Korsika

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Korsika
Flagge Korsikas Wappen Korsikas
Nouvelle-AquitaineNouvelle-AquitaineNouvelle-AquitaineAuvergne-Rhône-AlpesBretagneBretagneBourgogne-Franche-ComtéCentre-Val de LoireGrand EstÎle-de-FranceKorsikaOkzitanienHauts-de-FranceNormandiePays de la LoirePays de la LoireProvence-Alpes-Côte d’AzurLage Korsikas in Frankreich
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Frankreich Frankreich
Präfektur Ajaccio
Präsident des Exekutivrats Gilles Simeoni (IC)
Bevölkerung 340.440 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 39 Einwohner je km²
Fläche 8.759,82 km²
Départements 2
Arrondissements 5
Gemeindeverbände 19
Kantone 26
Gemeinden 360
ISO-3166-2-Code FR-COR
Webpräsenz isula.corsica

Reliefkarte der Region Korsika

Korsika (korsisch Corsica, französisch Corse) ist die nach Sizilien, Sardinien und Zypern viertgrößte Insel im Mittelmeer. Sie besteht zu einem großen Teil aus einem Hochgebirge und liegt westlich der Apenninhalbinsel, nördlich von Sardinien und südöstlich der Côte d’Azur. Die Insel ist eine französische Gebietskörperschaft mit Sonderstatus, liegt jedoch deutlich näher an Italien als am französischen Festland.

Sie hat eine Fläche von 8.760 km² und rund 340.440 Einwohner (Stand 1. Januar 2019). Hauptstadt und Verwaltungssitz ist die Hafenstadt Ajaccio. Weitere größere Städte am Meer sind Bastia und Calvi sowie im Inselinneren die Universitätsstadt Corte. Korsika wird im Französischen auch als Île de Beauté (Insel der Schönheit) bezeichnet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NASA-Satellitenbild Korsikas

Korsika ragt als imposante Gebirgslandschaft stellenweise aus 2500 m Meerestiefe empor. 24 km von der Westküste entfernt erreicht die Insel im Massiv des Monte Cinto (2706 m) ihre höchste Erhebung. Die Geländemorphologie ermöglicht einzigartige Ausblicke und gab Korsika den Beinamen „Gebirge im Meer“. Aufgrund der zahlreichen Buchten, insbesondere auf der Westseite der Insel, hat Korsika eine über 1000 km lange Küste. Ein Drittel davon besteht aus Stränden, der Rest ist felsig.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korsika liegt zwischen 43° 01′ und 41° 22′ nördlicher Breite und 9° 34′ und 8° 33′ östlicher Länge. Die Insel wird im Norden vom Ligurischen Meer, im Osten und Süden vom Tyrrhenischen Meer und im Westen vom westlichen Mittelmeer begrenzt. Von Norden (Cap Corse) bis Süden (Capo Pertusato) misst die Insel 183 km, von Osten (Alistro) nach Westen (Capo Rosso) 83 km.

Die Entfernung nach Frankreich (Nizza) beträgt 180 km, die Italienische Halbinsel ist 83 km (Livorno) und die italienische Insel Sardinien im Süden nur 12 km entfernt.

Gebirge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Großteil besteht die Insel aus einem Hochgebirge im Westen und einem Mittelgebirge im Osten. Etwa 86 % der Insel sind Bergland und nur 14 % Küstentiefland. Lediglich die Ostküste besitzt einen ebenen Streifen, der an manchen Stellen bis zu 10 km breit ist. Korsika hat eine durchschnittliche Höhe von 568 m (Sardinien: 344 m, Sizilien: 441 m). Auf Korsika befinden sich mehr als 50 Berge mit einer Höhe von mehr als 2000 m.

Das Grundgebirge im Westen besitzt einen von Nordwesten nach Südosten ziehenden über 2000 m hohen, meist gratförmigen Hauptkamm mit S-förmigem Verlauf und zeigt typischen Hochgebirgscharakter. Vom Hauptkamm aus, der gleichzeitig die Wasserscheide bildet, laufen zahlreiche steil abfallende Seitenkämme und Seitentäler hinunter bis zur buchtenreichen Westküste. Der Hauptkamm wird auf seiner ganzen Länge durch den Weitwanderweg GR 20 (im Regionalen Naturpark Korsika) durchquert.

Unmittelbar im Hauptkamm befinden sich die beiden höchsten Berge der Insel:

Aiguilles de Bavella

Erwähnenswert sind ferner die schroffen Felstürme der Aiguilles de Bavella, die auch als korsische Dolomiten bezeichnet werden, obwohl sie im Gegensatz zu den Dolomiten aus Graniten aufgebaut sind. Der Hauptkamm wird von insgesamt vier Gebirgspässen durchquert (Col de Bavella, Col de Verde, Col de Vergio, Col de Vizzavona), von denen der Col de Vergio mit einer Höhe von 1470 m der höchste und der Col de Vizzavona (1163 m) der verkehrsreichste ist. Weitere Passstraßen erschließen in über 1000 m Höhe die Seitenausläufer.

Nach Süden hin nimmt die Schartenhöhe des Reliefs deutlich ab. Am Südende bei Bonifacio trifft man großflächig sedimentierte Dolomitkalke an, die vermutlich durch sekundäre Dolomitisierung von Kalkschlamm marinen Ursprungs entstanden. Die verkarsteten Kalkfelsen von Bonifacio sind sowohl von den Gezeiten als auch von Stürmen eindrucksvoll gezeichnet.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Restonica-Tal, Felswand mit aufgeschlossenem Quarzporphyr

Korsika entstand wie die Alpen im Tertiär und besteht zu zwei Dritteln aus einem kristallinen Granitsockel, vor allem im Westen und Süden; man spricht daher vom „kristallinen Korsika“. Der Nordosten, das „alpine Korsika“, besteht überwiegend aus Schiefern, die sich aus Meeressedimenten gebildet haben, und Schwemmland. Die Grenze dazwischen verläuft ungefähr entlang einer Linie von Saint-Florent im Norden über Corte in der Inselmitte bis Sari-Solenzara im Südosten. Die Gesteine des Hauptkamms bestehen überwiegend aus variszischen Graniten und Vulkaniten, wie z. B. Rhyolith und Quarzporphyr, aus dem Karbon bis Perm. Das östlich gelegene „alpine“ Schiefergebirge bleibt mit seinen Gipfelhöhen deutlich unter 2000 m und besitzt damit den Charakter eines Mittelgebirges. Es besteht aus untermeerisch abgelagertem und später gefaltetem Schiefer (Tonschiefer, Glanzschiefer, metamorphe Ophiolithe), dessen Entstehung auf die gewaltigen Landmassenbewegungen während der Auffaltung der Alpen in der geologischen Epoche des Eozän zurückgeht. Stellenweise weist der Tonschiefer fein verteilte Pyrit­einschlüsse auf. Die Glanzschieferdecke ist weniger klastisch geprägt und enthält dafür zahlreiche Radiolaritvorkommen.

Ganz im Nordosten gibt es auch noch vereinzelt junge Vulkanite der Korsischen Magmenprovinz, an die weiter östlich die Toskanische Magmenprovinz (inkl. Elba) anschließt.

Während der Hochzeit der letzten Eiszeit des Pleistozäns, also vor 30.000 bis 20.000 Jahren, war Korsika stark vergletschert. Als Überbleibsel dieser Zeit finden sich in den Bergen Kare, die zum Teil mit Wasser gefüllte Karseen bilden, und zahlreiche durch Gletscher geformte Täler mit Endmoränen. In den Zungenbereichen der ehemaligen Gletscher liegen heute noch ausgedehnte Schutt- und Geröllhalden, die nicht selten bis in die Sommermonate hinein von abfließendem Schmelzwasser durchströmt werden.

Geologisch interessant ist auch der Küstenabschnitt im Westen zwischen Porto und Piana, der als „Calanche de Piana“ und für seine Tafoni-Verwitterungen bekannt ist. Die wissenschaftliche Bezeichnung Tafone wurde der korsischen Sprache entlehnt.

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bevölkerungsreichsten Städte Korsikas sind:

Stadt (korsischer Name) Einwohner (Jahr) Département
Ajaccio (Aiacciu) 71.361 (2019) Corse-du-Sud
Bastia 48.503 (2019) Haute-Corse
Porto-Vecchio (Portivechju) 11.132 (2019) Corse-du-Sud
Borgo (U Borgu) 8.832 (2019) Haute-Corse
Biguglia 7.810 (2019) Haute-Corse
Corte (Corti) 7.485 (2019) Haute-Corse
Calvi 5.774 (2019) Haute-Corse
Furiani 5.608 (2019) Haute-Corse

Die Hauptstädte der beiden früheren Départements waren Ajaccio (die Geburtsstadt Napoleons) an der Westküste und die Hafenstadt Bastia im Nordosten. Calvi im Nordwesten ist eine weitere wichtige Hafenstadt. In Corte, der früheren Hauptstadt im Zentrum der Insel, befindet sich der Sitz der Universität Pascal Paoli Korsika.

