ERGO Group

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Ergo Group Aktiengesellschaft
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1997
Sitz Düsseldorf, Deutschland
Leitung Markus Rieß (Vorstandsvorsitzender)
Nikolaus von Bomhard (Aufsichtsratsvorsitzender)
Mitarbeiter 28.487 (2015)[1]
Umsatz 17.867 Mrd. EUR (2015)[1]
Branche Versicherungswesen
Finanzdienstleistungen
Website www.ergo.com
Stand: 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Das Hochhaus der Ergo-Zentrale in Düsseldorf

Die Ergo Group Aktiengesellschaft (eigene Schreibweise ERGO) ist ein international tätiger Versicherungskonzern mit Sitz in Düsseldorf, der knapp 30.000 angestellte Mitarbeiter beschäftigt.[1] Hinzu kommen rund 16.000 hauptberufliche Vertreter.[2] Ergo gehört zur Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (Munich Re), einem der weltweit führenden Rückversicherer. Mit laufenden Einnahmen aus Versicherungsbeiträgen in Höhe von über 18 Milliarden Euro[2] war die Ergo-Gruppe 2013 einer der größten Erstversicherer in Deutschland.

Konzernübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Konzernaktivitäten sind unterteilt in die Bereiche Lebensversicherung (Ergo Lebensversicherung), Krankenversicherung (DKV), Schaden- und Unfallversicherung (Ergo Versicherung), Rechtsschutz (D.A.S.), Reiseversicherung (Europäische Reiseversicherung) sowie Finanzdienstleistungen (MEAG Munich Ergo AssetManagement).

Die Schwerpunkte der Gruppe liegen auf der Vermittlung und Betreuung von Versicherungsverträgen zwischen Privat- u. Geschäftskunden mit den einzelnen Unternehmen. Zum Konzern gehören unter anderem:

Außerhalb Deutschlands ist die Ergo Group in mehr als 30 Ländern aktiv. Die ausländischen Beteiligungen sind dabei hauptsächlich in der Ergo International AG gebündelt. Sie agiert vorwiegend in Süd-, Mittel- und Osteuropa. Auch im Ausland liegt der Fokus auf dem Privatkundengeschäft mit Personenversicherungen. Die Gruppe hat 40 Millionen Kunden, in Deutschland haben die Marken D.A.S., DKV, ERV, Ergo Lebensversicherung, Ergo Versicherung und Ergo Direkt Versicherung 20 Millionen Kunden.

Im Bereich Direktversicherung ist die Gruppe DKV in Spanien über ERGO Seguros tätig. In Spanien bietet ERGO Seguros Lebensversicherungen, Hausratversicherungen, Sterbegeldversicherungen, Sparversicherungen und Rentensparverträge an.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ehemaliges Logo bis 2010

Die Ergo Versicherungsgruppe AG ist Ende 1997 durch Fusion der Victoria Holding AG mit der Hamburg-Mannheimer AG entstanden, die wiederum aus der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, dem Lebensversicherer der Hamburg-Mannheimer-Gruppe, hervorgegangen ist. Die Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG hatte im Rahmen der Umstrukturierung der Gruppe ihren gesamten Lebensversicherungsbestand und -betrieb auf eine andere Firma übertragen, die inzwischen wieder als Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG agiert. Seit dem 1. August 1997 stand die Hamburg-Mannheimer AG als Holding an der Spitze der Gruppe. Im Oktober änderte die Gesellschaft ihren Namen in Ergo Versicherungsgruppe AG.

Die Aktionäre der früher börsennotierten Victoria Holding AG billigten dann am 1. Dezember 1997 die Übertragung des gesamten Vermögens ihrer Gesellschaft auf die Ergo Versicherungsgruppe AG. Jede Victoria-Namensaktie konnte in je zehn Ergo-Inhaberaktien getauscht werden. Die Victoria Holding AG verschwand nach Abschluss der Transaktion am 2. Februar 1998 von der Börse; ihr Platz im MDAX wurde an diesem Tage von der Ergo Versicherungsgruppe AG eingenommen.

