Fischbrötchen

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Ein Fischbrötchen ist ein belegtes Brötchen mit Fisch oder Meeresfrüchten. Fischbrötchen werden an Imbissständen und in Schnellrestaurants verkauft; oft gehören sie auch zum Angebot von Fischgeschäften.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischbrötchen mit Bismarckhering (hier mit Zwiebeln und Saure-Gurken-Scheiben) gehören zu den beliebtesten Fischbrötchen

Für den Belag eines Fischbrötchens werden Bismarckhering, Matjes, Brathering, Rollmops, Sprotten, Lachs bzw. Lachsschnitzel, Makrele und andere Fischsorten verwendet, auch Nordseekrabbenfleisch (von Nordseegarnelen), „Shrimps“, „Eismeershrimps“ beziehungsweise -garnelen oder „Grönlandkrabben“. Auch Fischfrikadellen oder Fischstäbchen werden verwendet; die Variante mit Fischboulette wird auch als Fischburgern bezeichnet, bei der Gastronomiekette Nordsee in Anlehnung an Hamburger auch Bremer.

Typische Zutaten sind auch Zwiebeln und saure Gurken sowie bei gebratenem oder frittiertem Fisch Remoulade. Weitere Zutaten wie Salatblätter können hinzukommen.

Semantik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundlegend bedient der Begriff „Fischbrötchen“ ein Brötchen belegt mit sämtlichen fischartigen Belägen. Dabei werden allerdings semantische und grammatikalische Regeln nicht berücksichtigt, da die Voranstellung des Wortes „Fisch“ eine gewisse Art des benutzten Fisches impliziert. Dementsprechend kann der Begriff allenfalls als umgangssprachlich eingestuft werden.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hannover Messe wurde zu ihren Anfangszeiten im Volksmund als „Fischbrötchen-Messe“' bezeichnet, da die dort auf Brötchen gereichten Fische für auswärtige Besucher ein besonders auffallendes Merkmal der Messe waren.[1]

Seit 2011 wird an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern jeweils am ersten Samstag im Mai der „Weltfischbrötchentag“ begangen.

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tilman Schuppius (Hrsg.): Der Fischbrötchen Report. Schleswig-Holstein und Hamburg. Die besten Fischbrötchen an Nord- und Ostsee. Schuppius, Hamburg 2011, ISBN 3-9814452-0-1.
  • Tilman Schuppius (Hrsg.): Der Fischbrötchen Report für Mecklenburg-Vorpommern. Band 1: Vom Schaalsee über Fischland/Darß bis nach Rügen. Schuppius, Hamburg 2013, ISBN 978-3-9814452-1-3.
  • Tilman Schuppius (Hrsg.): Der Fischbrötchen Report für Mecklenburg-Vorpommern. Band 2: Von der Müritz über die Küste Ostvorpommerns bis nach Usedom. Schuppius, Hamburg 2013, ISBN 978-3-9814452-2-0
  • Antje Blinda: Weltfischbrötchentag: Mit Matjes, ohne Gedöns. Spiegel Online, 10. Mai 2012; Interview mit Schuppius

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Am Anfang war das Fischbrötchen. In: Die Welt. 12. April 2005.