Solothurner Filmtage

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Die Solothurner Filmtage sind das bedeutendste Filmfestival für den Schweizer Film. Sie präsentieren seit 1966 jährlich in der letzten Januarwoche in Solothurn im Programm «Panorama Schweiz» eine repräsentative Auswahl von Schweizer Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilmen. In Gesprächsrunden und Podiumsveranstaltungen diskutieren das Publikum und die Filmbranche über die gezeigten Filme und die Schweizer Filmkultur. Mit jährlich über 65'000 Zuschauern zählen die Solothurner Filmtage zu den renommiertesten Kulturveranstaltungen der Schweiz. Neben den beiden Hauptsponsorinnen Swisscom und Swiss Life wird die Werkschau des Schweizer Films von der Hauptmedienpartnerin SRG SSR, der öffentlichen Hand und zahlreichen weiteren Sponsoren unterstützt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Solothurner Filmtage gehören zu den ältesten Filmfestivals der Schweiz und sind das wichtigste Festival für den Schweizer Film. 1966 organisierte die Filmgilde Solothurn eine Tagung mit dem Titel «Schweizer Film heute». Ziel dieses Anlasses war die Kreation neuer Ideen und Inspirationen für die jungen, unabhängigen Schweizer Filmschaffenden. Daraus bildete sich die Schweizerische Gesellschaft Solothurner Filmtage (SGSF), welche als Verein die Filmtage organisiert.

Auch wenn die Filmtage schon über ein halbes Jahrhundert existieren, gab es in ihrer Geschichte erst drei Direktionswechsel:

Erstes Plakat der Filmtage

Stephan Portmann leitete das Festival ab 1967, 1987 wurde er durch Ivo Kummer abgelöst. Nach der Berufung von Kummer zum Leiter der Sektion Film[1] des Bundesamts für Kultur (BAK) wurde Seraina Rohrer zu seiner Nachfolgerin gewählt.[2] Im April 2019 wurde bekannt, dass Seraina Rohrer als Mitglied der Geschäftsleitung und Leiterin des neuen Bereichs Innovation und Gesellschaft zur Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia wechselt.[3] Anfang August 2019 übernahm Anita Hugi die Direktion der Solothurner Filmtage.[4]

Zwischen 1998 und 2008 war Solothurn zudem Austragungsort für die Preisverleihung des Schweizer Filmpreises. Seither werden in Solothurn anlässlich der Filmtage die Nominierten für den Schweizer Filmpreis erkürt und präsentiert.

Seit 2017 werden die Papier- und Fotobestände der Solothurner Filmtage in der Cinémathèque suisse archivisch erschlossen.[5]

2019 lancierten die Solothurner Filmtage mit «filmo» die erste Online-Edition des Schweizer Films. «filmo» bringt anerkannte Schlüsselwerke auf bestehende Video-on-Demand-Plattformen. Die Edition wird laufend ausgebaut, bietet Bonusmaterial und ist in drei Landessprachen verfügbar. Ermöglicht wird das Pionierprojekt durch Engagement Migros, den Förderfonds der Migros-Gruppe.

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm «Panorama Schweiz» ist das Herzstück der Solothurner Filmtage und präsentiert eine Auswahl aktueller Schweizer Produktionen aus allen Sprachregionen, aller Genres und Längen. Das Programm zeigt das vielfältige Filmschaffen in der Schweiz und umfasst Dokumentar-, Spiel-, Experimental-, Kurz- und Animationsfilme sowie Musikclips.

Rencontre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spezialprogramm «Rencontre» würdigt jedes Jahr eine Persönlichkeit des Schweizer Films, die auf ein bedeutendes und umfangreiches Werk zurückblicken kann. Das Programm zeigt ausgewählte Werke ihres Schaffens und ermöglicht eine persönliche Begegnung. Damit bieten die Solothurner Filmtage die Gelegenheit, einen vertiefenden Einblick in die Arbeit bekannter Schweizer Cineasten zu erhalten und diesen zu begegnen.