Am 1. April 2001 kündigte die Mehrheitsaktionärin Münchener Rück (heute Munich Re) ein Umtauschangebot an die Ergo-Aktionäre an, dem zufolge zwei Ergo-Aktien in eine Münchener-Rück-Aktie plus einer Barzahlung von 18 Euro getauscht werden konnten. Nachdem das Angebot im Juli 2001 ausgelaufen war, schied die Ergo-Aktie aufgrund des verringerten Streubesitzes aus dem MDax aus. Im Mai 2010 hat die Hauptversammlung der Ergo Versicherungsgruppe AG die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Ergo Versicherungsgruppe AG auf die Munich Re beschlossen.

2010 gliederte die Ergo Versicherungsgruppe ihre Markenstruktur neu. Lebensversicherungen sollten nach Aussage des Unternehmens genauso wie Sachversicherungen unter der Marke ERGO in Deutschland zusammengefasst werden. Tatsächlich erfolgte nur eine Umbenennung der Hamburg Mannheimer in ERGO Leben, zudem wurde der Direktversicherer KarstadtQuelle Versicherungen in Ergo Direkt Versicherungen umbenannt. Weitere Lebensversicherer wie die Victoria Lebensversicherung oder Neckermann Lebensversicherung bestehen unter dem bisherigen Namen weiter fort. Krankenversicherungen wurden unter der Marke DKV, Reiseversicherungen unter ERV und Rechtsschutzversicherungen unter der Marke D.A.S. zusammengeführt. Die Marken Victoria und Hamburg-Mannheimer wurden für das Neugeschäft vom Markt genommen.[3] Die Victoria Lebensversicherung läuft seitdem aus.[4]

ERGO gab 2010 für eine umfangreiche Versicherungskampagne mit dem Motto „Versichern heißt Verstehen“ etwa 50 Millionen Euro aus; für 2011 waren etwa 20 Millionen geplant.[5] Die Spots und Plakate zeigen zum Beispiel Kunden, die sagen „Ich will versichert werden. Nicht verunsichert.“

2016 wurde eine neue Struktur für die ERGO Group beschlossen. Neben der Umbenennung der Gruppe von ERGO Versicherungsgruppe AG in ERGO Group AG als schlanke Holding, wurden in diesem Zusammenhang die ERGO Deutschland AG sowie die ERGO Digital Ventures AG als Tochterunternehmen gegründet.

Sex-Party-Affären[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2011 wurde bekannt, dass die HMI-Organisation, eine Vertriebsorganisation der ERGO Lebensversicherung AG, 2007 die 100 besten Vertriebsmitarbeiter sowie hohe Manager des Unternehmens als Incentive zu einer Sex-Party nach Budapest eingeladen hatte. Die Versicherung engagierte sowohl Hostessen als auch Prostituierte und kennzeichnete die Frauen mit unterschiedlichen Armbändchen. Als erstes berichtete das Handelsblatt darüber[6][7][8] Die Meldung stieß in der Öffentlichkeit auf große Beachtung, vor allem aufgrund des unglücklichen zeitlichen Zusammenhangs mit der genannten Versicherungskampagne. Ergo gab an, man habe den Teilnehmern mitgeteilt, sie müssten die Reise als geldwerten Vorteil in Höhe von 3.046 Euro in ihren Steuererklärungen angeben.[9]

Wegen des Skandals ließ Jürgen Klopp, der damalige Trainer von Borussia Dortmund, seinen Werbepartner-Vertrag mit der Versicherung ruhen. Er hatte Motivationsvorträge für Ergo gehalten.[10]

Ende Mai gab Ergo bekannt,[11] Kosten der Sex-Party in Höhe von 83.000 Euro seien steuerlich als Betriebsausgaben (sie vermindern Gewinn und Steuerlast) geltend gemacht worden. Es sei „eine normale Veranstaltung“ gewesen, die Kosten dementsprechend als Betriebsausgaben abgesetzt worden. Ein Ergo-Sprecher sagte: „Nach unseren bisherigen Prüfungen war das steuerrechtlich in Ordnung. Wir prüfen jedoch weiter, ob man eine andere Beurteilung vornehmen kann und wie wir die Angelegenheit bereinigen können.“[12][13] Tatsächlich hatte die Sex-Party 333.039,90 Euro gekostet, die einschließlich der darin enthaltenen 40.000–50.000 Euro für Zuhälter und Prostituierte von Ergo als Betriebsabgaben abgesetzt worden waren.[14]

