Scooter (Band)

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Scooter
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H.P. Baxxter, 2016
H.P. Baxxter, 2016
Allgemeine Informationen
Genre(s) Elektronische Tanzmusik
Gründung 1993 als The Loop
Website scootertechno.com
Gründungsmitglieder
H.P. Baxxter
Rick J. Jordan (bis 2014)
Synthesizer
Ferris Bueller (bis 1998)
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
H.P. Baxxter
Synthesizer
Phil Speiser (seit 2014)
Synthesizer
Michael Simon (seit 2006)
Ehemalige Mitglieder
Synthesizer
Axel Coon (1998–2002)
Synthesizer
Jay Frog (2002–2006)

Scooter [ˈskuːtɐ] ist eine deutsche Band im Bereich der elektronischen Tanzmusik. Frontmann ist H.P. Baxxter. Seit 1993 ist die Band international erfolgreich und verkaufte in über 50 Ländern insgesamt über 30 Millionen Tonträger[1]. Die Gruppe wurde mit Musikpreisen wie dem Echo ausgezeichnet und war mit 23 Stücken in den Top-Ten der deutschen Singlecharts vertreten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1986–1993[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scooter in den 90ern: Rick J Jordan, Ferris Bueller, H.P. Baxxter

Der Frontmann von Scooter, H.P. Baxxter, lernte 1986 Rick J. Jordan, damals Keyboarder in mehreren hannoverschen Bands, über eine Kleinanzeige kennen. Sie gründeten zusammen mit Baxxters Schwester Britt und dem Schlagzeuger Slin Tompson (Nils Enghusen, ehemals The P.O.X.) die Synthie-Pop-Band Celebrate the Nun. Nach der Auflösung der Gruppe richtete sich Jordan in seinem Keller sein erstes Tonstudio ein. H.P. Baxxter begann beim Indie-Label Edel Music zu arbeiten und lernte dort den Manager Jens Thele kennen. 1993 gründeten H.P. Baxxter, Rick J. Jordan, Jens Thele und Baxxters Cousin Sören Bühler (Künstlername: Ferris Bueller) die Remix-Band The Loop. Diese veröffentlichte Remixe für Marky Mark, Holly Johnson und RuPaul.

1994–1998[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Produktion des Tracks Vallée de Larmes entstand Scooter. Die Hauptsequenz des Tracks erinnerte an eine Kirmes und den bekannten Autoscooter. Der Track erschien Februar 1994 auf CD und erreichte in den deutschen Dance-Charts Platz 8. Im Mai wurde Hyper Hyper veröffentlicht, dessen gleichnamige Vocals auf Annihilating Rhythm des schottischen Acts Ultra-Sonic basiert. Dieser Titel war stilbildend für viele der später produzierten Stücke Scooters. Hyper Hyper erreichte europaweit die Top 5. Die nachfolgenden Hits Move Your Ass!, Friends, Endless Summer und Back in the UK erreichten die Top 5 der Charts. Mit Back in the UK gelang Scooter der Einstieg in die britischen Charts.

Das im Januar 1995 veröffentlichte Debütalbum … and the Beat Goes On! erreichte Platz 25. Die Folgealben Our Happy Hardcore und Wicked!, die beide 1996 veröffentlicht wurden, waren kommerziell erfolgreicher, die zweite Single-Auskopplung aus Our Happy Hardcore, Let Me Be Your Valentine, erreichte Platz 14 der Charts. Rebel Yell war eine Coverversion von Billy Idols gleichnamigem Hit von 1984. Mit Wicked! drosselten Scooter die bpm-Zahl deutlich. Die erste Auskopplung I’m Raving (basierend auf der Ballade Walking in Memphis von Marc Cohn aus dem Jahr 1991) erreichte Platz 4, die Ballade Break It Up Platz 15. In zahlreichen Songs fanden sich immer wieder entliehene Passagen aus der Radiosendung The Steve Mason Experience, die wöchentlich auf BFBS ausgestrahlt wurde, insbesondere aus den Gesangspassagen des gelegentlichen Gastes MC Mystic Man.

Im Folgejahr gelang mit dem Song Fire einer der höchsten Neueinstiege in die Singlecharts, welcher außerdem als Entrance- und Touchdown-Theme von Düsseldorf Rhein Fire bekannt wurde. Das Album Age of Love wurde veröffentlicht, und mit der Age-of-Love-Tour startete die erste Scooter-Hallentour. Ende des Jahres 1997 erschien mit No Fate ein eher ruhiges Stück. Die Single erreichte Platz 39 der Charts.