Bisher geehrte Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr geehrte Persönlichkeit
1996 Alain Tanner
1997 Reni Mertens und Walter Marti
1998 Claude Goretta
1999 Alexander J. Seiler
2000 Jacqueline Veuve
2001 T&C Film AG, Marcel Hoehn
2002 Paul Riniker
2003 Pio Corradi
2004 Jean-Luc Bideau
2005 Bruno Ganz
2006 Maximilian Schell
2007 Renato Berta
2008 Walo Lüönd
2009 Léa Pool
2010 Niki Reiser
2011 Ruth Waldburger
2012 Marthe Keller
2013 Silvio Soldini
2014 Peter Liechti
2015 50 Jahre Solothurner Filmtage (Jubiläum)
2016 Ursina Lardi
2017 François Musy
2018 Christoph Schaub
2019 Bruno Todeschini[6]

Fokus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 präsentieren die Solothurner Filmtage das Spezialprogramm «Fokus» zu einem Themenschwerpunkt mit Schweizer und internationalen Filmen und Bezug zu aktuellen Entwicklungen. Im Fokus wird der Blick auf die aktuelle audiovisuelle Landschaft im In- und Ausland gerichtet, um neue Erzählweisen, Rahmenbedingungen, Produktions- und Vertriebsformen zu entdecken. Im Rahmen des «Fokus» finden zudem Podien und Workshops statt, die einen Austausch zwischen Experten und Publikum anregen sollen.

Jahr Fokus
2012 Jenseits des Kinos
2013 Radikales Kino heute
2014 Haltung
2015 Frische Zellen – Kollektive und Netzwerke
2016 Gut besetzt – Casting fürs Kino
2017 Art mon amour – Kunst im Film
2018 Hauptsache Drehbuch
2019 Mexiko im Zeichen des Films

Der «Fokus» ist eine Weiterentwicklung des früheren Programms «Invitation», welches im Kontext des kulturellen Austausches und der Zusammenarbeit mit den europäischen Nachbarregionen stand. Wurden in den 1960er Jahren zunächst einzelne Regisseure aus dem Ausland eingeladen, so waren es in den 1990er Jahren ganze Gastländer, die in Solothurn vorgestellt wurden.

Histoires du cinéma suisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Programm «Histoires du cinéma suisse» präsentiert ausgewählte Werke aus der Schweizer Filmgeschichte und widmete sich in der Vergangenheit etwa dem Welterfolg der Bolex-Kamera, frühen Reisefilmen oder den Schweizer Bergen als Filmkulisse.   

Future Lab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die technologische Entwicklung fördert audiovisuelle Formate, die zunehmend den Rahmen des konventionellen Kinos sprengen. Das «Future Lab» bietet ausgewählten Schweizer Projekten, beispielsweise zum Thema Virtual Reality, eine Plattform.

Rahmenprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Zusammenarbeit mit verschiedenen Schweizer Filminstitutionen und Filmverbänden findet während der Filmtage ein vielfältiges Rahmenprogramm wie Informationsveranstaltungen, Spezialvorführungen für Kinder sowie themenspezifische Podiumsgespräche und Workshops zu Fragen der Schweizer Filmkultur bzw. Filmwirtschaft statt. Diese Veranstaltungen greifen gezielt aktuelle Themen der Schweizer Filmkultur auf und richten sich direkt an die Filmschaffenden und das filminteressierte Publikum.

Zum festen Bestandteil gehört unter anderem das Podium «Film Club», welches internationale Filmkritikerinnen dazu einlädt, über aktuelle Schweizer Filme zu diskutieren.

Preise & Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich der Solothurner Filmtage werden zahlreiche Filmpreise verliehen. Die Auszeichnungen richten sich zum einen direkt an die Filmschaffenden und ihre Werke, ehren aber auch Persönlichkeiten im erweiterten Umfeld des Schweizer Films, die mit ihrem Engagement aktiv zum Erfolg des nationalen Filmschaffens beitragen. Alle Preisträger sind auf der offiziellen Homepage der Filmtage aufgeführt.

Prix de Soleure – Jurypreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mit CHF 60'000 dotierte Prix de Soleure wurde erstmals 2009 verliehen. Er ehrt einen herausragenden Schweizer Kinofilm, der durch einen ausgeprägten Humanismus überzeugt und diesen in eindrucksvoller Weise filmisch darstellt. Die Auswahlkommission der Solothurner Filmtage nominiert jedes Jahr fünf bis zehn Filme. Eine jährlich neu zusammengesetzte Jury bestimmt den Gewinnerfilm.

