Franz Adam (Dirigent)

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Franz Josef Johannes Maria Adam (* 28. Dezember 1885 in München; † 21. September 1954 ebenda) war ein deutscher Dirigent, Kapellmeister und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war der Sohn des Kunstmalers Emil Adam und der Schauspielerin Josefa geborene Wurmb. Nach dem Besuch des Luitpold-Gymnasiums in München ging er 1903 an die dortige Königliche Akademie der Tonkunst.

1910 nahm er bereits als Klarinettist an den Richard-Wagner-Festspielen in München teil und wirkte später an verschiedenen Theatern und in Orchestern, so in Altenburg, Gießen, Bad Ems und Bad Ragaz.

Zum 1. Januar 1930 trat er der NSDAP (Mitgliedsnummer 348.967) bei.[1]

Als Kapellmeister wurde er Sachbearbeiter für Musik in der Reichsleitung der NSDAP und hatte in München, Brienner Straße 45, seinen Sitz.

Im durch seine Bemühungen entstandenen Nationalsozialistischen Reichs-Symphonie-Orchester (NSRSO) übernahm er bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges das Chefdirigat und die künstlerische Leitung.

Von 1945 bis 1948 erfolgte seine Internierung durch die Alliierten. 1949 wurde er in einer Musikschule der Amerikaner in Dachau Orchesterleiter und Musiktheorielehrer.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Herrmann A. L. Degener: Degeners Wer ist's, Berlin 1935, S. 6.
  • Britta Hanke: Der Dirigent Franz Adam und das Nationalsozialistische Reichs-Symphonie-Orchester – Aufstieg und Fall eines Künstlers im Nationalsozialismus, München, 2004 (= Magisterarbeit).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz Adam im Bayerischen Musiker-Lexikon Online (BMLO)