen Alben mit Grupo Manía, die auch einigen Erfolg hatten erhielt Crespo von Sony Music das Angebot eine Solokarriere zu starten. Mit seinem Debüt-Album Suavemente gelang ihm 1998 sofort der internationale Durchbruch. Er wurde für einen Grammy für das „Best tropical Music Album“ nominiert. Der Titelsong wurde 2004 von der deutschen Techno-Band Scooter gecovert. Durch den Erfolg des Albums kam es auch zu verschiedenen Kollaborationen. Unter anderem sang er ein Duett mit Milly Quezada, der „Reina del Merengue“. Mit ihrem gemeinsamen Titel Para darte mi vida traten sie beim Musik-Wettbewerb „Premio Lo Nuestro“ in Miami in der Kategorie „Duo Tropical del Año“ an.

Das zweite Album Píntame (1999) konnte an den Erfolg anknüpfen. Crespo erhielt erneut eine Grammy-Nominierung und gewann den Grammy Latino für das beste Merengue-Album.

Im Anschluss ging er auf Tournee und es folgten zahlreiche Auftritte auf Musik-Festivals in ganz Lateinamerika. Ende 1999 wurde ein Remix-Album mit seinen bekanntesten Liedern veröffentlicht. Darauf erschien auch das Duett mit Gizelle D'Cole Come Baby Come. Im Frühjahr 2000 folgte eine Europa-Tournee, auf der er Spanien, Italien und Belgien besuchte.

Das im Jahr 2000 veröffentlichte Album Wow! Flash wurde ein kommerzieller Flop. Erst mit Urbano hatte Crespo 2002 wieder deutlich mehr Erfolg, insbesondere mit den Titeln Ojos negros und Besame en la boca.

Das Album Saboréalo erschien im Jahr 2004. Der Abstand zwischen seinen Veröffentlichungen wurde seit dieser Zeit länger. Crespo erklärte dies mit emotionalen Turbulenzen nach seinem unerwartet großen Erfolg. Insbesondere werden ihm zahlreiche Affären nachgesagt. Er hat drei uneheliche Kinder von drei verschiedenen Frauen, woraufhin seine Frau ihn dazu drängte eine Vasektomie vornehmen zu lassen. Später trennte sich das Paar. Am 16. März 2009 heiratete er seine langjährige Managerin Maribel Vega mit der er wenig später eine Tochter bekam.[1]

2016 veröffentlichte der DJ Deorro die Single Bailar zu der Crespo die Vocals beisteuerte. Mit diesem Titel erreichte Crespo erstmals die deutschen Single-Charts. Im Jahr 2017 sorgte Elvis Crespo mit dem Musikvideo[3] zu Guayo, welches sich fünf Wochen lang[4] auf den oberen Plätzen der Charts hielt, für Aufsehen[5].

Am 2. Februar 2018 veröffentlichte Crespo das Lied Azukita, das in Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen DJ und Produzenten Steve Aoki, dem puerto-ricanischen Latin-Rapper Daddy Yankee sowie dem US-amerikanischen und Produzenten-Duo Play-N-Skillz entstand. In den Track ließen sie sowohl Latin-Pop-, als auch Big-Room-Elemente einfließen.[6]

Stil und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elvis Crespo gehört zu den exponiertesten Vertretern des Merengue, die den Stil weit über die Karibik hinaus populär gemacht haben.

Seine Stimme und sein Musikstil haben einen deutlichen Wiedererkennungswert. Sein Markenzeichen ist der Ausruf „Pequeña, echate pa'ca!“. Sein musikalischens Werk umfasst neben einigen Hits eine Vielzahl beliebter und tanzbarer Merengue-Stücke.

Im Bereich Salsa hat Crespo auf seinem Album Píntame durch den Titel Eres tu auf sich aufmerksam gemacht. Das Salsa-Duett mit Eddie Santiago, ein Remake des Titels Me haces falta, erschien auf Celebración (1999).

2004 veröffentlichte die deutsche Techno-Truppe Scooter eine Cover-Version seines Titels Suavemente.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7][8]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US La­tin La­tin
1998 Suavemente US106
Platin
Platin

(43 Wo.)US
La­tin1
(104 Wo.)La­tin
1999 Píntame US49
Gold
Gold

(10 Wo.)US
La­tin1
(56 Wo.)La­tin
2000 The Remixes US155
(1 Wo.)US
La­tin2
Platin
Platin

(29 Wo.)La­tin
Wow Flash! La­tin5
Platin
Platin

(20 Wo.)La­tin
2002 Urbano La­tin4
Platin
Platin

(19 Wo.)La­tin
2004 Saboréalo US171
(1 Wo.)US
La­tin3
(11 Wo.)La­tin
2007 Regreso El Jefe La­tin17
(7 Wo.)La­tin
2010 Indestructible La­tin8
(7 Wo.)La­tin
2012 Los Monsters La­tin24
(7 Wo.)La­tin
2013 One Flag La­tin43
(2 Wo.)La­tin
2015 Tatuaje La­tin7
(3 Wo.)La­tin