Bisherige Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preisträger
2009 No More Smoke Signals Fanny Bräuning
2010 Im Garten der Klänge (Nel giardino dei suoni) Nicola Bellucci
2011 Cleveland contre Wallstreet Jean-Stéphane Bron
2012 Vol spécial Fernand Melgar
2013 Der Imker Mano Khalil
2014 L’escale Kaveh Bakthiari
2015 Spartiates Nicolas Wadimoff
2016 Das Leben drehen – Wie mein Vater versuchte, das Glück festzuhalten Eva Vitija
2017 Die göttliche Ordnung Petra Volpe
2018 Des moutons et des hommes Karim Sayad
2019 Immer und ewig Fanny Bräuning[7]

Prix du Public – Publikumspreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Publikumspreis ist seit 2007 fester Bestandteil im Programm der SFT. Nominiert sind jeweils ca. zehn Filme des Abendprogramms, aus denen das Publikum seinen Favoriten kürt. Der mit CHF 20'000 dotierte «Prix du Public» wird von der Festival-Hauptsponsorin Swiss Life in Zusammenarbeit mit den Solothurner Filmtagen verliehen.

Bisherige Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preisträger
2007 Vitus Fredi M. Murer
2008 Das Geheimnis von Murk Sabine Boss
2009 Mama ist beim Friseur (Maman est chez le coiffeur) Léa Pool
2010 Bödälä – Dance The Rhythm Gitta Gsell
2011 Sommervögel Paul Riniker
2012 Die Wiesenberger – No Business like Show Business Bernard Weber und Martin Schilt
2013 More than Honey Markus Imhoof
2014 Neuland Anna Thommen
2015 Usfahrt Oerlike Paul Riniker
2016 Lina Michael Schaerer
2017 Docteur Jack Benoît Lange und Pierre-Antoine Hiroz
2018 Der Klang der Stimme Bernard Weber
2019 Gateways to New York Martin Witz

Förderpreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen des seit 2012 existierenden Gefässes «Upcoming», das dem jungen Filmschaffen einen eigenen Platz gibt, neue Talente ins Rampenlicht stellt und aktuelle Tendenzen untersucht, gibt es drei Wettbewerbe.

Upcoming Talents[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SUISSIMAGE/SSA (Schweizerische Genossenschaft für Urheberrechte an audiovisuellen Werken/Schweizerische Urheberrechtsgesellschaft für dramatische und audiovisuelle Werke) stiften den durch eine dreiköpfige Jury ausgerichteten Nachwuchspreis für den besten Kurzfilm im Wert von CHF 15'000 sowie Publikumspreise für die besten Trickfilme in einem Gesamtwert von CHF 10'000.

Liste der Gewinner des Nachwuchspreis für den besten Kurzfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Film Regie
2001 «Supernova» Bettina Oberli
2002 «Swapped» Pierre Monnard
2003 «Exit» Benjamin Kempf
2004 «One Magic Evening» François Yang
2005 «Fledermäuse im Bauch» Thomas Gerber
2006 «Nach dem Fall» Marcel Wyss
2007 «Nachtflattern» Carmen Stadler
2008 «Icebergs» Germinal Roaux
2009 «Niemand nicht weiss» Severin Kuhn
2010 «Le deuil de la cigogne joyeuse» Eileen Hofer
2011 «Ronaldo» Jan Mettler
2012 «La Noyée» Vincent Weber
2013 «Un mundo para Raúl» Mauro Mueller
2014 «Wenn der Vorhang fällt» Maurizius Staerkle-Drux
2015 «Abseits der Autobahn» Rhona Mühlebach
2016 «Nelson» Juliette Klinke und Thomas Xhignesse
2017 «Martien» Maxime Pillonel
2018 «Valet Noir» Lora Mure-Ravaud
2019 «Bonobo» Zoel Aeschbacher