1998–2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scooter in Moskau (2000)
(von links: H.P. Baxxter, Rick J. Jordan, Axel Coon)

1998 verließ Ferris die Band und wurde durch Axel Coon ersetzt. Kurz darauf wurde How Much Is the Fish? veröffentlicht. Der Song wurde in Deutschland ein großer Erfolg. Die zweite Single-Auskopplung des am 20. Juli 1998 veröffentlichten Albums No Time to Chill wurde als Doppel-A-Single veröffentlicht. Sowohl für We Are the Greatest, als auch für I Was Made for Lovin’ You (Cover des gleichnamigen Hits der US-amerikanischen Rockband Kiss von 1979) wurde ein eigenes Musikvideo gedreht. Die Single war allerdings kein kommerzieller Erfolg.

Die nächste Single-Auskopplung des Albums war Call Me Mañana. Diese erschien Anfang 1999 und enthielt wieder eine bekannte Melodiepassage aus James Brown Is Dead von L. A. Style. Die Album-Version enthielt dieses Sample nicht. Gegen Ende des Jahres wurde ein weiteres Album mit dem Titel Back to the Heavyweight Jam veröffentlicht. Es brachte Scooter in Deutschland zum ersten Mal eine Gold-Auszeichnung für eine LP ein. Singles waren Faster Harder Scooter und Fuck the Millennium. Letzteres wurde für den Single-Release völlig umstrukturiert und hat mit der Album-Version nur noch einige Textstellen gemein. Hier wurde ebenfalls eine bekannte Melodie eingebaut: Wheels von Jimmy Torres aus dem Jahr 1960, von dem bereits dutzende Coverversionen existieren.

Die Single I’m Your Pusher (basierend auf Flieger, grüß mir die Sonne), die am 1. Mai 2000 erschien, wurde zum Titelsong der VIVA On Road Tour 2000 und war die erste Auskopplung aus dem folgenden Album Sheffield. Unter dem Pseudonym Ratty veröffentlichen Scooter im Jahr 2000 außerdem die Single Sunrise (Here I Am). Der Titel wurde in den Großraum-Techno-Clubs ein Hit. Rattys Nachfolge-Track Living on Video wurde kein großer Erfolg. Für das Projekt Pop 2001 steuerten Scooter eine Coverversion des 1978er Hits Am Fenster der Band City bei. Im Mai 2001 wurde die nächste Single, Posse (I Need You on the Floor), veröffentlicht, die es bis auf Platz 7 in Deutschland schaffte. Auch das nächste Album We Bring the Noise! konnte sich durchsetzen. Die zweite Single-Auskopplung, Aiii Shot the DJ, schaffte es auf Platz 29. Im dazugehörigen Videoclip gibt es einen Gastauftritt des Komikers und Musikers Helge Schneider. Im Dezember wurde die Single Ramp! (The Logical Song), eine Coverversion des Supertramp-Songs The Logical Song veröffentlicht. Bei der darauffolgenden Tour Anfang 2002 musste Coon ins Krankenhaus. DJ Jay Frog vertrat ihn. Kurz darauf trennte sich Axel Coon von Scooter und wurde durch Jay Frog ersetzt.

2002–2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scooter (2004)
(von links: Jay Frog, H.P. Baxxter, Rick J. Jordan)

Am 11. Februar 2002 wurde unter dem Pseudonym 3 A.M. die Single Nessaja zunächst ohne Gesang von Baxxter auf Kontor Records veröffentlicht. Es enthält eine Textstelle aus einem gleichnamigen Lied von Peter Maffays Musicalreihe Tabaluga. Zwei Monate später erschien am 8. April 2002 auch die Version mit Baxxters Stimme. Der Song landete auf Platz eins der deutschen Single-Charts. Im März 2003 veröffentlichte die Band das Album The Stadium Techno Experience.