Weitere bedeutende Städte im Süden sind:

  • Bonifacio (Bunifaziu): südlichste Stadt Korsikas
  • Sartène (Sartè): gilt als die „korsischste aller korsischen Städte“

Politische Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits von 1793 bis 1811 war die Insel in zwei Départements gegliedert, Golo und Liamone. Die beiden Départements der Region Corse bestanden seit dem 1. Januar 1976 und wurden am 1. Januar 2018 für die Ausübung staatlicher Kompetenzen abgeschafft. Die beiden Départements selber blieben aber als statistische Einheiten bestehen.

OZ = Ordnungszahl des Départements         Arr. = Anzahl der Arrondissements        Gem. = Anzahl der Gemeinden
W = Wappen des Départements Kant. = Anzahl der Kantone
ISO = ISO-3166-2-Code G.V. = Anzahl der Gemeindeverbände
OZ W Département Präfektur ISO Arr. G.V. Kant. Gem. Einwohner
1. Januar 2019
Fläche
(km²)
Dichte
(Einw./km²)
2A Wappen des Départements Corse-du-Sud Corse-du-Sud Ajaccio FR-2A 2 7 11 124 158.507 4.014,22 39
2B Wappen des Départements Haute-Corse Haute-Corse Bastia FR-2B 3 12 15 236 181.933 4.665,57 39
Gesamt 5 19 26 360 340.440 8.759,82 39
Arrondissements in der Region Korsika
Kantone in der Region Korsika
Gemeindeverbände in der Region Korsika

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm Bastia

Auf Korsika herrscht ein typisches Mittelmeerklima: Heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Dabei wirkt im Winter das Mittelmeer (13–24 °C) als Wärmespeicher. Aufgrund der hohen Berge und der starken Winde gibt es auf Korsika allerdings einige Abweichungen.

Die Niederschlagsmenge ist abhängig von der Höhe. Auf 2000 m Höhe ist der Niederschlag etwa viermal so stark wie an der Küste, wo im Sommer fast kein Regen fällt. Sommerliche Gewittergüsse lassen nur kurz die Flüsse anschwellen. Korsika hat mit etwa 2750 Stunden mehr Sonnenschein als das französische Festland.

Die Winter sind an der Küste mit Tagestemperaturen um 12 °C recht mild, wenn auch gelegentlich Nachtfrost auftritt. Im höheren Bergland gibt es regelmäßig Schneefälle und geschlossene Schneedecken, wobei Wintersport bis ins Frühjahr durchaus möglich ist. Das Frühjahr ist mit Werten zwischen 15 und 20 °C recht angenehm, wobei es nachts noch recht frisch werden kann. Ab Juni steigt die Temperatur jedoch auf Werte von 25 °C und mehr. Im Juli und August ist es mit rund 30 °C heiß, allerdings kühlt es nachts auf um die 20 °C ab. Auch im Sommer ist auf den hohen Bergen noch oft Schnee zu sehen. Der Herbst ist mit rund 20 °C wieder wesentlich angenehmer, jedoch können wie im Frühling die Nächte deutlich kühler (teils unter 10 °C) werden.

Die Extremwerte in Ajaccio liegen bei −8,1 °C im Januar und +40,5 °C im August.

Im Zeitraum 1981–2010 wurde die höchste mittlere Jahrestemperatur von ganz Metropolitan-Frankreich an der Messstation in Sari-Solenzara im Südosten Korsikas gemessen: 16,41 °C. Die tiefste je gemessene Temperatur an dieser Station betrug −5,9 °C am 7. März 1971. Die höchste Temperatur betrug 39,9 °C, gemessen am 4. Juli 1965.

Sari-Solenzara
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
71
 
14
6
 
 
58
 
14
6
 
 
61
 
16
7
 
 
80
 
18
9
 
 
46
 
22
13
 
 
25
 
26
17
 
 
12
 
29
20
 
 
28
 
30
20
 
 
88
 
26
17
 
 
126
 
22
14
 
 
94
 
17
10
 
 
104
 
14
7
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: [1]
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Sari-Solenzara
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 13,6 14,0 15,9 18,1 22,2 26,1 29,4 29,7 26,3 22,1 17,4 14,3 Ø 20,8
Min. Temperatur (°C) 5,8 5,6 7,3 9,3 12,9 16,5 19,5 19,9 17,1 13,9 9,8 7,1 Ø 12,1
Temperatur (°C) 9,7 9,8 11,6 13,7 17,8 21,3 24,5 24,8 21,7 18,0 13,6 10,7 Ø 16,5
Niederschlag (mm) 71,1 58,3 61,2 79,9 45,8 25,1 12,1 28,4 88,3 125,6 94,2 103,7 Σ 793,7
Regentage (d) 6,2 6,1 6,5 7,5 4,9 3,0 1,5 2,2 4,8 7,4 8,4 8,7 Σ 67,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
13,6
5,8
14,0
5,6
15,9
7,3
18,1
9,3
22,2
12,9
26,1
16,5
29,4
19,5
29,7
19,9
26,3
17,1
22,1
13,9
17,4
9,8
14,3
7,1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
71,1
58,3
61,2
79,9
45,8
25,1
12,1
28,4
88,3
125,6
94,2
103,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: [1]

Winde auf Korsika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winde-korsikas.jpg
Windrichtungen im Jahresschnitt

Die in den Sommermonaten am häufigsten wehenden Winde:

  • Nord: Tramontana, kalt und trocken; von jenseits der Alpen
  • Nordwest: Mistral (Maestrale), kalt und trocken; bringt klare Sicht
  • Nordost: Grecale, feucht und schwül
  • Ost: Levante, warm und feucht; ist verantwortlich für die Dünen­bildung und die Entstehung der Lagunen an der Ostküste
  • Südost: Scirocco, feucht und heiß; bringt Gewitterstürme
  • Südwest: Libeccio (Libecciu), weht am häufigsten, mäßig stark, große Temperaturschwankungen; sagt Regen voraus
  • West: Poniente: sehr selten, heiß

Zusätzlich gibt es auch Land- und Seewinde, die sich aufgrund der unterschiedlich starken tageszeitlichen Erwärmung ergeben:

  • Die Seebrise Mezziornu setzt etwa zwei bis vier Stunden nach Sonnenaufgang ein, erreicht ihren Höhepunkt zwischen 13 und 14 Uhr und endet ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang.
  • Die Landbrise Terranu weht in der Nacht und trägt häufig den Duft der Macchia ins Meer hinaus.

Bei einer Fahrt entlang der Küste sollte man immer im Hinterkopf haben, dass der Wind von einem Kap zum anderen aus unterschiedlicher Richtung und in unterschiedlicher Stärke wehen kann. Die steil aufragenden Berge verursachen besonders dort, wo sie direkt aus dem Meer aufsteigen, eine starke Kreuzsee. Bei schwerem Seegang erreicht diese enorme Ausmaße und glättet sich erst weit draußen auf dem offenen Meer.

Gezeiten und Wasserstände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie überall auf der Erde treten auch im westlichen Mittelmeer gleiche Gezeiten in Abständen von knapp zwölfeinhalb Stunden auf. Der Tidenhub an der Küste Korsikas beträgt bei Springtide 30 cm, bei Nipptide 10 cm. Abweichungen zwischen Morgen- und Abendpegel können bis zu 10 cm betragen. Winde erhöhen oder vermindern, je nach Richtung, den Wasserstand erheblich.[2]

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höhenstufen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laricio-Kiefernwald unterhalb des Hangtrogs nahe Lac de Nino, Forêt de Valdo-Niellu. Hinten links Paglia Orba, rechts das Monte Cinto-Massiv
Azonaler Buchenwald bei Cozzano (Kanton Zicavo), bildet in extrem niederschlagsreichen Staulagen die höchstgelegene Waldgesellschaft; im Vordergrund eine Wüstung bedeckt mit einer Heide, geprägt von Salzmann-Ginster und Tragant
Mediterrane Stufe (0–900/1000 m)
Submediterrane Stufe
Mediterran-montane Stufe (1100–1800 m)
Waldfreie hochmontane Stufe (1600–2000 m)
Alpine (Nordseiten) bis kulminale (Sonnseiten) Stufe (2000–2700 m)
  • Gebüsche, Grasheiden, Schutt- und Felsengesellschaften.

Macchia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Garrigue und Macchia auf Korsika

Die Macchie, auf Korsisch Macchia genannt, ist ein immergrüner Buschwald, der rund die Hälfte der Insel bedeckt. Dieser Vegetationstyp ist typisch für mediterrane Winterregenklimate und ist für die Insel besonders prägend. Die Pflanzen haben oft ledrige Blätter und sind unterseits behaart, um die Verdunstung möglichst gering zu halten. Ölhaltige und stark duftende Pflanzen sind ebenfalls typisch für die Macchia.

Schon im ausgehenden Winter erblüht die Macchia in bunten Farben, und ein intensiver Duft entströmt der Insel, der auch vom Meer her wahrnehmbar ist; Napoleon Bonaparte soll gesagt haben, er könne seine Heimatinsel schon allein daran erkennen. Wichtige Pflanzen sind beispielsweise Lavendel, Ginster, Zistrose, Myrte, Baumheide und Erdbeerbaum. In den heißen Sommermonaten vertrocknet die Vegetation in vielen Bereichen, sodass die Landschaft ein steppenhaftes Aussehen erreicht.

