Ewa Wiśnierska

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Ewa Wiśnierska, (geb. Cieślewicz; * 23. Dezember 1971 in Nysa, Polen), ist eine deutsche Gleitschirmpilotin. 2000 hat sie mit dem Gleitschirmfliegen in Polen angefangen. Seit 2004 ist sie Wettkampfpilotin und Mitglied der deutschen Nationalmannschaft im Gleitschirmfliegen. Wiśnierska lebt in Aschau im Chiemgau, wo sie als Gleitschirm-Fluglehrerin eine Flugschule[1] betreibt. Außerdem betreibt sie das Unternehmen Mewa Akademie und Verlag,[2] das Vorträge und Seminare zur Persönlichkeitsbildung anbietet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit ihrem folgenschweren Fehler in 2007 (vgl. Trivia) engagiert sich Ewa Wisnierska verstärkt für mehr Sicherheit im Gleitschirm-Wettkampfsport.

Am 5. Dezember 2007 flog Wisnierska in Südafrika eine Strecke von 300,4 km (open distance) und stellte damit einen neuen deutschen Rekord auf (er hatte zuvor bei 219 km gelegen). Sie entschloss sich zu einer sicheren Landung, um nicht in ein Lee zu geraten, obwohl sie noch genügend Höhe hatte, um im Gleitflug die letzten 4 km zu einem neuen Weltrekord zu schaffen (damals 302,9 km).

Im Juli 2008 wurde Ewa Wisnierska Europameisterin. Auch bei diesem Wettbewerb blieb sie ihrem Vorsatz treu, keine erhöhten Risiken einzugehen und nur bei sicheren Bedingungen zu fliegen.

Bei den Weltmeisterschaften in Valle de Bravo (Mexiko) im Januar 2009 entschied sich Wisnierska für den vorzeitigen Abbruch des Wettbewerbs. Die Bedingungen waren extrem anspruchsvoll und forderten schließlich bei einem tragischen Unfall das Leben des Piloten Stefan Schmoker aus dem Schweizer Team.

Seitdem zog sich die Spitzensportlerin aus Wettkämpfen zurück und entschied, ihr Wissen und ihren Erfahrungsschatz im Rahmen ihrer neu gegründeten Flugschule und ihrer Akademie für Persönlichkeitsbildung weiterzugeben.[1][2]

Wichtigste sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2004 – Paragliding European Championship – 2. Rang Damen
  • 2004 – Int. Swiss Open – 1. Rang Damen
  • 2004 – Int. Nordic Open – 2. Rang, 1. Rang Damen
  • 2004 – Int. German Championship – 6. Rang, 1. Rang Damen
  • 2004 – Int. Berchtesgaden Open – 1. Rang Damen
  • 2004 – German Cup – Gesamtsieg Overall
  • 2005 – Paragliding World Cup – Gesamtsieg Damen
  • 2005 – Paragliding World Cup Portugal – 1. Rang Damen
  • 2005 – Paragliding World Cup Italien – 1. Rang Damen
  • 2005 – Paragliding World Cup Serbien – 1. Rang Damen
  • 2005 – Paragliding World Cup Frankreich – 1. Rang Damen
  • 2005 – Int. German Championship – 1. Rang Damen
  • 2005 – Gleitschirmweltmeisterschaft – 2. Rang Damen
  • 2006 – World Paragliding Ranking List – 1. Rang Damen
  • 2006 – Paragliding European Championship – 2. Rang Damen
  • 2006 – Paragliding World Cup Österreich – 1. Rang Damen
  • 2006 – Int. German Championship – 1. Rang Damen
  • 2006 – Paragliding World Cup Brasilien – 1. Rang Damen
  • 2007 – Deutscher Rekord open distance 300,4 km
  • 2007 – World Cup Overall – 2. Rang Damen
  • 2007 – World Cup Argentina – 2. Rang Damen
  • 2007 – World Cup Turkey – 2. Rang Damen
  • 2007 – German League – 1. Rang Damen
  • 2007 – Schmittenpokal – 6. Rang Overall
  • 2007 – Schmittenpokal – 1. Rang Damen
  • 2007 – German Championship – 1. Rang Damen
  • 2007 – World Cup Italy – 2. Rang Damen
  • 2007 – Greifenburg Open – 1. Rang Damen
  • 2007 – Monarca Open Mexico – 1. Rang Damen
  • 2008 – World Paragliding Ranking List – 1. Rang Damen
  • 2008 – World Cup overall – 2. Rang Damen
  • 2008 – World Cup Castelo / Brasilien – 1. Rang Damen
  • 2008 – European Championship – 1. Rang Damen
  • 2008 – World Cup Castejon / Spanien – 1. Rang Damen
  • 2009 – World Paragliding Ranking List – 1. Rang Damen
  • 2009 – int. Bavarian Championship – 1. Rang Damen
  • 2009 – Deutsche Meisterin
  • 2009 – German League – 1. Rang Damen
  • 2010 – Nepal Paragliding Open – 1. Rang sport class

Besonderer Vorfall[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 14. Februar 2007 flog sie beim Training für die WM in Australien in der Nähe einer sich bildenden Überentwicklung. Sie überlebte nur aufgrund einer Kette von Zufällen. In einer Cumulonimbus-Wolke wurde sie auf knapp 10.000 m Höhe gesaugt, wo Temperaturen um −50 °C herrschen. Dort verlor sie zeitweise das Bewusstsein. Nach dreieinhalb Stunden Flug landete sie schließlich 60 km nördlich des Startplatzes am Mt. Borah. Wiśnierska erlitt Erfrierungen an Gesicht, Ohren und Unterschenkeln, trug aber sonst keine schweren oder bleibenden Verletzungen davon. Der 42-jährige chinesische Gleitschirmpilot He Zhongpin kam in demselben Sturm ums Leben.[3][4]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Die Flugschule von Ewa Wisnierska
  2. a b mewa | akademie und verlag
  3. Paraglider Cheats Death In Thunderstorm (englisch, mit Interview-Video)
  4. Flug in die Todeszone Video auf spiegel.de abgerufen am 21. Mai 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]