Im März 2004 nahm die Gruppe an der Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest 2004 teil, wo sie ihren Song Jigga Jigga! vortrugen. Sie erreichten den zweiten Platz hinter Max Mutzke. Im Februar bekamen Scooter zum zweiten Mal den Echo in der Kategorie Dance Act National verliehen. 2004 tourte die Band mit der We-Like-It-Loud-Tour zum zehnjährigen Bandbestehen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am 6. Dezember 2004 veröffentlichten Scooter die Nachfolge-Single von Shake That! (eine Coverversion von Shake Your Booty von KC and the Sunshine Band) mit dem Titel One (Always Hardcore), die die Top 10 der Charts erreichte. Diese Single enthält eine nachgespielte Melodie aus Cappellas Move on Baby (1994). Die Vocals und eine weitere, dezente Melodie basieren außerdem auf dem Happy-Hardcore-Song Always Hardcore (Radio Mix) (dessen Vocals wiederum auf Pearl Jams Alive basieren) von Bodylotion (Neophyte) aus dem Jahre 1996.

2004 veröffentlichten sie auch ihr Studioalbum Mind the Gap, das unter anderem eine Coverversion des Songs Stripped von Depeche Mode in allen Versionen des Albums enthielt. Derselbe Song erschien auch auf ihrem späteren Livealbum Excess All Areas. 2007 produzierten sie für den Song eine Orchester-Version, die als Download veröffentlicht wurde. Am 7. März 2005 kam die Single Suavemente in den Handel, die den gleichnamigen Merengue-Hit von Elvis Crespo sampelt. Im September 2005 gaben Scooter zum ersten Mal ein Konzert in den USA. In der Allstate Arena in Chicago war die Gruppe nach drei lokalen DJs und Aquagen sowie den Benassi Brothers der Mainact und spielten vor 8000 Fans. Hier wurde auch die neue Single Hello! (Good to Be Back) zum ersten Mal vorgestellt, die im Oktober 2005 veröffentlicht wurde. Das Album Who’s Got the Last Laugh Now? erschien im November. Ende Dezember folgte die 33. Single Apache Rocks the Bottom!. Am 6. März 2006 starteten Scooter im deutschsprachigen Raum ihre Who’s-Got-the-Last-Laugh-Now?-Tour in Hannover, die am 26. März 2006 mit dem Konzert in der Alsterdorfer Sporthalle zu Hamburg vor über 5000 Fans endete. Hier wurde eine Live-DVD aufgenommen, die im Juni 2006 veröffentlicht wurde.

2006–2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scooter (2008)
(von links: Rick J Jordan, H.P. Baxxter, Michael Simon)
Scooter (2008)

Seit dem 14. August 2006 ist der Hamburger DJ und Produzent Michael Simon neues Mitglied der Band. Er ersetzt Jay Frog. Am 1. Dezember 2006 präsentierte die Band ihre Single Behind the Cow, die Platz 17 der deutschen Charts erreichte. Das Album The Ultimate Aural Orgasm wurde im Februar 2007 veröffentlicht und stieg auf Platz 6 der Albumcharts ein. Im März erschien die zweite Singleauskopplung, Lass uns tanzen, die es auf Platz 19 der Single-Charts schaffte. Im April folgte eine Club-Tour. Im August 2007 trat die Band als Live-Act bei der Hochzeit von Gülcan und Sebastian Kamps auf. Die Single The Question Is What Is the Question? erreichte Platz 5 der deutschen Singlecharts.[2]

Im November 2007 erschien das 13. Scooter-Album Jumping All Over the World. Eine Woche zuvor erschien bereits die Singleauskopplung And No Matches. Damit wurde erstmals wieder seit 1996 ein zweites Studioalbum innerhalb eines Jahres veröffentlicht. Die Single erreichte Platz 9 der deutschen Charts. Im Februar 2008 wurde als dritte Singleauskopplung Jumping All Over the World veröffentlicht. Die Single wurde zur Albumversion leicht verändert und erreichte Platz 15 der deutschen Singlecharts. Ende März begann die Jumping All Over the World Tour in Karlsruhe und endete Mitte April in Köln.

