Europäische Zahlungsunion

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Die Europäische Zahlungsunion (EZU) war ein Zusammenschluss mehrerer europäischer Länder, um den multilateralen Handels- und Zahlungsverkehr in Westeuropa zu fördern. Ziel der im September 1950 rückwirkend zum 1. Juli 1950 gegründeten Union war die freie Konvertibilität aller beteiligten Währungen ohne auf die damals knappen US-Dollar zurückgreifen zu müssen. Erreicht wurde dieses Ziel durch einen Kreditmechanismus und multilaterales Clearing. Die Verantwortung für Clearing-Zahlungen wurde der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich übertragen.[1] Nachdem 14 westeuropäische Staaten 1958 die Konvertibilität ihrer Währungen erklärt hatten, löste sich die EZU am 29. Dezember[2] auf. Nachfolger wurde das Europäische Währungsabkommen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eichengreen, B. (1998). Globalizing Capital: A History of International Monetary System, S. 106-109.
  2. "Augsburger Allgemeine" vom 29. Dezember 2008, Rubrik Das Datum