Fellerich

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Koordinaten: 49° 40′ 53″ N, 6° 30′ 0″ O

Fellerich
Ortsgemeinde Tawern
Höhe: 281 m
Einwohner: 227 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 17. März 1974
Postleitzahl: 54456
Vorwahl: 06501

Fellerich ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde Tawern im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Der Ort liegt auf einer Höhe von etwa 275 m. ü. NN, ist vorwiegend landwirtschaftlich durch Wein- und Ackerbau geprägt und zählt 227 Einwohner (Stand 31. Dez. 2008).

Größtes raumordnerisches Vorhaben ist (Stand: März 2007) die Errichtung eines Golfplatzes, eines Luxushotels und eines Wohngebietes mit 400 Eigenheimen auf dem „Fellericher Plateau“, der Großlage zwischen Fellerich und Nittel. Um das Projekt „Wohnen am Golfplatz“ wird seit mehreren Jahren zwischen Investoren, Grundeigentümern und Naturschützern gekämpft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besiedlung des Ortes wird bereits für die vorfränkische Zeit vermutet.

In einer Urkunde Kaiser Karls aus dem Jahr 802 wird erwähnt, dass der Ort Valeuiacum den Trierer Bischöfen geschenkt wurde. In einem Schreiben von 949 wird ein Hof namens Villa Valeriacum erwähnt. Fellerich war demnach ein großes Hofgut, das schon vor 802 zum Eigentum der Trierer Erzbischöfe gehörte.

Im Jahr 1000 beurkundete Erzbischof Ludolf von Trier eine Schenkung, die das Schicksal von Tawern und Fellerich (Velrecke) für 800 Jahre mit dem Kloster St. Marien in Trier verband.

Ab dem Jahr 1153 bis zur französischen Revolution gehörte Fellerich zum Herzogtum Luxemburg. In dieser Zeit wechselte mehrmals die Oberhoheit. Der Ort gehörte zu Burgund, Österreich, Spanien, Frankreich und ab 1815 zu Preußen.

Im Jahr 1628 wurde die Willibrordskirche erbaut.

Im Jahr 1837 erhielt Fellerich ein eigenes Schulhaus.

Durch ein Feuer 1846 wurden die Kirche und der größte Teil des Dorfes zerstört. Der Neubau der heutigen Kapelle wurde am 4. November 1861 vollendet.

Am 13. Januar 1912 wurde Fellerich an die öffentliche Wasserversorgung und im April des gleichen Jahres an das Lichtnetz angeschlossen.

Im Ersten Weltkrieg verzeichnete der Ort zwölf Gefallene. Im Zweiten Weltkrieg mussten 28 Personen ihr Leben lassen. Sieben Fellericher wurden vermisst.

Im Jahr 1956 begannen die Kanalisierungsmaßnahmen mit anschließendem Neubau der Straßen. Am 22. Oktober 1962 wurde die neue Schule eingeweiht, die bereits 1969 nach nur sieben Jahren Nutzung wieder aufgegeben wurde.

Im Rahmen der Gebietsreform 1970 kamen Tawern und Fellerich zur Verbandsgemeinde Konz. Am 17. März 1974 wurde Fellerich nach Tawern eingemeindet und ist seitdem ein Ortsteil dieser Ortsgemeinde.[1]

1987 wurde ein neuer Dorfplatz mit Brunnenanlage fertiggestellt, auf dem am letzten Maiwochenende die Fellericher Kirmes gefeiert wird.

Seit 2003 hat der Ortsteil neben der Freiwilligen Feuerwehr seinen zweiten Verein. Am 10. Januar 2003 gründeten 28 sportbegeisterte Mitglieder den 1. Fußballclub „Spartakus Fellerich 03“ e. V.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 197 (PDF; 2,6 MB)