Liste der Gewinner der Publikumspreise für die besten Trickfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Film Regie
2001 «Ely & Nepomuk» Rafael Sommerhalder
2002 «Geranienfriede» Marcel Hobi
2003 «Gefangen» Michael Bolliger
2004 «Poldek» Claudius Gentinetta
2005 «Herr Würfel» Rafael Sommerhalder
2006 «Une nuit blanche» Maja Gehrig
2007 «Mahlzeit» Lynn Gerlach und Irmgard Walthert
2008 «The Bellringer» Dustin Rees
2009 «Signalis» Adrian Flückiger und Claudia Röthlin
2010 «Frère Benoît» Michel Dufourd
2011 «Gipfel-Gig» Bernhard Bamert und Lukas Egger
2012 «Borderline» Dustin Rees
«Bon Voyage» Fabio Friedli
«Gypeatus Helveticus» Marcel Barelli
2013 «La nuit de l'ours» Frédéric Guillaume und Samuel Guillaume
«Im Unzusammenhang» Nils Hedinger
«Der kleine Vogel und das Blatt» Lena von Döhren
2014 «Vigia» Marcel Barelli
«The Kiosk» Anete Melece
«Patch» Gerd Gockell
2015 «Königin Po» Maja Gehrig
«Message dans l'air» Isabelle Favez
«Aubade» Mauro Carraro
2016 «One, Two, Tree» Yulia Aronova
«Das Leben ist hart» Simon Schnellmann
«Ivan's Need» Veronica L. Montaño, Manuela Leuenberger und Lukas Suter
2017 «Analysis Paralysis» Anete Melece
«Au revoir Balthazar» Rafael Sommerhalder
«Novembre» Marjolaine Perreten
2018[8] «In a nutshell» Fabian Friedli
«Airport» Michaela Müller
«Der kleine Vogel und die Raupe» Lena von Döhren
2019 «Kuap» Nils Hedinger
«Dort änen am Berglein» Ines de Pellegrini
«Selfies» Claudius Gentinetta

Best Swiss Video Clip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Solothurner Filmtagen werden die Nominationen für den «Best Swiss Video Clip» bekannt gegeben. Am m4music-Festival kürt eine Jury jeweils im April den «Best Swiss Music Clip» und ein Publikumspreis wird vergeben. Das Programm ist eine Zusammenarbeit mit dem m4music, dem Popmusikfestival des Migros-Kulturprozent, und der FONDATION SUISA.

Jahr Nominationen für den «Best Swiss Video Clips» Band/Künstler Regie Preis
2006 «Lulu» Tomazobi David Fonjallaz Publikumspreis
2007 «I Ride My Horse to Death» Tom Huber Tobias Nölle Publikumspreis
2008 «Ah ah ah ah» Urban Junior Marco Lutz Publikumspreis
2009 «Nacht» Breitbild Simon Jaquemet Jurypreis
«The Beat-Man Way» Reverend Beat-Man Nella Lombardi, Adrian Winkler und Mario Winkler Publikumspreis
2010 «One Up Down Left Right» Rusconi Jonas Meier und Mike Raths Jurypreis und Publikumspreis
2011 «The Destroyed Room» Rusconi Jonas Meier und Mike Raths Jurypreis
«Bequem» HTC & Süde Raphael Fischler
2012 «Hailey Fought the Law» Blanket Piet Baumgartner Jurypreis
2013 «Berlin» Modeselektor François Chalet
«Alice in the Sky» Rusconi Jonas Meier und Mike Raths
«Radioactivity» Kyasma Jean-Paul Frenay
«Mojo» Big Zis August Blum
«Walking with a Ghost» Kadebostany David Houncheringer Jurypreis
2014 «Airplane Friendship» Buvette Simon Wannaz Jurypreis
«Geld pflücka» Milchmaa Simon Küffer
«Flowing» Evelinn Trouble Linnéa Racine
«Würsch sie?» Uslender Production Haris Dubica Publikumspreis
«You Are Awesome» Camilla Sparksss Barbara Lehnhoff
2015 «Into the Wild» Bonaparte Jonathon Lim
«Osama Obama» Larytta Julien Mercier Jurypreis
«Countless Roads» James Gruntz Gregor Brändli
«Solar Soliloquy» Audio Dope Garrick J. Lauterbach
«Du bisch willkomme» Effe Haris Dubica Publikumspreis
2016 «Décor» Stéphanie Blanchoud feat. Daan Ursula Meier
«Funeral March» The Wedding Party Massacre Fabian Chiquet
«Hashtag» Baschi Haris Dubica Publikumspreis
«Jung verdammt» Lo & Leduc Joder von Rotz
«Through my Street» Rio Wolta Piet Baumgartner Jurypreis
2017 «Landscape Escape» Odd Beholder Andrea Grambow und Joscha Kirchknopf Jurypreis
«Gymnastique» Hecht Stefan Buck und Philipp Morsche Publikumspreis
«Space Diaspora» Oy Moritz Reichartz
«Madzdâ» Aïsha Devi Tianzhuo Chen
«MeTube 2: August Sings Carmina Burana» August Schram Daniel Moshel
2018 «Hyenas on the Beach» None of Them Tobias Nölle Jurypreis
«Brotherlove» Crimer Nico Schmied Publikumspreis
«Little Pig» Scarlett’s Fall Bastien Genoux
«Mir händ ein Verein» Min King Sarah Hugentobler
«Opus Brain» Igorrr Garrick J Lauterbach
2019 «Catalan Heat» Puts Marie Simon Krebs Jurypreis
«Mind Invaders» Too Mad Frederic Siegel, Kilian Vilim, Etienne Mory Publikumspreis
«Joggeli» Trampeltier of Love Manuel Schüpfer
«PTTFLR» Fabe Gryphin Mei Fa Tan
«Soft as Ice» All XS Sebastian Vargas

