FAUR L45H

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FAUR L45H
Eine L45H in Polen
Eine L45H in Polen
Nummerierung: MÁV: Mk45 2001–2010,
PKP: Lxd2,
CFR: 87,
NÖLB: 2099.01
Hersteller: FAUR, Bukarest
Baujahr(e): 1967–1985
Achsformel: B’B’
Spurweite: 750 mm – 1000 mm
Länge über Kupplung: 10.250 mm
Höhe: 3100 mm
Breite: 2300 mm
Leermasse: 32,0 t
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h
Installierte Leistung: 450 PS – 505 PS
Motorentyp: Maybach MB836Bb
Henschel Wola H-12
Motorbauart: 12-Zylinder-V-Motor (Wola 71H12A lic. Henschel)
6-Zylinder-R-Motor (MB836Bb lic. Maybach)
Leistungsübertragung: hydraulisch

Die Diesellokomotiven der Baureihe L45H des rumänischen Fahrzeug- und Maschinenherstellers FAUR wurden für verschiedene osteuropäische Eisenbahnverwaltungen und Industriebetriebe zwischen 1967 und 1985 gebaut.

Geschichte[Bearbeiten]

Insgesamt wurde 334 Lokomotiven dieses Typs gebaut.[1]

Die L45H in den einzelnen Ländern[Bearbeiten]

Deutschland: Erst nach der deutschen Wiedervereinigung kamen sechs Lokomotiven mit der 750 mm Spurweite zum Einsatz. Drei der Schmalspur-Fahrzeuge gehören der Sächsischen Dampfeisenbahn. Diese setzt die Lokomotiven im Dienst- und Verstärkerverkehr ein. Außerdem besitzt die Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft seit Ende 2009 eine Maschine des Typs. Die ehemalige 87-0029 wird in Zittau seit September 2011 als 199 018 eingesetzt, zwei weitere Lokomotiven (87-0024, 87-0026) dienen als Ersatzteilspender. Die deutschen Lokomotiven verfügen über Fernsehkameras an den Vorbauten und in den Frontlampen, so dass ein Einmannbetrieb möglich ist.

Frankreich: Die Chemins de fer de la Corse kaufte Mitte 2004 insgesamt 9 Maschinen über ihr Konsortium MetricRail und ließ sie auf 1000 mm (Meterspur) umspuren. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, bedingt durch die großen Steigungen und Temperaturunterschiede auf Korsika erhielten die Maschinen neue Dieselmotoren. Sie werden heute im Bauzugdienst eingesetzt.[2]

Österreich: Die Österreichische Gesellschaft für Lokalbahnen (ÖGLB) hat 2002 die L45H-089 der Werksbahn des rumänischen Kupferbergwerkes Suior für ihren Museumsbetrieb auf der Bergstrecke der Ybbstalbahn erworben und in 2099.01 umgezeichnet. Die Maschine wurde aufgearbeitet, um für Bau- und Museumszüge Verwendung zu finden.[3] Die Marktgemeinde Stainz hat die L45H-070 von der rumänischen Schmalspurbahn Criscior bei Brad erworben und setzt sie für den Museumsverkehr auf der Stainzerbahn ein.

Polen: Die polnische Staatsbahn PKP beschaffte 165 Maschinen in den Spurweiten 750 mm, 785 mm und 1000 mm.

Rumänien: In Rumänien wurden 112 Lokomotiven eingesetzt, von denen aber viele inzwischen ins Ausland verkauft wurden.

Serbien: Die Serbischen Staatsbahnen erwarben vier Lokomotiven für den Betrieb der Touristik- und Museumbahn Šarganska osmica in Westserbien.

Ungarn: 1972 wurden zehn Lokomotiven an die MÁV ausgeliefert. Mk45 2001 bis 2006 kamen bei der Kindereisenbahn Budapest zum Einsatz, 2007 bis 2010 bei der Hegyközer Schmalspurbahn, nach deren Einstellung bis zur Überstellung nach Budapest 1994 bei der Nyírvidéker Schmalspurbahn (hu) (NyíregyházaDombrád bzw. Nyíregyháza–Balsa). Diese Eisenbahnen haben bzw. hatten eine Spurweite von 760 mm. Bei der Kindereisenbahn erbringen diese Maschinen den täglichen Betrieb, an Wochenenden verkehren zusätzlich Dieseltriebwagen oder von Dampflokomotiven gezogene Züge.

Konstruktive Merkmale[Bearbeiten]

Um das Getriebe unterzubringen, war der Motor sehr hoch gelagert, die Vorbauten gingen so bis zur vollen Höhe. Die dadurch eingeschränkte Sicht machte es nötig, die Lokomotive zweimännig zu fahren.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Julian Nolte: Die rumänische L45H in Sachsen. In: Bahn-Report, Hrsg. IG Schienenverkehr e. V.. Nr. 1/2010, Rohr 2010, ISSN 0178-4528, S. 71.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. eisenbahn-magazin 10/2013, S. 68
  2. http://www.le-rail.ch/text/aktuell11.htm
  3. http://www.lokalbahnen.at/bergstrecke/2099.html Beschreibung der NÖLB 2099.1 auf den Seiten der Österreichischen Gesellschaft für Lokalbahnen

Weblinks[Bearbeiten]