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Flächenkonkurrenz

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Als Flächenkonkurrenz wird allgemein die Konkurrenz um Fläche durch verschiedene Nutzungsformen bezeichnet. Die Konkurrenz wird durch solche Flächen verschärft, die durch natürliche Gegebenheiten oder rechtsverbindliche Vorschriften vor der (für sie optimalen) wirtschaftlichen Nutzung durch Interessenten geschützt sind. Als Hauptflächenformen auf dem Gebiet Deutschlands unterscheidet (2025) das deutsche Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Landwirtschaftsflächen, Waldflächen, Wasserflächen, Flächen für Siedlung und Verkehr sowie „Sonstige Flächen einschl. Abbauland, Unland und Gehölz“.[1]

Gefahr des „globalen Wasserbankrotts“

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Kaveh Madani, Direktor des „Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit (UNU-INWEH) der Universität der Vereinten Nationen“ mit Sitz in Hamilton (Kanada), stellte der Öffentlichkeit im Januar 2026 einen hauptsächlich von ihm verfassten Bericht vor, dem zufolge die Welt in ein „Zeitalter des globalen Wasserbankrotts“ eingetreten sei. Madani zufolge lebten „[v]iele Regionen […] über ihre hydrologischen Verhältnisse, und viele wichtige Wassersysteme sind bereits bankrott.“[2] Weltweit gehe – so Madani – der Wasserstand von Seen zurück, der Grundwasserspiegel sinke vielerorts und Feuchtgebiete verschwänden.

Für den größten Teil des Süßwasserverbrauchs sei weltweit die Landwirtschaft verantwortlich. Wenn aber – so Madani weiter – „Wasserknappheit die Landwirtschaft in einer Region untergräbt, wirken sich die Auswirkungen auf die globalen Märkte, die politische Stabilität und die Ernährungssicherheit in anderen Regionen aus.“

Selbst dort, wo die Wassermengen stabil schienen, sei der tatsächlich nutzbare Anteil geschrumpft. Zu den Ursachen zählten Grundwasserverschmutzung, Übernutzung von Ressourcen, Degradation von Land und Böden, Entwaldung und Umweltverschmutzung, noch verschärft durch die globale Erwärmung.[3]

Flächenneuinanspruchnahme durch Siedlungen, Gewerbe und Verkehrsinfrastrukturen

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Weltweit war die von Menschen geschaffene Masse an z. B. Gebäuden und Infrastruktur bereits im Jahr 2020 höher als die gesamte Biomasse der Pflanzen und Tiere.[4]

Im Alpenraum sind aufgrund des Reliefs die für Siedlungsbau geeigneten Flächen – der sogenannte Dauersiedlungsraum – verhältnismäßig knapp im Vergleich zum Flachland. Weitere Einschränkungen der für Dauersiedlungen geeigneten Flächen entstehen durch Naturgefahren wie Hochwasser, Lawinen, Muren, Rutschungen sowie durch klimatische Einschränkungen in den Höhenlagen. Gleichzeitig befinden sich im Dauersiedlungsraum auch die fruchtbarsten Böden. So kommt es zu vielfältigen Nutzungskonflikten insbesondere durch die Flächenkonkurrenz zwischen Siedlungen und Verkehrsinfrastruktur auf der einen und Landwirtschaft auf der anderen Seite.[5]

Bezogen auf die Situation in Österreich, sprach das Climate Change Centre Austria (CCCA) im Jahr 2022 von einem „Flächenfraß“ durch Siedlungen, Gewerbe und Verkehrsinfrastrukturen, da zwischen 2010 und 2020 die Bevölkerung Österreichs um 6 %, die Inanspruchnahme für die genannten Flächen jedoch um 10 % gestiegen sei.[6]

Die Folgen von Versiegelungen können nur über einen langen Zeitraum hinweg vollständig rückgängig gemacht werden. Zwar mag eine entsiegelte Fläche nach Revitalisierungsmaßnahmen wieder grün erscheinen, doch das stellt nicht die ursprüngliche Bodenstruktur, -fruchtbarkeit und -funktion wieder her. Böden sind komplexe Systeme, die sich aus verschiedenen Schichten wie Humus, Unterboden und Ausgangsgestein zusammensetzen. Wenn diese durch Versiegelung zerstört oder verdichtet werden, dauert es äußerst lange, bis sich die ursprüngliche Bodenqualität regeneriert. Besonders die Humusschicht, die über Jahrtausende durch natürliche Prozesse wie die Zersetzung organischer Stoffe und die Aktivität von Bodenorganismen entstanden ist, kann nicht in kurzer Zeit wiederhergestellt werden. Die einzige Möglichkeit, fruchtbare Erde aufzutragen, besteht darin, sie von einem anderen Ort zu entnehmen – was dort wiederum den Verlust wertvollen Bodens bedeutet (z.B. Humus aus Mooren).[7]

Flächennutzungseinschränkungen und -verbote durch Maßnahmen zum Umwelt-, Natur- und Landschaftsschutz

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Aus Gründen des Natur- und des Umweltschutzes werden auch zuvor „in Wert gesetzte“ Landflächen mit Auflagen versehen, die bestimmte Formen der Erzielung von „Nutzen“ durch Menschen einschränken oder verbieten sollen. Einige Flächen werden im Interesse des Artenschutzes vor dem Betreten und Befahren durch „Unbefugte“ geschützt. Die Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten soll Flächen darüber hinaus vor dem nicht genehmigungsfähigen Bau von Gebäuden und der Beeinträchtigung bzw. der Zerstörung des Landschaftsbildes von Kulturlandschaften schützen.

Kleinbauern in Bedrängnis

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Als „Kleinbetriebe“ bezeichnet Eurostat Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Fläche von weniger als 5 Hektar. Demnach fallen 67 % aller landwirtschaftlichen Betriebe in der EU in diese Kategorie. Mit Blick auf die Arbeitskräfte kann Eurostat zufolge ein Betrieb als „kleinbäuerlich“ definiert werden, wenn er weniger als 1,5 Personen in Vollzeitäquivalenten beschäftigt. Eine weitere Möglichkeit der Unterscheidung von kleinen und großen landwirtschaftlichen Betrieben ist für die Statistiker der EU der Blick auf die Wirtschaftlichkeit. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Größe können landwirtschaftliche Betriebe mit einem Standarddeckungsbeitrags unter 9.600 € (Stand: 2020) als „kleine Betriebe“ eingestuft werden.[8]

Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit stellte 2015 fest, dass „[a]ls ein gemeinsames Merkmal“ aller kleinbäuerlichen Betriebe „oft die Betriebsgröße von zwei Hektar und weniger angegeben“ werde. „Weltweit sind etwa 85 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe kleinbäuerliche Betriebe. In vielen Entwicklungsländern liegt ihr Anteil bei über 90 Prozent. In Asien sind die Betriebsgrößen oft deutlich unter einem Hektar (10.000 m²).“[9] Die Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) begründete in ihrem „Rohstoff- und Entwicklungsbericht 2015“ den Fokus ihrer Analysen auf Kleinbauern. Die Gruppe der Kleinbauern sei wichtig im Hinblick auf die Ziele der Reduktion der Armut und der Ernährungssicherheit. Sie nähmen überwiegend nicht oder nur unzureichend an der Entwicklung des Wachstums des Agrarsektors in und am Export landwirtschaftlicher Produkte aus ihren Ländern teil. Ihr Beitrag zur Nachhaltigkeit und zur Umweltgerechtigkeit der landwirtschaftlichen Produktion sei groß. Kleinbäuerliche Betriebe würden zumeist von Politikern vernachlässigt.[10]

Mehr als 70 % der Weltbevölkerung beziehen ihre Nahrungsmittel hauptsächlich oder ausschließlich von Kleinbauern mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 2 ha oder weniger. 90 % der weltweit 570 Millionen landwirtschaftlichen Betriebe sind Familienbetriebe. Sie produzieren 80 % der Lebensmittel, die auf der Welt konsumiert werden. Die große Mehrheit der landwirtschaftlichen Betriebe weltweit ist klein: Rund 94 % aller dieser Betriebe sind kleiner als 5 Hektar, insgesamt bewirtschaften sie 19 % aller landwirtschaftlich genutzten Flächen. 72 % der Familienbetriebe verfügen sogar über weniger als einen Hektar Land.

Um Nahrungsmittel zu produzieren, benötigen die kleinbäuerlichen Betriebe 25 % der weltweit in der Landwirtschaft verbrauchten Ressourcen – einschließlich Land, Wasser oder fossiler Brennstoffe. Sowohl die weltweite Ernährungssicherheit als auch die ökologische Nachhaltigkeit hängen maßgeblich von den kleinbäuerlichen Familienbetrieben ab.[11]

Weltweit sehen sich Kleinbauern mit landwirtschaftlichen Flächen von jeweils unter 2 ha einer großen Konzentration von Marktmacht und Fähigkeit zu politischer Einflussnahme gegenüber, die von internationalen Konzernen des Agribusiness repräsentiert wird. Im Gegensatz zum Wachstumstrend global aktiver Großunternehmen nimmt die Durchschnittsgröße landwirtschaftlicher Betriebe in vielen Ländern des Globalen Südens seit Jahrzehnten ab.[12] Der Deutsche Landwirtschaftsverlag befasste sich im November 2025 mit dem Thema „Bodenspekulation“. Geldanleger hätten ihre Kaufinteressen demnach von Immobilien auf Agrarland verlagert. Investoren würden teilweise ganze Betriebe inklusive der dazugehörigen Flächen aufkaufen.[13] Ackerland habe sich weltweit als eine der zuverlässigsten Formen der Geldanlage etabliert: Es schütze nicht nur effektiv vor Inflation, sondern sei auch durch langfristige Wertsteigerung gekennzeichnet.[14]

In allen Ländern geraten selbständige Landbearbeiter bei einer Erhöhung des Kauf- und Pachtpreises für landwirtschaftlich genutzte Flächen ökonomisch unter Druck, wenn sie für ihre Produktion solche Flächen pachten oder zupachten müssen.