Upcoming Lab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das «Upcoming Lab» richtet sich an Absolventinnen und Absolventen von Filmhochschulen. Das Angebot bietet den Nachwuchsfilmschaffenden die Möglichkeit, mit Branchenvertretern ihre Projektidee zu besprechen. Zwei der Projektideen erhalten Entwicklungsbeiträge im Wert von je 5'000 Franken.   

Nacht der Nominationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der «Nacht der Nominationen» gibt das Bundesamt für Kultur die Nominationen für den Schweizer Filmpreis bekannt. Die 2008 von den Branchenverbänden gegründete Schweizer Filmakademie, präsidiert von Filmregisseur Christian Frei, kann während der SFT die eingereichten Filme in der Academy Lounge oder in den Kinos visionieren und bestimmt in einer geheimen Wahl ihre Nominierten. An der Nacht der Nominationen werden diese (in zwölf Kategorien) feierlich verkündet.

Seit 2009 findet die Preisverleihung nicht mehr in Solothurn statt, sondern etwa zwei Monate später in Zürich oder Genf.

Prix d’honneur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem seit 2002 verliehenen «Prix d’honneur» (gestiftet von den Gemeinden im Wasseramt) wird eine Schweizer Persönlichkeit geehrt, die sich in besonderer Weise um die Schweizer Filmkultur verdient gemacht hat. Der Preis ist mit CHF 10'000 dotiert. Die Wahl erfolgt auf Vorschlag der Auswahlkommission der Solothurner Filmtage.

Bisherige Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preisträger
2003 Erich Langjahr, Drehbuchautor, Regisseur, Kameramann, Produzent und Verleiher
2004 Hugues Ryffel, Kameramann
2005 Freddy Buache, Vermittlerfunktion des Schweizer Films als Filmschaffender und Kritiker
2006 Renato Berta, Kameramann
2007 David Streiff, Kulturverwaltung
2008 Matthias Kälin, Kameramann
2009 Ilona Stamm, Verleih Stamm Film
2010 Carlo Varini, Kameramann
2011 Françoise Deriaz, Chefredakteurin Ciné-Bulletin
2012 Christian Schocher, Regisseur und Kinobetreiber
2013 Beki Probst, Kinobetreiberin
2014 Martine Felber, Chef-Maskenbildnerin
2015 Francine Pickel und Vincent Adatte, Zauberlaterne
2016 Antoine Jaccoud, Drehbuchautor
2017 Tiziana Soudani, Produzentin
2018 Susanne Jauch, Szenenbildnerin
2019 Giorgia De Coppi, Regieassistentin

PRIX SWISSPERFORM – Schauspielpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schweizer Fernsehfilmpreis ehrt Schweizer Schauspieler für die beste Hauptrolle und die beste Nebenrolle in einer Schweizer Fernsehproduktion. Jede der vier Kategorien ist mit je CHF 10'000 dotiert. Der Preis wird von einer Jury aus Vertretern der SWISSPERFORM und der Solothurner Filmtage vergeben und von der SWISSPERFORM gestiftet.

Der Schweizer Fernsehfilmpreis besteht seit 2001 und wurde 2019 zum neunten Mal im Rahmen der Solothurner Filmtage verliehen.   

