Felix Klemperer

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Felix Klemperer (* 9. Oktober 1866 in Landsberg/Warthe; † 2. April 1932 in Berlin) war ein deutscher Internist jüdischer Herkunft und bedeutender Tuberkulosearzt.

Leben[Bearbeiten]

Felix Klemperer war der zweitälteste Sohn des Rabbiners Wilhelm Klemperer (1839–1912). Er hatte sieben Geschwister, darunter der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Victor Klemperer und der Internist Georg Klemperer. Der Dirigent Otto Klemperer war ein Vetter. Felix Klemperer war Spezialist auf dem Gebiet der Tuberkulose, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Berlin-Reinickendorf und außerordentlicher Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Klemperer hat eine Reihe von medizinischen Fachbüchern veröffentlicht. Sein Hauptwerk war das 1920 erschienene Lehrbuch Die Lungentuberkulose, ihre Pathogenese, Diagnostik und Behandlung. Ferner gab er von 1903 bis 1907 zusammen mit Ernst Viktor von Leyden das Sammelwerk Die deutsche Klinik am Eingange des zwanzigsten Jahrhunderts in akademischen Vorlesungen und ab 1928 zusammen mit seinem Bruder Georg das mehrbändige Werk Neue deutsche Klinik: Handwörterbuch der praktischen Medizin mit besonderer Berücksichtigung der inneren Medizin, der Kinderheilkunde und ihrer Grenzgebiete heraus.

Wegen seines hohen internationalen Rufs lud ihn 1922 der nach einem Attentat schwer erkrankte sowjetische Staatschef Wladimir Iljitsch Lenin nach Moskau ein, wo Klemperer ihn für therapierbar hielt.[1] Auch Felix' Bruder Georg war als Arzt bei Lenin.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. New York Times, 4. April 1922: German Doctor Finds Lenin ‚Sick, but Not Seriously So‘.