Frank von Hippel

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Frank Niels von Hippel (* 26. Dezember 1937 in Cambridge (Massachusetts)) ist ein US-amerikanischer theoretischer Physiker und Analytiker in Abrüstungs- und Sicherheitsfragen und Energiefragen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Hippel studierte Physik am Massachusetts Institute of Technology (Bachelor 1959) und wurde 1962 an der Universität Oxford promoviert, wo er Rhodes Scholar war. Als Post-Doktorand war er an der University of Chicago und von 1964 bis 1966 an der Cornell University. Von 1966 bis 1970 war er Assistant Professor an der Stanford University und von 1970 bis 1973 am Argonne National Laboratory. Von 1973 bis 1974 war er Resident Fellow der National Academy of Sciences und von 1974 bis 1978 forschte er an der Princeton University. Danach war er am Center for Environmental Studies in Princeton, ab 1983 als Professor for Public and International Affairs. Er ist Professor und Ko-Direktor des Program on Science and Global Security an der Woodrow Wilson School of Public and International Affairs der Princeton University.

Von 1993 bis 1994 war er Assistant Director of National Security im White House Office of Science and Technology Policy. Von 1979 bis 1984 stand er der Federation of American Scientists (FAS) vor (Chairman) und später dem FAS Fund. Von 2003 bis 2005 stand er dem Panel of Public Affairs der American Physical Society vor.

In den 1970er Jahren war er bekannt für Analysen zu Kernenergiesicherheit und beriet unter anderem den US Kongress und die NRC (Nuclear Regulatory Commission). Er befasste sich aber auch mit anderen Bereichen des Energiesektors.[1] Auch in Abrüstungsfragen war er früh aktiv.[2] In den 1980er und 1990er Jahren befasste er sich insbesondere mit Nicht-Proliferation von Kernwaffenmaterial etwa aus den Beständen der ehemaligen Sowjetunion.

Von Hippel ist der Sohn von Arthur Robert von Hippel und Dagmar Franck, einer Tochter von James Franck. Sein Bruder Eric von Hippel ist Professor an der MIT Sloan School of Management.[3][4] Er stammt aus dem ostpreussischen Adelsgeschlecht Hippel.

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er ist Fellow der American Physical Society und der American Association for the Advancement of Science.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Citizen Scientist, American Institute of Physics, Simon and Schuster 1991
  • mit Roald Sagdeev (Herausgeber) Reversing the Arms Race: How to Achieve and Verify Deep Reductions in Nuclear Weapons, New York, Gordon and Breach 1990
  • mit Joel Primack Advice and Dissent, Scientists in the Political Arena, Basic Books 1974
  • mit Harold A. Feiveson, Bruce G. Blair, Jonathan Dean, Steve Fetter, James Goodby, George N. Lewis, Janne E. Nolan, Theodore Postol The Nuclear Turning Point: A Blueprint for Deep Cuts and De-alerting of Nuclear Weapons, Brookings Institution Press, 1999

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. zum Beispiel Gray, von Hippel The fuel economy of light vehicles, Scientific American, Mai 1981
  2. Zum Beispiel zu Auswirkungen eines Atomkriegs mit Sidney Drell Limited nuclear war, Scientific American, November 1976
  3. MIT Professor von Hippel dies at 105; was leader in materials research. Massachusetts Institute of Technology, 5. Januar 2004, abgerufen am 26. Juni 2018 (englisch).
  4. Frank von Hippel James Franck. Science and Conscience, Physics Today, Mai 2010