Bisherige Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preisträger
2011 Markus Fischer (Snakefilm GmbH) und Stefan Jäger für den Film Hunkeler und der Fall Livius
2012 Lea Hadorn Weibliche Hauptrolle in Liebe und andere Unfälle
Roland Vouilloz Männliche Hauptrolle in der Serie CROM
Marina Golovine Weibliche Nebenrolle in der Serie CROM
Peter Wyssbrod Männliche Nebenrolle in Mord hinterm Vorhang
2013 Marie Leuenberger Weibliche Hauptrolle in Hunkeler und die Augen des Ödipus
Peter Freiburghaus Männliche Hauptrolle in Nebelgrind
Virginie Meisterhans Weibliche Nebenrolle in L’heure du secret
Herbert Leiser Männliche Nebenrolle in Der Teufel von Mailand
2014 Barbara Terpoorten-Maurer Weibliche Hauptrolle in Der Bestatter
Jonathan Loosli Männliche Hauptrolle in Dinu
Florence Quartenoud Weibliche Nebenrolle in Port d’attache
Leonardo Nigro Männliche Nebenrolle in Oro verde
2015 Véronique Reymond Weibliche Hauptrolle in A livre ouvert
Joel Basman Männliche Hauptrolle in Ziellos
Wanda Wylowa Weibliche Nebenrolle in Der Hamster
Nicola Perot Männliche Nebenrolle in Der Hamster
2016 Rabea Egg Weibliche Hauptrolle in Lina
Imanuel Humm Männliche Hauptrolle in Verdacht
Claude-Inga Barbey Weibliche Nebenrolle in Anomalia
Antoine Monot Jr. Männliche Nebenrolle in Tatort: Ihr werdet gerichtet
2017 Noémie Schmidt Weibliche Hauptrolle in La lumière de l’espoir
Pasquale Aleardi Männliche Hauptrolle in Gotthard
Liliane Amuat Weibliche Nebenrolle in Lotto
Mike Müller Spezialpreis für die Hauptrolle in Der Bestatter
2018 Stephanie Japp Weibliche Hauptrolle in Private Banking
Marcus Signer Männliche Hauptrolle in Wilder
Anna Schinz Weibliche Nebenrolle in Private Banking
Karim Barras Männliche Nebenrolle in Banking District
2019 Anna Pieri Weibliche Hauptrolle in Double vie
Thiebaud Evrard Männliche Hauptrolle in Double vie
Beat Marti Männliche Nebenrolle in Amur senza fin
Annina Euling Spezialpreis für die Hauptrolle in Weglaufen geht nicht

Prix Pathé – Preis der Filmpublizistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2006 zeichnet der «Prix Pathé – Preis der Filmpublizistik» Filmkritiker und -kritikerinnen für herausragende Beiträge zum aktuellen Schweizer Filmschaffen aus. Stifterinnen des Preises sind die Pathé Schweiz und die Pathé Films AG. Von 2006 bis 2018 waren die Solothurner Filmtage Austragungsort der Preisverleihung.

Bisherige Preisträger «Grand Prix» (früher «Printmedien»)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preisträger
2006 Antoine Duplan Artikel Regarder la mort en face über den Film Exit von Fernand Melgar (L’Hebdo, 1. Sept. 2005)
2007 Alexandra Stäheli Filmbesprechung Edelmiezen erstarren im Design über den Film Nachbeben von Stina Werenfels (NZZ, 3. März 2006)
2008 Matthias Lerf Filmkritik Jenseits und todlustig über den Film Sieben Mulden und eine Leiche von Thomas Hämmerli (Sonntags Zeitung, 25. März 2007)
2009 Martin Walder Filmkritik Szenen einer Ehe über den Film Giorni e nuvole von Silvio Soldini (NZZ am Sonntag, 30. März 2008)
2010 Christoph Egger Filmkritik Ein kurzer Sommer der Anarchie über den Film Home von Ursula Meier (NZZ, 19. Febr. 2009)
2011 Christian Jungen Kritik Bitte mehr Mut und Haltung (NZZ am Sonntag, 17. Jan. 2010)
2012 Flurin Fischer Filmkritik Godards göttliche Komödie über den Film Film Socialisme von Jean-Luc Godard (Bündner Tagblatt, 3. Dez. 2010)
2013 Florian Keller Thesenbeitrag Ein Land von Schissfilmern (Das Magazin, 14. Jan. 2012)
2014 Mathieu Loewer Dossier zum Film L’expérience Blocher (Le Courrier, 14. Aug. 2013)
2015 Christoph Schneider Ins Gebirge und anderswohin, ein Nachruf auf den Filmemacher Peter Liechti (Tages-Anzeiger, 8. Apr. 2014)
2016 Pascal Blum «Einer, der bleibt», Porträt des Filmemachers Christian Schocher, (Tages-Anzeiger, 21. August 2015)
2017 Simon Spiegel «Die Dramaturgie des Realen», Essay zum Film «Electroboy», (Filmbulletin, No. 4/2016)
2018 Antoine Duplan, Stéphane Gobbo und Sylvie Bonier Dossier zum Film «L’Opéra de Paris» (Regie: Jean-Stéphane Bron), (Le Temps, 8 avril 2017)

