Europäische Zahlungsunion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Europäische Zahlungsunion (EZU) war ein Zusammenschluss von 14 europäischen Ländern sowie dem Pfund Sterling-Gebiet, um den multilateralen Handels- und Zahlungsverkehr in Westeuropa zu fördern. Die 14 Länder waren Westdeutschland, Österreich, Schweiz, die Benelux-Staaten, Norwegen, Schweden, Dänemark, Frankreich, Portugal, Italien, Griechenland, die Türkei und Island.

Diese Länder schlossen im September 1950 rückwirkend zum 1. Juli 1950 das Abkommen über die Gründung einer Europäischen Zahlungsunion (englisch Agreement for the establishment of a European Payments Union). Ziel war die freie Konvertibilität aller beteiligten Währungen, ohne auf die damals knappen US-Dollar zurückgreifen zu müssen. Erreicht wurde dieses Ziel durch einen Kreditmechanismus und multilaterales Clearing. Die Verantwortung für Clearing-Zahlungen wurde der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich übertragen.[1] Vierzehn westeuropäische Staaten erklärten im Dezember 1958 die Konvertibilität ihrer Währungen;[2][3] danach wurde die EZU aufgelöst und abgewickelt.

Nachfolger wurde das Europäische Währungsabkommen.

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1.  Barry Eichengreen: Globalizing Capital: A History of International Monetary System. 1998, ISBN 0-691-00245-2, S. 106–109.
  2. Monatsberichte der Deutschen Bundesbank. Dezember 1958, Seite 3ff.: DM wird frei konvertierbar
  3. Geschäftsbericht der Deutschen Bundesbank für das Jahr 1958, Seite 47f.