Find You’re Here / Find You’re Gone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Find You’re Here / Find You’re Gone
Wolfsheim
Veröffentlichung September 2003
Länge 3:35 (Find You’re Here)
3:55 (Find You’re Gone)
Genre(s) Synthie Pop
Autor(en) Peter Heppner,
Markus Reinhardt
Album Casting Shadows

Find You’re Here / Find You’re Gone (englisch für ‚Stelle fest du bist hier / Stelle fest du bist weg‘) ist eine Doppel-A-Single des deutschen Synthie-Pop-Duos Wolfsheim. Das Stück ist die zweite Singleauskopplung aus ihrem fünften Studioalbum Casting Shadows.[1]

Entstehung und Artwork[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschrieben wurde das Lied von den beiden Wolfsheim-Mitgliedern Peter Heppner und Markus Reinhardt. In Zusammenarbeit mit Andreas Herbig, der die Lieder mischte, produzierten die beiden auch die Single; als Koproduzent stand ihnen Oliver Pinelli zur Seite. Gemastert wurde die Stücke in den Hamburger Master & Servant Studios, unter der Leitung von Tom Meyer. Aufgenommen wurden die Titel durch Jose Alvarez-Brill, Wolfsheim (nur Gesangsaufnahmen) und Andreas Herbig (nur Musikaufnahmen) in folgenden Tonstudios: Tonofen Studio (Hamburg) und Trixx Studios (Berlin). Die Single wurde unter dem Musiklabel Strange Ways Records veröffentlicht und durch Indigo vertrieben. Auf dem grün-schwarz gehaltenen Cover der Maxi-Single ist – neben Künstlernamen und Liedtitel – eine Laubsammlung in der linken oberen Ecke, sowie die Aufschrift „Destiny“ (englisch für ‚Schicksal‘) in einem schwarzen Feld auf der linken Seite, zu sehen. Das Artwork erinnert an das dazugehörige Studioalbum Casting Shadows und stammt von den Graphischen Werken Ottensen.[2][3]

Veröffentlichung und Promotion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Find You’re Here / Find You’re Gone erfolgte zunächst als Promo-Tonträger in Deutschland im September 2003. Die offizielle Singleveröffentlichung folge am 3. November 2003 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die reguläre Maxi-Single beinhaltet neben Find You’re Here und Find You’re Gone zwei Liveaufnahmen zu Künstliche Welten und Kein zurück als B-Seite. Die Liveaufnahmen entstanden bei einem Konzert in Berlin am 29. April 2003. Als Livemusiker sind Carsten Klatte an der Gitarre und Achim Färber am Schlagzeug zu hören. Zeitgleich wurde eine limitierte Maxi-Single veröffentlicht, die aus zwei CDs bestand. Die erste CD beinhaltet eine Radioversion, eine Instrumentalversion und das Musikvideo von Find You’re Here, sowie die Liveaufnahme zu Kein zurück. Die zweite CD ist mit Find You’re Gone das Pendant zur Ersten, die Liveaufnahme wurde durch die von Künstliche Welten ersetzt. Zu weiteren Promotionzwecken wurde eine 2-Track-Single mit lediglich den beiden A-Seiten veröffentlicht.

Hintergrundinformation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Find You’re Here / Find You’re Gone ist eine Maxi-Single, welche als Doppel-A-Seite veröffentlicht wurde. Das Lied Find You’re Gone entstand hierbei zuerst und wurde bereits ein halbes Jahr vor der Singleveröffentlichung auf dem vorangegangenen Studioalbum Casting Shadows veröffentlicht. Das Stück Find You’re Here entstand nachträglich und ist bis heute auf keinem Album Wolfsheims zu finden.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liedtexte zu Find You’re Here und Find You’re Gone sind in englischer Sprache verfasst; ins Deutsche übersetzt bedeuten sie „Stelle fest du bist hier“ und „Stelle fest du bist weg“. Die Musik und der Text wurden gemeinsam von den beiden Wolfsheim-Mitgliedern Peter Heppner und Markus Reinhardt geschrieben. Musikalisch bewegen sich die Lieder im Bereich des Synthie Pop. Das Tempo beträgt 164 Schläge pro Minute.[4] Beide Lieder sind musikalisch und textlich ähnlich aufgebaut, sie weichen nur minimal voneinander ab. Eine wirkliche Trennung von Refrain und Strophe gibt es bei den Stücken nicht, sie gehen ineinander ein und ähneln sich sehr, nur einige Satzfrakmente unterscheiden sich immer wieder. Als zusätzlicher Instrumentalist ist Achim Fäber am Schlagzeug zu hören.[5]

Inhaltlich bilden die Lieder einen Gegensatz zueinander. Während es in Find You’re Here darum geht, dass ein Mann noch mit seiner Freundin zusammenlebt, er aber nicht mehr wirklich in sie verliebt ist und nicht trauern würde, wenn die Beziehung scheitert, geht es in Find You’re Gone darum, dass der Mann über Nacht von seiner Freundin verlassen wurde und scheinbar erleichtert darüber ist, nicht selbst den Schlussstrich ziehen zu müssen.

„When I wake up,
I find you’re here.
I should feel joy,
but I am not even near.“

Originalauszug (Find You’re Here)

„Wenn ich aufwache,
stelle ich fest, dass du hier bist.
Ich sollte Freude fühlen,
aber ich bin nichtmal nah dran.“

Übersetzung (Find You’re Here)

„When I wake up,
I find you’re gone.
There should be grief,
but I feel none.“

Originalauszug (Find You’re Gone)

„Wenn ich aufwache,
stelle ich fest, dass du nicht hier bist.
Ich sollte Trauer empfinden,
aber ich verspüre nichts.“

Übersetzung (Find You’re Gone)

Musikvideo[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Musikvideo beginnt mit dem Teil zu Find You’re Here. Anfangs sind Heppner und Reinhardt auf einem Sofa sitzend, in einer kleinen Mietwohnung, zu sehen. Gleich zu Beginn erhebt sich Reinhardt von dieser und verlässt die Wohnung. Sobald Reinhardt die Wohnung verlassen hat, kommt ein Team von Heimwerkern herein und beginnt mit einer Renovierung ebendieser. Am Abend feiern die Heimwerker eine After-Work-Party und stellen die Wohnung am nächsten Tag fertig. Zuletzt kommt eine Frau in die Wohnung und stellt einen Stuhl in die Mitte des Raumes, damit sich Heppner auf diesen setzen kann. Nachdem er sich gesetzt hat, beginnt der Teil zu Find You’re Gone. Hier erhebt sich Heppner gleich wieder zu Beginn. Die Frau, die ihm zuvor den Stuhl brachte, ist nun verärgert, beginnt zu randalieren und verlässt die Wohnung. Wieder erscheinen die Heimwerker und beginnen damit die Wohnung erneut zu renovieren. Diesmal wird das Apartment jedoch zu einem asiatischen Restaurant umgebaut. Hier ist gegen Ende wieder Reinhardt als Gast zu sehen, zu dem sich Heppner gesellt und die beiden ein Essen bestellen. Während des gesamten Videos ist Heppner immer im Vordergrund, wie er das Lied singt, zu sehen. Die Gesamtlänge des Videos beträgt 7:19 Minuten. Regie führte Nicholas J. Schofield. Produziert wurde das Musikvideo von der QFilmproduktion.[6] Bis heute zählt das Video über 2,1 Millionen Aufrufe bei YouTube (Stand: April 2017).

Mitwirkende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liedproduktion

Musikvideo

Unternehmen

Charts und Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[7][8]
Find You’re Here / Find You’re Gone
  DeutschlandDeutschland 23 17.11.2003 (11 Wo.)
  OsterreichÖsterreich 73 11.01.2004 (2 Wo.)

Find You’re Here / Find You’re Gone erreichte in Deutschland Position 23 der Singlecharts und konnte sich insgesamt elf Wochen in den Charts halten. In Österreich erreichte die Single in zwei Chartwochen Position 73 der Charts. Ein Charteintritt in der Schweiz blieb bis heute verwehrt. Für Wolfsheim ist dies bereits der fünfte Charterfolg in Deutschland, sowie der erste und bislang einzige in Österreich.

Für Heppner als Komponist ist dies bereits der siebte Charterfolg in Deutschland, sowie der zweite in Österreich. Als Liedtexter ist es bereits sein neunter Charterfolg in Deutschland, sowie sein dritter in Österreich. Als Musikproduzent ist es sein vierter Charterfolg in Deutschland, sowie sein erster und bislang einziger in Österreich. Für Reinhardt ist Find You’re Here / Find You’re Gone als Komponist und Liedtexter der sechste Charterfolg in Deutschland, sowie der erste und bislang einzige in Österreich. Als Musikproduzent ist es sein vierter Charterfolg in Deutschland, sowie der erste und bislang einzige in Österreich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfsheim – Find You’re Here / Find You’re Gone. discogs.com, abgerufen am 25. Juli 2015.
  2. CD-Rückseite von Find You’re Here / Find You’re Gone
  3. Wolfsheim – Casting Shadows. discogs.com, abgerufen am 25. Juli 2015.
  4. Kein zurück by Wolfsheim. songbpm.com, abgerufen am 16. April 2017.
  5. Discography. achimfaerber.com, abgerufen am 27. Dezember 2017.
  6. Wolfsheim – Find You’re Gone (2003). crew-united.com, abgerufen am 25. Juli 2015.
  7. Wolfsheim – Find You’re Here. offiziellecharts.de, abgerufen am 25. Juli 2015.
  8. Wolfsheim – Find You’re Here. austriancharts.at, abgerufen am 25. Juli 2015.