Frank Brodehl

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Frank Andreas Brodehl (* 30. August 1971 in Troisdorf-Sieglar[1]) ist ein deutscher Sonderschullehrer und Politiker (LKR, vorher AfD). Er ist seit 2017 Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1992 leistete Frank Brodehl von 1992 bis 1993 Zivildienst. Von 1993 bis 1999 arbeitete er als Nachtwächter und absolvierte dabei ein berufsbegleitendes Studium der Sonderpädagogik (Schwerhörigenpädagogik, Erziehungsschwierigenpädagogik, Geschichte) an der Universität zu Köln mit anschließendem Referendariat. Seit 1999 arbeitet er als Sonderschullehrer an Förderschulen und in der Integrativen Beschulung. Von 2010 bis 2013 promovierte er berufsbegleitend an der Universität Oldenburg. Zwischen 2013 und 2016 war er Lehrbeauftragter an verschiedenen Universitäten.[2][3]

Er ist Autor eines Buches über „Taubstummenpädagogik“ im Dritten Reich.[4]

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Brodehl trat im Sommer 2013 in die AfD, Landesverband Schleswig-Holstein, ein. Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2017 war er Direktkandidat für den Wahlkreis Ostholstein-Nord sowie auf Platz vier der Landesliste. Er zog über die Landesliste als Abgeordneter in den Landtag ein.[5][6] Brodehl war Mitglied im Bildungs- und Sozialausschuss. Am 25. September 2020 verkündete Brodehl im Landtag überraschend seinen Austritt aus der AfD und der AfD-Fraktion. Damit verlor die AfD ihren Fraktionsstatus.[7] Einige Tage zuvor hatte auch die AfD im niedersächsischen Landtag ihren Fraktionsstatus verloren.[8]

Im Januar 2021 trat Brodehl der Partei Liberal-Konservative Reformer bei.[9]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Brodehl ist seit 1994 verheiratet und Vater dreier Söhne.[10] Er ist evangelisch-freikirchlicher Konfession.[11]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Widerstand, Anpassung, Pflichterfüllung? Zur Konfrontation der Taubstummenpädagogik mit dem Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933, Sonderpädagogik in Forschung und Praxis, Band 36, Hamburg 2014, ISBN 978-3-8300-7565-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schleswig-Holsteinischen Landtag
  2. Dr. Frank Brodehl
  3. Über mich, abgerufen am 15. September 2020.
  4. Verlag Dr. Kovač: Widerstand, Anpassung, Pflichterfüllung? ...
  5. AfD Schleswig-Holstein: Frank Brodehl@1@2Vorlage:Toter Link/www.afd-schleswig-holstein.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 15. Mai 2017.
  6. Der Landeswahlleiter: Sitzverteilung (Memento des Originals vom 29. August 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.landtagswahl-sh.de abgerufen am 15. Mai 2017.
  7. Frank Brodehl verlässt die AfD - Partei verliert ihren Fraktionsstatus. Abgerufen am 25. September 2020.
  8. AfD-Landtagsfraktion zerbricht nach Rechtsruck
  9. Severin Weiland: Luckes Partei verzeichnet Zulauf durch frühere AfD-Mitglieder. In: Spiegel Politik. Der Spiegel, 14. Januar 2021, abgerufen am 15. Januar 2021.
  10. AfD Schleswig-Holstein: Frank Brodehl@1@2Vorlage:Toter Link/www.afd-schleswig-holstein.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 15. Mai 2017.
  11. [http://lissh.lvn.ltsh.de/cgi-bin/starfinder/0?path=samtflmore.txt&id=fastlink&pass=&search=ID=3295&format=WEBVOLLLANG LIS-SH Gesamtbestand: Amts- und Mandatstr�ger SH.] Abgerufen am 26. Juli 2021.