Die österreichische Bundesanstalt für Bergbauerfragen weist darauf hin, dass Kleinbauern weltweit durch die „neoliberale Globalisierung“, vor allem durch den Preisdruck von Lebensmittelkonzernen mittels subventionierter Agrarexporte vom Markt verdrängt würden. Auch kontrollierten wenige multinationale Agrar-, Saatgut- und Chemiemultis den Betriebsmittelmarkt und damit auch die Produktion. Politisch hätten Kleinbauern, Landarbeiter und Landlose keine starke Interessensvertretung, ihre Rechte würden übergangen. Dadurch sei es möglich, dass es sogar zur Anwendung von Gewalt in Form von Land Grabbing, der entschädigungslosen Enteignung der Flächen von Kleinbauern, komme.[15]

Nahrungsmittelerzeugung gegen Energieerzeung und -transport

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Palmölplantage in Malaysia
Wird für Palmölplantagen Urwald gerodet ist der PME 2,5-mal so klimaschädlich wie Diesel aus fossilem Erdöl. Wachsen die Palmen auf vorher nicht genutztem Grasland verbessert sich die Klimabilanz[16]

Die Begriffe „Tank“, „Trog“ und „Teller“ werden seit 2007 als Abkürzungen für die Interessen der Energiewirtschaft („Tank“), der Viehzucht („Trog“) und der Erzeugung pflanzlicher Nahrung unmittelbar für Menschen („Teller“) benutzt. Eine Konkurrenz zwischen „Tank“ und „Trog + Teller“ besteht in der engeren Auslegung des Begriffs „Tank“ zwischen Biokraftstoffen und Nahrungsmitteln.[17][18] Aktuell beschreibt der Ersatzbegriff „Tank“ die Rolle der Energiewirtschaft als Konkurrent der Nahrungsmittelproduktion nur unzureichend, da die für die Produktion von Nahrungsmitteln zur Verfügung stehende Fläche auch durch die Masten neuer Strom-Überlandleitungen, Windräder, große Photovoltaikanlagen auf Feldern und Weiden usw. verkleinert wird.

Laut einer Prognose in dem von der Agentur für Erneuerbare Energien im Januar 2010 vorgelegten Potenzialatlas Erneuerbare Energie[19] werde der für Bioenergie benötigte Flächenbedarf in Deutschland von seinerzeit 1,6 Millionen Hektar auf 3,7 Millionen Hektar im Jahr 2020 ansteigen. Dadurch würden 15 % des gesamten deutschen Strom-, Wärme- und Kraftstoffbedarfs durch Bioenergie gedeckt werden können. Die Versorgung mit Lebensmitteln sei dabei zu keinem Zeitpunkt gefährdet. „Trotz des steigenden Anteils der Bioenergie gibt es jedes Jahr deutliche Überschüsse bei der Getreideernte in Deutschland und der EU“, so Daniela Thrän vom Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ). „Die Produktivität in der Landwirtschaft steigt im Schnitt weiter an. Hinzu kommen Reststoffe wie Stroh, Gülle oder Restholz sowie brachliegende Flächen – das Potenzial bei Bioenergie ist also immer noch sehr groß.“[20] In der EU werden nach Erhebungen verschiedener EU-Agrarforschungsprojekte bis 2020 mehr als 20 Millionen Hektar frei, die für Energiepflanzen verwenden werden können.[21][22]

Nach Schätzungen der Welternährungsorganisation FAO wurden weltweit in den 2000er Jahren auf rund 30 Millionen Hektar (ca. 2 % der weltweiten Ackerfläche) Energiepflanzen angebaut. In dieser Zeit wurden lediglich 5 % der globalen Getreideernte zur Herstellung von Biokraftstoffen genutzt.[23] Von der europäischen Getreideernte werden nur 1,6 % für Biokraftstoffe genutzt. Der überwiegende Teil (58 %) wird für Viehfutter verwendet.[24] Angesichts dieser Größenverhältnisse erschien der FAO die Nutzungskonkurrenz zwischen Nahrungs- und Energiepflanzenanbau seinerzeit nicht als akut.

Nach im Jahr 2012 veröffentlichten Berechnungen von Michael Schmitz, Professor für Agrar- und Entwicklungspolitik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, waren die Preisanstiege der späten 2000er Jahre bei Nahrungsmitteln nur zu einem geringen Teil auf die erhöhte Nachfrage nach Biokraftstoffen zurückzuführen. Für eine Studie simulierte er die Auswirkungen der erhöhten Biokraftstoffproduktion auf das Preisniveau von neun Agrarprodukten in 16 Ländern bis zum Jahr 2020. Der ermittelte Preisunterschied betrug bei Weizen 2,1 %, bei Futtergetreiden 7,3 %, bei Ölsaaten 7,1 % und bei Rohzucker 21,2 %. Bei Reis war überhaupt kein Einfluss festzustellen.[25] Biokraftstoffe und ihre Förderung könnten „nicht für Hunger und Armut in der Welt verantwortlich gemacht werden […] Selbst ihr Einfluss auf das Preisgeschehen am Weltmarkt ist begrenzt oder nur im Zusammenspiel mit anderen Treibern kurzfristig bedeutsam.“[26]

Der UN-Sondergesandte für das Recht auf Nahrung, Jean Ziegler, bezeichnete 2008 die Herstellung von Bioethanol in einem Interview des Bayerischen Rundfunks als Verbrechen gegen die Menschheit (wörtlich: „Die Bio-Treibstoff-Fabrikation heute ist ein Verbrechen gegen die Menschheit.“) und hat den Anbau von Energiepflanzen als drohendes Massaker an den Menschen in Entwicklungsländern kritisiert. Gleichzeitig warnte er angesichts von rund 850 Millionen hungernden Menschen vor Unruhen und Aufständen. Der Anbau von Energiepflanzen wurde auch beim Frühjahrstreffen des Internationalen Währungsfonds als Gefahr für die Ernährung der Weltbevölkerung bezeichnet. Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul erklärte am Rande der Konferenz, dass die Erhöhung des Lebensmittelpreises um einen Prozentpunkt ungefähr 16 Millionen Menschen zusätzlich der Gefahr des Hungers aussetze. Weiter forderte sie eine Aussetzung der Bioethanolbeimischung.[27] Laut Vereinten Nationen würden jedes Jahr 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel in den Müll geworfen, was rechnerisch etwa viermal so viel wie nötig wäre, um das Hungerproblem in der Welt zu lösen. Allein die in den Industrienationen weggeworfene Menge von 300 Millionen Tonnen jährlich würde reichen, um alle hungernden Menschen zu ernähren.[28]

Verschiedene Beobachter, wie der Politikwissenschaftler Wolfgang Gründinger, betonten 2011, es sei überzogen und nicht korrekt, Biotreibstoffe für alle Fehlentwicklungen in der internationalen Landwirtschaft verantwortlich zu machen. Die primäre Flächenkonkurrenz bestehe zur Fleischproduktion: In Brasilien hätten seinerzeit 220 Millionen Hektar als Weideland und 23 Millionen Hektar für Sojafelder für Viehfutter gedient. Nur auf sechs Millionen Hektar hätten sich Zuckerrohrplantagen befunden, von denen wiederum nur die Hälfte für Bioethanol genutzt worden seien – und dieser Treibstoff fließe in die Tanks der heimischen brasilianischen Ethanolautos und diene kaum dem Export. Allein Deutschland habe jährlich 40 Millionen Tonnen Soja aus Übersee importiert. Das habe rund 20 Millionen Hektar Fläche beansprucht – so viel wie ein Zehntel der gesamten Agrarfläche der EU.[29] Ohne die Koppelprodukte aus der Biokraftstoffproduktion müsste Deutschland fast 50 % mehr Soja-Futtermittel importieren. Auf den Getreidemärkten ist die EU dagegen ein Nettoexporteur auf den Weltmärkten. Für das Wirtschaftsjahr 2012/13 wurde mit EU-Weizenexporten von 16 Millionen Tonnen gerechnet, gegenüber Importen von 5,5 Millionen Tonnen.[30]

Fleischerzeugung gegen Erzeugung von Nahrung für die unmittelbare Nutzung durch Menschen

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Verschiedene Agrarwissenschaftler betonten 2012, dass die primäre Nutzungskonkurrenz seinerzeit nicht zwischen „Teller und Tank“, sondern zwischen „Teller und Trog“ bestanden habe. „Bei beispielsweise 8 kg Getreide, die zur Erzeugung von 1 kg Rindfleisch verwendet werden, spitzt sich dabei insbesondere die Konkurrenz zwischen Teller und Trog immer mehr zu“, so etwa Wilfried Bommert, Autor des Buches Kein Brot für die Welt.[31] Im Schnitt seien sieben pflanzliche Kalorien nötig, um eine Kalorie Fleisch zu erzeugen. Durch eine Senkung des Fleischkonsums könnten große Anbauflächen und Getreidemengen zugunsten der menschlichen Ernährung statt für die Viehmast genutzt werden. Zu beachten sei jedoch die positive Lebensmittelkonversionseffizienz von Milchkühen.