Alljährlich kommt es im Hochsommer zu Waldbränden, die meistens auf Brandstiftung oder Fahrlässigkeit zurückzuführen sind. Hirten legen absichtlich Brände, um die „wertlose“ Macchia zu Weideland aufzuwerten. In der Vergangenheit war Brandstiftung auch Mittel von Bauspekulanten, die so die Macchia als Natur entwerteten und dann leichter Baugenehmigungen erhielten. Ein kleiner Teil dieser Brände entsteht auch durch Selbstentzündung der ausgetrockneten Vegetation (Umweltfaktor Feuer). Zum Löschen größerer Waldbrände werden spezielle Löschflugzeuge eingesetzt, die im küstennahen Bereich Seewasser aus dem Meer aufnehmen, um es im Landesinneren direkt über den Brandherden abzuwerfen. Dies kann stellenweise zu Versalzungen des Oberbodens führen und das Wiederaufkommen der Vegetation erschweren.

Garrigue[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Garrigue wird oft mit der Macchia verwechselt. Die Vegetation ist aber niedriger und erreicht meist nur eine Höhe von bis zu einem Meter; außerdem sind andere Pflanzen zu finden. Auf besonders dünnen Böden finden sich Zistrosen, Wolfsmilchsarten, verschiedene Ginster, Rosmarin, Thymian, Lavendel, Salbei und Geophyten wie Orchideen, Affodill oder die Merendera.

Bäume und Kulturpflanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korkeichen, Filitosa (Corse-du-Sud)

Die wichtigsten forstlichen Ertragswaldbäume Korsikas sind Laricio-Kiefern (31 %), Steineichen (21 %), Seestrandkiefern (29 %), Buchen (15 %), Korkeichen (4 %) und Weiß-Tanne (1 %).

Die Laricio-Kiefer, auch Korsische Schwarzkiefer (Pinus nigra ssp. laricio) genannt, kann eine Wuchshöhe von bis zu 50 Meter und ein Alter von nahezu tausend Jahren erreichen. Der Baum ist auf Korsika in den höheren Gebirgslagen ab etwa 800 bis 1800 m stark verbreitet. Die Korsische Schwarzkiefer ist sehr anspruchslos. Auf den kargen, felsigen Böden der Hochlagen wächst sie naturgemäß sehr langsam. Sie übersteht ohne Probleme längere Frostperioden.

Mächtige Edelkastanie bei Zicavo

Die Edelkastanie, die auch als Esskastanie bezeichnet wird, bedeckt allein im Gebiet der Castagniccia etwa eine Fläche von 15.000 ha, auf der gesamten Insel sind 40.000 ha mit Edelkastanienpflanzungen bestanden. Die Anlage von siedlungsnahen Edelkastanien-Selven wurde maßgeblich von den Genuesen auf der gesamten Insel gefördert, um die damals immer wieder auftretenden Hungersnöte zu lindern. Dafür wurden auch zahlreiche frischere Stein- und Flaumeichenstandorte gerodet und in die heute noch charakteristische mediterrane Kastanienlandschaft umgewandelt. Neben der Viehzucht (Schafe, Ziegen) waren die Kastanien die Hauptnahrungsquelle der Korsen – deshalb auch die Bezeichnung als „Brotbaum“.

Im Süden der Insel rund um Porto-Vecchio und Figari, ist die Korkeiche verbreitet. Kleinere Vorkommen gibt es auch im Norden, zum Beispiel bei Saint Florent. Alle 10 bis 20 Jahre kann der Baum zur Gewinnung von Naturkork geschält werden.

In den zur Malariabekämpfung trockengelegten Sumpfgebieten wurde vielfach Eukalyptus angepflanzt, der schnell wächst und sehr viel Wasser verdunstet. Eukalyptus wird bis zu 40 m hoch und hat eine silbrig graue Rinde, die meist in senkrechten Fetzen und Streifen vom Stamm herab hängt. Die Blätter sind lang sichelförmig gebogen und verströmen den typischen „Husten-Bonbon“-Duft, ebenso die Früchte. Eine Anpflanzung mit teils stattlichen Bäumen befindet sich im Golf von Porto an der Westküste, der Hain beherbergt unter anderem den örtlichen „Camping Municipal d'Ota Porto“.

Soweit die Bodenverhältnisse es zulassen, gedeihen bis auf eine Höhe von etwa 400 Meter weitere typische Pflanzen, die im gesamten Mittelmeerraum anzutreffen sind. Dazu gehören beispielsweise Zypressen, Ölbäume, Oleander, Platanen, Mimosen und Dattelpalmen. Wichtige landwirtschaftliche Kulturen sind in dieser Höhenstufe Zitrusfrüchte (Zitronen, Orangen, Clementinen, Limonen), Feigenbäume, Mandel- und Pfirsichbäume sowie der Anbau von Wein.

Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korsika beherbergt mehrere endemische, also ausschließlich auf dieser Insel vorkommende Tierarten.

Amphibien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den Amphibien sind als Endemiten der Korsische Gebirgsmolch, der Korsische Feuersalamander und der Korsische Scheibenzüngler zu nennen, sämtlich Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt in mittleren und großen Höhenlagen haben.

Die tieferen Lagen sind Verbreitungsschwerpunkt von Arten, die auch andernorts im Mittelmeerraum anzutreffen sind: Sardischer Scheibenzüngler, Wechselkröte, Tyrrhenischer Laubfrosch sowie Italienischer Wasserfrosch.

Reptilien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Reptilienarten Korsikas, die vor allem die tieferen Lagen besiedeln, gehören die Griechische Landschildkröte, die Europäische Sumpfschildkröte, Europäischer Halbfinger, Mauergecko sowie die Ruineneidechse. Je nach Relief kommt die Tyrrhenische Gebirgseidechse auch in Meeresnähe vor, so beispielsweise an der teils sehr schroffen Westküste. Generell besiedelt sie eher die hohen Lagen und ist als einzige Eidechse noch in den Gipfellagen jenseits von 2500 m regelmäßig anzutreffen. Tyrrhenische Mauereidechse, Gelbgrüne Zornnatter sowie die Ringelnatter, die hier als eigene Unterart vorkommt, sind in beinahe jeder Höhenstufe der Insel zu finden, nur die Gipfellagen werden nicht besiedelt. Sehr selten kommen auf Korsika noch Europäischer Blattfinger und Zwerg-Kieleidechse vor, beides Arten, die nur noch Refugiallebensräume besetzen können.

Vögel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korsenkleiber (Sitta whiteheadi)

Da Korsika eine wichtige Zwischenstation des europäischen Vogelzugs ist, lassen sich in den Lagunen der Ostküste zwischen Oktober bis März große Schwärme von Wasser- und Watvögeln beobachten, darunter sehr seltene Arten wie z. B. Großer Brachvogel, Bekassine, Knäkente, Rotschenkel, Trauerente und Zwergseeschwalbe. Die meisten Arten sind durch die EG-Vogelschutzrichtlinie geschützt und dürfen auch auf Korsika nicht bejagt werden. Der Triel wurde auf Korsika stellenweise auch als Brutvogel festgestellt.

Greifvögel sind oft zu beobachten, zum Beispiel Fischadler (an der Westküste, beispielsweise im Naturreservat La Scandola), Steinadler und Bartgeier (vor allem im Hochgebirge), Rotmilan, Mäusebussard, Schlangenadler und Turmfalke. Einzige nur auf Korsika vorkommende, also endemische Vogelart ist der Korsenkleiber.

Tiere in Gewässern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Küstengewässer sind fischreich, man kennt hier etwa 300 Brack- und Salzwasserarten. In den Fließgewässern sind Forellen und Aale anzutreffen, die zum Teil eingesetzt werden. Dies bereitet vor allem der ursprünglich heimischen Mittelmeer-Bachforelle Probleme, die nur noch in wenigen Fließgewässersystemen der Insel häufiger zu finden ist. Eine weitere Besonderheit der Süßgewässer Korsikas sind Süßwassergarnelen, die in den Unterläufen kleinerer Flüsse stellenweise häufig anzutreffen sind.

Säugetiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wildlebenden Säugetiere sind aufgrund der Insellage, der gebirgigen Topografie und der intensiv betriebenen Bejagung nicht sehr artenreich. Der heute auf Korsika dominierende Säuger ist das Wildschwein. Selten ist der Europäische Mufflon geworden, der durch starke Bejagung in ganz Europa ausgerottet war und einzig auf Korsika und Sardinien überleben konnte. Auf Korsika sind nur zwei Populationen erhalten geblieben, und zwar im Monte-Cinto-Massiv nördlich von Calacuccia und in der Umgebung des Col de Bavella zwischen Zonza und Solenzara. In der Nähe von Venaco am Monte Rotondo-Massiv wurden Mufflons wieder angesiedelt, um nach und nach wieder den gesamten Hauptkamm des korsischen Hochgebirges zu besiedeln.

