Faulbaum-Bläuling

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Faulbaum-Bläuling
Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ♀

Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ♀

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Bläulinge (Lycaenidae)
Unterfamilie: Lycaeninae
Gattung: Celastrina
Art: Faulbaum-Bläuling
Wissenschaftlicher Name
Celastrina argiolus
(Linnaeus, 1758)
Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ♂
Faulbaum-Bläuling bei der Nahrungsaufnahme
Ei an Blutweiderich (Lythrum salicaria)

Der Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Familie der Bläulinge (Lycaenidae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Faulbaum-Bläuling ist ein kleiner Falter von nur 20 bis 30 Millimetern Flügelspannweite, der zwar in fast allen halboffenen Biotopen, aber immer nur in geringer Dichte angetroffen wird[1]. Sowohl Männchen als auch Weibchen sind blau gefärbt. Die blaue Färbung der Flügeloberseiten reicht bei den Weibchen jedoch nicht bis zum Flügelrand. Der dunkle Rand auf der Flügeloberseite der Weibchen ist in der zweiten Generation breiter als in der ersten Generation. Unterseits sind die Falter weißblau gefärbt und zeigen eine unauffällige schwarze Zeichnung.

Raupe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Raupen sind variabel gefärbt, von blassgrün mit rosafarbenen Längsstreifen bis zu braunvioletten Farbtönen an den Seiten und auf dem Rücken.

Flugzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Celastrina argiolus fliegt in zwei Generationen von April bis September.

Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Faulbaum-Bläuling ist ein Bewohner vieler unterschiedlicher Lebensräume mit einer Bindung an Laubbäume. So findet man ihn in lichten Wäldern, an breiten Waldwegen und an Waldrändern, aber ebenso in fast jedem Garten und Park im Siedlungsbereich. Er wird deshalb heute auch passend als Garten-Bläuling bezeichnet.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Faulbaum-Bläuling schlüpft sehr zeitig (April) im Frühjahr. Die Futterpflanzen der Raupe sind sehr vielfältig und unterschiedlich. Im Garten nutzt er z. B. gerne sonnig stehenden Blutweiderich (Lythrum salicaria) in Teichnähe.[1] Weitere Futterpflanzen sind Johannisbeeren (Ribes), Kreuzdorn (Rhamnus), Zwergginster (Chamaecytisus), Lupinen (Lupinus), Heidelbeeren (Vaccinium), Wicken (Vicia), Hartriegel (Cornus), Apfelbaum (Malus), Prunus, Vogelknöteriche (Polygonum), Eichen (Quercus), Erdbeerbäume (Arbutus) und Faulbaum (Frangula). Er lebt aber auch an verschiedenen Kleearten wie z. B. Luzerne (Medicago sativa) oder Rotklee. Die Verpuppung erfolgt bodennah unter Blättern.[1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Falter ist verbreitet in ganz Europa und Nordwestafrika. In Nordskandinavien und Irland wird er nur selten angetroffen.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c W. Düring: Faulbaum-Bläuling. In: Tagfalter in Rheinland-Pfalz. BUND RLP, 29. November 2020, abgerufen am 29. November 2020 (deutsch).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tom Tolman, Richard Lewington: Die Tagfalter Europas und Nordwestafrikas. Franckh-Kosmos, Stuttgart 1998, ISBN 3-440-07573-7.
  • Hans-Josef Weidemann: Tagfalter: beobachten, bestimmen. Naturbuch-Verlag, Augsburg 1995, ISBN 3-89440-115-X.
  • Tagfalter. 2. Spezieller Teil: Satyridae, Libytheidae, Lycaenidae, Hesperiidae. In: Günter Ebert, Erwin Rennwald (Hrsg.): Die Schmetterlinge Baden-Württembergs. 1. Auflage. Band 2. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 1991, ISBN 3-8001-3459-4.
  • Elizabeth Balmer: Schmetterlinge: Erkennen und Bestimmen. Parragon Books Ltd., Köln 2007 ISBN 978-1407512037, S. 82

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Faulbaum-Bläuling – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien