Ernst Wettengel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ernst Wettengel

Ernst Wettengel (* 22. Januar 1903 in Niederreuth; † 1948?) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule und Bürgerschule absolvierte Ernst Wettengel eine kaufmännische Lehre. Ergänzend dazu besuchte er die Handelsschule.

1923 trat Wettengel in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 11.235), in der er Aufgaben als Kreisgeschäftsführer übernahm, bis er als Hauptstellenleiter in den Stab von Rudolf Heß in München geholt wurde. Außerdem wurde er Gauamtsleiter im Gau Sachsen der NSDAP und Kreisleiter der Reichsmessestadt Leipzig.

Am 17. Juli 1937 trat Wettengel, der auch Inhaber des Goldenen Parteiabzeichens war, im Nachrückverfahren für den verstorbenen Eugen Holdinghausen in den nationalsozialistischen Reichstag ein, dem er bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 als Abgeordneter für den Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen) angehörte.

Wettengel gilt seit der letzten Phase des Zweiten Weltkriegs als verschollen. Eine Person, die mit ihm identifiziert wurde und die am 11. oder 12. September 1944 ums Leben kam, liegt auf der Kriegsgräberstätte in Darmstadt-Waldfriedhof begraben.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.
  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1 (Unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1967).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1]