Im Amazonasgebiet habe laut Greenpeace 2010 nicht der Energiepflanzenanbau (z. B. von Zuckerrohr) eine bedeutende Gefährdung der Regenwälder ausgelöst, sondern vielmehr der Anbau von Futtermitteln sowie die Schaffung von Weideflächen. Laut Greenpeace seien seinerzeit insgesamt 80 Prozent des Regenwaldverlustes im Amazonasgebiet auf das Konto der Tierhaltung gegangen.[32] Andere Quellen sehen Widersprüche in den unterschiedlichen Quellen bezüglich der konkreten abgeholzten Regenwaldflächen.[33]

Zudem war (Stand: 2009) die Tierhaltung allein für 18 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich.[34] Durch eine Reduktion des Fleischkonsums könnten der Klimawandel entscheidend begrenzt und die durch ihn verursachten Kosten um weltweit 20 Milliarden US-Dollar verringert werden.[35]

Fälle akuter gravierender Auswirkungen von Flächenkonkurrenz

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Als „gravierend“ im Sinne der Abschnittsüberschrift gelten solche Konfliktlagen, in denen die Befriedigung von Existenzbedürfnissen einer großen Zahl von Menschen durch die Art und das Ausmaß der Konkurrenz gefährdet werden.

Nahrungsmittelkrise 2007/2008

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Während der Nahrungsmittelpreiskrise 2007–2008 stiegen die Weltmarktpreise für Grundnahrungsmittel sprunghaft an. Verschiedene Stimmen führten die Preissteigerung auf die erhöhte Bioenergie-Nachfrage durch Europa und die USA zurück.[36][37][38]

In mehreren Ländern kam es zu Hungeraufständen. In Mexiko führten die steigenden Maispreise zu Massendemonstrationen (Tortilla-Krise). Die stark gestiegene Verwendung von Mais zur Bioethanolerzeugung in den USA galt als wichtiger Grund für den starken Anstieg des Tortilla-Preises in Mexiko.[39][40]

Der Preisanstieg war durch mehrere Faktoren bedingt. Neben der erhöhten Bioenergie-Nachfrage spielten weitere Faktoren eine Rolle: das Wachstum der Weltbevölkerung, der stark ansteigende Fleischkonsum insbesondere in bevölkerungsreichen Schwellenländern wie China und Indien, eine Folge von Missernten und Dürren, die Verteuerung von Düngemitteln (infolge hoher Erdölpreise), sowie Spekulationen an den Warenterminbörsen.[37][41] Laut einem IFPRI-Modell war die verstärkte Produktion von Biokraftstoffen für etwa 30 % des Preisanstiegs bei Getreide (insbesondere Mais) zwischen 2000 und 2007 verantwortlich.[42] Ähnliche Zahlen legte die Weltbank vor.[43] Allerdings sank laut FAO Food Price Index das Preisniveau an den Weltmärkten anschließend wieder, obwohl unverändert Bioenergie gewonnen wurde.[44][45] Die Weltgetreidevorräte erhöhten sich 2014 wieder auf 192 Mio. t, gleich einem Drittel der globalen Jahresernte.[46]

Experten von Oxfam, der Welthungerhilfe und UNCTAD sahen den ausschlaggebenden Faktor in der Spekulation auf Nahrungsmittel.[47][48][49] „Wir nehmen an, dass Indexfondsaktivität … eine Schlüsselrolle bei der Preisspitze von 2008 gespielt hat. Biosprit spielte auch eine gewisse Rolle, aber viel weniger, als ursprünglich gedacht“, so John Baffes in einem Arbeitspapier der Weltbank.[50] Dem widerspricht der Wirtschaftsethiker Ingo Pies. Empirische Befunde sprächen dagegen, dass Spekulation für die Preisanstiege verantwortlich war. Vielmehr habe es eine tatsächliche realwirtschaftliche Verknappung von Nahrungsmitteln gegeben. Die wichtigsten Gründe hierfür seien das starke Wirtschaftswachstum in Schwellenländern, die Einführung milliardenschwerer Subventionsprogramme für „Biosprit“ in den USA und in der EU sowie wetterbedingte Ernteausfälle gewesen.[51]

Nach 2011 kam es zu einer Entspannung auf den Weltagrarmärkten. Die Überschüsse etwa von Reis als bedeutendstem Nahrungsgetreide, von Grobgetreide für Tierfütterung sowie Weizen stiegen laut UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) deutlich an. Allein die weltweiten Bestände dieser Getreidearten, also die Vorräte in den Lägern, sollen zusammen rund 564 Millionen Tonnen erreichen. Am Ende des Wirtschaftsjahres 2012/13 waren es 497 Millionen Tonnen.[52]

Bei anhaltend starkem Ausbau ist zukünftig jedoch mit einer wachsenden Nutzungskonkurrenz zu rechnen.[37][53] Dies hätte möglicherweise erhöhte Nahrungsmittelpreise zur Folge. Höhere Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse werden aber mittelfristig als positiv für die Landwirtschaft – insbesondere in Entwicklungsländern – gesehen. Derzeit sind die heimischen Erzeugnisse oft nicht konkurrenzfähig gegenüber den subventionierten und somit billigeren Agrarimporten aus Industrieländern, so dass Landwirte erwerbslos werden und Agrarflächen nicht wirtschaftlich genutzt werden können.[37][54]

Durch Nutzung von degradierten Flächen sowie durch Nutzung von landwirtschaftlichen Reststoffen ist eine Verringerung der Flächenkonkurrenz möglich.[55] Auch bei der perspektivischen Herstellung von Treibstoffen aus pflanzlichen Abfällen (Cellulose-Ethanol, BtL-Kraftstoff) ist die Nutzungskonkurrenz deutlich geringer.

Situation in Deutschland

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Das BMLEH nennt Zahlen und Quoten für die verschiedenen Formen der Nutzung und für die Eigentumsverhältnisse an landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland. Die gesamte hier landwirtschaftlich genutzte Fläche betrug im Jahr 2023 rund 16,6 Millionen Hektar (= ca. 50 % der gesamten Landfläche). Von den 16,6 Millionen Hektar waren 70,2 Prozent Ackerland, 28,5 Prozent Dauergrünland und 1,2 Prozent Dauerkulturen. Rund 10 Millionen Hektar (60 %) dieser Flächen sind Pachtflächen und rund 6,4 Millionen Hektar (38 %) Eigenflächen.[56]

Das Thünen-Institut legte im August 2024 eine Analyse zu den Eigentumsverhältnissen bei Landflächen im ländlichen Raum Deutschlands vor. Rund 80 Prozent der Landwirtschaftsfläche gehören natürlichen Personen. Hochgerechnet haben bundesweit etwa 2,3 Millionen Menschen Landeigentum von mehr als einem halben Hektar Landwirtschaftsfläche. Die meisten davon sind keine Landwirte: Etwa 45 Prozent der Landwirtschaftsfläche gehören nichtlandwirtschaftlichen natürlichen Personen. Rund 33 Prozent entfallen auf landwirtschaftliche Familienbetriebe und acht Prozent auf landwirtschaftliche Unternehmen. Der öffentlichen Hand einschließlich der Kirchen sind im Durchschnitt gut elf Prozent der Landwirtschaftsfläche zugeordnet. Im Osten Deutschlands sind seltener Familienbetriebe Eigentümer von Landwirtschaftsflächen. Die dortige Landwirtschaft wird von Unternehmen wie Genossenschaften oder GmbHs dominiert. Solche Unternehmen haben im Durchschnitt wesentlich größeres Flächeneigentum als die Familienbetriebe. Dies führt dazu, dass die Ungleichverteilung des Landeigentums in den ostdeutschen Bundesländern deutlich stärker ausgeprägt ist. Diese Unternehmen können über den Verkauf ihrer Geschäftsanteile fusionieren oder an Dritte verkauft werden. Über Anteilskäufe kann laut dem Thünen-Institut „das Flächeneigentum in Händen einzelner Akteure sprunghaft um Größenordnungen vermehrt werden“. Anzeichen einer marktbeherrschenden Stellung einzelner Unternehmen wurden in der Studie jedoch nicht gefunden.[57] Wer in Deutschland „landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Grundstücke sowie […] Moor- und Ödland, das in landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Kultur gebracht werden kann“, verkaufen will, benötigt dazu laut § 2 des „Gesetzes über Maßnahmen zur Verbesserung der Agrarstruktur und zur Sicherung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe (Grundstückverkehrsgesetz - GrdstVG)“ vom Juli 1961 eine behördliche Genehmigung.

