Erfweiler-Ehlingen

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Erfweiler-Ehlingen
Gemeinde Mandelbachtal
Wappen von Erfweiler-Ehlingen
Koordinaten: 49° 11′ 44″ N, 7° 11′ 10″ O
Höhe: 289 (280–397) m
Fläche: 6,92 km²
Einwohner: 1260 (Feb. 2016)
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66399
Vorwahl: 06803
Erfweiler-Ehlingen (Saarland)
Erfweiler-Ehlingen

Lage von Erfweiler-Ehlingen im Saarland

Blick aus südlicher Richtung auf Erfweiler-Ehlingen
Blick aus südlicher Richtung auf Erfweiler-Ehlingen

Erfweiler-Ehlingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Mandelbachtal im Saarpfalz-Kreis (Saarland).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfweiler-Ehlingen liegt in einer hügeligen, landwirtschaftlich geprägten Landschaft des vorderen Bliesgaus, eingebettet in einen Ausläufer des Pfälzisch-Saarländischen Muschelkalkgebietes. Der Ort wird vom Mandelbach durchflossen. Auf der Gemarkung Erfweiler-Ehlingens fließen dem Mandelbach vier Bäche zu: der Magersbrunnenbach, der Rittwiesbach, der Brühlbach und der Winkelbach.[1] Die Gemarkungsfläche beträgt 692 ha, davon entfallen 125 ha auf Waldflächen und 482 ha auf landwirtschaftlich genutzte Flächen.[1] Die restliche Fläche entfällt auf die Ortslage. Höchste Erhebung ist der Hölschberg mit 397 m, der tiefste Punkt (280 m) liegt am Mandelbach, an der Grenze zum Nachbarort Wittersheim.[1]

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarorte von Erfweiler-Ehlingen sind südlich Wittersheim, südöstlich Rubenheim, nördlich Aßweiler, nordöstlich Ballweiler und westlich Ormesheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1974 wurde Erfweiler-Ehlingen in die neue Gemeinde Mandelbachtal eingegliedert.[2]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfweiler-Ehlingen ist größtenteils katholisch. Die Katholiken gehören zur Pfarrei St. Mauritius, die dem Pfarrverband Blieskastel im Dekanat Saarpfalz zugeordnet ist, das wiederum ein Teil des Bistums Speyer ist.[3] Die evangelischen Christen gehören zur protestantischen Kirchengemeinde Ensheim, die auch über eine Kirche in Ormesheim verfügt, in der mindestens einmal im Monat Gottesdienste stattfinden.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Ortsrat:[4]

(Stand: August 2019)

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2014 ist Michael Abel (SPD) Ortsvorsteher. Er wurde am 13. August 2019 durch die Mitglieder des Ortsrates einstimmig wiedergewählt. Sein Stellvertreter ist Olaf John (SPD).

Von 1994 bis 2014 war Benno Bubel (CDU) Ortsvorsteher.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Gemeindewappen

Blasonierung des ehemaligen Gemeindewappens:

„Unter silbernem Schildhaupt, darin ein durchgehendes rotes Kreuz, in Blau ein silberner Pfahl, begleitet rechts von einem goldenen Rundturm mit Kegeldach, schwarzer Tür und schwarzem Fenster, links von einem goldenen Mühlstein.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfweiler-Ehlingen hat auf Landesebene im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft in den Jahren 2003 und 2012 die Silbermedaille und in den Jahren 2005 sowie 2015 die Goldmedaille erreicht. 2007 und 2016 stand der Ort im Bundesentscheid. Am 25. Januar 2008 und am 27. Januar 2017 wurde dem Ort in Berlin im Rahmen der Grünen Woche jeweils die Silbermedaille für die Teilnahme am Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" verliehen.

Besonders zu beachten: Kirche St. Mauritius mit Rundturm (12. Jahrhundert), Josefkapelle mit Sieben-Schmerzen-Stationen, Tagelöhnerhaus, prämiertes Bauernhaus Welsch.

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung: das Kulturlandschaftszentrum "Haus Lochfeld" (auf der Gemarkung Wittersheim), die Naturbühne Gräfinthal (auf der Gemarkung Bliesmengen-Bolchen), der Optische Telegraf (auf der Gemarkung Biesingen) und das Haus der Dorfgeschichte in Bliesmengen-Bolchen.

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gefallenenehrenmal Erster Weltkrieg Gefallenenehrenmal Zweiter Weltkrieg
steht in der Nähe der Mandelbachhalle
steht neben der Friedhofshalle

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegekreuz, Auf dem Hüwel 15, Jahr 1778[5]
Bauernhaus, Umfassungsmauer mit Gewölbekeller und Hühnerstall, Ballweilerstraße 6, Jahr 1850[5]
sog. Schusterhaus, Wohnhaus, Ballweilerstraße 11, Jahr 1729[5]
Bauernhaus, Rubenheimerstraße 49, um 1870[5]
Bauernhof, Rubenheimerstraße 52, Jahr 1816[5]
Tagelöhnerhaus, Straße am Römerturm 19, 19. Jahrhundert[5]

