Frauke Finsterwalder

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Frauke Finsterwalder (* 1975 in Hamburg) ist eine deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frauke Finsterwalder wurde 1975 in Hamburg geboren. Ihre Schulzeit verbrachte sie teilweise in den USA.[1] Anschließend studierte sie in Berlin Literaturwissenschaft und Geschichte.[2] Als Regieassistentin arbeitete sie an der Berliner Volksbühne und am Maxim-Gorki-Theater.[3] Zudem war sie als Freie Journalistin unter anderem für die Berliner Boulevardzeitung B.Z. [4] und das Magazin der Süddeutschen Zeitung tätig.[2]

Im Jahr 2003 begann Finsterwalder schließlich ein Studium der Dokumentarregie an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. Ihre erste Kurzfilmarbeit 0.003 km wurde 2005 auf den Oberhausener Kurzfilmtagen gezeigt.[5] Es folgten die Dokumentarfilme Weil der Mensch ein Mensch ist (2007, gemeinsam mit Stephan Hilpert) und Die große Pyramide (2010), welcher erstmals auf dem Filmfestival Max Ophüls Preis gezeigt wurde.[6]

Im Juli 2013 feierte ihr erster Langspielfilm Finsterworld auf dem Filmfest München Premiere.[7] In den Hauptrollen sind Sandra Hüller, Ronald Zehrfeld, Margit Carstensen, Carla Juri, Michael Maertens und Corinna Harfouch zu sehen.[8] Finsterworld wurde 2013 auf dem World Film Festival in Montréal mit dem Zenith-Award für den besten Debütfilm ausgezeichnet,[9] sowie der TV-Spielfilm-Preis vom Film Festival Köln, der Cologne Conference, verliehen.[10] Der Film gewann auf dem Wettbewerb des Zurich Film Festival 2013 das goldene Auge als bester deutschsprachiger Spielfilm, sowie den Preis der Schweizer Filmkritik.[11] Ferner wurde Finsterworld fünfmal für den Deutschen Filmpreis 2014 nominiert, unter anderem auch als bester Spielfilm, erhielt den Preis der Deutschen Filmkritik für das beste Drehbuch und den Deutschen Regiepreis Metropolis 2014 für die beste Nachwuchs-Regiearbeit.

Frauke Finsterwalder ist seit 2007 mit dem Schweizer Schriftsteller Christian Kracht verheiratet. Das Ehepaar lebt in Los Angeles.[12]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: 0.003 km (Kurzfilm)
  • 2007: Weil der Mensch ein Mensch ist (Dokumentarfilm)
  • 2010: Die große Pyramide (Dokumentarfilm)
  • 2013: Finsterworld

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Leiden der Jungen. Website des Goethe-Instituts. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  2. a b Michael Stürzenhofecker: Sommerlagerkommunisten. In: Der Tagesspiegel, 13. September 2007. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  3. Porträt von Frauke Finsterwalder. Website des S. Fischer Verlags. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  4. http://www.bz-berlin.de/artikel-archiv/ehepaar-kracht-zeigt-finsterworld-im-kinound Abgerufen am 1. Juli 2014
  5. 0.003 km. filmportal.de. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  6. Thomas Lindemann: Ein Grabmal sollte Deutschland verbessern. In: Die Welt, 22. Januar 2010. Abgerufen am 25. Juni 2013
  7. Finsterworld. Website des Filmfests München. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  8. Drehstart für Finsterworld. ana-radica-presse.com. Abgerufen am 19. Juni 2013.
  9. http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.montreal-finsterworld-deutscher-film-gewinnt-preis-beim-world-film-festival.39c7b53e-3ab0-40c4-92c0-880e70ccaeac.html
  10. http://www.cologne-conference.de/de/programm/preisverleihungen/tv-spielfilm-preis/
  11. http://zff.com/en/festival-info/news/2013/#main-awards-mexico-denmark-germany-and-switzerland
  12. Christian Kracht’s ‘Imperium’ is a Melvillean Masterpiece of the South Seas. 21. Juli 2015, abgerufen am 22. Juli 2016 (amerikanisches englisch).