Im Zuge der Ermittlungen wurde bekannt, dass nach Zeugenaussagen bereits in den 70er Jahren im Rahmen von Führungsseminaren der Hamburg-Mannheimer Inter-Organisation am Zürichsee Prostituierte engagiert wurden. Die Kosten seien über die Position Helikopterrundflüge abgerechnet worden.[15]

2013 wurden durch die Buchveröffentlichung eines langjährigen Direktionsrepräsentanten (firmenintern sogenannter Sechser) frühere Presseberichte bestätigt, dass Ergo das Prinzip „Sex auf Kosten der Versicherten als Belohnung“ noch bis 2011 praktizierte.[16] So spendierte die Orga-Leitung auf einer Sause hochrangiger Vertriebler 5.000 Euro für einen kollektiven Bordellbesuch.[17] 2010 bot die Vertriebsleitung zur Motivation der Führungskräfte der Struktur Moraga ab Stufe 4 einen Bordellbesuch auf Kosten der Ergo an. Stattdessen ließ man sich einen Trip nach Jamaika in das Swingerclub-Hotel Hedonism-II für 25.000 Euro von dem zuständigen Vorstandsmitglied absegnen.[18] Als aufgrund einer Konzernrevision die Struktur Moraga mit den 25.000 Euro rückbelastet wurde, entschädigte das damals für den Vertrieb zuständige Vorstandsmitglied den Strukturleiter mit 12.500 Euro in bar, über deren Herkunft Ergo nichts zu wissen behauptet.[19][20]

Einzel- und Vorgängergesellschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Victoria-Konzern[21][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe Victoria (Versicherungskonzern)

Victoria Lebens-Versicherungs-AG

  • 1853 Erteilung der Konzession (26. September) an die Allgemeine Eisenbahn-Versicherungs-Gesellschaft, Berlin; betreibt für den Eisenbahnverkehr die Transport-, Lebens-, Unfall- und Feuerversicherung
  • 1858 Ausdehnung der Transportversicherung auf Land- und Wasserstraßen
  • 1860 Erweiterung des Geschäfts auf die Lebensversicherung
  • 1875 Umbenennung (1. Juli) in VICTORIA zu Berlin Allgemeine Versicherungs-Actien-Gesellschaft
  • 1923 Gründung (23. November) der Tochter VICTORIA am Rhein Allgemeine Versicherungs-Actien-Gesellschaft, Düsseldorf
  • 1956 Fusion (1. Januar) beider Gesellschaften zur VICTORIA Lebens-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft
  • 2010 VICTORIA Lebens-Versicherungs-AG wird vom Markt genommen und geht größtenteils (mit der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG) in der ERGO Lebensversicherung AG auf; Verwaltung und Abwicklung bestehender Verträge verbleiben jedoch aus technischen Gründen bei der VICTORIA Lebens-Versicherungs-AG

Victoria Versicherung AG

  • 1904 Gründung der Tochter VICTORIA Feuer-Versicherungs-Actien-Gesellschaft, Berlin, mit den Sparten Feuer, Einbruchdiebstahl und Leitungswasserschäden
  • 1923 Gründung (23. November) der Tochter VICTORIA am Rhein Feuer- und Transport-Versicherungs-Actien-Gesellschaft, Düsseldorf
  • 1948 Übertragung des Unfallversicherungsbestandes von der Victoria zu Berlin auf die Victoria Feuer
  • 1956 Fusion (1. Januar) beider Gesellschaften zur VICTORIA Feuer-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft
  • 1989 Umbenennung in VICTORIA Versicherung AG
  • 2010 Umfirmierung (unter Einschluss der Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG) in ERGO Versicherung AG

Victoria Krankenversicherung AG

  • 1977 Trennung der Gilde, Düsseldorf, in eine Lebens- und eine Krankenversicherungsgesellschaft: Beteiligung der Victoria mit 49 % an der Krankenversicherungsgesellschaft und Umbenennung in VICTORIA-GILDE-Krankenversicherung AG
  • 1988 Übernahme der VICTORIA-GILDE-Krankenversicherung AG (74,9 %) und Umfirmierung in VICTORIA Krankenversicherung AG zum Ende des Jahres
  • 1998 Übertragung von 51 % der Anteile der Victoria Kranken von ERGO auf die DKV Deutsche Krankenversicherung AG
  • 2010 Die Victoria Kranken geht vollständig in der DKV auf