Weitere Studioalben

  • Hora Enamorada (2005)

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US La­tin La­tin
2008 Elvis Crespo Live From Las Vegas La­tin65
(3 Wo.)La­tin

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US La­tin La­tin
2002 Greatest Hits La­tin45
(13 Wo.)La­tin

Weitere Kompilationen

  • Top Tropical/Salsa (2008)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
US US La­tin La­tin
1998 Suavemente
Suavemente
US84
(2 Wo.)US
La­tin1
(19 Wo.)La­tin
Tu Sonrisa
Suavemente
La­tin1
(23 Wo.)La­tin
Para Darte Mi Vida
La­tin4
(26 Wo.)La­tin
1999 El Cuerpo Me Pide
La­tin4
(5 Wo.)La­tin
Luna Llena
Suavemente
La­tin26
(8 Wo.)La­tin
Píntame
Píntame
La­tin2
(16 Wo.)La­tin
Tiemblo
Píntame
La­tin10
(12 Wo.)La­tin
Por El Caminito
Píntame
La­tin23
(8 Wo.)La­tin
2000 Come Baby Come
The Remixes
La­tin21
(6 Wo.)La­tin
mit Gizelle D’Cole
2001 Wow Flash!
Wow Flash!
La­tin10
(11 Wo.)La­tin
La Noche
Wow Flash!
La­tin34
(3 Wo.)La­tin
Mi Sol, Mi Luna
Wow Flash!
La­tin38
(1 Wo.)La­tin
2002 Bandida
Urbano
La­tin12
(14 Wo.)La­tin
feat. Tempo
Besame En La Boca
Urbano
La­tin49
(1 Wo.)La­tin
2004 Hora Enamorada
Saboréalo
La­tin13
(8 Wo.)La­tin
2007 La Foto Se Me Borro
Regreso El Jefe
La­tin31
(7 Wo.)La­tin
2009 Me Gusta, Me Gusta
Live From Las Vegas
La­tin47
(1 Wo.)La­tin
2011 15 Inviernos
Indestructible
La­tin35
(8 Wo.)La­tin
feat. Zone D’Tambora
La Novia Bella
Indestructible
La­tin40
(3 Wo.)La­tin
2012 Vallenato En Karaoke
Los Monsters
La­tin37
(5 Wo.)La­tin
feat. Los del Puente
Yo No Soy Un Monstruo
Los Monsters
La­tin1
(16 Wo.)La­tin
feat. Ilegales
2013 Pegaito Suavecito
One Flag
La­tin6
Platin
Platin

(26 Wo.)La­tin
feat. Fito Blanko
Sopa de Caracol - Yupi
One Flag
La­tin41
(7 Wo.)La­tin
feat. Pitbull
2014 Ole Brazil
La­tin49
(1 Wo.)La­tin
feat. Maluma
2015 Tatuaje
Tatuaje
La­tin35
(2 Wo.)La­tin
feat. Bachata Heightz
2018 Azukita
Neon Future III
La­tin29
Doppelplatin
×2
Doppelplatin

(9 Wo.)La­tin
mit Steve Aoki, Daddy Yankee & Play-N-Skillz

Weitere Singles

  • 1998: Nuestra Canción
  • 2002: La Cerveza
  • 2004: 7 Días
  • 2005: Pan Comio
  • 2006: Échate Pa’ Ca (feat. Grupo Mania)
  • 2007: Lloré y Lloré
  • 2017: Guayo (feat. Ilegales)

Gastbeiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7][8]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH La­tin La­tin
2014 Te Vivi
El Día Que Vuelva
La­tin43
(2 Wo.)La­tin
Villamizar feat. Maluma y Elvis Crespo
2016 Bailar
DE43
(14 Wo.)DE
AT11
Gold
Gold

(19 Wo.)AT
CH48
Gold
Gold

(11 Wo.)CH
La­tin8
Achtfachplatin
×8
Achtfachplatin

(24 Wo.)La­tin
Deorro feat. Elvis Crespo

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Biographie und Diskographie auf discogs.com, abgerufen am 23. Juli 2016
  2. Biographie auf last.fm, abgerufen am 23. Juli 2016
  3. Watch Elvis Crespo's new video "Guayo", featuring Ilegales. Billboard Charts
  4. The song "Guayo" has been submitted at 08/04/2017 and spent 5 weeks on the charts.
  5. Elvis Crespo Teamed Up With Ilegales Again To Give His Fans Another Dance Song To Repeat All Summer Long. Mitú Entertainment
  6. Leila Cobo: Steve Aoki Enlists Daddy Yankee, Elvis Crespo and Play-N-Skillz for First-Ever Spanish Language Track auf „Billboard
  7. a b c d e Charts DE Charts AT Charts CH Charts US
  8. a b Auszeichnungen für Musikverkäufe: AT CH US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]