Der Korsische Zwerghirsch wurde auf Korsika ausgerottet und konnte als Unterart nur auf Sardinien überleben. Inzwischen wurden sardische Tiere auf der nördlichen Nachbarinsel wieder angesiedelt. In den Macchie- und Garrigue-Landschaften trifft man auf Hasen, Mauswiesel sowie Füchse und Wildkatzen. Pottwale und Delfine sind besonders häufig am Cap Corse und in der Straße von Bonifacio zu beobachten, wenn sie von einem in ein anderes Becken des Mittelmeeres wechseln.

Spinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäische Schwarze Witwe

Bemerkenswerte Spinnentiere sind die Europäische Schwarze Witwe und die Tarantel.

Insekten und Malaria[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europäische Gottesanbeterin

Unter der großen Gruppe der auf Korsika verbreiteten Insekten befindet sich auch die Europäische Gottesanbeterin.

Über 60 Arten der Tag- und Dickkopffalter sind bisher auf dieser Insel nachgewiesen worden. Davon sind mindestens vier Arten Endemiten der tyrrhenischen Inseln, kommen also nur auf Korsika und Sardinien vor: Korsischer Schwalbenschwanz, Euchloe insularis (eine Weißlingsart), Korsischer Perlmutterfalter und Korsischer Waldportier. Das Korsische Wiesenvögelchen hat auch Populationen auf Elba und umgebenen Inseln, sowie in küstennahen Gebieten der Toskana. Die dort vertretene Unterart elbana wird jedoch manchmal auch als eigene Art eingestuft, in diesem Fall ist die Nominatform corinna ein echter tyrrhenischer Endemit. Die in Hochlagen vertretene Unterart ichnusa des Kleinen Fuchses ist leicht am Fehlen schwarzer Flecke auf der Vorderflügel-Oberseite zu erkennen. Auch dieses Taxon soll manchmal als Art bewertet werden.[3]

Bis in die 1950er Jahre war die Malaria auf Korsika noch ein großes Problem, insbesondere an den ausgedehnten Brackwasserflächen der Ostküste. Diese eigentlich landwirtschaftlich interessante weil ertragreiche Küstenebene war traditionell zwar nie dicht besiedelt, weil die Korsen in der Vergangenheit die Piraten fürchteten. Aber die vor allem durch die Anopheles-Mücken übertragene Krankheit war auch ein Hinderungsgrund, vor der sich die Korsen traditionell während des Hochsommers in höhere Lagen zurückzogen. Ab 1944 bekämpfte die amerikanische Luftwaffe im Mündungsdelta des Stabiacco bei Porto-Vecchio die Malariamücke durch Versprühen von DDT, was die Ansiedlung der ehemaligen Algerienfranzosen (pieds-noirs) und die Urbarmachung der Küstenebene und später den Tourismus erst möglich machte. Bis 1973 gab es jedoch immer wieder aufkeimende Malaria, heute gilt die Insel als malariafrei.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filitosa
Korsika als Teil des Königreichs Italien zur Zeit von Lothar II. und Berengar II. (948–961)

Herkunft des Namens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Griechen nannten die Insel Κύρνος (Kyrnos), auch Κορσίς (Korsis).[4][5] Als Beinamen gaben sie ihr die Bezeichnung Kalliste, die Schönste.[6]

Prähistorie und Antike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die korsische Urbevölkerung, Jäger und Sammler, wurde um 6000 v. Chr. von einwandernden Neolithikern der Impresso-Kultur verdrängt. Im Süden der Insel entwickelte sich etwa 3000 v. Chr. eine mehrphasige Megalith-Kultur (Filitosa), die auch zahlreiche Menhire errichtete und um 1800 v. Chr. von der Kultur der Torreaner abgelöst wurde, die Torren, nuraghenartige Turmbauten eigener Prägung, errichteten.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. gelangten zuerst punisch-karthagische Siedler auf die Insel, danach Griechen (Phokäer), die um 565 v. Chr. eine Niederlassung namens Alalia, das heutige Aléria, gründeten. Die vorherrschenden Seemächte dieser Zeit, Karthago und die Etrusker, besiegten um 540 v. Chr. gemeinsam die Griechen in der Seeschlacht vor Alalia. Danach wurde Alalia bis ins 3. Jahrhundert v. Chr. von den Etruskern beherrscht. Nachdem Karthago kurzfristig die Vorherrschaft wiedererlangte, wurde Alalia 259 v. Chr. im Ersten Punischen Krieg von den Römern erobert. Mit Gründung der Kolonie Sardinia et Corsica im Jahr 227 v. Chr. wurde Korsika für rund 650 Jahre Teil des Römischen Reiches und – dauerhaft – des romanischen Sprach- und Kulturraums.

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noch in der Endphase des Bestehens des Weströmischen Reichs begannen im 5. Jahrhundert Kämpfe zwischen Vandalen und Goten um die Insel, aus denen der Vandalenkönig Geiserich als Sieger hervorging. Nach der Eroberung Italiens durch das Oströmische Reich (Byzanz) wurde Korsika 536 Teil des Exarchats von Karthago. In den folgenden Jahrhunderten war die Insel unter wechselnden Regionalmächten umstritten, doch gelang es Byzantinern, Langobarden, Sarazenen, Franken, den Markgrafen von Tuszien (Toskana, ab 828) und den Seerepubliken Pisa (ab ca. 1050) und Genua (ab 1284) stets nur, sich an den Küsten der Insel festzusetzen. Vor allem die Überfälle sarazenischer Piraten führten dazu, dass ein Großteil der Bevölkerung Korsikas sich ins Binnenland zurückzog und die Insel allmählich verarmte. Mit der Zeit bildete sich ein Feudalsystem. Zudem gewann die katholische Kirche politische Autorität.

Am Ponte Novu, der „neuen Brücke“ über den Golo, entschied sich 1769, dass Korsika ein Teil Frankreichs wurde
Die Büste von Pasquale Paoli in L’Île-Rousse

Unabhängigkeitsbestrebungen und Anschluss an Frankreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1729 begannen auf der Insel mehrjährige Aufstände gegen die Herrschaft der Genuesen. Am 15. April 1736 machten korsische Rebellen den deutschen Abenteurer Baron Theodor von Neuhoff (1694–1756) im Kloster von Alesani (in der Castagniccia) zum König. Das Königreich Korsika bestand jedoch kaum ein Jahr.

1755 wurde erneut die staatliche Unabhängigkeit ausgerufen. Unter Führung von Pasquale Paoli, der als „Babbu di a Patria“ (Vater des Vaterlandes) verehrt wird, gaben sich die Korsen eine demokratische Verfassung. Diese war die erste Verfassung im Zeitalter der Aufklärung, lange vor den Verfassungen der Vereinigten Staaten (1776) und Frankreichs (1791). Daraufhin verkaufte Genua die Insel an Frankreich, das 1769 die korsischen Truppen in der Schlacht bei Ponte Novu besiegte. Seither ist Korsika – abgesehen von einem kurzen Intervall während der Französischen Revolution, als die Insel unter englische Oberhoheit geriet – französisches Staatsgebiet. Gleichwohl beeindruckte das korsische Bestreben nach Unabhängigkeit zahlreiche Intellektuelle jener Zeit, darunter Jean-Jacques Rousseau und die Gründungsväter der Vereinigten Staaten.[7]

Die korsische Stadt Ajaccio ist der Geburtsort des späteren französischen Kaisers, Napoleon Bonaparte (1769–1821), dessen Eltern dem niederen korsischen Adel angehörten. Die französischen Besatzer boten den korsischen Adeligen an, französische Adelstitel zu erwerben, sofern sie ihre Herkunft lückenlos nachweisen konnten. Um dem nachzukommen, reisten die Bonapartes auf das französische Festland und ließen den jungen Napoleon dort erziehen.

Vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für die Résistance im Hafen von Ajaccio

Durch die Einführung der allgemeinen Schulpflicht (1882, loi Ferry), den Bau der Eisenbahn (1888–1894) und andere administrative Maßnahmen festigte sich die französische Herrschaft über Korsika, und die französische Sprache begann durch den Einfluss von Schule und Verwaltung das Korsische zu verdrängen. Zugleich drängte die bittere Armut viele Korsen zur Auswanderung, die um das Jahr 1900 ihren Höhepunkt erreichte. Insbesondere das Viertel Quartier du Panier am Alten Hafen von Marseille entwickelte sich zu einem Zentrum der korsischen Diaspora, in dem Sprache und Kultur der Insel und die engen Familienbande ihrer Dörfer weiterlebten.

Innerhalb dieser entwickelte sich zwischen den beiden Weltkriegen auch die korsische Mafia, die im Waffen- und Drogenhandel tätig wurde und beträchtlichen Einfluss auf die örtliche Politik nahm, indem sie sich verschiedenen politischen Gruppierungen als Miliz andiente. Diese Aktivitäten erreichten in den 1930er Jahren ihren Höhepunkt, blieben aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg virulent. In den 1950er und 1960er Jahren nahmen Netzwerke der korsischen Mafia sogar Einfluss auf die nationale Politik Frankreichs.

Korsen profitierten in vielen Funktionen von der Ausdehnung des französischen Kolonialreiches, einerseits als Soldaten und Kolonialbeamte, andererseits indem sie in den Kolonien als Händler und Geschäftsleute tätig wurden. In Französisch-Nordafrika ließen sich viele Korsen nieder.