In einer im Juli 2025 veröffentlichten Studie untersuchte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Positionen zentraler Interessengruppen in der Konkurrenz um die Nutzung von Landflächen, aber auch von küstennahen Gewässerflächen in Deutschland. Die Studie beschäftigt sich intensiv (in der folgenden Reihenfolge) mit der Entwicklung in den Bereichen Siedlung und Verkehr, im Energiesektor, bei Wäldern, in der Landwirtschaft und beim Naturschutz. Durch den Einbezug des Naturschutzes wird die Frage relevant, welche Flächen gar nicht oder nur in eingeschränktem Umfang für die Nutzung von Menschen zur Verfügung gestellt werden sollten. Auch müsse die Qualität der Nutzbarkeit bestimmter Flächen für bestimmte Nutzungsinteressenten bei der Aufstellung kommunaler Flächennutzungspläne berücksichtigt werden.[58] In Abschnitt 7. der Studie befasst sich der BUND auch mit der Rolle des Meeres, insbesondere der von küstennahen Gewässern, bei einer Gesamtbetrachtung des Themas „(Nicht-)Nutzung von Flächen auf dem Gebiet eines Staates“.[59]

Der Boden als Garant der Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse, einer gesunden Natur und Umwelt sowie des Arterhalts

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Trinkwasserkrise

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Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) stellte in einer ebenfalls im Januar 2026 veröffentlichten Untersuchung fest, dass Deutschland seit Anfang des 21. Jahrhunderts rund 60 Milliarden Kubikmeter Wasser verloren habe. Geziele Maßnahmen gegen den Wasserschwund seien daher dringend erforderlich.[60]

Andere Experten weisen darauf hin, dass Deutschland nur einen im internationalen Vergleich vergleichsweise kleinen Teil seiner Süßwasservorräte nutze. In Deutschland könne es immer wieder lokal und zeitlich begrenzt zu Engpässen bei der Versorgung mit Wasser in Trinkwasserqualität kommen, vor allem in Phasen extremer Trockenheit und durch die regional starke Nitratbelastung des Grundwassers. Ein Versagen der Wasserversorgung in Deutschland gilt aber nach Ansicht der betreffenden Experten als noch reversibel.[61]

Biotopverbunde – Theorie und Praxis

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Das deutsche Bundesnaturschutzgesetz schreibt in § 21 vor, dass Biotopverbünde und Biotopvernetzungen vorgehalten werden müssen.[62] Absatz 2 des Paragraphen bestimmt: „Der Biotopverbund dient der dauerhaften Sicherung der Populationen wild lebender Tiere und Pflanzen einschließlich ihrer Lebensstätten, Biotope und Lebensgemeinschaften sowie der Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger ökologischer Wechselbeziehungen. Er soll auch zur Verbesserung des Zusammenhangs des Netzes ‚Natura 2000‘ beitragen.“

Eine große Chance zur Umsetzung des Ideals, das in § 21 BNatSchGes deutlich wird, bot sich ab Dezember 1989, kurz nach dem Fall der Berliner Mauer und der friedlichen Revolution in der DDR. Auf dem Hintergrund der deutschen Wiedervereinigung wurde das Projekt „Grünes Band Deutschland“ geplant und umgesetzt.[63] Der Begriff „Grünes Band Deutschland“ bezeichnet den Geländestreifen zwischen der ehemaligen innerdeutschen Grenze und den daran unmittelbar östlich anschließenden Grenzanlagen. Dieser Streifen ist 1393 km lang und 50–200 m breit. Er erstreckt sich von Travemünde bis zum Dreiländereck bei Prex. Auf ihm hatte sich bis 1989 weitestgehend die Natur ohne nennenswerte Eingriffe des Menschen entwickeln können. Dieser Zustand sollte durch förmliche Erklärung des Grenzstreifens zum Biotopverbund erhalten bleiben. Der deutsche Abschnitt der Grenze zwischen Mitgliedsstaaten der NATO und des Warschauer Paktes erhielt den Namen „Grünes Band Deutschland“. Heute ist das „Grüne Band Deutschland“ der größte Biotopverbund Deutschlands. Auf seinen Flächen kommen viele in Deutschland bedrohte Tier- und Pflanzenarten vor.[64]

Der Zusatz „Deutschland“ in der Bezeichnung des Projekts verweist darauf, dass es einen Biotopverbund gibt, der sich über die gesamte Länge der ehemaligen Grenze zwischen Mitgliedsstaaten der NATO und des Warschauer Paktes erstreckt. Der deutsche Abschnitt des „Grünen Bandes“ ist Teil des Grünen Bandes Europa.

Der Naturschutzbund Bayern betont die Wichtigkeit langer, ununterbrochener „Wanderkorridore“ für viele Wildtiere. Die Korridore würden „den genetischen Austausch zwischen einzelnen Populationen [sichern], die sonst isoliert, und auf Dauer wohl kaum überlebensfähig wären“.[65] Die Bundeszentrale für politische Bildung bestätigte 2013 den Vorrang des Erhalts und der Entwicklung wertvoller Lebensräume; gefährdete Arten müssten unterstützt werden. Die Biotope müssten langfristig funktionieren, d. h. in der Regel im Zuge ihrer Nutzung gepflegt werden. Zugleich solle Das Grüne Band für die Menschen erlebbar sein; sie müssten die Natur sinnlich wahrnehmen können. Die Funktion des Grünen Bandes „als lebendiges, ökologisches und historisches Mahnmal“ setze voraus, „dass die Menschen es kennen und schätzen“. Das Grüne Band müsse für die Naherholung und den Tourismus in Wert gesetzt werden. Es müsse zur Existenzsicherung der Menschen am Grünen Band beitragen.[66] Schließlich solle das Grüne Band nicht nur Tiere und Pflanzen verbinden. Durch viele internationale Projekte und seinen Besuch soll es Nationen und Menschen miteinander verbinden.

Bis 1989: Gewaltsam unterbrochener Verlauf der Straße zwischen Lübeck und Herrnburg
Nach 1990: Die wieder viel befahrene Straße beeinträchtigt den Otterwechsel über diese hinweg.

Die Realität der Jahre seit 1990 beschreibt der BUND Naturschutz in Bayern dahingehend, dass besonders in den frühen 1990er-Jahren das Grüne Band massiv gefährdet gewesen sei. Über Jahrzehnte ungenutzte Biotope seien in wenigen Stunden vor allem durch westdeutsche Landwirte umgepflügt worden, begünstigt durch den kurz nach der Wende entstandenen „rechtsfreien Raum“ im ehemaligen Grenzbereich. Vor allem in traditionellen Ackerbauregionen wie dem Grabfeld sei es zu hohen Verlusten an zuvor nur für Zwecke des „Grenzschutzes“ genutzten Flächen für andere Zwecke als den Naturschutz gekommen. Besonders ins Gewicht fielen der Neubau zahlreicher Straßen und Gewerbegebiete sowie die Nutzung von Land für Zwecke der Landwirtschaft.[67]

Der von der Tourismusbranche begrüßte Plan, die gesamte Strecke zwischen Travemünde und Prex ohne Unterbrechung zu Fuß entlangwandern bzw. auf dem Fahrrad abfahren zu können, ist nicht umsetzbar. Nicht nur streng geschützte Naturschutzgebiete erfordern Umwege, sondern auch die Rechte von Privateigentümern am Land unmittelbar östlich der Grenze. Die Unterstellung der Naturschützer, alle Arbeiten an grenzüberschreitenden Straßen ab 1990 seien Neubauten gewesen, trifft nicht zu. In vielen Fällen handelte es sich um die Wiederherstellung von bis 1945 bestehenden Verbindungen zwischen Gebieten westlich und östlich der Grenze – bei Bundesstraßen, die es bereits bis 1945 als Reichsstraßen gab, an deren Nummerierung erkennbar. So ist es z. B. heute wieder möglich, von Braunlage nach Coburg auf dem kürzesten Weg über Thüringen auf der Bundesstraße 4 zu fahren. Den „alten“ Status Quo Ante stellt das ungeteilte Deutschland dar, den „neuen“ Status Quo Ante die Erholung der Natur durch die gewaltsame Trennung von Menschen.

siehe auch: Grünes Band Deutschland#Kritik.

Nahrungmittelserzeugung gegen Energieerzeugung und -transport

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2019 wurde in Deutschland auf 2,64 Millionen Hektar Mais angebaut. Rund zwei Drittel (63 %) dienten der Futtermittelproduktion, die übrigen 37 % entfielen auf den Anbau von Energiemais für Biogasanlagen.[68]

Die Nutzungskonkurrenz führt auch in Deutschland zu einem Preisanstieg für diese Produkte. Steigende Pacht- oder Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen sind häufig in einzelnen Regionen Deutschlands zu beobachten, in denen der Anbau von Energiemais stark zugenommen hat. Teilweise kommt es zu Konflikten.[69]

Umgang mit Wäldern bzw. Gehölzen und mit der Ressource Holz

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Die Landesfläche des heutigen Landes Rheinland-Pfalz war um das Jahr 0 herum zu ca. 90 Prozent mit Wald bedeckt. Durch großflächige Rodungen sank der Waldanteil des Landes bis zum 14. Jahrhundert auf ca. 15 Prozent. Für das Jahr 2012 wird ein Anteil von 42,3 Prozent angegeben.
Im Laufe des Mittelalters nahm die Bevölkerungszahl im heutigen Deutschland stetig zu. Dieses führte zu einer Intensivierung der Rodungstätigkeiten. Holzhandelsgesellschaften übernutzten die Wälder. Insbesondere die Eisenindustrie verbrauchte während der aufkommenden Industrialisierung viel Energie, die zunächst durch Verwendung von Holz bzw. indirekt durch Holzkohle erzeugt wurde. Holzknappheit war der Hauptgrund für die Entstehung einer geregelten Forstwirtschaft. Die Industrie wanderte bei der zunehmenden Holzverknappung in die Kohlegebiete ab. Weiterhin wurden die Wälder stark landwirtschaftlich genutzt. Das Vieh wurde zum Weiden in die Wälder getrieben. Das herabgefallene Laub der Bäume, die Streu, diente als Strohersatz in den Ställen. Hierdurch wurde den Waldböden die wichtigsten Nährstoffe entzogen, die sich überwiegend im Laub der Bäume befinden. Auf den entstehenden Rohböden konnten sich viele Baumarten nicht mehr verjüngen. Weiterhin erlangte die Gewinnung von Gerbrinde von jungen Eichen zum Gerben von Leder eine größere Bedeutung. Die aufkommende Verarmung der Bevölkerung im 19. Jahrhundert verstärkte noch einmal den landwirtschaftlichen Druck auf den Wald.[70]

Den geringsten Anteil von Wäldern an der Fläche deutscher Länder weist heute (mit elf Prozent) das Land Schleswig-Holstein auf. Große zusammenhängende Wälder gibt es nur noch im Süden des Landes: den Sachsenwald mit 6000 Hektar, den Segeberger Forst mit 4000 Hektar und den Ricklinger Forst mit 2000 Hektar. Auf dem Gebiet des Landkreises Dithmarschen beträgt der Anteil der Waldfläche nur 3,3 Prozent.
Auch Schleswig-Holstein war in der Antike „von Küste zu Küste“ bewaldet. Eine langfristige Holzverknappung trat in Schleswig-Holstein aus ähnlichen Gründen ein wie in Rheinland-Pfalz und anderen Ländern Deutschlands. Eine Besonderheit bestand in dem „Land zwischen den Meeren“ darin, dass im Interesse des Küstenschutzes viel Holz für den Deichbau benötigt wurde. Der Tiefpunkt der Holzverknappung trat in Schleswig-Holstein um 1850 ein.