Geschützte Landschaftsbestandteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bezeichnung Beschreibung Koord.
Feuchtbrache Am Mühlenberg Feuchtgebiet GLB Feuchtbrache Am Mühlenberg (PDF, 344 kB), abgerufen am 23. November 2017 49° 11′ 47,4″ N, 7° 9′ 40″ O
Jägerspfuhl auf dem Hölschberg Feuchtgebiet Jägerspfuhl auf dem Hölschberg (PDF, 393 kB), abgerufen am 23. November 2017 49° 12′ 37,5″ N, 7° 11′ 58,5″ O
Steinbruch am Sommerberg Kalkhalbtrockenrasen, Wiese, Gehölze GLB Steinbruch am Sommerberg (PDF, 221 kB), abgerufen am 23. November 2017 49° 11′ 24,7″ N, 7° 11′ 13,9″ O

Wittelsbacher-Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steht oberhalb der Schornwaldhütte an der Straße in Richtung Rubenheim

Im Jahre 1880 wurde das 700-jährige Jubiläum des Hauses Wittelsbach gefeiert. Etwa 100 m oberhalb der Schornwaldhütte an der Straße nach Rubenheim erinnert eine Gedenktafel an diese Feierlichkeit. Bei der Gedenktafel handelt es sich um eine Rekonstruktion.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 19. März: „Josefstag“ zu Ehren des Hl. Josef
  • März: Turnier „Unser Dorf kegelt“[6]
  • 30. April / 1. Mai: Aufstellung des Maibaumes am Feuerwehrhaus mit Maifest der Freiwilligen Feuerwehr
  • Frühlingsfest mit Boule-Turnier des Fußball-Clubs an Christi Himmelfahrt
  • Trofeo Karlsberg (Die Gemeinde Mandelbachtal ist Partner dieses jährlich am Wochenende nach Fronleichnam stattfindenden Junioren-Weltcup-Radrennens.)
  • August: Beach-Turnier des Jugendclubs
  • letztes Wochenende im August: Dorffest "Rund um den Römerturm"
  • Martinsfeier
  • 1. Adventswochenende: Advent in der Brennerei mit Weihnachtsmarkt
  • kurz vor Weihnachten: X-Mas-Warm-Up des Jugendclubs

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfweiler-Ehlingen ist eine ausgesprochene Wohn- und Pendlergemeinde. Die meisten Berufstätigen arbeiten in der Region Saarbrücken, St. Ingbert und Homburg.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfweiler-Ehlingen verfügt über folgende öffentliche Einrichtungen: freiwillige Ganztagsgrundschule, Kinderspielplätze, Mandelbachhalle, Friedhof, Einsegnungshalle, Katholische Kirche St. Mauritius, Jugendclub, Feuerwehrhaus, Sportheim, Tennisplätze, Bolzplatz, Nordic-Walking-Park, Brennerei, Hölschberg-Bauschuttdeponie, Beach-Volleyballplatz.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfweiler-Ehlingen ist an die Bundesstraße 423 angebunden, die westlich am Ort vorbeiführt. Über die Landstraße 231 besteht eine Verbindung nach Rubenheim (Gemeinde Gersheim).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Budzinski, Rainer (Hrsg.): Einwohner von Erfweiler-Ehlingen 1500–1800 – ein Rekonstruktionsversuch. Selbstverl., Hannover 1998.
  • Redaktionsteam der Pfarrgemeinde Erfweiler-Ehlingen (Hrsg.): 100 Jahre Pfarrkirche St. Mauritius Erfweiler-Ehlingen. Westpfälzische Verlagsdruckerei, St. Ingbert 2006.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e. V. (Hrsg.): Die Katholische Pfarrkirche Erfweiler-Ehlingen. Selbstverlag, Mandelbachtal 2009.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e. V. (Hrsg.): Gesund unterwegs -Die NatureFitnessParks in Mandelbachtal. Selbstverlag, Mandelbachtal 2013.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e. V. (Hrsg.): Rund um den Römerturm – Kneipprundwanderweg Erfweiler-Ehlingen. Selbstverlag, Mandelbachtal 2013.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e. V. (Hrsg.): Mandelbachtaler Legenden 4: Der Jägerpfuhl auf dem Hölschberg. Selbstverlag, Mandelbachtal 2013.
  • Verkehrsverein Mandelbachtal e. V. (Hrsg.): Die Wappen der Gemeinde Mandelbachtal und ihrer acht Gemeindebezirke. Selbstverlag, Mandelbachtal 2009.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Erfweiler-Ehlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Beschreibung der Topografie. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 15. Juli 2009; abgerufen am 28. Juni 2012.
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 809.
  3. St. Mauritius, Erfweiler-Ehlingen (Memento vom 27. Januar 2016 im Internet Archive) Auf: cms.bistum-speyer.de, abgerufen am 25. Juni 2012.
  4. Ortsräte Mandelbachtal (PDF; 1,38 MB), Auf: www.mandelbachtal.de, abgerufen am 26. Juli 2019.
  5. a b c d e f Denkmalliste des Saarlandes, Teildenkmalliste Saarpfalz-Kreis (PDF; 1,11 MB), abgerufen am 25. Juni 2012.
  6. „Unser Dorf kegelt“ in der Mandelbachhalle. In: Saarbrücker Zeitung. 12. März 2019, abgerufen am 2. Juni 2019.