Die vierte Singleauskopplung, eine komplett überarbeitete Version von I’m Lonely, erlangte Platz 8 in den deutschen Singlecharts. Am 30. April 2008 wurde das Album Jumping All Over the World in England veröffentlicht und erreichte sowohl Platz 1 in den offiziellen englischen Albumcharts als auch eine Platinauszeichnung für 300.000 verkaufte Alben. Die Gruppe wurde mit dem Golden Music Award für das Album ausgezeichnet. Es stellt für Scooter einen Chartrekord dar: Kein anderes Album der Band blieb so lange in den Charts (38 Wochen). Für einen weiteren Verkaufsschub sorgte die Wiederveröffentlichung des Albums unter dem Titel Jumping All Over the World - Whatever You Want. Die neue Version enthielt neben der überarbeiteten Version von I’m Lonely sieben neue „alte“ Tracks; erfolgreiche Scooter-Singles wurden unter dem Projektnamen Hands on Scooter von diversen Künstlern wie der Bloodhound Gang oder den Klostertalern neu interpretiert. Der Song Beweg dein Arsch von Sido erschien als Single, die die deutschen Top 20 erreichte. Eine zweite CD des Albums enthielt sämtliche Top-Ten-Hits der Band und den neuen Song Jump That Rock (Whatever You Want), der, ebenfalls als Single veröffentlicht, auf Platz 11 der deutschen Charts kletterte.

2009–2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scooter (2012)

Am 14. August 2009 veröffentlichten Scooter die Single J’adore Hardcore als Auskopplung aus dem neuen Album Under the Radar Over the Top. Das Stück erreichte Platz 12 in den deutschen Singlecharts. Neben dem Album erschien am 2. Oktober 2009 auch die zweite Auskopplung Ti Sento, eine Cover-Version des gleichnamigen Songs der italienischen Band Matia Bazar aus dem Jahr 1985. Die Gesang stammt von der Originalinterpretin Antonella Ruggiero. Der Song erreichte Platz 10 der Charts. Im November wurde die Single The Sound Above My Hair veröffentlicht.

Mit Stuck on Replay lieferten Scooter das offizielle Lied der Eishockeyweltmeisterschaft 2010, die im Mai 2010 in Deutschland stattfand. Die Single ist im März erschienen. Zudem traten Scooter beim Eröffnungsspiel Deutschland - USA live vor 77.803 Zuschauern in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen auf.[3] Im März 2010 begannen Scooter ihre Under-the-Radar-over-the-Top-Tour zum gleichnamigen Album.

Am 15. April 2011 wurde die Single Friends Turbo veröffentlicht. Sie ist auch der Soundtrack des am 21. April 2011 in den Kinos angelaufenen Films New Kids Turbo. Das Musikvideo zu Friends Turbo drehte Scooter zusammen mit Tim Haars (Gerrie van Boven). Am 20. Mai 2011 veröffentlichten Scooter die Single The Only One. Scooter engagierten sich für das Lesen- und Schreibenlernen. Im Rahmen der Kampagne „iCHANCE“, die vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung durchgeführt wird, gab H.P. Baxxter sein Statement gegen Analphabetismus ab.[4][5]

Am 14. Oktober 2011 erschien mit der Single David Doesn’t Eat das neue Album The Big Mash Up. In diesem Album, aus dem insgesamt vier Singles ausgekoppelt wurden, integrierte Scooter die immer populärer werdende elektronische Musikrichtung Dubstep. Als Besonderheit des Albums war auf einer separaten CD der sogenannte Suck My Megamix, ein 80-minütiger Mix sämtlicher bis dahin erschienenen Singles, beigelegt. Am 7. September 2012 erschien die Single 4 AM als Vorabveröffentlichung des neuen Albums Music for a Big Night Out, das am 2. November 2012 veröffentlicht wurde. Auf diesem Album, mit dessen Erscheinung auch die Single Army of Hardcore veröffentlicht wurde, finden sich kaum Dubstep-Elemente, dafür aber mehr House- und Progressive-Trance-Elemente. Das Album konnte sich im Gegensatz zum verhältnismäßig schlecht angenommenen The Big Mash Up auch unter den Top Ten der deutschen Charts platzieren. Anlässlich des 20-jährigen Bandjubiläums gab die Band 2013 bekannt, alle Scooter-Alben bis einschließlich The Big Mash Up in einer Sonderedition namens 20 Years of Hardcore neu aufzulegen.[6] Diese remasterten Fassungen enthalten neben dem jeweiligen Originalalbum auch Singleversionen und Remixe sowie B-Seiten.