Eine geregelte Forstwirtschaft entwickelte sich in Deutschland im 18. Jahrhundert. In Schleswig-Holstein führt diese dazu, dass seit 1850 der Waldanteil im Land langfristig erhöht.[71] Eine wichtige Rolle hierbei spielt der Umstand, dass das Prinzip der Nachhaltigkeit zuerst auf Forsten angewendet wurde. In Forsten darf nur so viel Holz geschlagen werden, wie permanent nachwächst. Damit langfristig in einem bestimmten Wald stets dieselbe Menge an Holz geschlagen werden kann, ist die Frage ausschlaggebend, nach wie viel Jahren ein neu gepflanzter Setzling erntereif ist. Wenn z. B. die betreffende Zeitspanne 80 Jahre beträgt und kahlgeschlagene Flächen sofort mit Setzlingen derselben Baumart besetzt werden, dann darf jedes Jahr 1/80 (= 1,25 Prozent) der Bäume gefällt werden.

In einem neueren Verständnis des Begriffs „Nachhaltigkeit“ wird das Ziel der Möglichkeit zum langfristigen Wirtschaften im Sinne eines Drei-Säulen-Modells um die Ziele des gleichzeitigen und gleichberechtigten Umsetzens von Umweltschutz und eines fairen Miteinanders der Generationen ergänzt.

Holz wird heute nicht mehr nur als Brennstoff oder Baumaterial betrachtet, das am Beginn einer Wertschöpfungskette steht, wobei der Boden primär als Produktionsfaktor im Sinne der Volks- und Betriebswirtschaftslehre betrachtet wird. Verstärkt werden Bäume und vor allem Gehölze und Wälder als Kohlenstoffsenken kategorisiert. Wälder liefern vor allem dann einen entscheidenden Beitrag zur Anpassung an die globale Erwärmung, wenn sie aufgrund der Zusammensetzung ihrer Baumarten (nach der Ablösung von Monokulturen durch Mischwälder) dem mit dem Klimawandel verbundenen Stress standhalten.

Mit Bezug auf die Zukunft von Schulwäldern stellte die niedersächsische Stiftung „Zukunft Wald“ fest: In Niedersachsen sind Schulwälder „genehmigte Erstaufforstungen. Dadurch werden diese per Gesetz Wald, werden immer Wald bleiben, und tragen zur Zunahme der Waldfläche in Deutschland bei.“[72] Damit werden in Niedersachsen Wälder vor Begehrlichkeiten seitens der Vertreter konkurrierender Nutzungsinteressen geschützt.

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) beklagt, dass Politik und Waldwirtschaft Wälder in Deutschland „zum Forst, einem reinen Lieferanten von Holz, herabgestuft“ hätten. Der Wald könne sich nur noch auf zwei Prozent der hiesigen Waldfläche natürlich entfalten. Der BUND fordert, fünfzehn Prozent der Waldfläche in Deutschland als Naturwälder zu schützen und den Holzverbrauch zu senken.[73]

Strategien zur Entschärfung von Konflikten

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Historische Kulturlandschaften als Vorbild

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Viele deutsche Naturschützer sehen in der mitteleuropäischen historischen Kulturlandschaft das optimale Ergebnis der Geschichte der Auseinandersetzung des Menschen mit der ihn umgebenden Natur. Unter dem Begriff Kulturlandschaft wird hier ein durch landwirtschaftliche Nutzung geprägtes Gebiet verstanden, auf dem die Nutzung ein bestimmtes Intensivitätsniveau nicht überschritten hat. So entstanden bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sehr artenreiche Biotope (beispielsweise Feuchtwiesen, Heiden, Streuobstwiesen), die im Zuge der fortgesetzten Intensivierung der Landwirtschaft zu großen Teilen verschwunden sind. Solche historische Kulturlandschaften Europas sind artenreicher als eine natürlich entstandene Klimaxvegetation.[74]

Der Wunsch, „die Bauerngärten im Münsterland wieder zu beleben“,[75] stand im Jahr 2004 am Anfang des Projekts „100 Grüne Klassenzimmer“, das vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Regionale 2004 gefördert wurde. Nicht nur zu Zwecken des Landschaftsschutzes, sondern auch zu pädagogischen Zwecken sollte durch das Projekt 100 Grüne Klassenzimmer eine Landschaft erhalten werden, „in der Baumarkierungen in Form von Alleen oder Baumgruppen zum traditionellen Landschaftsbild gehören. Eine Landschaft, in der kleine Kinder immer am nahen Wohnhaus oder am Ortsrand Erfahrung mit dem Wasser, dem Boden, Pflanzen und Tieren machten.“

„Museal anmutende“ Landschaften verschwinden auch dann nicht, wenn es – aus der Sicht derer, die aus kommerziellen Gründen an ihrer Weiterexistenz interessiert sind,– als lohnender erscheint, sie zu erhalten, als sie für eine intensive Landwirtschaft zu nutzen. Deutlich wird das anhand der Beispiele immer noch vorhandener großer Heideflächen.

Von Touristen präferierte Landschaftsform in der Lüneburger Heide

So werden beispielsweise durch eine extensive Beweidung der Kernfläche der Lüneburger Heide durch Heidschnucken Baumkeimlinge weggebissen, die sich ohne Beweidung zu einem Wald entwickelt hätten.[76] Eine weitere Möglichkeit hätte darin bestanden, wie es seit dem 19. Jahrhundert gängige Praxis war und anderenorts noch ist, auf der ehemaligen Heidefläche Ackerbau zu betreiben (mit Hilfe des Einsatzes von Kunstdünger, der aber langfristig zu einer Degradation des Bodens geführt hätte). Hauptgrund für den Erhalt der Lüneburger Heide war und ist das Interesse der Tourismusbranche. Das zwischen den deutschen Metropolen Hamburg, Bremen und Hannover verkehrsgünstig gelegene und so schnell erreichbare Gebiet lockt insbesondere zur Zeit der Heideblüte viele Ausflügler an, die die Wirtschaftskraft der Region zu verbessern helfen.

Der Preis, der für das genannte Modell zu bezahlen ist, besteht in einem zumindest temporären Übertourismus, durch den Tiere in dem Gebiet unter Stress gesetzt werden.

Wasserwirtschaft: Vom Krisen- zum Insolvenzmanagement

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Nötig sei laut Kaveh Madani (s. o.) eine neue, von Ehrlichkeit, Mut und politischem Willen geprägte Reaktion auf den weltweiten Rückgang des Angebots an (sauberem) Wasser. Geboten sei „Insolvenzmanagement statt Krisenmanagement“. „Wir können verschwundene Gletscher nicht wiederherstellen oder stark verdichtete Grundwasserleiter wieder auffüllen“, so Madani. „Aber wir können den weiteren Verlust unseres verbleibenden Naturkapitals verhindern und Institutionen neu gestalten, um innerhalb neuer Wassergrenzen zu leben.“[77]

Eine praktikable Lösung zur Schonung von Trinkwasser-Ressourcen besteht in einer rigorosen Trennung von Trinkwasser und Betriebswasser (früher „Brauchwasser“ genannt). Wasser in Trinkwasserqualität wird vor allem für Wasser als direkt konsumiertes Lebensmittel, als Inhaltsstoff in Getränken und Speisen sowie als Werkstoff bei der Lebensmittelproduktion benötigt. Grauwasser kann über ein eigenes, zu installierendes paralleles Wasserversorgungenssystem – z. B. zur Toilettenspülung in Gebäuden – verwendet werden.[78] Mit aufgefangenem frischen Regenwasser können z. B. Blumen begossen werden.

Beim Thema „Umgang mit Wassermangel“ ist auch zu berücksichtigen, dass durch diesen Mangel ganze Branchen in Gefahr geraten, keine konkurrenzfähigen Angebote mehr machen zu können. Das trifft z. B. auf die Binnenschifffahrt zu, die darauf angewiesen ist, dass ihre Schiffe im Regelfall Wasserstände bei im Prinzip schiffbaren Flüssen vorfinden, die einen Waren- oder Personentransport (mit maximal zulässigem Tiefgang) auf dem Wasserweg ermöglichen.[79] Ein Ausfall der gewerblichen Binnenschifffahrt würde die Belastung von Verkehrsträgern wie Straßen und Schienen deutlich erhöhen.[80] Im Fall der Stilllegung von Flussfähren würden Benutzer von Straßen zu teils weiten Umwegen gezwungen; der Druck, neue Brücken zu bauen, würde zunehmen.