In Abwehr der Vereinnahmungsversuche des italienischen Faschismus, insbesondere des Diktators Benito Mussolini, der Korsika 1936 zum integralen Bestandteil Italiens erklärte, definierten korsische Schriftsteller und Intellektuelle in den 1930er und 1940er Jahren das Korsische erstmals als eigenständige Sprache und nicht mehr, wie vorher üblich, als italienischen Dialekt. Ihre Identität sollte korsisch, nicht italienisch sein. Zum Ausdruck kam diese Haltung am 30. November 1938 im „Eid von Bastia“, mit dem der Politiker Jean-Louis Ferracci vor 20.000 Korsen die Zugehörigkeit Korsikas zu Frankreich beschwor und italienische Ansprüche zurückwies.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Korsika am 11. November 1942 als Reaktion auf die Landung alliierter Truppen in Nordafrika von deutschen Truppen besetzt. Im April 1943 begannen Verbände des Freien Frankreichs, der Forces françaises libres (FFL), mit der Bewaffnung der Inselbevölkerung, die als Partisanen gegen die Besatzer kämpfen sollten. Am 8. September 1943 landeten Verbände unter dem Kommando von General Henri Giraud auf Korsika. Die korsischen Partisanen und die Soldaten der FFL befreiten bis zum 4. Oktober 1943 gemeinsam die Insel. Die Erinnerung an den korsischen Beitrag zur Résistance ist auf Korsika noch heute sehr lebendig.

Von 1945 bis zur Jahrtausendwende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 konnte die wirtschaftlich rückständige Insel in bescheidenem Maße vom französischen Wirtschaftswunder, den Trente Glorieuses, profitieren, das aber auch die Einwanderung von Festlandfranzosen verstärkte, während noch mehr Korsen als früher als Arbeitsmigranten die Insel verließen.

Das drohende Ende des französischen Kolonialreichs führte in den 1950er Jahren bei vielen Korsen zu wirtschaftlichen Ängsten, sodass dem Putsch von Algier gegen die Unabhängigkeit Algeriens im Mai 1958 Sympathien entgegengebracht wurden. Die Hoffnungen vieler Korsen richteten sich auf Charles de Gaulle, der diese jedoch enttäuschte, indem er nach der Gründung der Fünften Französischen Republik mit Unterstützung der Mehrheit der Franzosen der Beendigung des Algerienkrieges und der Unabhängigkeit Algeriens (1962) zustimmte. Danach wurden etwa 16.000 Algerienfranzosen (Pieds-noirs) vor allem entlang der korsischen Ostküste angesiedelt, sodass viele Korsen fürchteten, eines Tages zur Minderheit auf der Insel zu werden. Gleichzeitig wurde durch die restriktive Sprachenpolitik des französischen Staates (Unterdrückung aller Dialekte und Regionalsprachen) das Korsische aus dem öffentlichen Leben der Insel weiter verdrängt.

Die Befürchtungen um die eigene Identität sowie um Wohlstand und Einfluss bewirkten einen Aufschwung des korsischen Nationalismus, der sich anfangs insbesondere gegen eine mögliche Bevorzugung der Pieds-noirs richtete. Ab 1964, vermehrt ab 1968, kam es zu Übergriffen auf Eigentum derselben. In den frühen 1970er Jahren gründeten sich mehrere Parteien als politischer Arm der Nationalbewegung. Eine davon, der Front régionaliste corse, gab 1971 das Buch Main basse sur une île heraus, in dem die ökonomische Situation Korsikas mit der einer Kolonie verglichen und ein korsischer Sozialismus gefordert wurde. Initiativen zu Erhalt und Belebung der korsischen Sprache und Kultur entstanden im Rahmen der Bewegung des Riacquistu („Wiederaneignung“) und schufen ein neues Bewusstsein für die kulturelle Eigenständigkeit.

In der allgemeinen Wirtschaftskrise der 1970er Jahre (vgl. Ölkrise) radikalisierten sich einige korsische Nationalisten. Als Fanal galt die Besetzung des Weinguts eines Pied-noir nahe Aléria im Jahr 1975. Unter anderem forderten die Nationalisten die Wiedereröffnung der korsischen Universität, die im 18. Jahrhundert unter Pasquale Paoli (siehe oben) bestanden hatte; 1981 wurde das Anliegen verwirklicht. Hinzu kamen Dezentralisierungsmaßnahmen des französischen Staates wie die Gründung der Collectivité régionale mit Einrichtung eines Regionalparlaments (1982), doch lehnte die französische Regierung Forderungen nach offizieller Zweisprachigkeit, Autonomie oder gar Unabhängigkeit aus Sorge um die Einheit Frankreichs strikt ab. Einige Unterstützer der korsischen Unabhängigkeit, insbesondere der am 5. Mai 1976 gegründete Frontu di Liberazione Naziunalista Corsu (FLNC), versuchten mit Bombenanschlägen und Mord die Unabhängigkeit zu erzwingen; siehe auch Korsikakonflikt.

Gleichzeitig nahm der Fremdenverkehr auf Korsika merklich zu. Die Insel wurde wegen ihrer unberührten Landschaft besonders bei Festlandfranzosen, Italienern und Deutschen ein beliebtes Reiseziel. Die touristische Erschließung und die Errichtung von Zweitwohnsitzen von Franzosen und Ausländern stießen bei Teilen der Inselbevölkerung auf Ablehnung. In den 1990er Jahren eskalierte die Gewalt, als sich bewaffnete Gruppierungen auch gegenseitig bekämpften und mafiöse Netzwerke Einfluss zu gewinnen suchten. Im Februar 1998 wurde der Präfekt der Insel, Claude Erignac, in Ajaccio ermordet. Diese Bluttat schreckte die französische Öffentlichkeit auf; es war der Eindruck entstanden, dass der französische Staat die Kontrolle über Korsika verloren hatte.

Seit 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2000 stimmte der französische Ministerpräsident, Lionel Jospin, im Rahmen des „Prozesses von Matignon“, der die Spannungen auf Korsika lösen sollte, einer größeren Autonomie der Insel zu. Unterdessen befürchtete die gaullistische Opposition in der französischen Nationalversammlung, andere Regionen (etwa die Bretagne, das Baskenland, das Elsass) könnten ähnliche Ansprüche erheben und letztlich den Bestand der französischen Republik gefährden (vgl. Minderheiten in Frankreich). Die vorgeschlagene Autonomie Korsikas schloss einen größeren Schutz der korsischen Sprache als zentralem Identifikationsfaktor ein, trotzdem stimmten bei dem Referendum, das am 6. Juli 2003 auf der Mittelmeerinsel abgehalten wurde, knapp 51 % der Bevölkerung dagegen. Obwohl der Ausgang der Befragung keinen bindenden Charakter hatte, stoppte die Regierung das Projekt. Das Scheitern wurde vor allem Jospin angelastet – er habe durch Verhandlungen mit Vertretern der Unabhängigkeitsbewegung deren Gewalt legitimiert und damit die Reform diskreditiert.

Die bewaffneten Gruppierungen sind heute weitgehend inaktiv. Allerdings haben sie in den letzten Jahren nach den Rückschlägen der 2000er Jahre wieder Zulauf erhalten, auch aus Enttäuschung über die Korruption einiger etablierter Politiker. Bei den Regionalwahlen im November 2015 gewann ein Bündnis gemäßigter und radikaler korsischer Nationalisten, die sich für eine Autonomie bzw. die staatliche Unabhängigkeit einsetzten, die Mehrheit im Regionalparlament, der Assemblée de Corse. Bei der Parlamentswahl in Frankreich 2017 gewannen korsische Nationalisten drei der vier Parlamentssitze, die Korsika in der französischen Nationalversammlung repräsentieren.

Korsika litt lange unter einer Mafia-ähnlichen organisierten Kriminalität. Ein typisches Beispiel ist die sogenannte Bande der Petit Bar, benannt nach einer Gaststätte in Ajaccio – eine informelle Gruppe von Kriminellen, Nationalisten, Geschäftsleuten und Politikern, die ab den 2000er Jahren mit Erpressungen, Drogenhandel, Auftragsmorden und ähnlichem viel Geld verdiente. Die polizeilichen Ermittlungen wurden immer wieder durch politische Einflussnahme behindert. Erst als eine neue Spezialeinheit in Marseille die Ermittlungen übernahm, konnte die Gruppe im Jahr 2020 zerschlagen werden.[8]

2017 wurden Südfrankreich und Korsika von verheerenden Waldbränden heimgesucht.