Victoria Transport-Versicherungs-AG

  • 1923 Gründung (15. November) der Tochter VICTORIA Transport-Versicherungs-Actien-Gesellschaft, Berlin
  • 1926 Auflösung

Victoria Rückversicherungs-AG

  • 1923 Gründung (15. November) der Tochter VICTORIA Rückversicherungs-Actien-Gesellschaft, Berlin
  • 2002 Einstellung des Betriebs der Victoria Rück: Übernahme des Geschäfts durch die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft

Victoria International AG

  • 1989 Gründung der VICTORIA International AG; bündelt in der Folgezeit alle Auslandsaktivitäten des Victoria-Konzerns
  • 2002 Übertragung auf die ERGO International AG

Victoria Holding AG

  • 1989 Neuordnung des Victoria-Konzerns (1. Januar) unter der börsennotierten VICTORIA Holding AG, Berlin
  • 1998 VICTORIA Holding AG und die 1997 gegründete Hamburg-Mannheimer AG verschmelzen zur ERGO Versicherungsgruppe AG: 27. Januar Eintragung ins Handelsregister Düsseldorf (Anteil der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft zunächst 54 %); Sitzverlegung der Victoria-Gesellschaften von Berlin nach Düsseldorf

D.A.S. Deutscher Automobil Schutz AG[22]

  • 1928 Gründung der D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Aktiengesellschaft, Berlin, als Rechtsschutzversicherer
  • 1941 D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft; Verlegung des Firmensitzes nach München
  • 1954 Erweiterung des Leistungsangebots: Neben Verkehrsrechtsschutz bietet die D.A.S. nun auch Rechtsschutz für den Privat- und Berufsbereich
  • 1958 Umbenennung in D.A.S. Deutscher Automobil Schutz Allgemeine Rechtsschutz-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft
  • 1961 Erwerb der Aktienmehrheit von 74 % an der Gesellschaft durch die VICTORIA Lebens-Versicherungs-AG
  • 1984 Erwerb der restlichen Aktien der D.A.S. (Victoria 16 % und Münchener Rück 10 %)
  • 1998 Übertragung von 51 % der Anteile der Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherungs-AG von der Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG auf die D.A.S. Rechtsschutz
  • 2010 Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz geht vollständig in der D.A.S. Rechtsschutz auf

D.A.S. Versicherungs-AG

  • 1978 Gründung der D.A.S. Versicherungs-AG, zunächst nur für das Schutzbriefgeschäft
  • 1986 Ausbau zum Kompositversicherer
  • 2010 Übertragung des Sachversicherers D.A.S. Versicherungs-AG auf die ERGO Versicherung AG

D.A.S. International AG

  • 1989 Gründung der D.A.S. International AG; bündelt ab 1990 alle Auslandsaktivitäten der D.A.S.

LEGIAL AG (ehemals D.A.S. Prozessfinanzierung AG)

  • 2000 Gründung der D.A.S. Prozessfinanzierung AG, Aufnahme des Geschäftsbetriebes in der Prozessfinanzierung
  • 2006 Erweiterung um den Geschäftsbereich Forderungsmanagement / Inkasso für Versicherungsnehmer
  • 2009 Erweiterung um den Geschäftsbereich Mengeninkasso für Großkunden
  • 2011 Umbenennung in LEGIAL AG

Hamburg-Mannheimer-Gruppe[23][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG

  • 1899 Gründung (29. April) als Vita Versicherungs-Actien-Gesellschaft, Mannheim; Eröffnung des Geschäftsbetriebes zunächst nur im Großherzogtum Baden
  • 1902 reichsweite Konzession (8. Dezember) durch das Kaiserliche Aufsichtsamt für das Privatversicherungswesen
  • 1912 Verlegung des Firmensitzes nach Hamburg (1. April) und Umbenennung in Hamburg-Mannheimer Versicherungs-Aktiengesellschaft, nachdem das Unternehmen in den Besitz des Mutzenbecher-Konzerns gelangte
  • 1992 Die Münchener Rück erhöht ihre Beteiligung von 36,8 % (seit 1951) auf die Mehrheit von 54 % der Aktien
  • 1993 Die Münchener Rück erhöht ihre Beteiligung auf 80 %
  • 2010 umfirmiert in Ergo Lebensversicherung AG, Hamburg (unter Einschluss des größten Teils der Victoria Lebens-Versicherungs-AG)

Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG

  • 1854 Gründung der Hamburg-Bremer Feuer-Versicherungs-Gesellschaft, Hamburg
  • 1857 Nord-Deutsche Versicherungs-Gesellschaft, Hamburg, gegründet
  • 1969 Verschmelzung: Nord-Deutsche und Hamburg-Bremer Versicherungs-Aktiengesellschaft
  • 1975 übernommen von der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG: umfirmiert in Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-Aktiengesellschaft
  • 1982 Übertragung des Unfallversicherungs-Bestandes von der Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG auf die Hamburg-Mannheimer Sach
  • 2010 Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG geht (zusammen mit der Victoria Versicherung AG und D.A.S. Versicherungs-AG) in der Ergo Versicherung AG auf

Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherungs-AG

  • 1928 Nord-Deutsche Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg (Tochter der Nord-Deutschen Versicherungs-Gesellschaft)
  • 1979 übernommen von der Hamburg-Mannheimer Sachversicherungs-AG: umfirmiert in Hamburg-Mannheimer Rechtsschutzversicherungs-Aktiengesellschaft
  • 1998 Übertragung von 51 % der Anteile der Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz von der Hamburg-Mannheimer Sachversicherung auf die D.A.S. Rechtsschutz
  • 2010 Hamburg-Mannheimer Rechtsschutz geht vollständig in der D.A.S. Rechtsschutz auf

Hamburg-Mannheimer AG

  • 1997 als Holding für die drei Hamburg-Mannheimer-Gesellschaften gegründet, Sitz Hamburg (kurzfristig heißt sie Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG, während jene vorübergehend als Hamburg-Mannheimer Lebensversicherungs-AG firmiert)
  • 1998 Hamburg-Mannheimer AG und die Victoria Holding AG gehen in der Ergo Versicherungsgruppe AG auf: 27. Januar Eintragung ins Handelsregister Düsseldorf

Deutsche Krankenversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

DKV Deutsche Krankenversicherung AG

  • 1927 Gründung (11. Januar) als Deutsche Kranken-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft zu Berlin
  • 1932 Erwerb (1. Mai) von über 80 % des Aktienkapitals durch die Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG
  • 1954 Verlegung des Firmensitzes nach Köln: Deutsche Kranken-Versicherungs-A.G.
  • 1974 Verdoppelung des Grundkapitals der DKV; wird von der Allianz und Münchener Rück übernommen, so dass die Beteiligung der Hamburg-Mannheimer von (inzwischen) 94 % auf nunmehr 47 % sinkt
  • 1992 Allianz hält 51 % des Aktienkapitals (Hamburg-Mannheimer 39 %, Münchener Rück 10 %)
  • 1978 Änderung der Namens-Schreibweise in Deutsche Krankenversicherung Aktiengesellschaft
  • 1997 Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft hält 58,40 % der Aktien an der DKV
  • 1998 Übertragung von 51 % der Anteile der Victoria Krankenversicherung AG von Ergo auf die DKV
  • 2010 Die Victoria Kranken geht vollständig in der DKV auf

Ergo Direkt Versicherungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergo Direkt Versicherungen

  • 1984 gegründet als Quelle + Partner Versicherungen, später Quelle Versicherungen
  • 1999 nach dem Zusammenschluss von Karstadt und Quelle Umbenennung in KarstadtQuelle Versicherungen
  • 2002 Zugehörigkeit zu knapp 80 %, seit Februar 2009 zu 100 % zur Ergo Versicherungsgruppe AG
  • 2010 Umfirmierung (15. Februar) in Ergo Direkt Versicherungen; es handelt sich um drei Gesellschaften: Ergo Direkt Lebensversicherung AG, Ergo Direkt Versicherung AG, Ergo Direkt Krankenversicherung AG

Europäische Reiseversicherung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäische Reiseversicherung AG

  • 1907 Gründung als Europäische Güter- und Reisegepäckversicherungs-AG, Budapest, unter Beteiligung der Münchener Rück; Hauptgeschäftszweck war die Reisegepäck-Versicherung; im gleichen Jahr Einrichtung einer Zweigniederlassung in Berlin
  • 1919 Umwandlung der Zweigniederlassung in ein eigenständiges Versicherungsunternehmen in Deutschland
  • 1974 Umbenennung in Europäische Reiseversicherung AG
  • 2009 Wechsel der ERV von der Münchener Rück zur Ergo Versicherungsgruppe AG

Anm.: Die eigene Schreibweise von Victoria und Gilde war jeweils in Großbuchstaben.