Reduzierung von Versiegelungseffekten in den Bereichen Siedlung und Verkehr

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Oftmals wird fälschlich angenommen, alle Flächen, die dem Verkehr oder Siedlungen gewidmet seien, seien versiegelt. Laut Angaben des Magazins Der Spiegel, welches sich auf Daten des Umweltbundesamtes, des Statistischen Bundesamtes und eigener Recherchen stützte, waren 2021 22.718 km² bzw. 6,35 % der Fläche Deutschlands versiegelt.[81]

In der Stadt Gaggenau gelten als „versiegelt“:

  • Wohnbauflächen: Gebäude und zugehörige Wege;
  • Verkehrsflächen: Straßen, Parkplätze, Geh- und Radwege;
  • Gewerbe- und Industrieflächen: Lagerflächen, Produktionshallen;
  • Freizeitflächen: Befestigte Sportplätze, befestigte Wege in Parks.

Neben den oben angeführten Beispielen für eine „Vollversiegelung“ nennt die Stadt Gaggenau drei weitere Formen der „Teilversiegelung“:

  • Als unversiegelte Flächen gelten Rasen oder Erde;
  • zu den wenig bzw. leicht versiegelten Flächen (0,3) zählen u.a. Natursteinpflaster mit weiten Fugen, Rasengittersteine und wassergebundene Splitt- oder Schotterflächen, versickerungsaktives (Öko-)Pflaster, Gründächer;
  • zu den stark versiegelten Flächen (0,6) gehören Rasenfugenpflaster, H-Steine, Platten und Pflaster mit schmalen Fugen bzw. ohne feste Verfugung.

Vom Grad der Versiegelung hängt in Gaggenau die Berechnung der Niederschlagswassergebühr ab. Maßgebend für die Berechnung ist die Menge des Niederschlagswassers auf einem Grundstück, welches unmittelbar (Kanalanschluss) oder mittelbar (Entwässerung in Straßeneinlauf) in das öffentliche Abwasserkanalnetz zugeführt wird.[82]

Das Beispiel Gaggenau zeigt einen schädlichen Aspekt der Versiegelung: Niederschlagswasser dringt nicht dort ein, wo es auf die Erdoberfläche trifft; es fließt oberflächlich an dem Hindernis vorbei ab. Weitere schädliche Effekte der Versiegelung treten dadurch ein, dass nach Starkregenereignissen und länger anhaltenden Niederschlägen Wassermassen vom Boden in Siedlungen nicht aufgenommen werden, wodurch lokale Hochwasserereignisse entstehen. Zudem geht dem Baugrund die Fruchtbarkeit verloren, denn Wasser, Sauerstoff und Licht können durch die Versiegelung den Boden nicht mehr erreichen und das Bodenleben somit auch nicht mehr versorgen, es stirbt ab. Auch lang bestehende Wanderkorridore der lokalen Flora und Fauna werden unterbrochen und die Landschaft zerschnitten. Staub und andere Luftschafstoffe werden nicht mehr durch die Pflanzen aus der Luft gefiltert, Wind trägt sie weit übers Land, die Feinstaubbelastung steigt. Auch die klimatische Ausgleichsfunktion geht verloren, es entstehen Hitzeinseln. Durchschnittlich werden in Deutschland jährlich bis zu 158 Quadratkilometer offener Boden neu versiegelt, der Trend ist zwar abnehmend, aber noch weit entfernt von einem Optimalwert. Der anhaltende Bau von Siedlungsflächen, Infrastruktur und Industrieflächen schafft neue Versiegelung.[83]

Die differenzierte Behandlung von bebauten Grundstücken durch die Stadt Gaggenau zeigt zugleich Wege auf, den Versiegelungseffekt auf bebauten Grundstücken zu verringern: Die Verwendung Natursteinpflaster mit weiten Fugen, Rasengittersteine und wassergebundene Splitt- oder Schotterflächen sowie versickerungsaktives (Öko-)Pflaster erleichtern dem Niederschlagswasser das Einsickern in den Boden. Gründächer berwirken einen „Etageneffekt“: Eine Rasenfläche oder auf andere Weise mit Vegetation bedeckte Dachfläche wird quasi „nach oben verlagert“. Selbst stark versiegelte Flächen erlauben bedingt das Einsickern von Niederschlagswasser an Ort und Stelle.

Auch Wände von Gebäuden können begrünt werden. Lebende Pflanzen oberhalb des Bodens lösen im Prinzip dieselben Effekte aus wie auf dem Boden wachsende Pflanzen, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel. Die Luft in der Stadt wird durch sie besser, und Extremtemperaturen in Hitzewellen werden reduziert.

Mehrfachnutzung bestimmter Flächen

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Auf einen Teil des Ersatzes landwirtschaftlicher Flächen durch Flächen für die Erzeugung erneuerbarer Energien kann dann verzichtet werden, wenn Photovoltaikanlagen auf Gebäudedächern installiert werden. Dadurch werden Betriebe und Privathaushalte zu Stromerzeugern.

Agri-Photovoltaik

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Im Jahr 2016 errichtete Pionieranlage in Heggelbach (Variante: „Zwei Etagen“)

Durch Agri-Photovoltaik werden bestimmte Flächen sowohl für landwirtschaftliche Zwecke als auch für Zwecke der Erzeugung von Solarstrom genutzt. Ziel ist es, dass beim Ausbau von Photovoltaik möglichst effizient mit Agrarflächen umgegangen wird. Stromerzeugung mit Agri-PV beansprucht maximal 15 Prozent der betroffenen landwirtschaftlichen Fläche, so dass mindestens 85 Prozent der Fläche weiterhin der landwirtschaftlichen Nutzung dienen. Die per saldo kleiner gewordene Fläche für die Landwirtschaft wird durch die EU dadurch berücksichtigt, dass nach wie vor von ihr gezahlte GAP-Mittel für die maximal verkleinerte Fläche um 15 Prozent reduziert werden. Agri-PV-Anlagen sind in Deutschland über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) von 2023 grundsätzlich auf allen Ackerflächen, Flächen mit Dauerkulturen und Grünlandflächen förderfähig (ausgenommen Moorböden und Naturschutzgebiete). Der maximale bundesweite Netto-Zubau von Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen wird dabei gedeckelt auf 80 Gigawatt bis 2030 und auf 177,5 GW bis 2040.[84]

Anlage in Aasen (Variante: Senkrechtstellung der Solarmodule)

Es gibt verschiedene Varianten der Agri-Photovoltaik. Eine Variante besteht darin, dass auf einem Acker „zwei Etagen“ gebildet werden. Oben erzeugen Module Strom, unten wachsen Weizen, Kartoffeln, Kleegras und Sellerie. Unter den fünf Meter hohen Gestellen der Pionieranlage in Heggelbach) z. B. (siehe Foto) bleibt genug Raum für Traktoren, und die Module lassen einen Teil der Sonneneinstrahlung und ausreichend Regen zum Boden durch. Die Anlage ist darüber hinaus in der Lage, hohe Ausgaben für den Schutz vor Hagel, Starkregen und zu viel Sonneneinstrahlung zu verringern, vor allem im Wein- und Obstbau. Andere Unternehmen arbeiten mit Solarmodulen, die senkrecht montiert wurden. Ein hinreichend breiter Zwischenraum bleibt frei für die Landwirtschaft, vor allem für die Möglichkeit der Durchfahrt von Traktoren.[85]

Extensive Agri-PV, Floating-PV, Moor-PV und Parkplatz-PV

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Das BMLEH plant, auch Solaranlagen auf extensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen, in Binnengewässern (Floating PV), auf Moorflächen (Moor-PV) und Parkplätzen in seine Fördermaßnahmen aufzunehmen.[86]

Stärkung von Kleinbauernverbänden im Globalen Süden

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Brot für die Welt berichtet über die Strategie dieses Hilfswerks der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland für die weltweite Entwicklungszusammenarbeit mit Bezug auf die prekäre Lage von Kleinbauern im Globalen Süden: „Wir unterstützen zahlreiche Kleinbauernverbände bei ihrem Ziel, die Ernährung auf dem Land zu sichern. Gemeinsam bauen wir die notwendigen Strukturen auf, damit die ländliche Bevölkerung selbstbestimmt leben kann, eigenverantwortlich ihren Lebensunterhalt sichert und widerstandsfähiger gegenüber den Krisen des Weltmarkts wird. Wir fördern die Schulung kleinbäuerlicher Familien in agrarökologischer Landwirtschaft und achten dabei darauf, die Position der Frauen zu stärken. Dadurch bewahren wir das traditionelle Wissen, erhalten die biologische Vielfalt und schützen die Menschen vor Verschuldung. Außerdem vermeiden wir so Risiken durch Agrar-Chemie und Gentechnik, und sichern die Produktion gesunder Lebensmittel.“[87]

Umgang landwirtschaftlicher Nutzer mit dem Boden sowie anderer Akteure mit dessen Produkten

