Faust-Kultur

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Faust-Kultur ist ein Autoren- und Künstlernetzwerk aus Frankfurt am Main. 2010 ging daraus das Onlinemagazin faustkultur.de hervor, das auf Non-Profit-Basis arbeitet. Trägerin des Kulturportals ist die gemeinnützige Faust-Kultur-Stiftung. 2014 gründeten Werner Ost und Michele Sciurba den Verlag Edition Faust. Die Themen sowohl des Verlags als auch der Kulturwebseite decken Literatur, Kunst und Musik sowie gesellschaftliche, philosophische und politische Kontroversen ab.[1]

Online-Plattform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Online-Kulturzeitschrift Faust-Kultur.de wurde 2010 unter dem Schlagwort wwweltbühne für Autoren und Künstler von Werner Ost, Ulla Bayerl, Andrea Pollmeier und Isa Bickmann in Frankfurt am Main gegründet. Im September 2010 ging die Seite erstmals online. 2021 wurde sie vollständig erneuert. Bislang wurden auf Faust-Kultur über 4500 Beiträge von mehr als 250 Autoren veröffentlicht.[2] In das Onlinemagazin finden literarische und journalistische Darstellungsformen Eingang. Zu den unterschiedlichen Formaten zählen Erzählungen, Essays, Notizen, Tagebuchaufzeichnungen, Gedichte, Gespräche mit Autoren, Künstlerporträts, ausgewählte Buch-, Film- und Musikbesprechungen sowie literarische Wörterbucheinträge. Außerdem werden Videos und Tonmitschnitte von Autoren- und Künstlerinterviews, Lesungen und Aufführungen veröffentlicht. Faust-Kultur beherbergt eine ganze Reihe von Themenreihen, die sich inhaltlich und formell teils stark unterscheiden. Einzelne Autoren wie Jamal Tuschick, Alban Nikolai Herbst, Thomas Rothschild, Philipp Mosetter und die Redakteure der Literaturzeitschrift OTIUM publizieren regelmäßig in eigenen Kolumnen. Neue Beiträge erscheinen täglich. Über eine Archivfunktion sind alle Inhalte langfristig abrufbar.[3]

Verlag Edition Faust[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verlag Edition Faust ist aus der Onlineplattform Faust-Kultur hervorgegangen und besteht aus den drei Säulen: Online, Print und Veranstaltungsmanagement. Er wurde 2014 von Werner Ost und Michele Sciurba gegründet und ist in Kooperation mit der Galerie Art Virus Ltd. entstanden.[4] Bis April 2021 war Werner Ost geschäftsführender Gesellschafter der Faust Kultur GmbH und Verlagsleiter der Edition Faust. Das Verlagsteam besteht aus Verlagsleiterin Ulla Bayerl, dem geschäftsführenden Gesellschafter Michele Sciurba, Leiterin des Wissenschaftsbereichs Edition Faust Academic Sarah C. Schuster und Lektorin Regine Strotbek.

Das Themenspektrum der Edition Faust reicht von Literatur und Lyrik über Kunst und Fotografie bis zu gesellschaftlichen, philosophischen und interkulturellen Kontroversen. In den Programmbereichen Literatur und Kunst veröffentlichen oftmals Autoren, die sich bereits beim Onlineportal mit Beiträgen engagierten, wie Katja Behrens, Otto A. Böhmer, Paulus Böhmer, Ankalina Dahlem, Matthias Göritz, Julia Mantel, Philipp Mosetter, Harry Oberländer, Jan Volker Röhnert, Kornelia Koepsell, Werner Söllner, Matthias Zimmer, Alexander Pavlenko, Volker Reiche, Vanja Vukovic. Weitere Schwerpunkte sind literarische und gesellschaftspolitische Sachbücher (z. B. „La Frontera. Die mexikanisch-US-amerikanische Grenze und ihre Künstler“, „Innenansichten aus Syrien“[5][6], „Stimmen aus Teheran“, „Mare Manuscha. Leben und Kultur der Sinti & Roma“) und der Gesprächsband mit dem Aktivisten und Gründer der Sea Shepherd Conservation Society Captain Paul Watson „You Can’t Destroy a Movement“ (englische Ausgabe) sowie „Eine Bewegung kann man nicht zerstören“[7] (deutsche Ausgabe) und Graphic Novels von Andrea Grosso Ciponte und Alexander Pavlenko (z. B. „FAUST“, „Der Sandmann“, „Der Schimmelreiter“, „Der Geisterseher“ und „Das Leben Martin Luthers“). Zwei Buchreihen haben sich etabliert; die philosophische Gesprächsreihe „Einsichten im Dialog“ von Alexandru Bulucz und die Hermann-Hesse-Lectures von Volker Michels. Im wissenschaftlichen Bereich, Edition Faust Academics, erscheinen medizinische und rechts- und literaturwissenschaftliche Titel. Seit 2018 erscheint mit „Textland. Made in Germany“ als Stiftungsprojekt der Faust Kultur Stiftung jährlich eine Anthologie mit Texten von jungen, mehrkulturellen Autoren.[8] Der Fokus liegt hier auf der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur in der modernen pluralen Gesellschaft.[9] Die Autoren nehmen auch an dem von der Faust Kultur Stiftung initiierten Textland Literaturfestival teil, das jährlich in Frankfurt am Main stattfindet.[10][11][12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Kulturaktivisten - Artikel zu Faust-Kultur FPC Magazin 2014
  2. Liste der veröffentlichten Autoren und Künstler faustkultur.de
  3. Vollständiges Archiv faustkultur.de
  4. Plattform Faust-Kultur gründet die edition faust. In: boersenblatt.net. Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V., abgerufen am 1. Dezember 2021.
  5. Süddeutsche Zeitung: Literatur- und Kunstband „Innenansichten aus Syrien“. Abgerufen am 11. Dezember 2021.
  6. Süddeutsche Zeitung: Literatur- und Kunstband „Innenansichten aus Syrien“. Abgerufen am 11. Dezember 2021.
  7. Eine Bewegung kann man nicht zerstören. Abgerufen am 11. Dezember 2021.
  8. Deniz Utlu: Warum es so viel leichter ist über Nudelsalat zu reden als über Rassismus | bpb. Abgerufen am 11. Dezember 2021.
  9. Schauspiel Frankfurt: TEXTLAND Literaturfest 2020 | Schauspiel Frankfurt. Abgerufen am 11. Dezember 2021.
  10. Vielfalt bewegt Frankfurt | Vielfalt bewegt Frankfurt. Abgerufen am 11. Dezember 2021.
  11. hr2 de, Frankfurt Germany: Literaturfestival Textland – Tanz ums goldene WIR. 12. Oktober 2021, abgerufen am 11. Dezember 2021 (deutsch).
  12. Bühne frei für radikale Vielfalt - Literaturfestival Textland. Abgerufen am 11. Dezember 2021.