Dirk Hilbert

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Dirk Hilbert, 2009

Dirk Hilbert (* 23. Oktober 1971 in Dresden) ist ein deutscher Kommunalpolitiker (FDP) sowie Oberbürgermeister der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Er trat dabei nicht als FDP-Kandidat an, sondern wurde durch den Verein Unabhängige Bürger für Dresden e. V. zur Wahl vorgeschlagen,[1] und durch die Freien Wähler[2] und nach Ausscheiden anderer Kandidaten nach dem ersten Wahlgang auch von der CDU und der Kandidatin von Pegida unterstützt.[3]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Ausbildung zum Elektronikfacharbeiter und dem Besuch des Abendgymnasiums studierte Hilbert ab 1992 Wirtschaftsingenieurwesen an der Technischen Universität Dresden und schloss 1998 mit dem Diplom ab.

Von 1998 bis 2000 arbeitete er als Vorstandsassistent beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln, danach im Risk Management beim Luftschiffunternehmen CargoLifter Development GmbH in Krausnick. Daneben war Hilbert ab 1997 Marktleiter bei den Radebeuler Karl-May-Festtagen und dem Herbst- und Weinfest.

Im Jahr 2001 holte der neugewählte Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) den geprüften Projektmanagement-Fachmann (RKW/GPM) in die Dresdner Kommunalverwaltung, in der er 2001 Beigeordneter für Wirtschaft der Landeshauptstadt Dresden wurde.

Ab Dezember 2008 war er als Erster Bürgermeister Stellvertreter der Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU). Von Februar 2011 bis 1. März 2012 hatte er die Amtsgeschäfte der erkrankten Oberbürgermeisterin interimsweise übernommen, und seit dem Rücktritt von Orosz im März 2015 führte Hilbert die Geschäfte der Landeshauptstadt kommissarisch. Während des OB-Wahlkampfs ruhte seine FDP-Mitgliedschaft und er trat als parteiunabhängiger Kandidat an. Im zweiten Wahlgang gegen Eva-Maria Stange (SPD, unterstützt von Grünen, Linke und Piraten) wurde er von FDP, CDU, AfD und Pegida unterstützt.[4] Am 5. Juli 2015 wurde er zum Oberbürgermeister Dresdens gewählt; seine siebenjährige Amtszeit trat er am 3. September 2015 an.[5]

Hilbert ist verheiratet und hat einen Sohn. Hilbert und seine Familie stehen seit 2016 unter Polizeischutz. Er hatte in einem Zeitungsinterview gesagt: „Es gibt immer noch Versuche, die Geschichte umzudeuten und Dresden in einem Opfermythos dastehen zu lassen. Dresden war keine unschuldige Stadt.“ Daraufhin erhielt er vermehrt Morddrohungen.[6]

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dirk Hilbert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dirk Hilbert kandidiert für Dresdner OB-Wahl – MDR.DE. In: mdr.de. 23. Januar 2015, archiviert vom Original am 13. Mai 2015, abgerufen am 6. Juni 2016.
  2. Freie Wähler Dresden unterstützen Hilbert als OB-Kandidat. In: dnn-online.de. 25. April 2015, abgerufen am 16. Juli 2015.
  3. Stefan Locke: Neuanfang mit Teddybär. In: FAZ.net. 6. Juli 2015, abgerufen am 16. Juli 2015.
  4. Dirk Hilbert gewinnt Dresdner Oberbürgermeisterwahl deutlich vor Eva-Maria Stange., dnn-online.de, 5. Juli 2015.
  5. Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
  6. Doreen Reinhard: Dresden: Tumultartige Trauerarbeit. In: Die Zeit. 8. Februar 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 8. Februar 2017]).
Vorgänger Amt Nachfolger
Helma Orosz Oberbürgermeister von Dresden
seit 2015