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Koppel- und Kaskadennutzung

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Kann ein Erzeugnis mit seinen Nebenprodukten verschiedenen Nutzungen parallel zugeführt werden, so bezeichnet man dies als Koppelnutzung. Ein Beispiel ist die Verwendung von Rapsöl als Lebensmittel oder Energieträger und die Nutzung des Rapskuchens oder des Rapsextraktionsschrotes als Futtermittel. Unter Kaskadennutzung versteht man dagegen eine hintereinander geschaltete stoffliche und energetische Nutzung, wobei die energetische Nutzung (Verbrennung) erst am Ende des Produktzyklus steht. Beide Strategien führen zu einer Erhöhung der Wertschöpfung je Fläche und damit zu einer Entschärfung der Flächen- bzw. Nutzungskonkurrenz. Angewandte Forschung auf diesem Gebiet wird daher vom BMELV im Rahmen des Förderprogramms Nachwachsende Rohstoffe der Bundesregierung gefördert.[88]

Zertifizierung des nachhaltigen Umgangs mit Biomasse

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Um die Inanspruchnahme und Zerstörung natürlicher Ökosysteme zu begrenzen, wurde in der Richtlinie 2009/28/EG (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) der Europäischen Union gefordert, dass Biomasse zur Nutzung als Biokraftstoff und zur Erzeugung von Bioenergie künftig bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen müsse, wie ein Mindesteinsparpotential für Treibhausgase, Erhaltung der Biodiversität, Einhaltung von Sozialstandards. In Deutschland wurde diesen Vorgaben für den Bereich der Stromherstellung durch die Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung[89] entsprochen. Analog dazu wurde die Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung erlassen.[90] Darüber hinausgehend fordert der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen einen globalen Landnutzungsstandard, d. h. einen Standard zur Nachhaltigkeit der Landnutzung der sämtliche Nutzungsarten (Nahrungs- und Futtermittel, energetische und stoffliche Nutzung) einschließt.[91][92] Der Direktor des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, erklärte: „Würden an alle landwirtschaftlichen Nutzungen so hohe Anforderungen wie an den Biosprit gestellt, dann lebten wir in einer besseren Welt.“[93]

Vermeidung von Sojaimporten durch Biokraftstoffe

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Beim Anbau von Bioenergie aus Raps, Getreide und Zuckerrüben in Deutschland fallen neben dem Kraftstoff selbst auch sog. Koppelprodukte an, die als Futtermittel verwendet werden. Rapsschrot bzw. Rapskuchen aus der Biodieselherstellung sowie Getreidetrockenschlempe und Rübenschnitzel/-melasse aus der Bioethanolherstellung eignen sich in der Viehzucht als wertvolle Eiweißfuttermittel und ersetzen damit Importe von Sojaschrot aus Übersee. Dadurch vermindert sich der Druck auf Anbauflächen in anderen Ländern und mindert den Druck zur Rodung von Regenwäldern. Derzeit (2010) wachsen in Deutschland auf einer Fläche von 1,2 Millionen Hektar Pflanzen für die heimische Biokraftstoffproduktion. Damit wurden 2,0 Millionen Tonnen Biokraftstoffe sowie gleichzeitig 2,3 Millionen Tonnen Futtermittel hergestellt (Soja-Futtermitteläquivalent). Um die in Deutschland gehaltenen Rinder, Schweine und Hühner zu versorgen, wurden 2010 insgesamt 5,1 Millionen Tonnen Soja-Futtermittel importiert, davon 4,2 Millionen Tonnen aus Südamerika und 0,9 Millionen Tonnen aus dem Rest der Welt. Insbesondere in Südamerika wird der Sojaanbau häufig mit der Regenwaldzerstörung und nicht nachhaltigen Anbaumethoden in Verbindung gebracht.[94]

Begrenzung der Nahrungsmittelverschwendung

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Weltweit werden jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Das wäre ungefähr die Hälfte aller Lebensmittel und genug, um drei Milliarden Menschen zu ernähren, so die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO. So entsorgen in Europa und Russland die Konsumenten durchschnittlich 95 Kilogramm pro Kopf und Jahr, die Lebensmittelindustrie 186 Kilogramm.[95] In Deutschland wirft jeder Bürger durchschnittlich 82 Kilogramm im Gegenwert von 235 Euro pro Jahr weg, so eine Studie des Verbraucherministeriums.[96] Bei Reduktion der Verschwendung und höherer Effizienz in Transport und Verteilung von Nahrungsmitteln könnte somit der Welthunger wesentlich entschärft werden.