Grundkapital, Aktie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Grundkapital der Ergo Versicherungsgruppe AG betrug am Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 192.279.504,20 Euro, eingeteilt in 75.492.117 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,60 Euro je Stückaktie. Die Hauptversammlung der Ergo AG beschloss am 12. Mai 2010 die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Ergo Versicherungsgruppe AG auf die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft (Squeeze-out) gegen Gewährung einer Barabfindung in Höhe 97,72 Euro je Stückaktie.

Ratings und Kundenzufriedenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Ratingunternehmen Standard & Poor’s bewertet die ERGO Direkt Lebensversicherung AG mit der Note A+ (mit stabilem Ausblick). Bis 2007 wurde ERGO Direkt, damals noch KarstadtQuelle Versicherungen, mit der Note BBB+ (mit positivem Ausblick) bewertet, die Hochstufung erfolgte nach einer Neubewertung des Unternehmens innerhalb der Munich Re Gruppe.[24]
  • Im Fairness-Ranking von Focus Money erreichte die ERGO Direkt 2013 eine „sehr gute“ Bewertung. Bezüglich der Telefonberatung von Kunden wurde die ERGO Direkt bei KUBUS mit „hervorragend“ bewertet.[25]
  • Der TÜV Saarland bewertete im Jahr 2011 den Service der ERGO Direkt erstmals mit der Note „Sehr gut“.[26] Auf Grundlage von 1.680 befragten Kunden wurde damit das Zertifikat „service tested“ verliehen. Darüber hinaus unterzog sich das Unternehmen im Jahr 2013 einer freiwilligen Überprüfung hinsichtlich der Verständlichkeit der Kommunikation mit den Kunden. Hier erhielt die ERGO Direkt die Bewertung „gut“.[27]
  • Im November 2012 erschien das Spezialheft Versicherungen der Stiftung Warentest. Beim Erwerbunfähigkeitsschutz belegte die Ergo von 15 Anbietern den schlechtesten Platz. Die Jahresprämie war 63 % (Frau) bzw. 75 % (Mann) höher als ein Mitbewerber mit gleichem Zusatzschutz einer Risikolebensversicherung[28] Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Auszubildende belegte Ergo Direkt den 17. Platz von 23 verglichenen Unternehmen. Hier war die Jahresprämie 45,6 % (Frau) bzw. 61 % (Mann) teurer als beim billigsten Anbieter.[29]
  • Im Februar 2013 bewertete die Zeitschrift Öko-Test anhand der Kriterien Nettoverzinsung im 3-Jahres-Schnitt, Ausschüttungsreserve und Überschussquote die Ertragsstärke der Lebensversicherungen für die Kunden bei Ergo Direkt und Ergo Leben als unterdurchschnittlich.[30]
  • Das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) veröffentlichte am 22. Mai 2013 die Ergebnisse eine Studie zu Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherungen, in die die Ergo als Filialversicherer und die Ergo Direkt als Direktversicherer einbezogen wurde. Bei den Gesamtergebnissen zur Berufsunfähigkeit kam die Ergo bei 14 bewerteten Filialversicherern auf den letzten und die Ergo direkt bei sechs bewerteten Direktversicherern auf den vierten Platz. Bei der Gesamtbewertung zur Unfallversicherung wurden 11 Filialversicherer und 6 Direktversicherer bewertet, wobei Ergo und Ergo direkt jeweils den vorletzten Platz belegten.[31]
  • Am 11. November 2013 stufte das Manager-Magazin den Vorstandsvorsitzenden Torsten Oletzky auf den letzten Platz der 100 wichtigsten Konzernchefs in Deutschland ein.[32]
  • Zum 15. September 2015 hat Torsten Oletzky das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen.
  • Seit dem 16. September 2015 ist Markus Rieß neuer Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherungsgruppe AG und Vorstandsmitglied von Munich Re.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Victoria Allgemeine Versicherungs Gesellschaft (Hrsg.): Victoria-Versicherung 1853–1928 (Festschrift zu 75 Jahren Victoria-Versicherung), Berlin 1928.
  • Kurt Hamann: Hundert Jahre Victoria Versicherungen: 1853–1953. Berlin 1953.
  • Arno Surminski: Im Zug der Zeiten – Die Victoria von 1853 bis heute, Düsseldorf 1978.
  • Ders. Im Zug der Zeiten. 150 Jahre VICTORIA. 1853–2003, Victoria-Versicherungs-Gesellschaften, Düsseldorf, 1. Auflage, 2003, ISBN 3-000117679
  • Francisco Moraga: Einfach nur die Wahrheit: Sex, Party & Versicherung; ein erfolgreicher Ego-Trip. Mühlheim/Main 2013, ISBN 978-3-00-042244-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kennzahlen
  2. a b ERGO Gruppe: Konzerngeschäftsbericht 2013 Abgerufen am 25. August 2014.
  3. DGAP-Adhoc: Ergo forciert Wachstum mit neuer Markenstrategie
  4. Run-off-Studie 2010 (PDF; 700 kB) kpmg.de. Abgerufen am 3. Juni 2011.
  5. Ergo dampft Kampagne ein
  6. 18. Mai 2011
  7. spiegel.de: Die etwas andere Versicherung
  8. Versicherung lud Vertreter zu Sex-Party
  9. In dem Spiegel-Artikel heißt es „die Teilnehmer versteuerten exakt 3046 Euro als geldwerten Vorteil“ – ob das wirklich alle taten, ist nicht belegt.
  10. spiegel.de: 24. Mai 2011
  11. ergo.com
  12. sueddeutsche.de: Betriebsausgaben in Budapest
  13. Hamburg-Mannheimer: Versicherung setzte Sex-Party von Steuer ab. faz.net. 29. Mai 2011. Abgerufen am 2. Juni 2011.
  14. Fachbericht der Konzernrevision zur Prüfung HMI-Wettbewerbsreise Budapest 2007, S. 26, 28 und 37
  15. Stern.de: Orgie mit 20 Prostituierten und Stehgeiger
  16. Bild.de:http://www.bild.de/geld/wirtschaft/ergo-versicherung/sex-sausen-ergo-versicherung-jamaika-mallorca-budapest-25949492.bild.html.
  17. Moraga, Einfach nur die Wahrheit, S. 115
  18. Moraga, Einfach nur die Wahrheit, S. 177 und S. 239
  19. Moraga, Einfach nur die Wahrheit, S. 239 und S. 244/45
  20. Antwort auf der Hauptversammlung der Konzernobergesellschaft Munich RE AG am 24. April 2013
  21. Victoria Versicherungs-Gesellschaften (Hrsg.): Im Zug der Zeiten. 150 Jahre VICTORIA; Düsseldorf, 2003, (Druck und Verarbeitung: Ellwanger Bayreuth), ISBN 3-00-011767-9
  22. [1] Historie auf der Webseite der D.A.S.
  23. Hamburg-Mannheimer Versicherungs-AG (Hrsg.): 100 Jahre Hamburg-Mannheimer; Selbstverlag, Hamburg, 1999 (Herstellung: klr mediapartner GmbH & Co KG, Lengerich)
  24. Pressemitteilung KarstadtQuelle Versicherungen: Verbessertes Rating durch Standard & Poor’s (PDF; 112 kB). Abgerufen am 30. Mai 2013.
  25. Testergebnisse der ERGO Berufsunfähigkeitsversicherung. Abgerufen am 30. Mai 2013.
  26. ERGO Direkt erhält erstmals ein „Sehr gut“ vom TÜV. business-on.de, 12. Dezember 2011. Abgerufen am 30. Mai 2013.
  27. Pressemitteilung ERGO Gruppe: Verständlichkeit auf dem Prüfstand: ERGO erhält TÜV-Siegel. ergo.com, 6. März 2013. Abgerufen am 30. Mai 2013.
  28. Finanztest Spezial Versicherungen, Sonderheft November 2012, S. 49
  29. Finanztest Spezial Versicherungen, Sonderheft November 2012, S. 26
  30. Test: Finanzstärke von Lebensversicherungen, ÖKO-TEST, Heft Februar 2013, S. 108
  31. Studie Risikovorsorge-Versicherer I. Deutsches Institut für Service-Qualität, 22. Mai 2013. Abgerufen am 30. Mai 2013.
  32. manager-magazin-online vom 11. November 2013