Müllhaufen am Strandboulevard in Ajaccio, Anfang Mai 2018

Von April bis Mai 2018 litt die Insel unter einer Müllkrise. In den Vorjahren war das Müllaufkommen stark gewachsen, ohne dass geeignete administrative Maßnahmen zur Verarbeitung des Abfalls getroffen wurden.[9] Mitte April drohten die zwei größten Deponien überzulaufen. In den folgenden Wochen häufte sich Müll auf den Straßen der Insel.[10] Eine vorläufige Besserung ergab sich, als die beiden überlasteten Deponien wieder öffneten. Endgültig gelöst wurde das Problem bislang nicht.[11]

Nach dem gewaltsamen Tod des in Arles lebenslänglich inhaftierten korsischen Nationalisten Yvan Colonna, der 1998 in die Ermordung des Präfekten Erignac verwickelt war, kam es im Frühjahr 2022 zu Ausschreitungen auf der Insel. Anlässlich seiner Beerdigung ordnete der korsische Regionalratspräsident Trauerbeflaggung an; der französische Staatspräsident, Emmanuel Macron, rügte dies.[12]

Sprache[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Französisch ist in fast allen Bereichen des Alltags die vorherrschende Sprache auf Korsika. Daneben sprechen etwa 60.000 bis 100.000 Einwohner Korsikas auch Korsisch. Der französische Staat erhebt die Sprecherzahlen der in Frankreich gesprochenen Sprachen statistisch nicht, da die Verfassung das Französische zur alleinigen Sprache der unteilbaren Republik bestimmt hat. Angaben zu Sprechern anderer Sprachen beruhen auf Schätzungen.

Die offizielle Bezeichnung der meisten Städte, Ortschaften, Berge und anderer geografischer Punkte Korsikas ist italienisch. Damit erfüllt der französische Staat eine Bedingung für den Verkauf der Insel durch die Republik Genua an Frankreich im Jahr 1768. Meist werden die Namen französisch ausgesprochen, doch anders als für viele Ortsnamen im Elsass wurde keine spezifisch französische Schreibung festgelegt. Vielerorts existiert außerdem eine Bezeichnung in korsischer Sprache, die in der öffentlichen Beschilderung als Zusatz zum offiziellen Namen verwendet werden kann.

Nachdem die Zahl der korsischsprachigen Muttersprachler seit dem 19. Jahrhundert geschrumpft ist, trägt die im Rahmen der Regionalisierung des französischen Staates seit den 1980er Jahren eingeleitete Förderung des Korsischen im Bildungswesen Früchte: Im Schuljahr 2020/21 boten 62 Prozent der korsischen Grundschulen einen zweisprachigen französisch-korsischen Zweig an, den 45 % der Schüler besuchten. 98 Prozent aller Schüler im ersten Jahr des anschließenden Collège (Sekundarstufe I) wählten Korsisch als Unterrichtsfach, davon 30 Prozent im zweisprachigen französisch-korsischen Zweig; im zweiten Jahr lernten weiterhin 58 Prozent Korsisch. Im ersten Jahr des Lycée (Sekundarstufe II) belegten noch 20 Prozent der Schüler die Regionalsprache, im zweiten und dritten Jahr 15 Prozent.

Als neue Herausforderung für die Sprachendidaktik wird die Tatsache betrachtet, dass heute viele Korsischschüler Korsisch nicht als Muttersprache sprechen, zugleich aber im zweisprachigen Zweig Korsisch als eine der Unterrichtssprachen dienen soll.[13][14] An der Universität von Corti ist Korsisch obligatorisches Nebenfach in sämtlichen Studienrichtungen. Dem Korsischen förderlich kann des Weiteren die sehr ausgeprägte regionale Identität der Korsen sein, durch die sich Korsika von anderen Sprachregionen Frankreichs unterscheidet. Die UNESCO klassifiziert das Korsische daher nur als potentiell gefährdet („vulnerable“).

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Christentum auf Korsika ist von der katholischen Kirche geprägt. Ihr gehören 92 Prozent der Korsen an. Das Bistum Ajaccio umfasst die gesamte Insel. Der Vereinigten Protestantischen Kirche Frankreichs gehören auf Korsika nur 230 Familien an.[15]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tendenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korsika war traditionell eine Bastion der konservativen Parteien, insbesondere des Gaullismus. Als Gründe hierfür werden die tiefe Verankerung der Bevölkerung in einer ländlich-traditionellen Lebensweise und Gesellschaftsstruktur sowie die starke Rolle der katholischen Kirche angeführt. Bei allen Präsidentschaftswahlen zwischen 1965 und 2012 gewannen die konservativen Kandidaten auf Korsika die Mehrheit der Stimmen. Erstmals von 2010 bis 2015 wurde die Insel von einem Linksbündnis regiert. Eine Ausnahme bildete zuvor u. a. der Stadtrat von Bastia, das während Jahrzehnten von Bürgermeistern der politischen Linken regiert wurde.

Seit den 1970er Jahren gewann der korsische Nationalismus in seinen verschiedenen Spielarten Einfluss. Die Nationalisten fordern die Eindämmung der Immobilienspekulation, Befreiung der Korsen von der Erbschaftssteuer, Mittel für die Förderung der korsischen Sprache und eine stärkere Wirtschaftsförderung für die Insel.

Bei nationalen Wahlen erhielt zuletzt der Front National (jetzt Rassemblement National) Zulauf; bei der Präsidentschaftswahl 2017 gewann in beiden korsischen Départements dessen Spitzenkandidatin, Marine Le Pen, die meisten Stimmen. Dies wird mit der ablehnenden Haltung der Korsen gegenüber der Einwanderung erklärt; doch spielt die Partei, die sich strikt gegen regionale Selbstbestimmungsrechte und die Anerkennung von Regionalsprachen ausspricht, bei den korsischen Regionalwahlen kaum eine Rolle.

Bei den Regionalwahlen 2015 wurde erstmals eine korsisch-nationalistische Gruppierung (Pé a Corsica) mit 35 Prozent stärkste Gruppierung in der Assemblée de Corse, dem Regionalparlament. Die Parteien Femu a Corsica (FaC, gemäßigte Autonomisten) und Corsica libera (CL, Separatisten) waren dazu ein Wahlbündnis eingegangen. Der Rechtsanwalt und bisherige Bürgermeister von Bastia, Gilles Simeoni (FaC), führt seit 2016 auch die Regionalregierung, den Conseil exécutif.[16] Der landesweit dominierende Kampf zwischen dem Front National (FN), dem Parti socialiste (PS) und Les Républicains (LR) spielte auf Korsika eine untergeordnete Rolle.

Regionalwahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammensetzung des Regionalparlaments Assemblée de Corse ab 2017:

Regierungsmehrheit

  • die Partei Femu a Corsica FaC (autonomistisch, gegründet 2017, Vorsitz Gilles Simeoni): 18 Sitze
  • die Partei Corsica libera CL (independentistisch, gegründet 2009, Vorsitz Jean-Guy Talamoni): 13 Sitze
  • die Partei Partitu di a nazione corsa/Parti de la nation corse PNC (autonomistisch, gegründet 2002, Vorsitz Jean-Christophe Angelini): 10 Sitze;

Opposition

  • Divers droite DVD (Dissidenten konservativer Parteien, darunter Laurent Marcangeli, ehemals Les Républicains, jetzt Comité central bonapartiste, zentralstaatlich-republikanisch): 10 Sitze
  • die Partei La République en marche LREM (liberale Regierungspartei auf gesamtstaatlicher Ebene): 6 Sitze
  • die Partei Les Républicains LR (konservative Oppositionspartei auf gesamtstaatlicher Ebene): 6 Sitze.[17]

Ergebnisse 2021[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammensetzung des Regionalparlaments Assemblée de Corse seit 2021:

Regierungsmehrheit

  • die Partei Femu a Corsica FaC (autonomistisch, Spitzenkandidat Jean Biancucci), Listenname Fà populu inseme: 32 Sitze;

Opposition

  • die Parteien Comité central bonapartiste CCB (zentralstaatlich-republikanisch), Les Républicains LR (konservative landesweit agierende Oppositionspartei), Horizons (rechtsliberal, Unterstützer von La République en marche auf nationaler Ebene), vereinigt in der Liste Un soffiu novu/Un nouveau souffle pour la Corse, geführt von Laurent Marcangeli (CCB): 17 Sitze
  • die Parteien Partitu di a nazione corsa PNC (independentistisch) und Corsica libera (autonomistisch), vereinigt in der Liste Avanzemu, geführt von Jean-Christophe Angelini (PNC): 8 Sitze
  • die Partei Core in fronte in der gleichnamigen Liste (2018 von mehreren nationalistischen Gruppen gegründet, gemäßigt independentistisch, die korsische Unabhängigkeit nach einem abgestuften Autonomieprozess anstrebend), geführt von Paul-Félix Benedetti: 6 Sitze.[18]

Das korsische Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das korsische Wappen am Nordportal des Tunnel de la Torreta der Bahnstrecke Bastia–Ajaccio in Bastia

Das korsische Wappen zeigt einen Maurenkopf mit krausem Haar und weißem Stirnband. Dieses Wappen ist eigentlich ein Freiheitssymbol der Korsen, allerdings ist nicht sicher, wer dargestellt ist. Es gibt zahlreiche Legenden um die Entstehung und Bedeutung des Symbols.

Der einen Legende nach entführte im 13. Jahrhundert ein maurischer Herrscher eine junge Korsin nach Spanien. Deren korsischer Verlobter reiste hinterher, um sie zu befreien, woraufhin der Maure einen seiner tapfersten Getreuen gegen ihn in den Kampf schickte. Der Korse schlug jedoch dem Mauren den Kopf ab und hielt diesen als Zeichen des Triumphs hoch.

Ein weiterer Erklärungsansatz geht in Richtung der Reformen von Pascal Paoli: Ähnlich wie bei der Nachbarinsel Sardinien zeigte das korsische Wappen ursprünglich einen Maurenkopf mit verbundenen Augen. Pascal Paoli verschob die Binde in Richtung Stirn und entfernte auch den Ohrring, denn beides galt als Zeichen der Sklaverei, von der sich die Korsen durch seine Reformen befreit hatten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine echte Großindustrie gibt es auf Korsika nicht. Das produzierende Gewerbe beschränkt sich im Wesentlichen auf landwirtschaftliche Produkte, Bau- und Dienstleistungen. Die meisten auf der Insel hergestellten Produkte wie beispielsweise die traditionellen heimischen Taschenmesser werden an Ort und Stelle an Touristen verkauft. Im Vergleich mit dem Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union, ausgedrückt in Kaufkraftstandards, erreichte Korsika im Jahr 2006 einen Index von 85,8 (EU-27: 100).[19] Im Jahr 2017 betrug die Arbeitslosenquote 7,8 Prozent.[20] Eine korsische Besonderheit ist der hohe Anteil der nicht gezahlten Sozialabgaben: während in Frankreich gesamt der Anteil bei 3,8 % liegt, beträgt er in Korsika 14,4 % (2020).[21][22]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korsika ist trotz des idealen Naturpotenzials touristisch relativ wenig erschlossen. Von der korsischen Bevölkerung wird befürchtet, dass eine weitere Erschließung durch den Massentourismus die Eigenständigkeit der korsischen Kultur gefährden könnte. Nach korsischer Tradition ist der Strand überall allgemein zugänglich; es gibt kaum größere Hotelkomplexe oder Hotels mit ausländischen Eigentümern. An der Ostküste gibt es südlich von Phare d’Alistro und südlich von Porto-Vecchio zahlreiche FKK-Urlaubsanlagen und -Strände. 1995 waren 73 Prozent aller Touristen, die Korsika besuchten, Festlandfranzosen. 38 Prozent aller Häuser und Wohnungen werden als Zweitwohnung genutzt; dies ist im Vergleich zum französischen Durchschnitt sehr viel.[23]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typische Bergstraße

Die Straßen in Korsika sind, was ihre Breite und Qualität betrifft, sehr unterschiedlich. Im felsigen Gebiet der Westküste und im Gebirge sind teilweise sehr enge Straßen in schlechtem Zustand zu finden, die nur einspurig genutzt werden können. Zum Teil ist ein Befahren mit Wohnmobilen nicht möglich. Etwas besser ist die Verkehrssituation an der flachen Ostküste. Zwischen den größeren Städten gibt es teilweise gut ausgebaute Schnellstraßen. Im Jahr 2016 lag der Motorisierungsgrad (Personenkraftwagen pro 1000 Einwohner) bei 558.[24]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Triebwagen vor dem Nordportal des Vizzavona-Tunnel am höchsten Punkt der Eisenbahn auf Korsika

Das Schienennetz Korsikas ist ein eingleisiges, nicht elektrifiziertes Meterspurnetz mit einer Streckenlänge von 231 km. Es hatte ehemals drei, heute noch zwei Strecken:

Die Strecken gehören der Collectivité de Corse (Korsischen Gemeinschaft) als Eisenbahninfrastrukturunternehmen. Einziges Eisenbahnverkehrsunternehmen auf der Insel sind die Chemins de fer de la Corse (CFC). Auf allen Strecken wird Personenverkehr angeboten, der Güterverkehr ist von untergeordneter Bedeutung. Streckenendpunkte sind Bastia an der Ostküste, Ajaccio an der Westküste und Calvi an der Nordküste der Insel. Die Länge des Netzes beträgt 232 km. Herausragende Bauwerke sind die Vecchio-Brücke von Gustave Eiffel, ein Kulturdenkmal[25], und der knapp 4 km lange Vizzavona-Tunnel.

Luftverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Korsika verfügt über Flughäfen in folgenden Städten:

Größere Fluggesellschaften, die Korsika anfliegen, sind Air France und Air Corsica sowie aus dem deutschsprachigen Raum Eurowings, TUIfly, Lufthansa und easyJet.

Schiffsverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fähre von Corsica Ferries

Die Fährhäfen Ajaccio, Porto-Vecchio, Propriano und Bonifacio bedienen Süd-Korsika, während die in Bastia, Calvi und L’Île-Rousse vor allem Nord-Korsika mit dem europäischen Festland verbinden.

Autofährverbindungen gibt es beispielsweise von Marseille, Nizza und Toulon in Frankreich sowie von Sardinien, Savona Vado, Livorno und Genua in Italien. Die wichtigsten Schifffahrtsgesellschaften sind Moby Lines und Corsica Ferries.

Rundfunk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo von France Bleu Corse RCFM

In Ajaccio und Bastia sind starke Mittelwellen- und UKW-Sender zur Ausstrahlung von France Bleu RCFM (Radio Corse Frequenza Mora), dem lokalen Programm des staatlichen Rundfunksenders Radio France, installiert.[26] Ein Teil der Programmbeiträge erfolgt in korsischer Sprache.

  • Ajaccio: 97,0 MHz (4 kW), 100,5 MHz (10 kW), 1404 kHz (20 kW)
  • Bastia: 101,7 MHz (10 kW), 1494 kHz (20 kW).

Auf weiteren Frenquenzen sendet Radio France die landesweit verbreiteten überregionalen Programme, France Inter, France Culture, France Musique, France Info.

Von Cervione aus sendet die ADECEC (Association pour le Développement des Etudes Archéologiques, Historiques, Linguistiques et Naturalistes du Centre-Est de la Corse – „Vereinigung für die Entwicklung der Archäologischen, Historischen, Linguistischen und Natur-Studien des Zentral-Östlichen Korsika“) mit dem Sender Voce Nustrale ein Programm ausschließlich in korsischer Sprache auf UKW 105,1 und 95,1 MHz.[27]

Darüber hinaus gibt es weitere, zum Teil kommerzielle Lokalradios und landesweite Sender, die ihre Programme auf Korsika verbreiten oder vom Festland aus hier empfangbar sind.

Internet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2016 ist für Personen, Institutionen oder Firmen, die ihre Verbindung mit Korsika demonstrieren möchten, die gesponserte Top-Level-Domain .corsica reserviert. Die TLD wird vom Collectivité Territoriale de Corse, der Korsischen Gebietskörperschaft, verwaltet.[28]

Kulinarisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebensmittel/Küche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freilaufendes Schwein auf Korsika
Brocciu, ein Molkenkäse
Korsisches Bier hergestellt mit Kastanienmehl

Korsika besitzt eine sehr reichhaltige und meist deftige mediterrane Küche. Typisch sind die oft halbwilden Hausschweine, die frei im Wald oder in der Macchie laufen und sich von Kastanien, Eicheln und Bucheckern ernähren. Ihr Fleisch wird über Kastanienholz geräuchert oder mit Kräutern in Wein geschmort. Korsische Fleischereispezialitäten sind:

Nudelgerichte und Nudeln als Beilage zu Fleischgerichten sind verbreiteter als in den meisten anderen Provinzen Frankreichs. Es gibt zahlreiche Sorten Schafs- und Ziegenkäse, zum Beispiel Brocciu, ein Molkenkäse aus Schafs- oder Ziegenmilch.

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Korsika wird eine große Vielfalt an Weinen produziert: Rotwein, Rosé, Weißwein, still und schäumend, trocken und süß. Das Relief sowie unterschiedliche Böden sind für diese Vielfalt verantwortlich. Reben werden bis in einer Höhe von ca. 300 m kultiviert. Traditionell verwendet man die Rebsorten Cinsault, Carignan, Grenache, Ugni Blanc und Syrah. Inzwischen sind Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Viognier, Merlot sowie Pinot noir hinzugekommen. Regionale Bedeutung haben die Sorten Niellucciu, Sciaccarellu und Vermentinu.

Weine aus acht Weinbaugebiete dürfen das Prädikat Appellation d’Origine Contrôlée (AOC) tragen. Diese Appellationen sind:

  • Ajaccio – AOC Coteaux d’Ajaccio: Westküste nördlich von Sartène bis Ajaccio, Hauptrebsorten: Sciaccarellu, Grenache, Verentinu
  • Balagne – AOC Calvi Balagne: zwischen Calvi und der Désert des Agriates, sandige Tonböden, Hauptrebsorten: Syrah, Sciaccarellu, Vermentinu, Ugni Blanc
  • Cap Corse – AOC Coteaux du Cap Corse: die schroffe Felshalbinsel nördlich von Bastia, Hauptrebsorten: Niellucciu, Grenache, Malvoisie, Vermentinu, Muscatellu
  • Cote orientale – AOC Vin de Corse: die Ostküste zwischen Bastia und Solenzara. Hauptrebsorten: Niellucciu und Vermentinu
  • Figari – AOC Figari-Pianottoli: Südspitze Korsikas, Hauptrebsorten: Carcajolo, Barbarossa, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse
  • Patrimonio – AOC Patrimonio: Gegend zwischen Cap Corse und der Désert des Agriates, schiefrige Sand- und Tonböden, Hauptrebsorten: Nielluciu, Grenache, Vermentinu
  • Porto-Vecchio – AOC Porto-Vecchio: Gegend um Porto-Vecchio, Granitböden, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse
  • Sartène – AOC Sartène: um Sartène im Südwesten von Korsika, ton- und kieselhaltige Böden, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Barbarossa, Cinsault, Vermentinu

Weitere Getränke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paghjella ist der polyphone Männergesang der traditionellen korsischen Volksmusik. Dabei trägt die mittlere Stimme die Melodie, die zweite, tiefere bildet die Begleitung, die dritte und höchste singt die Koloratur. In dieser Tradition stehen unter anderem die Gruppen I Muvrini und A Filetta.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rad-/Motorradfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besonders beliebt ist Korsika bei Fahrrad- und Motorradfahrern, nicht zuletzt wegen der Kombination von Bergstraßen und Meerblick. Die Rennradfahrer schätzen an der Insel den Trainingseffekt der anspruchsvollen Passstraßen.

