Erich Langjahr

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Erich Langjahr (* 27. April 1944 in Baar ZG) ist ein Schweizer Filmgestalter, Filmregisseur und Filmproduzent. Seit 1971 produzierte und drehte er Dokumentarfilme in der Schweiz. Einen großen Erfolg erzielte Langjahr 2003 mit Hirtenreise ins dritte Jahrtausend. Der Film erhielt mehrere Auszeichnungen und Preise, darunter 2003 den Schweizer Filmpreis als bester Dokumentarfilm. Für sein gesamtes Schaffen erhielt Langjahr 2002 den Innerschweizer Kulturpreis.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erich Langjahr (1944, Bürger von Freienbach SZ und Rüti ZH) ist zusammen mit seinem Bruder Fritz Langjahr (1938–2003) bei seinen Eltern in Zug aufgewachsen. Sein Vater Fritz Langjahr (1905–1991) war Prokurist und Personalchef in der Metallwarenfabrik Zug, seine Mutter Martha Langjahr-Mistelberger (1911–1978) war die Tochter von Johann Mistelberger (1876–1952), Rektor der Kaufmännischen Berufsschule in Zug.

Erich Langjahr besuchte die Primar- und Sekundarschule in Zug. Anschliessend absolvierte er bei André Samuel Dreiding am organisch-chemischen Institut der Universität Zürich eine Lehre als Chemielaborant. Im Weiteren machte er verschiedene Weiterbildungen in Zürich (Juventus, Minerva und Mössinger), sowie an der Kunstgewerbeschule in Basel.

Seit 1971 ist Langjahr selbständiger Filmschaffender. 1973/74 besuchte er die Vorlesung «Nonverbale Kommunikation auf Film» von Walter Marti und Reni Mertens am Pädagogischen Institut der Universität Zürich. Anschliessend arbeitete er unter der ehemaligen Firma «Teleproduction» mit Walter Marti und Reni Mertens zusammen und verleiht seither ihre Filme. 1994 gründete er zusammen mit seiner Frau Silvia Haselbeck die «Langjahr Film GmbH». Das Paar hat zwei Söhne.

Erich Langjahr hat neben vielen Kurzfilmen bisher elf abendfüllende Kinofilme realisiert. Er ist Ehrenmitglied des Verbandes «Filmregie und Drehbuch Schweiz» (FDS) und des Vereins «Film Zentralschwei»z, sowie Mitglied der Schweizer Filmakademie und Vorstandsmitglied des FLIZ (Kinoklub in Zug). Er erhielt diverse nationale und internationale Auszeichnungen, unter anderen den Innerschweizer Kulturpreis, im Rahmen des Innerschweizer Filmpreises der Albert Köchlin Stiftung den Ehrenpreis, den Schweizer Filmpreis «Bester Dokumentarfilm» sowie die Goldene Taube des Internationalen Dokumentarfilmfestivals Leipzig.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elke Bartel: Langjahr, Erich. In: Ian Aitken (Hrsg.): The Concise Routledge Encyclopedia of the Documentary Film. Routledge, London/New York 2013, ISBN 978-0-415-59642-8, S. 517–519.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]