Aßweiler

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Aßweiler
Koordinaten: 49° 13′ 5″ N, 7° 11′ 5″ O
Höhe: 355 m ü. NHN
Einwohner: 898 (31. Dez. 2019)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66440
Vorwahl: 06803
Aßweiler (Saarland)

Lage von Aßweiler im Saarland

Blick vom Hölschberg über Aßweiler mit der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Aßweiler ist ein Ortsteil der Stadt Blieskastel im Saarpfalz-Kreis (Saarland). Der Ort gehört zum Biosphärenreservat Bliesgau, einer Naturregion am Unterlauf der Blies. Bis Ende 1973 war Aßweiler eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Sankt Ingbert.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aßweiler liegt auf einer Höhe von 355 m ü. NHN[2] an der B 423 zwischen den Nachbarorten Biesingen im Osten, Erfweiler-Ehlingen im Südwesten, Ommersheim im Westen und Seelbach im Norden am Fuß des 395 m ü. NHN hohen Hölschberges, einer der höchsten Erhebungen im Bliesgau. In der Gemarkung des Ortes entspringt der Mandelbach, der bei Habkirchen in die Blies mündet und der Nachbargemeinde Mandelbachtal ihren Namen gab.

Partnerort ist seit 19. November 1988 Asswiller im Unterelsass. Asswiller wurde 1212 erstmals urkundlich erwähnt somit genau 50 Jahre früher als Aßweiler.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aßweiler wird 1262 erstmals urkundlich erwähnt. In einer Urkunde des Klosters Werschweiler wird einem Dieterich, Ritter von Bließen der Erhalt von Korn und Geld aus seinen Einkünften in verschiedenen Dörfern, darunter auch Aßweiler, bestätigt.

Am 28. Juli 1421 wird im „Weisthum des Hochgerichts Ormesheim“ zu Erfweiler die „freie Hofstatt Aßweiler“ erwähnt. Im ausgehenden Mittelalter gehörte die Gemarkung zur Gemeinde Seelbach, im 16. und 17. Jahrhundert war sie zunächst im Besitz der Herren von Bitsch, gen. Gentersberger, danach der Herren von Eltz. Von diesen erwarben im Jahre 1660 die Freiherren und späteren Grafen von der Leyen den Bann, unter deren Verwaltung der kleine Ort bis zur französischen Revolution blieb. 1783 zählte Aßweiler gerade 88 Einwohner, darunter 10 fronpflichtige.

Ursprünglich war der Ort landwirtschaftlich geprägt, später – in der Mitte des 20. Jahrhunderts – arbeiteten fast 85 Prozent der Einwohner in den nahen Kohlengruben und Hüttenwerken.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Aßweiler am 1. Januar 1974 der Stadt Blieskastel zugeordnet.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis der Bundestagswahl vom 24. September 2017.[4]

Die Wahlbeteiligung lag bei 81,2 %.

Ortsrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis der Ortsratswahlen vom 25. Mai 2014:[5]

  • CDU: 52,6 %, 5 Sitze
  • SPD: 47,4 %, 4 Sitze

(Stand: Mai 2014)

Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsvorsteher ist Roland Engel.[6]

Ortswappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geteilt, oben in Gold ein rotes Andreaskreuz, unten in Blau ein silberner Pfahl.

Das Andreaskreuz symbolisiert die sich in der Aßweiler Ortsmitte kreuzenden Durchgangsstraßen, der goldene Grund steht für Getreidefelder und damit für die frühere landwirtschaftliche Prägung des Ortes. Der silberne Pfahl auf blauem Grund verweist auf das Familienwappen der Grafen von der Leyen, zu deren Herrschaftsbereich Aßweiler lange Zeit gehörte.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funktionsbauten, Neubauten und das „Rondell“, der Kreisverkehr, an dem die Verbindungsstraßen aus Niederwürzbach und Ommersheim auf die B 423 treffen, dominieren das Ortsbild. An der Saar-Pfalz-Straße, dem Abschnitt der B 423 im Ort, stehen einige Bauernhäuser aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Wegekreuz von 1814. Die katholische Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein eindrucksvoller Nachkriegsbau von 1952/53 (Architekt: Wilhelm Schulte II.). Die Katholiken des Ortes gehören der Pfarrgemeinde Biesingen an, die Protestanten der Pfarrei Blieskastel.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heib, Erich: Aßweiler – urkundliche Ersterwähnung 1262, Arbeitskreis Heimatgeschichte Aßweiler e.V. (Hrsg.), 2012.
  • Helle, Horst: Aßweiler Häuser und ihre Bewohner, Arbeitskreis Heimatgeschichte Aßweiler e.V. (Hrsg.), 2008.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Blieskasteler Nachrichten, 17. Januar 2020 – Einwohnerstatistik
  2. geoportal.saarland.de
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 809.
  4. Blieskastel: Wahlen | Blieskastel. Abgerufen am 20. Juni 2018 (deutsch).
  5. Ergebnis Ortsratswahl Aßweiler 2014 Auf: www.blieskastel.de, abgerufen am 27. Mai 2014
  6. Kurzinfo Stadtteil Aßweiler (Memento vom 23. September 2015 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Aßweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien