FC Singen 04

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FC Singen 04
Logo des FC Singen 04
Basisdaten
Name Fußballclub Singen 04 e.V.
Sitz Singen (Hohentwiel)
Gründung 5. August 1904
Farben Blau-Gelb
Präsident Joachim König
Vorstand Volker Mussgnug
Website www.fc-singen.de
Erste Mannschaft
Trainer Vice Barjasic
Stadion Hohentwielstadion
Plätze 5000[1]
Liga Verbandsliga Südbaden
2016/17 2. Platz (Landesliga 3 Südbaden)
Heim
Auswärts

Der FC Singen 04 ist ein Fußballverein aus dem baden-württembergischen Singen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde am 5. August 1904 gegründet. 1908 vollzog der Club mit dem FC Radolfzell eine kurzzeitige Fusion, welche bereits 1910 wieder gelöst wurde, und trat unter der Bezeichnung FC Radolfzell-Singen an. Der FC Singen 04 konnte als Meister der Bezirksliga Ost 1923 und als Meister der Schwarzwaldliga 1930 schon vor dem Zweiten Weltkrieg erste Erfolge vorweisen.

In der Nachkriegszeit wurde der FC Singen 1948 Südbadischer Pokalsieger gegen den Offenburger FV (6:2) und konnte 1950 in die Oberliga Süd, der damals höchsten deutschen Spielklasse aufsteigen, die man aber bereits nach einer Spielzeit wieder verlassen musste. 1951 bis 1958 spielte der Verein in der 2. Oberliga Liga Süd, die man dann Richtung Schwarzwald-Bodensee-Liga, der damals höchsten Amateurspielklasse, verlassen musste. Am 14. Juni 1959 gelang in Offenburg mit dem 3:2-Sieg gegen SV Arminia Hannover im Finale der Deutschen Amateurmeisterschaft der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

Nachdem man 1971 und 1972 die Meisterschaft in der Schwarzwald-Bodensee-Liga hatte erringen können, erreichte man 1978 als Meister die Qualifikation zur neu geschaffenen Verbandsliga, bevor zu Beginn der 1980er Jahre der Gang in die unteren Amateurligen angetreten wurde.

1994 stieg der Club in die Verbandsliga auf. Ein Jahr später wurde der ehemalige niederländische Fußballstar Johan Neeskens als Trainer verpflichtet, um den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg zu schaffen. Jedoch trennte man sich von dem Trainer wieder, da nur der neunte Tabellenrang erreicht wurde. 1997 gelang der Aufstieg und im gleichen Jahr wurde der Verein Südbadischer Pokalsieger. 1999 wurde der Pokal erneut gewonnen. 2000 stieg der FC Singen als Tabellenletzter aus der vierten Liga ab und auch in der folgenden Saison misslang der Klassenerhalt, das heißt der Verein spielte in der Landesliga. In der Spielzeit 2007/08 schaffte es der FC Singen 04 in die Relegation der Verbandsliga Südbaden, verlor jedoch das entscheidende Spiel bei Sportfreunde Elzach/Yach knapp mit 0:1. In der anschließenden Saison 2008/09 stieg der FC Singen 04 trotz eines 7-Punkte-Abzugs einen Spieltag vor Ablauf der Saison in die Verbandsliga Südbaden auf. Im dritten Verbandsligajahr stieg man in die Oberliga Baden-Württemberg auf. Vier Spieltage vor Saisonende wurde der FC Singen 04 mit 13 Punkten Vorsprung[2] auf den Zweitplatzierten SV Oberachern Südbadischer Meister der Verbandsliga. Das Oberligajahr 2012/13 endete mit dem direkten Wiederabstieg als Tabellenletzter. 2016 musste man den erneuten Abstieg in die Landesliga hinnehmen. Diesem Abstieg folgte in der Saison 2016/17 der direkte Wiederaufstieg in die Verbandsliga Südbaden. Der FC Singen wurde hinter dem FC Radolfzell Vizemeister der Landesliga 3 und war damit an der Teilnahme zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Diese gewann man durch einen Sieg über den TuS Durbach und einem Remis gegen den SV Kirchzarten.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinstitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1923 - Meister Bezirksliga Ost
  • 1930 - Meister Schwarzwaldliga
  • 1950 - Aufstieg Oberliga Süd (damals höchste deutsche Spielklasse)
  • 1959 - Südbadischer Meister
  • 1959 - Deutscher Amateurmeister
  • 1971, 1972 - Meister Schwarzwald-Bodensee-Liga
  • 1978 - Meister 2. Amateurliga Südbaden
  • 1948, 1968, 1971, 1997, 1999 - Südbadischer Pokalsieger
  • 1994 - Meister Landesliga und Aufstieg in die Verbandsliga Südbaden
  • 1997 - Vizemeister Verbandsliga Südbaden und nach Relegationsspielen gegen den SV Waldhof Mannheim und den FV Ravensburg Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg
  • 2009 - Meister Landesliga Südbaden III und Aufstieg in die Verbandsliga Südbaden
  • 2012 - Südbadischer Meister und Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg

Teilnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1939: Erstmals unter den letzten 64 Mannschaften im Tschammer-Pokal, dem Vorläufer des DFB-Pokals
  • DFB-Pokal, 1. Runde (16. August 1997): FC Singen 04 - SpVgg Greuther Fürth 0:2
  • DFB-Pokal, 1. Runde (31. Juli 1999): FC Singen 04 - Rot-Weiß Oberhausen 3:2; 2. Runde (7. August 1999): FC Singen 04 - SpVgg Greuther Fürth 1:3

Platzierungen seit 1994[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Spielklasse Platzierung
1994/95 Verbandsliga Südbaden 5. 8.
1995/96 Verbandsliga Südbaden 5. 9.
1996/97 Verbandsliga Südbaden 5. 2.
1997/98 Oberliga Baden-Württemberg 4. 9.
1998/99 Oberliga Baden-Württemberg 4. 10.
1999/2000 Oberliga Baden-Württemberg 4. 16.
2000/01 Verbandsliga Südbaden 5. 15.
2001/02 Landesliga Südbaden (St. 3) 6. 1.
2002/03 Verbandsliga Südbaden 5. 14.
2003/04 Landesliga Südbaden (St. 3) 6. 4.
2004/05 Landesliga Südbaden (St. 3) 6. 3.
2005/06 Landesliga Südbaden (St. 3) 6. 3.
2006/07 Landesliga Südbaden (St. 3) 6. 3.
2007/08 Landesliga Südbaden (St. 3) 6. 2.
2008/09 Landesliga Südbaden (St. 3) 7. 1.
2009/10 Verbandsliga Südbaden 6. 8.
2010/11 Verbandsliga Südbaden 6. 3.
2011/12 Verbandsliga Südbaden 6. 1.
2012/13 Oberliga Baden-Württemberg 5. 18.
2013/14 Verbandsliga Südbaden[3] 6. 6.
2014/15 Verbandsliga Südbaden 6. 4.
2015/16 Verbandsliga Südbaden 6. 16.
2016/17 Landesliga Südbaden 7. 2.

Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das „Hohentwielstadion“ ist nach dem Hausberg Hohentwiel benannt und fasste einst 12.000 Zuschauer. Nach dem Umbau zu einem reinen Fußballstadion bietet es 5.000 Zuschauern Platz. Der Umbau wurde im Juni 2015 abgeschlossen und mit dem Eröffnungsspiel VfL Wolfsburg - FC Zürich feierlich eingeweiht.
  • Der „Waldecksportplatz“ (Kunstrasen) fasst 1.000 Zuschauer.

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadien-in-baden-württemberg.de: Sortierung nach Kapazität der Stadien
  2. Tabelle von doppelpass-online.de: Verbandsliga Südbaden 2011/12
  3. Verbandsliga Südbaden 2013/14 auf fussball.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]