Ab 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 ist Phil Speiser neues Mitglied der Band. Er ersetzte das Gründungsmitglied Rick J. Jordan. Im Mai 2014 präsentierte die Band ihre neue Single Bigroom Blitz. Hierbei handelt es sich um eine weitere Coverversion. Des Weiteren enthält das Lied einen Rap-Part des US-amerikanischen Rappers Wiz Khalifa, der ursprünglich vom Lied Yoko von Berner, Chris Brown und Khalifa stammt. Über die Rechte zur Verwendung von Khalifas Vocals auf diesem Track verfügt das Plattenlabel Kontor Records, bei dem Scooter unter Vertrag steht. Im September 2014 erscheint das erste Album der neuen Band-Formation The Fifth Chapter, das Platz 8 der deutschen Albumcharts erreichte. Im Februar 2016 erschien mit Ace das 18. Studioalbum der Band. Es erreichte die Top-10 der deutschen Verkaufscharts und wurde somit zum neunten Top-10-Album von Scooter in Deutschland. Die Single Oi erschien zeitgleich mit dem Album und wurde ausschließlich digital veröffentlicht. Im Mai 2017 erschien die Single Bora! Bora! Bora!.

Im August 2017 hatte die Band einen Auftritt auf der Krim. Die ukrainischen Behörden sehen darin wie 2017 bei Julija Olegowna Samoilowa eine Straftat.[7][8] Im September 2017 wurde das 19. Studioalbum Scooter Forever veröffentlicht. Als zweite Singleauskopplung wurde das Lied My Gabber mit Jebroer veröffentlicht.

Bandmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

H.P. Baxxter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: H.P. Baxxter

H.P. Baxxter (* 16. März 1964 in Leer (Ostfriesland)) ist Gründer und Frontmann der Gruppe. Neben seinen Shouts ist er auch dafür bekannt, sich für jedes Album ein Pseudonym zuzulegen (z. B. Chicks Terminator, Mic Enforcer, Whistling Dave, MC H.P.).

Michael Simon (seit 2006)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2006 stieß der Hamburger DJ und Produzent Michael Simon (* 29. August 1972) zur Gruppe. Er machte das erste Mal Mitte der 1990er mit seinem Dance-Projekt Shahin & Simon auf sich aufmerksam. Die Verbindung zwischen Simon und Scooter ist nicht neu: Bereits 1996 fertigte er mit seinem Produktionspartner Shahin Moshirian Remixe für die Band an (I’m Raving, Let Me Be Your Valentine) und war mit Shahin & Simon als Vorgruppe für Scooter mit auf Tour. Im Gegenzug dazu produzierten Scooter den Mix zu Shahin & Simons Single Do the Right Thing, dessen Refrain auf dem des gleichnamigen 1989er Hits von Redhead Kingpin and the F.B.I. basiert.

Phil Speiser (seit 2014)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ersatz für das Gründungsmitglied Rick J. Jordan wurde Phil Speiser (* 12. Oktober 1990) 2014 Mitglied der Band. Bereits 2013 hatte er mit Baxxter und Simon für die Single Sweater Weather zusammengearbeitet. Vorher war Speiser unter dem Pseudonym Dirty Disco Youth als DJ und Produzent aktiv. Einige seiner Veröffentlichungen erschienen ebenfalls bei Kontor Records, wo Scooter seit langem unter Vertrag steht.

