Félix Dupanloup

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Félix Dupanloup

Félix Antoine Philibert Dupanloup (* 3. Januar 1802 in Saint-Félix, Obersavoyen; † 11. Oktober 1878 auf Schloss Lacombe bei Grenoble) war römisch-katholischer Bischof von Orléans.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dupanloup empfing am 17. Dezember 1825 die Priesterweihe. Er war von 1834 bis 1845 bischöflicher Gymnasialdirektor in Paris (Seminar von Saint-Nicolas-du-Chardonnet), später Rhetorikprofessor an der Sorbonne. Zudem war er Direktor des Journals L’ami de la religion (Freund der Religion).

Félix Dupanloup wurde am 19. April 1849 zum Bischof von Orléans gewählt und am 28. September 1849 von Papst Pius IX. bestätigt. Die Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe spendete ihm am 9. Dezember 1849 der Erzbischof von Paris, Marie-Dominique-Auguste Sibour, Mitkonsekratoren waren Louis-Marie-Edmont Blanquart de Bailleul, Erzbischof von Rouen, sowie Jean-Nicaise Gros, Bischof von Versailles. Dupanloup blieb bis zu seinem Tode 1878 im Amt. Er trat zeitlebens für die Freiheit der Kirche (libertas ecclesiae) ein.

Zeitweilig leitete Bischof Dupanloup das Petit Séminaire de la Chapelle-St-Mesmin in der Nähe von Orléans, wo er auch den jungen Paul Gauguin in katholischer Liturgie und Philosophie unterrichtete, was dessen künstlerische Entwicklung stark beeinflussen sollte.[1]

Im Jahr 1865 billigte Papst Pius IX. seine restriktive Interpretation des Syllabus errorum. Er hielt 1870 die Definition der päpstlichen Unfehlbarkeit durch das Konzil zwar für inopportun, erkannte das Dogma aber sofort an.

1875 trat er als Mitglied der Académie française zurück, um gegen die Wahl von Émile Littré, dem Autor des Dictionnaire de la langue française zu protestieren[2] und veröffentlichte im selben Jahr sein Buch gegen die Freimaurerei: Etude sur la Franc-Maçonnerie.

Felix Antoine Philibert Dupanloup starb im Jahr 1878 im Alter von 76 Jahren. Sein im Jahr 1886 von Henri Chapu geschaffenes marmornes Grabmal steht seit dem Jahr 1888 in Orléans in der Kathedrale Sainte-Croix.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Atheismus und die sociale Gefahr, 1867 in deutscher Übersetzung
  • L'Evèque d'Orléans: Etude sur la Franc-Maçonnerie. Paris 1875, 92 S.; in deutscher Übersetzung: Die Freimaurerei. Mainz 1875

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Félix Dupanloup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. aus der Biographie von Paul Gauguin auf der Webseite des Frankfurter Städelmuseums
  2. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurer Lexikon. 5. Auflage, Herbig Verlag, ISBN 978-3-7766-2478-6, S. 299
Vorgänger Amt Nachfolger
Jean-Jacques Fayet Bischof von Orléans
18491878
Pierre-Hector Coullié