Einzelnachweise

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  1. Landwirtschaftlicher Bodenmarkt in Deutschland. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, 6. Mai 2025, abgerufen am 8. Februar 2026.
  2. UN-Bericht Das "Zeitalter des globalen Wasserbankrotts" beginnt. geo.de, 21. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.
  3. UN-Bericht warnt vor „globalem Wasserbankrott“. zeit.de, 2. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.
  4. Emily Elhacham, Liad Ben-Uri, Jonathan Grozovski, Yinon M. Ben Bar-On, Ron Milo: Global human-made mass exceeds all living biomass. In: Nature 588. 9. Dezember 2020, S. 442–444, abgerufen am 8. Januar 2026 (englisch).
  5. Effiziente Flächennutzung im Alpenraum. (PDF) agado.org, abgerufen am 8. Januar 2026.
  6. Flächeninanspruchnahme in Österreich. CCCA Fact Sheet #39. (PDF) Climate Change Centre Austria (CCCA), 2022, abgerufen am 8. Januar 2026.
  7. Bodenversiegelung: Warum unser Boden so schützenswert ist. donnerskirchen.at, abgerufen am 10. Februar 2026.
  8. Jutta Staffler: Die vielfältigen Leistungen kleinbäuerlicher Familienbetriebe. eurac.edu, 17. September 2020, abgerufen am 6. Februar 2026.
  9. Was ist nachhaltige Landwirtschaft? (PDF) Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, Mai 2015, S. 18 (16), abgerufen am 6. Februar 2026.
  10. Commodities and Development Report 2015. Smallholder Farmers and Sustainable Commodity Development. (PDF) UNCTAD, 2015, S. 3–11 (20–28), abgerufen am 7. Februar 2026 (englisch).
  11. Jutta Staffler: Die vielfältigen Leistungen kleinbäuerlicher Familienbetriebe. eurac.edu, 17. Februar 2020, abgerufen am 6. Februar 2026.
  12. Kurt G. Baldenhofer: Artikel „Kleinbauer“. In: Lexikon des Agrarraums. Abgerufen am 6. Februar 2026.
  13. Eva Eckinger: Wem gehört das Ackerland? agrarheute.de, 18. November 2025, abgerufen am 10. Februar 2026.
  14. Anne Kokenbrink: Ackerland ist eine der sichersten Geldanlagen. faz.net, 22. Mai 2025, abgerufen am 10. Februar 2026.
  15. Michael Groier, Ingrid Machold, Elisabeth Loibl: Landwirtschaftliche Kleinbetriebe zwischen regionaler Nachhaltigkeit und Globalisierung. (PDF) Bundesanstalt für Bergbauerfragen, Oktober 2018, S. 5 (14), abgerufen am 6. Februar 2026.
  16. VDI-nachrichten: Biokraftstoffe sind weltweit ein Hit. 9. September 2011, Heft 36, S. 10.
  17. Viktoria Thumann: Agro-Sprit: Antriebsmittel für den Welthunger. (Memento vom 25. August 2012 im Internet Archive) Auf Greenpeace.de, 16. Oktober 2007.
  18. Sigrid Totz: Nein, Agrosprit ist nicht bio. (Memento vom 14. März 2011 im Internet Archive) Greenpeace, 10. März 2008.
  19. Agentur für Erneuerbare Energien: Potenzialatlas Bioenergie 2020. PDF.
  20. Potenzialatlas: Platz machen für Erneuerbare, Klimaretter.info (Memento des Originals vom 12. August 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.klimaretter.info vom 14. Januar 2010.
  21. Alterra/IIASA: Atlas of EU biomass potentials. Download (PDF) (Memento vom 6. Mai 2014 im Internet Archive)
  22. EU-Forschungsprojekt 4FCrops (Memento vom 5. Juli 2015 im Internet Archive).
  23. FAO/Töpfer zitiert nach Agentur für Erneuerbare Energien: Der volle Durchblick in Sachen Bioenergie. Berlin 2008, S. 6.
  24. EU Cereal Management Committee 2008.
  25. „Biokraftstoffe sind nicht die Sündenböcke“, VDI nachrichten, 9. März 2012.
  26. Institut für Agrarpolitik: Bestimmungsgründe für das Niveau und die Volatilität von Agrarrohstoffpreisen auf internationalen Märkten. Implikationen für Welternährung und Politikgestaltung (PDF; 3,4 MB), Uni Gießen, 2012.
  27. @1@2Vorlage:Toter Link/www.br-online.deHungerkrisen durch Lebensmittel-Verteuerung? (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche in Webarchiven) In: BR-Online. 13. April 2008 (keine Mementos).
  28. „Lebensmittel weg zu werfen ist sinnlos“. Bericht auf Zeit Online, 22. Januar 2013.
  29. Rede von Wolfgang Gründinger beim Bioenergie-Symposium 2011 in Düsseldorf (PDF; 84 kB); Asendorf, Dirk: Unsere Gier nach Futter. Die Zeit Nr. 51/2011, S. 47f.
  30. Agentur für Erneuerbare Energien: Agrarmärkte 2013. Hintergrundpapier, PDF.
  31. Grüner Runder Tisch für artgerechte Tierhaltung (Memento vom 26. Juli 2012 im Webarchiv archive.today).
  32. Greenpeace Brazil (Hrsg.) Amazon Cattle Footprint, Mato Grosso: State of Destruction (Memento des Originals vom 21. Mai 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.greenpeace.org.
  33. Faszination Regenwald
  34. Food and Agriculture Organisation of the United Nations (Hrsg.): Livestock’s Long Shadow – Environmental Issues and Options.
  35. Elke Stehfest, Lex Bouwman, Detlef P. van Vuuren, Michel G. J. den Elzen, Bas Eickhout, Pavel Kabat: Climate benefits of changing diet. In: Climatic Change. 95, 2009, S. 83, doi:10.1007/s10584-008-9534-6.
  36. Homepage. In: nachhaltigkeitsrat.de, Rat für Nachhaltige Entwicklung, abgerufen am 4. Februar 2022.
  37. a b c d OECD: Growing bio-fuel demand underpinning higher agriculture prices, says joint OECD-FAO report. 7. April 2007, abgerufen am 4. Februar 2022; bezogen auf OECD-FAO: OECD-FAO Agricultural Outlook 2007–2016 (oecd.org [PDF; 779 kB]).
  38. Mitchell, Donald: A Note on Rising Food Prices. April 8, 2008.
  39. Tortilla-Krise in Mexiko. In: Heise online, 29. Januar 2007, abgerufen am 4. Februar 2022.
  40. Hildegard Stausberg: Ethanol-Durst der USA löst Tortilla-Krise aus. In: Die Welt Online. 5. Februar 2007.
  41. Meldung des Nachhaltigkeitsrates.
  42. ifpri.org (Memento vom 6. Januar 2015 im Internet Archive) (PDF; 143 kB).
  43. Silvia Liebrich: Die Weltbank und der Streit um Biosprit. In: Süddeutsche Zeitung. 4. Juli 2008.
  44. Food and Agriculture Organization: Nominale Preisentwicklung (MS Excel; 95 kB)
  45. Food and Agriculture Organization: Reale Preisentwicklung (Memento vom 6. Februar 2011 im Internet Archive) (MS Excel; 95 kB).
  46. FAO Food Outlook 2014.
  47. Oxfam Fact Sheet (PDF; 200 kB)
  48. Welthungerhilfe-Nahrungsmittelstudie (Memento vom 11. Dezember 2011 im Internet Archive)
  49. UNCTAD (2009): The global economic crisis: systemic failures and multilateral remedies. Chapter III: Managing the financialization of commodity futures trading. S. 38.
  50. John Baffes, Tassos Haniotis, Placing the 2006/08 Commodity Price Boom into Perspective, Policy Research Working Paper, The World Bank Development Prospects Group, July 2010, S. 20.
  51. Ingo Pies, Die zivilgesellschaftliche Kampagne gegen Finanzspekulationen mit Agrarrohstoffen, Lehrstuhl für Wirtschaftsethik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 2012. Siehe auch Wirtschaftsethiker wirft NGO schlampige Recherche vor, Süddeutsche Zeitung vom 26. August 2012 und Die Moral der Agrar-Spekulation, FAZ 31. August 2012.
  52. Food Outlook – BIANNUAL REPORT ON GLOBAL FOOD MARKETS.
  53. UN-Energy: Sustainable Bioenergy. A Framework for Decision Makers. S. 36 (un.org (Memento vom 27. März 2009 im Internet Archive) [PDF; 1,1 MB]).
  54. Ohne Biosprit geht es nicht. „Wir können und wir müssen“ (Memento vom 6. April 2009 im Internet Archive). Interview mit Uwe Lahl. In: n-tv.de, 2. April 2009.
  55. Agentur für Erneuerbare Energien: Globale Bioenergienutzung – Potenziale und Nutzungspfade. Berlin 2009, S. 9.
  56. Landwirtschaftlicher Bodenmarkt in Deutschland. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, 6. Mai 2025, abgerufen am 8. Februar 2026.
  57. Wem die Agrarflächen in Deutschland gehören. thuenen.de, 22. August 2024, abgerufen am 10. Februar 2026.
  58. Zuviel Flächenbedarf bei begrenzter Fläche – Flächenkonkurrenz in Deutschland. (PDF) In: BUND Positionen 78. bund.net, Juli 2025, S. 28, abgerufen am 4. Januar 2026.
  59. Zuviel Flächenbedarf bei begrenzter Fläche – Flächenkonkurrenz in Deutschland. (PDF) In: BUND Positionen 78. bund.net, Juli 2025, S. 44, abgerufen am 4. Januar 2026.
  60. Fehlende Grundwasserspeicher. Fachleute warnen: Deutschland droht Wasserknappheit. geo.de, 16. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.
  61. UN-Bericht warnt vor „globalem Wasserbankrott“. zeit.de, 2. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.
  62. § 21 BNatSchG
  63. Die Geschichte des Grünen Bandes. BUND Naturschutz in Bayern e. V., abgerufen am 1. Februar 2026.
  64. Grünes Band: Arche Noah für Tiere und Pflanzen. BUND Naturschutz in Bayern e. V., abgerufen am 1. Februar 2026.
  65. Wanderkorridore mitten in Deutschland. BUND Naturschutz in Bayern e. V., abgerufen am 1. Februar 2026.
  66. Georg Baumert: Das „Grüne Band“. Ein lebendes Denkmal in Deutschland und Europa. Bundeszentrale für politische Bildung, 8. Juli 2013, abgerufen am 2. Februar 2026.
  67. Die Geschichte des Grünen Bandes. BUND Naturschutz in Bayern e. V., abgerufen am 1. Februar 2026.
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  69. D. Breuer 2007: Der Wettbewerb um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen: Nachwachsende Rohstoffe zur energetischen Nutzung contra Veredlungswirtschaft@1@2Vorlage:Toter Link/www.schweine.net (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2025. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 2,9 MB), ISN – Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e. V.
  70. Wald und Mensch im Wandel der Zeitalter. Landesforsten Rheinland-Pfalz, abgerufen am 19. Januar 2026.
  71. Auf einen Blick - Wald und Forstwirtschaft in Schleswig-Holstein. schleswig-holstein.de, 27. Juni 2025, abgerufen am 19. Januar 2026.
  72. Schulwälder gegen Klimawandel - pflanzt nicht Worte sondern Bäume. United Nations On Decade Ecosystem Restoration, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, abgerufen am 26. November 2025.
  73. Wälder statt Forste! bund.net, abgerufen am 21. Januar 2026.
  74. Reinhard Piechocki: Landschaft – Heimat – Wildnis. München 2010, ISBN 978-3-406-54152-0.
  75. Friedrich Wolters: Zum Projekt. In: 100 Grüne Klassenzimmer. Dokumentation. REGIONALE 2004, März 2012, S. 3 (4), abgerufen am 11. Februar 2026.
  76. Heidepflege - Nie genug der Plaggerei. naturpark-lueneburger-heide.de, abgerufen am 3. Februar 2026.
  77. UN-Bericht. Das „Zeitalter des globalen Wasserbankrotts“ beginnt. geo.de, 21. Januar 2026, abgerufen am 22. Januar 2026.
  78. Jutta Kerpen, Dominik Zapf: Grauwasserrecycling wirtschaftlich schon rentabel? In: Fach.Journal IHKS 2005/06. 2005, S. 88–92, abgerufen am 3. Februar 2026.
  79. Manfred Götzke: Binnenschifffahrt im Klimawandel: Wenn die Elbe nur noch knietief ist. deutschlandfunk.de, 15. September 2019, abgerufen am 3. Februar 2026.
  80. Wochenlang Niedrigwasser: Die Zukunft des Schiffsverkehrs auf der Elbe. mdr.de, 26. Juli 2025, abgerufen am 3. Februar 2026.
  81. Nachgezählt. In: Der Spiegel. Nr. 31, 29. Juli 2023, S. 21.
  82. Versiegelungsarten. Stadt Gaggenau, abgerufen am 10. Februar 2026.
  83. Platt gemacht und zubetoniert. Bodenversiegelung und ihre Folgen. nabu.de, abgerufen am 10. Februar 2026.
  84. Agri-Photovoltaik. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernäherung und Heimat (BMLEH), 8. September 2025, abgerufen am 9. Februar 2026.
  85. Ralph Diermann: Neue Konzepte für erneuerbare Energien: Oben Solar, unten Sellerie. spiegel.de, 21. Mai 2020, abgerufen am 8. Februar 2026.
  86. Agri-Photovoltaik. Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernäherung und Heimat (BMLEH), 8. September 2025, abgerufen am 9. Februar 2026.
  87. Kleinbäuerliche Betriebe sichern die Ernährung weltweit. brot-fuer-die-welt.de, 2026, abgerufen am 6. Februar 2026.
  88. Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV): Bekanntmachung über die Förderung der angewandten Forschung auf dem Gebiet der nachwachsenden Rohstoffe im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ der Bundesregierung zum Schwerpunkt „Innovative Mehrfachnutzung von nachwachsenden Rohstoffen, Bioraffinerien“ vom 24. April 2008, silo.tips.
  89. Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biomasse zur Stromerzeugung (Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung - BioSt-NachV).
  90. Verordnung über Anforderungen an eine nachhaltige Herstellung von Biokraftstoffen (Biokraftstoff-Nachhaltigkeitsverordnung – Biokraft-NachV).
  91. Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) 2008: Zukunftsfähige Bioenergie und nachhaltige Landnutzung (PDF; 25,3 MB)
  92. Film zur Nachhaltigkeitsverordnung.
  93. Tagesspiegel, 7. März 2011; vgl. auch Renews Kompakt Okt. 2013, S. 8.
  94. Zahlen und Grafik bei der Agentur für Erneuerbare Energie.
  95. FAO: Global Food Losses and Food Waste. 2011.
  96. BMELV: Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland. 2012.