Zeitleiste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Scooter/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1995 … and the Beat Goes On! 25
(19 Wo.)
27
(5 Wo.)
29
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. Januar 1995
1996 Our Happy Hardcore 17
(18 Wo.)
16
(11 Wo.)
9
(9 Wo.)
24
(6 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. März 1996
Wicked! 22
(16 Wo.)
30
(5 Wo.)
38
(2 Wo.)
76
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Oktober 1996
Verkäufe: + 20.000
1997 Age of Love 19
(6 Wo.)
32
(7 Wo.)
35
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 25. August 1997
Verkäufe: + 31.664
1998 No Time to Chill 4
(12 Wo.)
27
(10 Wo.)
20
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Juli 1998
Verkäufe: + 56.276
1999 Back to the Heavyweight Jam 7 Gold
(14 Wo.)
25
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. September 1999
Verkäufe: + 190.000
2000 Sheffield 11
(9 Wo.)
49
(1 Wo.)
60
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juni 2000
2001 We Bring the Noise! 15
(11 Wo.)
32
(5 Wo.)
74
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Juni 2001
2003 The Stadium Techno Experience 7
(22 Wo.)
14
(12 Wo.)
35
(6 Wo.)
20 Silber
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 31. März 2003
Verkäufe: + 115.000
2004 Mind the Gap 16
(21 Wo.)
34
(9 Wo.)
67
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. November 2004
Verkäufe: + 10.000
2005 Who’s Got the Last Laugh Now? 14
(9 Wo.)
31
(3 Wo.)
44
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 4. November 2005
2007 The Ultimate Aural Orgasm 6
(8 Wo.)
17
(3 Wo.)
66
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 9. Februar 2007
Jumping All Over the World 9
(49 Wo.)
18
(15 Wo.)
65
(3 Wo.)
1 Platin
(21 Wo.)
Erstveröffentlichung: 30. November 2007
Verkäufe: + 500.000
2009 Under the Radar Over the Top 2
(12 Wo.)
15
(5 Wo.)
51
(3 Wo.)
62
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. Oktober 2009
Verkäufe: + 100.000
2011 The Big Mash Up 15
(4 Wo.)
30
(1 Wo.)
47
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 14. Oktober 2011
2012 Music for a Big Night Out 10
(3 Wo.)
37
(1 Wo.)
47
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 2. November 2012
2014 The Fifth Chapter 8
(4 Wo.)
28
(2 Wo.)
23
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 26. September 2014
2016 Ace 6
(6 Wo.)
14
(3 Wo.)
34
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: 5. Februar 2016
2017 Scooter Forever 8
(4 Wo.)
17
(2 Wo.)
32
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 1. September 2017

Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: The Age of Love Tour ’97
  • 1999: No Time to Chill Tour ’99
  • 2000: Sheffield Tour 2000
  • 2002: Push the Beat for This Jam Tour 2002
  • 2004: We Like It Loud! Tour 2004
  • 2006: Who’s Got the Last Laugh Now Tour 2006
  • 2007: Lass Uns Tanzen Club Tour 2007
  • 2008: Jumping All Over the World Tour 2008
  • 2010: Under the Radar Over the Top Tour 2010
  • 2010: Stuff the Turkey X-Mas Tour 2010
  • 2012: The Big Mash Up Tour 2012
  • 2014: 20 Years of Hardcore Tour 2014
  • 2015: T5C Tour 2015
  • 2016: Can’t Stop The Hardcore Tour 2016
  • 2017/18: Wild & Wicked Tour 2017/18

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bravo Otto
    • 2004: Ehren-OTTO
  • Comet
    • 2000: für Dance Act
    • 2003: für Dance Act
    • 2010: Platin-Comet
  • Dance Music Award
    • 2003: für Erfolgreichster nationaler Dance Act im Ausland
  • Echo
    • 2003: für Dance-Single des Jahres National[9]
    • 2004: für Dance-Produktion des Jahres National[10]
  • The Dome
    • 2009: für 20 absolvierte Auftritte (bei The Dome 52)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Dax mit Robert Defcon: Scooter. Always Hardcore. Edel, Hamburg 2013, ISBN 3-8419-0243-X (Bandbiografie mit zahlreichen Fotos aus Privatarchiven).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Scooter – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Haas: Was sägt man dazu? Dröhnen, dräuen, Dezibel: Das neue Scooter-Album ist da. In: zeit.de. Die Zeit, 26. Februar 2016, abgerufen am 5. August 2017.
  2. Scooter sind die Single-Champions. In: RauteMusik.FM, abgerufen am 5. August 2017.
  3. WM-Song von Scooter. In: sport1.de. 9. Februar 2010, abgerufen am 5. August 2017.
  4. iCHANCE Profi Portal: Promis. Abgerufen am 2. August 2011.
  5. YouTube: H.P. Baxxter von Scooter über seine Musik und Schulzeit. 5. September 2008, abgerufen am 2. August 2011.
  6. Übersicht auf der Webseite von Kontor Records.
  7. tma: Ukraine ermittelt gegen Techno-Gruppe Scooter. In: Hamburger Abendblatt. 5./6. August 2017, S. 48; online in: abendblatt.de. Hamburger Abendblatt, abgerufen am 5. August 2017.
  8. Ukraine ermittelt nach Scooter-Konzert auf der Krim. In: Die Presse. (diepresse.com [abgerufen am 7. August 2017]).
  9. Preisträger Echo 2003 (Memento vom 27. Juli 2011 im Internet Archive).
  10. Die Preisträger Echo 2004 (Memento vom 27. Juli 2011 im Internet Archive).