Eva Jähnigen

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Eva Beate Jähnigen (* 2. November 1965 in Dresden) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen). Sie war von 2005 bis 2010 Landesvorstandssprecherin ihrer Partei in Sachsen und von 2009 bis 2015 Abgeordnete des Sächsischen Landtags.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Schulzeit in einer Dresdner POS schloss Jähnigen eine Berufsausbildung mit Abitur zur Werkzeugmacherin an. Danach arbeitete sie als pflegerische Hilfskraft im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt und qualifizierte sich im Fernstudium zur Krankenschwester. Ab 1991 studierte sie Jura an der TU Dresden und erlangte 2000 nach einem Referendariat in Sachsen das 2. juristische Staatsexamen. 2001 erhielt sie die Zulassung als Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Verwaltungs- und Sozialrecht und gründete mit einem Kollegen eine Anwaltskanzlei.

In den letzten Jahren der DDR durch Probleme der Demokratie, der Umwelt und des Sozialen politisiert, wurden die dadurch entstandenen Kontakte in die unabhängige Friedens- und Bürgerbewegung der DDR zur prägenden Erfahrung. Nach dem Ende der DDR galt ihr Engagement den Themen Umwelt, Bürgerbeteiligung, Stadtentwicklung und Verkehr. Von 1991 bis 2011 war sie ehrenamtliche Stadträtin in Dresden und von 1994 bis 2009 mit kurzen Unterbrechungen Fraktionssprecherin von Bündnis 90/Die Grünen und lange Jahre Mitglied des Umwelt- und des Stadtentwicklungsausschusses.

2008 kandidierte sie für Bündnis 90/Die Grünen bei der Oberbürgermeisterwahl in Dresden und erzielte 9,88 % der abgegebenen Stimmen, ferner war sie von 2005 bis 2010 Landesvorstandssprecherin ihrer Partei in Sachsen und trat 2010 wegen des zwischenzeitlich erhaltenen Landtagsmandats nicht wieder an.

Von 2013 bis 2015 war sie Sprecherin des Dresdner Stadtverbands von Bündnis 90/Die Grünen und hat in dieser Funktion eine Kooperation aus Linken, Grünen und SPD nach der Kommunalwahl 2014 mit aufgebaut, die die Mehrheit im Dresdner Stadtrat innehat.

Im 5. Sächsischen Landtags war sie Sprecherin des Innenausschusses. Weitere Schwerpunkte waren Kommunalpolitik, Verkehr sowie Landes- und Regionalentwicklung. Im 6. Sächsischen Landtag wurde sie rechtspolitische Sprecherin ihrer Fraktion und übernahm die Zuständigkeit für Kommunales und Verkehr sowie für Gleichstellung. Zu den Landtagswahlen 2009 und 2014 trat sie jeweils im Wahlkreis Dresden-Pieschen an und zog über die Landesliste der Grünen in den Sächsischen Landtag ein.

Nach ihrer Wahl zur Umweltbürgermeisterin am 6. August 2015 schied sie am 11. August 2015 aus dem Sächsischen Landtag aus.[1] Am 4. September 2015 wurde sie ins Amt berufen.[2][3]

Jähnigen lebt in Dresden, ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausgeschiedene Abgeordnete: Eva Jähnigen, abgerufen am 14. September 2015
  2. Vereidigung mit Einschränkungen, abgerufen am 14. September 2015
  3. Landtag: Nachrücker bei Grünen und Linken