Ernst Christian Achelis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Ernst Christian Achelis

Ernst Christian Achelis (* 13. Januar 1838 in Bremen; † 10. April 1912 in Marburg an der Lahn[1]) war ein evangelischer Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achelis hatte das Gymnasium in Bremen besucht, studierte um 1857/59 Theologie an der Universität Heidelberg und an der Universität Halle-Wittenberg. Während seines Studiums in Heidelberg wurde er im Winter-Semester 1857/58 Mitglied der Burschenschaft Frankonia Heidelberg.[2] Er wurde 1860 Hilfsprediger in Arsten, 1862 Pfarrer in Hastedt und 1875 Pfarrer in Barmen, wo in seiner Zeit von 1880 bis 1882 die Pauluskirche erbaut werden konnte. 1882 wurde er Ehrendoktor der Theologie an der Universität Halle-Wittenberg. Einer Berufung an die Universität und als Domprediger, Konsistorialrat und Superintendent bei der Stadt Halle folgte er nicht.

Seit 1882 war er vielmehr Professor für Praktische Theologie und Universitätsprediger an der Universität Marburg, wo er bis kurz vor seinem Tode wirkte. 1897 wurde er Konsistorialrat und 1908 Geheimer Oberkonsistorialrat. Er war Mitglied der hessischen Gesamtsynode. Er förderte die Schaffung eines neuen Gesangbuches.

Sein mit großer Gelehrsamkeit aus Quellen erarbeiteter, in umfassender Vollständigkeit und klarer Systematik aufgebauter Grundriss der Praktischen Theologie bezeichnet den klassischen Zenit des Faches. Achelis zählt zu den bedeutendsten wissenschaftlichen Vertretern der praktischen Theologie in Deutschland.

Er war seit dem 8. Juni 1864 mit Anna Iken verheiratet, ihr gemeinsamer Sohn war der evangelische Kirchenhistoriker Hans Achelis.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achelis hatte mehrere Abhandlungen in der Zeitschrift für Theologie und Kirche, der Theologischen Literaturzeitung, der Theologischen Rundschau, der Deutschen Literaturzeitung und der Theologischen Realenzyklopädie verfasst. Zudem kommen noch die eigenständigen Werke:

Herausgeberschaften
  • G. Manken’s Homilien in Auswahl mit Einleitung. 2. Bd. 1888
  • Homilien und Katechik des Andreas Hyperius, verdeutscht. 1901 (mit E. Sachse)
  • J. V. Andreae: Eine Pastoraltheologie in Versen. Elwert, Marburg 1906

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hessisches Staatsarchiv Marburg (HStAMR Best. 915 Nr. 5701 S. 192)
  2. Mitglieder-Verzeichnis der Burschenschaft Frankonia zu Heidelberg. 1956–1966. Heidelberg 1966, S. 8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Ernst Christian Achelis – Quellen und Volltexte