Wandern/Klettern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der umfangreiche Fernwanderweg GR 20 mit zahlreichen Kletterpartien zieht sehr viele Wanderer an. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gewinnt das Klettern zunehmend an Bedeutung. Die zahlreichen bizarren Felsformationen, die auch als „Tafoni“ bezeichnet werden, sind extrem griffig. Die bekanntesten Kletterzentren sind das Restonica-Tal und der Bavella-Pass.

Skisport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der südlichen Lage kann im Winter mancherorts ein Skibetrieb aufrechterhalten werden. Am Col de Vergio zwischen Porto und Calacuccia, unterhalb des Monte Renoso bei Ghisoni (Capannelle), sowie auf dem Plateau d’Ese nordöstlich von Bastelica gibt es drei kleinere Skigebiete mit jeweils drei bis sechs Schleppliften.[29] Ein kleines Skigebiet befindet sich bei Haut-Asco nördlich des Monte Cinto. Skilanglauf kann man auf dem Plateau de Coscione zwischen Zicavu und Monte Incudine sowie oberhalb von Évisa betreiben.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Insel hat mit Gazélec FC Ajaccio, AC Ajaccio, CA Bastia und SC Bastia vier Fußballvereine in der französischen Liga.

Tour de France[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2013 gastierte die Tour de France mit ihrer 100. Auflage zum ersten Mal auf Korsika.[30] Im Rahmen der sogenannten Grand Départ (große Abfahrt) begann die Grande Boucle mit drei Etappen auf der Mittelmeerinsel:

  • erste Etappe am Samstag, den 29. Juni, über 200 km von Porto-Vecchio nach Bastia
  • zweite Etappe am Sonntag, den 30. Juni, über 155 km von Bastia nach Ajaccio
  • dritte Etappe am Montag, den 1. Juli, über 145 km von Ajaccio nach Calvi

Segeln/Windsurfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gesamte Insel ist aufgrund ihres Klimas und der vorherrschenden Winde nicht nur bei Franzosen ein sehr beliebtes Segel- und Windsurfrevier. Es gibt zahlreiche gut ausgerüstete Häfen und Marinas als Ausgangspunkte für diese Sportarten.

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 ist das Auftreten von Schistosomiasis (Bilharziose) in Korsika gesichert nachgewiesen.[31] Betroffen sind Personen, die Kontakt mit dem Wasser des Flüsschens Cavo nahe dem Ort Sainte-Lucie-de-Porto-Vecchio nördlich von Porto-Vecchio im Südosten von Korsika hatten. Es wurden Fälle bei Einheimischen und Touristen diagnostiziert. Dieser Schistosomiasis-Ausbruch ist inzwischen auf Korsika erloschen (Stand 2017).[32]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten der Wikipedia:

Commons-logo.svg Commons – Medieninhalte (Kategorie)
Wiktfavicon en.svg Wiktionary – Wörterbucheinträge
Wikivoyage-Logo-v3-icon.svg Wikivoyage – Reiseführer
Wikidata-logo.svg Wikidata – Wissensdatenbank

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Météo-France
  2. Jean Michel Barrault: Die Häfen um Korsika, Elba und Sardinien (= Ein Führer für Sportschiffer). Delius Klasing & Co, Bielefeld 1977, ISBN 978-3-7688-0252-9.
  3. ’Nymphalis ichnusa’ Hübner, 1824. Auf: pyrgus.de; zuletzt abgerufen am 24. August 2014.
  4. Gerhard Radke: Corsica, in: Der Kleine Pauly, Bd. 1 (1964), Sp. 1324.
  5. Plutarch: ΠΑΡΟΙΜΙΑΙ ΑΙΣ ΑΛΕΧΑΝΔΡΕΙΣ ΕΧΠΩΝΤΟ [Lobreden, derer sich die Alexandriner bedienten]. In: Corpus paroemiographorum Graecorum (vgl. Paroimia), herausgegeben von E. L. Leutsch und F. G. Schneidewin, Band 1, Göttingen 1839, S. 334: „Κυρνία ἄτη: Κύρνος νῆσος ἦν πάλαι ἄβατος τοῖς πλέουσι διὰ συνεχεῖς λῃστείας.“ [Kyrnisches Unheil: Kyrnos war eine Insel, von alters unbetreten von den Seglern wegen des Zusammenhaltes der Räuber.]
  6. https://www.spiegel.de/reise/europa/korsika-die-schoenste-des-meeres-a-634017.html
  7. Jörg Fisch (Hrsg.): Die Verteilung der Welt. Selbstbestimmung und das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Oldenbourg, München 2011, speziell S. 47
  8. CORSE: UN DES TROIS FUGITIFS DE LA BANDE CRIMINELLE DU "PETIT BAR" INTERPELLÉ. In: BFM TV (Fersehsender). 6. Juli 2021, abgerufen am 18. Mai 2022 (französisch).
  9. Crise des déchets. Quelle est la situation en Corse ? In: Corse Matin. 8. Mai 2018 (französisch, corsematin.com [abgerufen am 13. Mai 2018]).
  10. Crise des déchets – Les poubelles flambent à Bastia. In: France 3 Corse ViaStella. 5. Mai 2018 (französisch, francetvinfo.fr [abgerufen am 13. Mai 2018]).
  11. Crise des déchets en Corse : normalisation d'ici trois semaines. In: Europe 1. 9. Mai 2018 (französisch, europe1.fr [abgerufen am 13. Mai 2018]).
  12. https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/separatist-yvan-colonna-auf-korsika-begraben-17910153.html, aufgerufen am 31. März 2022.
  13. https://www.journaldelacorse.corsica/articles/1201/enseignement-la-langue-corse-en-danger, aufgerufen am 24. März 2022.
  14. https://france3-regions.francetvinfo.fr/corse/enseignement-langue-corse-menace-reforme-du-bac-1620877.html, aufgerufen am 24. März 2022.
  15. EPU de Corse
  16. Michaela Wiegel: Für die Wiedergeburt Korsikas. faz.de, 15. Dezember 2015, abgerufen am 15. Dezember 2015
  17. https://www.interieur.gouv.fr/Archives/Archives-elections, aufgerufen am 24. März 2022.
  18. https://www.interieur.gouv.fr/Archives/Archives-elections, aufgerufen am 24. März 2022.
  19. Eurostat Pressemitteilung 23/2009: Regionales BIP je Einwohner in der EU27 (PDF; 360 kB)
  20. Arbeitslosenquote, nach NUTS-2-Regionen. Abgerufen am 5. November 2018.
  21. Les cotisations impayées (Corse). In: URSSAF (Französische Sozialversicherung). 2020, abgerufen am 16. Mai 2022 (französisch).
  22. Taux d’impayés (France). In: URSSAF (Französische Sozialversicherung). 2020, abgerufen am 16. Mai 2022 (französisch).
  23. Nationales Statistikamt INSEE: Statistik zur Bevölkerung, hier das PDF öffnen. Abgerufen am 16. September 2018 (französisch).
  24. ec.europa.eu
  25. Vecchio-Brücke in der Base Mérimée (französische Denkmalliste).
  26. https://www.francebleu.fr/rcfm, aufgerufen am 25. März 2022.
  27. Voce Nustrale, www.voce.pro, abgerufen am 11. September 2017
  28. Delegierungsdatensatz für Korsika, www.iana.org, abgerufen am 19. Januar 2022
  29. Chalet du Val d’Ese, abgerufen am 8. Mai 2020.
  30. Le Grand Départ 2013 en Corse (Memento vom 20. Juli 2012 im Internet Archive) (offizielle Website der Tour de France)
  31. RKI: Bilharziose: Häufung von Erkrankungsfällen bei Südkorsika-Reisenden. In: Epidemiologisches Bulletin. Nr. 20, 2014. Kurzmeldung des RKI zum Vorkommen von Schistosomen in Südkorsika vom 19. Mai 2014, zuletzt abgerufen am 17. Juni 2014.
  32. Marton Szell: Schistosomiasis (Bilharziose) auf Korsika. Auf: dietropenordination.at vom 11. Juli 2014, zuletzt abgerufen am 4. September 2018.

Koordinaten: 42° 9′ N, 9° 5′ O