Esther Fischer-Homberger

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Esther Fischer-Homberger (* 15. Mai 1940 in Affoltern am Albis, Kanton Zürich) ist eine Schweizer Psychiaterin und Medizinhistorikerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Esther Fischer-Homberger wurde als dritte Tochter – ein Bruder folgte nach – des Juristen Max Homberger und seiner Frau Erika, geb. Altherr (-Stehli, -Vollenweider), geboren. Nach Schulbesuchen in Zollikon bei Zürich und Basel erfolgte das Medizinstudium in Neuchâtel und Zürich, das mit der psychiatriehistorischen Promotion Das zirkuläre Irresein abgeschlossen wurde. Von 1966 bis 1967 war sie als Assistentin an der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli bei Manfred Bleuler tätig. Im Anschluss an eine fünfmonatige Hospitation am Maudsley Institute of Psychiatry (London) arbeitete sie als Assistentin am Medizinhistorischen Institut der Universität Zürich bei Erwin Heinz Ackerknecht. Nach erfolgreicher Habilitation im Jahr 1975 an der Universität Zürich zum Thema Die traumatische Neurose übernahm sie 1978 den Lehrstuhl für Medizingeschichte an der Universität Bern, den sie 1984 zugunsten der psychotherapeutischen Praxis wieder aufgab. 1993 erhielt sie das Diplom als Massage Practitioner des Esalen Institute, California. Seit 1997 ist sie zudem Therapeutin für katathym imaginative Psychotherapie und seit 2005 nach einer Assistenz am Kriseninterventionszentrum der Universitären psychiatrischen Dienste Bern (KIZ/UPD Bern) zudem Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.

Ihr Interesse gilt der psychischen und sozialen Funktionalität bzw. Dysfunktionalität von Worten und Konzepten, insbesondere im psychiatrischen, psychotherapeutischen und medizinischen Gebrauch. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen: Geschichte der Psychiatrie, der Psychosomatik und der gerichtlichen Medizin; Medizingeschichte der Frau. Aktuell forscht sie zu Pierre Janet (1849–1947).

Von 1961 bis 2015 war sie nebenberuflich für verschiedene Medien als Filmrezensentin tätig.

Fischer-Homberger war von 1965 bis 1988 mit Kaspar Fischer (1938–2000) verheiratet und hat drei Kinder. Seit 1984 lebt sie mit Marie-Luise Könneker zusammen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das zirkuläre Irresein. Juris, Zürich 1968 (Zürcher medizingeschichtliche Abhandlungen, Neue Reihe, Band 53)
  • Hypochondrie. Melancholie bis Neurose: Krankheiten und Zustandsbilder. Huber, Bern 1970
  • Die traumatische Neurose. Vom somatischen zum sozialen Leiden. Huber, Bern 1975, ISBN 3-456-80123-8; Psychosozial, Giessen 2004, ISBN 3-89806-275-9
  • Geschichte der Medizin. Springer, Berlin 1975, ISBN 3-540-07225-X (2. Aufl. 1977)
  • Krankheit Frau und andere Arbeiten zur Medizingeschichte der Frau. Huber, Bern 1979, ISBN 3-456-80688-4
  • Medizin vor Gericht. Gerichtsmedizin von der Renaissance bis zur Aufklärung. Huber, Bern 1983, ISBN 3-456-81282-5
  • Götterspeisen, Teufelsküchen (hrsg. mit Marie-Luise Könneker). Luchterhand, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-630-86732-4
  • Hunger – Herz – Schmerz – Geschlecht. Brüche und Fugen im Bild von Leib und Seele. eFeF, Bern 1997, ISBN 3-905561-14-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]