Bisherige Preisträger «Tout court» (früher«elektronische Medien»)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Preisträger
2010 Michael Sennhauser Filmkritik Maman est chez le coiffeur von Léa Pool (DRS2aktuell, 8. Apr. 2009)
2011 Daniel Hürlimann (1968–2011) Radio-Beitrag über die Dreharbeiten des Films Lionel von Mohammed Soudani (Sendung Geronimo, Radio Svizzera Rete Due, 11. Dez. 2009)
2012 Brigitte Häring Radio-Beitrag Filmischer Einblick ins Teenie-Dasein über die Filme Romans d’ados von Béatrice Bakhti und Mit dem Bauch durch die Wand von Anka Schmid (Sendung Reflexe, DRS2, 1. Febr. 2011)
2013 Lisa Röösli TV-Beitrag Thorberg über den Film Thorberg von Dieter Fahrer (Sendung Kulturplatz, SRF1, 29. Aug. 2012)
2014 Vincent Kucholl & Vincent Veillon Satirischer Beiträg zum Schweizer Film (Sendung 120 secondes, Couleur 3, 25. Jan. 2013 und 24. Mai 2013)
2015 Simone Meier Der Goalie bin ig hat mehr Zuschauer als Brad Pitt und Tom Cruise (watson.ch[9], 12. März 2014)
2016 Raphaële Bouchet Filmkritik «La vanité» (Regie: Lionel Baier), (Espace 2, 1. Oktober 2015)
2017 Rafael Wolf Kritik des Film «Un juif pour l'exemple», (Twitter, 15. September 2016)

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweizerische Gesellschaft Solothurner Filmtage SGSF[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1967 gegründete Verein Schweizerische Gesellschaft Solothurner Filmtage (SGSF) ist die Trägerorganisation der Solothurner Filmtage. Ziel des politisch und konfessionell ungebundenen, nicht gewinnorientierten Vereins mit Sitz in Solothurn ist die Organisation der Solothurner Filmtage sowie die Steigerung der öffentlichen Wahrnehmung des Schweizer Films. Die Schweizerische Gesellschaft Solothurner Filmtage zählt heute rund 520 Mitglieder.

Auswahlkommission[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Auswahlkommission setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Geschäftsleitung der Solothurner Filmtage sowie externen Fachleuten aus der Filmbranche. Letztere werden alle zwei Jahre neu berufen und stammen nach Möglichkeit aus den vier Sprachregionen der Schweiz. Die Auswahlkommission wird von der Direktorin der Solothurner Filmtage geleitet und ist verantwortlich für die Selektion des Programms «Panorama Schweiz».

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Solothurner Filmtage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitteilung BAK (Memento des Originals vom 5. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bak.admin.ch, abgerufen am 12. Juli 2012.
  2. nzz.ch vom 26. Mai 2011, abgerufen am 12. Juli 2012.
  3. Solothurner Filmtage: Seraina Rohrer wechselt zu Pro Helvetia. Artikel vom 10. April 2019, abgerufen am 10. April 2019.
  4. Anita Hugi wird neue Direktorin der Solothurner Filmtage. Artikel vom 27. Juni 2019, abgerufen am 28. Juni 2019.
  5. Solothurner Filmtage: Zugang zum Archiv. Abgerufen am 8. April 2019.
  6. "Rencontre"-Ehrengast ist Bruno Todeschini. Artikel vom 25. Oktober 2018, abgerufen am 26. Oktober 2018.
  7. Solothurner Filmtage: Das sind die Gewinner. Artikel vom 31. Januar 2019, abgerufen am 1. Februar 2019.
  8. Webseite des GSFA (Groupement Suisse du Film d’Animation)
  9. Der Goalie bin ig hat mehr Zuschauer als Brad Pitt und Tom Cruise auf watson.ch, abgerufen am 13. Oktober 2015.